Hallo zusammen...
ich ärgere mich gerade wieder selber über mein dämliches verhalten....
ich hänge gerade in einem job fest, der mir nicht gefällt..mein chef ist top, aber sonst fühle ich mich total unterfordert - sowohl was die Menge als auch den Inhalt meiner Arbeit angeht...
Ändern wird sich die nächste Zeit hier eher nichts....es gab da auch bereits Gespräche mit meinem Chef...er weiß, dass ich freie Kapazitäten habe, aber er kann es nicht ändern..Zusatzaufgaben gab es bereits, aber es war nur eine kleine Lücke, die geschlossen wurde...
Jetzt sprach mich eine alte Bekannte an, deren Firma jemanden sucht. Die Stelle hört sich wahnsinnig spannend an...allerdings eigentlich nur für Hochschulabsolventen..ich hatte mal abgebrochen..(zwar mit guten Noten, aber schon nach dem grundstudium) Jetzt heißt das alles ja noch gar nichts...ich schicke ihr meinen lebenslauf und dann kann es sein, dass ich ja schon raus falle...aber ich bin nur beiim gedanken hyper nervös...denke, dass ich das eh nicht schaffen würde usw...
aber man wächst doch nur an herausvordernden dingen...wenn ich so bleibe, wie jetzt, dann ist es einfach, super weil ich gelobt werde, weil ich das ja alles bereits kann..aber es langweilt mich...aber es ist sicher...
wieso braucht man denn immer dieses dumme gefühl der sicherheit?
habe schon die befürchtung, dass ich wieder kurz vor knapp den schwanz einziehe und gar nicht zu einem bewerbugnsgespräch gehe, sollte ich die möglichkeit dazu bekommen ....:-(
Was kann ich dagegen tun?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 21
Thema: Selbst schuld...
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09.11.2011, 15:02
Selbst schuld...
Du bist da
Ich sehe Dich nicht.
Dein Körper wurde mit Erde zugedeckt.
Ich höre Dich nicht,
Deine Stimme rückt ferner von Tag zu Tag. Meine Hände fassen nach Dir
Und greifen ins Leere.
Aus Deinen Kleidern verfliegt mir der letzte Duft. Und doch Bist DU da - in mir.
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09.11.2011, 19:13
AW: Selbst schuld...
Solange man sich nicht selber vertraut, braucht man die -scheinbare- Sicherheit von außen.
Sobald du spürst, dass du jede Situation, wie auch immer sie aussehen mag, meistern wirst, brauchst du diese "Sicherheit" nicht mehr. Dann bist du frei und kannst das tun, was du wirklich willst
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Man wandelt nur das, was man annimmt.
C.G. Jung
Nein ist ein ganzer Satz.
Keine Ahnung von wem
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09.11.2011, 20:42Inaktiver User
AW: Selbst schuld...
Glaubst Du, dass Du - egal was passiert - Du Dich schon durchwurstelst?
Glaubst Du, dass Du wieder auf Deine Füsse fällst, auch wenn das Leben Dir vielleicht ne Hürde in den Weg legt?
Du hast das Studium abgebrochen - hattest Du da einen Back-up-Plan oder war es auch ein Schritt in die "Ungewissheit"?
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10.11.2011, 10:01
AW: Selbst schuld...
Du bist da
Ich sehe Dich nicht.
Dein Körper wurde mit Erde zugedeckt.
Ich höre Dich nicht,
Deine Stimme rückt ferner von Tag zu Tag. Meine Hände fassen nach Dir
Und greifen ins Leere.
Aus Deinen Kleidern verfliegt mir der letzte Duft. Und doch Bist DU da - in mir.
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10.11.2011, 10:07
AW: Selbst schuld...
Die ersten beiden Fragen kann ich eigentlich mit ja beantworten...Denn es gab schon Hürden….ich bin nicht untergegangen wie gedacht…ich habe es geschafft, wieder ein halbwegs normales Leben zu führen.
Eine gewisse Unsicherheit war beim Abbruch dabei – aber ich war gut aufgestellt – hatte eine super Ausbildung zuvor – sehr gute Arbeitszeugnisse – 2 Jahre Berufserfahrung. Keinen Job zu finden, davor hatte ich Angst, aber nicht allzu sehr, da ich wusste, dass ich gut war in meinem Job damals und irgendwas würde sich schon finden...
Ich habe nur das Gefühl, dass ich auf so wackeligen Beinen stehe...langsam habe ich mich wieder aufgebaut, aber ich sehe überalll schon "Gespenster" - das und das kann passieren..und es kommt auch immer wieder ein Schlag..Manchmal habe ich das Gefühl gar nicht mehr aufatmen zu können...Ruhe zu haben - warscheinlich vor mir selbst - vor meinen Gedanken und Gefühlen..Du bist da
Ich sehe Dich nicht.
Dein Körper wurde mit Erde zugedeckt.
Ich höre Dich nicht,
Deine Stimme rückt ferner von Tag zu Tag. Meine Hände fassen nach Dir
Und greifen ins Leere.
Aus Deinen Kleidern verfliegt mir der letzte Duft. Und doch Bist DU da - in mir.
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10.11.2011, 13:33Inaktiver User
AW: Selbst schuld...
Indem Du Dich erst mal freimachst von dem Anspruch, dass Du ab sofort absolut ohne Zweifel durchs Leben gehst.
Sich selbst zu vertrauen heißt nicht, immer sicher zu sein. Sich selbst zu vertrauen heißt, sich selbst als den Kompass für das eigene Leben zu sehen. Auch wenn der Kompass einen Weg zeigt, der auch mal über einen Berg oder eine Wüste geht.
Wenn Dich die Stelle interessiert, kann es sein, dass Du dafür geeignet bist. Wenn Du sie also möchtest - raus mit Deiner Bewerbung. Alles Weitere liegt dann sowieso nicht mehr bei Dir. Aber Du hast das getan, was DU möchtest. Wenn es dieses Mal nicht klappt, dann vielleicht beim nächsten Mal. Vielleicht klappt es aber auch jetzt - weil Du auch ohne Studienabschluß die richtige Person für diesen Posten in dieser Firma sein könntest. Das mache zu Deinem Blickwinkel, nicht der Blick auf Deine Defizite.
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10.11.2011, 14:41
AW: Selbst schuld...
Warum man Sicherheit braucht:
Das normale Leben findet seit zwei Milliarden Jahren immer am Rand des Abgrundes statt. Schon ein kleiner Verlust führt zur (bekanntermaßen posthumen) Verleihung des Darwin-Preises für das selbsttäige Entfernen aus dem Genpool. Deswegen geht man Risiken nur ein, um sichere Verluste zu vermeiden, nicht um mögliche Gewinne zu erzielen: Es gibt keinen Gewinn, der als solcher das Risiko eines Verlustes aufwiegt.
So sitzt das hartcodiert im Reptilienhirn oder in den Oberschlundganglien oder im Bauchgefühl, je nachdem, zu welcher Ordnung man gehört. Und das geht auch nicht weg.
Wenn du darüber wegkommen willst, mußt du dem Bauchgefühl sagen, daß es gefälligst die Klappe halten soll. Und dem Kopf die Überzeugungskraft zu geben, die dafür nötig ist, kann man, in dem man sich klar macht, daß man sich den potentiellen Verlust leisten kann.
Was riskierst du also? Kannst du dir leisten, das zu verlieren? Erst wenn du mit dem möglichen Verlust im Reinen bist, kannst du den möglichen Gewinn betrachten.
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10.11.2011, 15:04
AW: Selbst schuld...
Glaubst Du, dass Du - egal was passiert - Du Dich schon durchwurstelst?
Glaubst Du, dass Du wieder auf Deine Füsse fällst, auch wenn das Leben Dir vielleicht ne Hürde in den Weg legt?Also, für mich liest sich das so:Die ersten beiden Fragen kann ich eigentlich mit ja beantworten...Denn es gab schon Hürden….ich bin nicht untergegangen wie gedacht…ich habe es geschafft, wieder ein halbwegs normales Leben zu führen.
Du kannst sie "eigentlich" mit ja beantworten. Was für mich klingt nach "so richtig aber nicht. Eigentlich nicht wirklich"
Es gab Hürden, und du bist nicht untergegangen.. wie gedacht.
Das bedeutet aber doch, dass du im Grunde genommen eben NICHT dran geglaubt hast, dass du dich durchwurstelst und dass du auf die Füße fällst.
Du hast gedacht, du gehst unter - bist es aber nicht (weil der Worst-Case ja meist nicht eintritt).
Das Selbstvertrauen, ist also "eigentlich" nicht da, wie du selbst schon bemerkt hast. Jedenfalls nicht übermäßig ausgeprägt.
Um dein Selbstvertrauen zu steigern hilft es, dich mit einem inneren Kritiker auseinander zu setzten. Der ist es, der dich destabilisiert, unsicher macht. Vielleicht sogar lähmt.
Was sagt er denn zu dir?
LG
HexlThe difference between try and triumph is just a little "umph"
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10.11.2011, 15:21Inaktiver User
AW: Selbst schuld...
M o m e n t M a l : Man kann Fehlentscheidungen treffen. Mann kann scheitern. Man kann vor Aufgaben gestellt werden, die für einen zu groß sind.
Jetzt kommt es darauf an, wie man damit umgeht.
Gut ist, wenn man einen Plan B in der Tasche hat ("Wenn ich in dem Betrieb nicht klar komme, kann ich immer noch xyz. Das wäre keine Katastrophe. Ich käme schon zurecht!")
Allgemein gilt: Durch Fehler lernt man, es ist kein Fehler Fehler zu machen!
Mir hilft es immer sehr, wenn ich ein Gefühl dafür habe, was ich will.
Wenn dich die Stelle reizt, dann ist das der rote Faden, an dem es sich gilt entlang zu hangeln.
Wenn dich die Arbeit dort reizt, dann wirst du bereit und motiviert sein, dir die Fähigkeiten anzueignen, die du dafür brauchst. Das kann man eventuell sogar dem Arbeitgeber gegenüber ansprechen.
Viel Glück!
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10.11.2011, 16:18
AW: Selbst schuld...
wenn du nur 2/3 der stellenbeschreibung erfüllst, dann kommst du damit klar. ich bin mittlerweile beim 7. arbeitgeber und mach es mittlerweile wie die männer: nicht meine kompetenz kleinreden, sondern sich gern etwas teurer verkaufen, als man ist.

niemand erwartet, daß du schon 100% kannst, warum solltest du dich sonst verändern wollen? wer nichts dazulernen will, braucht auch nicht wechseln. so argumentier ich immer. und die welt verändert sich schnell, schon nächstes jahr kann neues wissen verlangt werden und da mußt du lernwillig sein.
weiter gebe ich auf studium gar nichts mehr, habe selber keins. studierte haben null ahnung von der praxis, grade wenn sie frisch von der uni sind, oder grad mal 1-2 jahre erfahrung haben. mein argument: wollen sie jemand mit buchwissen, oder wollen sie jemand, der weis, wie es geht.
zudem sagt ein studium nichts über sozialkompetenz / fähigkeit zur unterordnung / pragmatismus / führungsqualitäten aus. im studium muß man sich ja nur um sich selber kümmern.
bevor alle studierten jetzt beleidigt sind: es gibt solche und solche. aber eben auch leute mit "nur" ausbildung und 13 jahren berufserfahrung, die viele studierte locker in die tasche stecken.
merke: nicht kleckern, sondern klotzen


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