wildwusel,
was ich verliere...naja, die gewissheit, dass ich meinen job sehr gut bewältige..dass ich wieder in die Probezeit rutsche und nicht weiß, wie es weitergeht, wenn ich die probezeit nicht bestehen würde...dann hätte ich doch zu viele wechsle im lebenslauf...und die folgen daraus..kein job, kein geld, arbeitslosigkeit...usw...
der gewinn ist ja eben nicht klar...hoffentlich anspruchsvolle arbeit, die mich weiterbringt...
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Ergebnis 11 bis 20 von 21
Thema: Selbst schuld...
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14.11.2011, 08:43
AW: Selbst schuld...
Du bist da
Ich sehe Dich nicht.
Dein Körper wurde mit Erde zugedeckt.
Ich höre Dich nicht,
Deine Stimme rückt ferner von Tag zu Tag. Meine Hände fassen nach Dir
Und greifen ins Leere.
Aus Deinen Kleidern verfliegt mir der letzte Duft. Und doch Bist DU da - in mir.
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14.11.2011, 08:47
AW: Selbst schuld...
hexl,
das ist warscheinlich schon das problem...selbstbewusstsein ist nicht gerade üppig und an der straßenecke zu finden und einfach mitzunehmen...
im grunde sag ich, wenn es mal wieder richtig belastend in meinem job ist...(unterforderung und langeweile) du hast was besseres vedient - du kannst und willst doch so viel mehr...und los gehts....dann stelle ich mir alles so einfach vor...
aber sobald etwas konkret wird, ziehe ich zum rückzug an...es ist doch ganz nett, etwas zu tun, was man wirklich gut kann..für das man anerkennung erhält...und was evtl. mit mehr kollleginnen und mehr stressiger arbeit sicher auch viel mehr spaß machen würde...
Ich will keine großartige karriere hinlegen, aber es sollte doch ab und an auch mal spaß machen - lachen tu ich den ganzen tag kaum...Du bist da
Ich sehe Dich nicht.
Dein Körper wurde mit Erde zugedeckt.
Ich höre Dich nicht,
Deine Stimme rückt ferner von Tag zu Tag. Meine Hände fassen nach Dir
Und greifen ins Leere.
Aus Deinen Kleidern verfliegt mir der letzte Duft. Und doch Bist DU da - in mir.
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14.11.2011, 08:50
AW: Selbst schuld...
ja colognia - so habe ich es auch oft erlebt...Berufserfahrung ist ungemein hilfreich und ein studium allein sagt noch nicht sehr viel aus!
aber diese stelle, um die es aktuell gerade geht, habe ich noch nie ausgefüllt...ich habe lediglich in der untergeordneten rolle auf basis sachbearbeitung/assistenz gearbeitet und da wäre ich jetzt drüber...die firma würde mir, sollte das gespräch demnächst gut laufen, 4-8 wochen einarbeitungszeit geben...das heißt, ich würde zunächst nur "mitlaufen" und lernen. ich habe große angst davor, dass ich den bogen zu weit spanne :(Du bist da
Ich sehe Dich nicht.
Dein Körper wurde mit Erde zugedeckt.
Ich höre Dich nicht,
Deine Stimme rückt ferner von Tag zu Tag. Meine Hände fassen nach Dir
Und greifen ins Leere.
Aus Deinen Kleidern verfliegt mir der letzte Duft. Und doch Bist DU da - in mir.
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15.11.2011, 08:01Inaktiver User
AW: Selbst schuld...
Wann ist das Gespräch denn?
Welche Stimmen sprechen denn, wenn die "Kritik" kommt? Wer sagt Dir, dass Du das doch eh nicht schaffst, dass Du den Bogen überspannst, dass Du für etwas "Größeres" doch gar nicht gemacht bist?
Ich glaube, bei Dir ist ein großer Teil, der sich nach etwas mehr Leben sehnt, nach etwas Abenteuer, nach etwas mehr Herausforderung, andererseits ist bei Dir ein Teil, der gegenwettert. Wer ist dieser Teil? Altes aus der Vergangenheit? Vielleicht schreibst Du mal die verschiedenen "Stimmen" auf, die sich beim inneren Dialog melden, dann kannst Du vielleicht herausfinden, wer Dich klein hält, wo Du feststeckst....
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15.11.2011, 08:44
AW: Selbst schuld...
Das Gespräch ist bereits morgen....
panamissy - ja da hast du sehr recht...
ich lege es manchmal als einfache faulheit ab...vielleicht bin ich einfach nur faul!
Die Arbeit, die ich jetzt mache, ist einfach - ich kann das sehr gut - stecke viel lob ein und da könnte ich jetzt verharren...
ich habe ein beispiel von früher...ich war jahrelang im tennis unterricht...irgendwann sagte mein lehrer...tutsi, wenn du weiterkommen willst, besser werden, dann stufe ich dich in die höhere gruppe ein. ich fühlte mich in meiner gruppe wohl - verließ sie, um besser zu werden.
Dort angekommen, wurde ich nicht akzeptiert - sie hauten mir die bälle nur so um die ohren..ich bemühte mich wirklich, gab mein Bestes, aber dadurch, dass auch die gruppe mich ausgrenzte und mir keine chance ließ, brach ich komplett ab...seither habe ich nie wieder tennis gespielt, obwohl es mir immer großen Spaß gemacht habe...
ich habe angst, dass das evtl. so auch jetzt passieren könnte...(mehr oder weniger)Du bist da
Ich sehe Dich nicht.
Dein Körper wurde mit Erde zugedeckt.
Ich höre Dich nicht,
Deine Stimme rückt ferner von Tag zu Tag. Meine Hände fassen nach Dir
Und greifen ins Leere.
Aus Deinen Kleidern verfliegt mir der letzte Duft. Und doch Bist DU da - in mir.
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15.11.2011, 19:48Inaktiver User
AW: Selbst schuld...
Ironie an: Herrlich, eine Firma in der man für's Faulsein gelobt wird...

Ironie aus:
Fühlst Du Dich in der jetzigen Position denn wohl?
Wer sagt Dir denn
a) ...dass Du eine tolle Karriere hinlegen musst, obwohl Du Dich mit Deiner jetzigen Situation gut arrangieren könntest (aber Deinem Eingangspost nach, gefällt Dir der Job nicht mehr so sehr)
dann bleibt
b)...dass Du jetzt auf die Nase fallen musst - wie damals im Tennis - weil Du neue Aufgaben brauchst?"
Die Situation heute ist in meinen Augen eine andere - damals im Tennis hast Du Dich in Deiner bestehenden Situation wohl gefühlt. Du mochtest die Gruppe, und scheinbar war Dir nicht nach Karriere, sonst hättest Du vielleicht selbst daran gearbeitet. Dann kam die "Macht" von außen in Form Deines Lehrers und schon bist Du von Dir weggegangen, hast Deinen Wohlfühl-Bereich verlassen um (vielleicht, ganz vielleicht) die Erwartungen anderer zu erfüllen.
Jetzt bist Du aber nicht in Deinem Wohlfühlbereich,, Dir ist nach mehr im Sinn, nach mehr Aufgabe, nach mehr Herausforderung, nach mehr Input. Und jetzt kommt vielleicht wieder eine alte "Macht" daher und sagt, Tutsi, Tutsi, Du weißt doch, damals ist es schon schiefgegangen, das wird jetzt auch wieder schiefgehen.... und bist verschüchtert und besinnst Dich auf alte Fehler und wagst nie wieder etwas, weil es ja schonmal schiefgegangen ist und Du vielleicht, ganz vielleicht, Erwartungen enttäuscht hast. Jetzt überspitzt gesagt.
Und hey - es ist ein Gespräch!
Vielleicht sagst Du ja morgen auch, nö danke, der Typ war mir ja mal unsympathisch
Aber vor dem Gespräch wäre es hilfreich, wenn Du Dich innerlich positionieren könntest - so oder so, denn dann ist die Ausstrahlung gleich ne andere. Ich wär ja für die Position "hey, auf zu neuen Ufern
" (also als Außenstehende, von dem, was Du hier erzählt hast, selbst haperts in der Umsetzung auch öfter mal
)
Viel Erfolg Dir morgen!
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16.11.2011, 08:41
AW: Selbst schuld...
Ja, manchmal ziemlich lächerlich für was ich gelobt werde - ich erhalte Arbeitsaufträge mit der Bitte mir diese gut einzuteilen...nicht, weil ich zu langsam arbeite oder ein Zeitproblem habe, sondern weil ich zu schnell arbeite...ich soll mir die Aufgaben auch mal "aufheben" - so etwas habe ich noch nie gehört und damit kann ich auch nicht umgehen...Wenn ich eine Aufgabe erhalte, setze ich mich dran und ziehe es durch...schnell, aber trotzdem ohne Fehler dadurch zu produzieren...bei meinem alten AG war es auch eher so, dass wenn man mal eine Aufgabe nicht sofort erledigt hat oder ein wenig getrödelt hat, ist man komplett ins schleudern am nächsten Tag gekommen, sodass ich es mir angewöhnt habe, auch unangenehmere Aufgaben oder ähnliches nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern sie angehen und bearbeiten - fertig.. das geht hier so nicht...
Naja wohl fühle ich mich an für sich schon. Ich werde den Anforderungen gerecht - aber es ist wenig, worauf ich stolz bin. Wenn ich von der Menge her mehr an Arbeit hätte, würde ich wohl auch nicht so ins Grübeln kommen, wie jetzt. Ich wäre ausgelastet und wüsste, was ich den ganzen Tag getan habe - das ist momentan einfach nicht so. Ich stehe häufig im Büro meines Chefs und fordere mehr Arbeit - was soll ich denn den ganzen Tag auch tun, wenn nichts kommt...
Viele sagen, sei doch froh...schau mal, wieviele Überstunden machen müssen und völlig ausgebrannt sind...aber Nichts-tun kann manchmal ganz schön schlimm für einen sein. Ob es jetzt lächerlich rüberkommt oder nicht...aber ich bin manchmal fast am durchdrehen - irgendwann geht man ins internet..was ich eigentlich von der arbeit aus nicht gerne mache...aber man muss wenigstens etwas lesen oder ähnliches tun..und wenn dann der Punkt erreicht ist, an dem du nicht mal mehr weißt, was du schon immer mal nachlesen wolltest oder bestellen oder keine ahnung was wolltest - du aus dem Fenster starrst und weißt, dass du noch 5 Stunden ausharren musst, dann drehst du komplett ab...
Besserung war kurzzeitig in Sicht, aber durch eine Änderung ist sie wieder in weite Ferne gerückt. :-(
Ich habe Angst, dass ich einfach auf vielleicht zu hohem Niveau motze und einfach mal zufrieden sein sollte..ich habe einen vollzeit-job, unbefristet und verdiene mein geld...aber wenn ich mir vorstelle, nochmal ein Jahr hier in der Form zu sitzen...das halte ich nicht aus.
Ich habe mir jetzt vorgenommen sehr positiv in das Gespräch zu gehen. Ich hätte diese Stelle gerne, aber wenn nicht, dann kommt was anderes oder aber es verändert sich hier alles zum Guten (haha)...Aber wie du geschrieben hast, es muss auch andersrum passen - vielleicht bin ich gar nicht mehr so begeistert, wenn ich dort bin.
Oh je....trotzdem bin ich sehr aufgeregt!!!
Danke dir!!!Du bist da
Ich sehe Dich nicht.
Dein Körper wurde mit Erde zugedeckt.
Ich höre Dich nicht,
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Und greifen ins Leere.
Aus Deinen Kleidern verfliegt mir der letzte Duft. Und doch Bist DU da - in mir.
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16.11.2011, 11:09Inaktiver User
AW: Selbst schuld...
Nein, Du motzt nicht auf zu hohem Niveau, Du nimmst etwas sehr Wichtiges wahr: Dass Du unterfordert bist und dass Dir das auf Dauer nicht gut tut. Nimm Dich da ernst. Auch wenn das Thema Burnout inzwischen viel Öffentlichkeit erreicht hat, so ist auch das umgekehrte Phänomen "Boreout" - Unterforderung und Langeweile - genauso schädlich. Indem Du dieses Gespür für Dich ernst nimmst, kommst Du Dir selbst mehr auf die Spur.
Und ja, jede Veränderung, jede Herausforderung, die auch die Möglichkeit des Scheiterns beinhaltet, ist ein Risiko. Eins, das in Bezug auf die Möglichkeit, aus ausgeprägtem Sicherheitsdenken einem unterfordernden Job nachzukommen, aber geringer ausgeprägt ist. Es wird Anstrengung kosten, aber Du hast doch Lust darauf! Anders als beim Tennis, wo Du ja eher aufgrund der Aussage Deines Trainers und weniger aus Eigenmotivation gewechselt bist, merkst Du jetzt selbst, dass Du Deine aktuelle Situation nicht mehr lange aushalten kannst. Somit ist klar, dass Veränderung angesagt ist.
Für das Gespräch heute ganz viel Erfolg, berichte mal! Und wenn es das nicht wird, wird es etwas anderes. Wenn man erst einmal klar hat, was man will und was nicht, schaut man gezielter und sieht eher die Möglichkeiten.
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16.11.2011, 14:04
AW: Selbst schuld...
Liebe Catamara,
ich bin froh, wenn mich jemand versteht, dass das auch belastend sein kann...
ich komme gerade vom Gespräch und bin total durcheinander...normalerweise grüble ich nach so einem Gespräch, was ich für einen Eindruck hinterlassen habe - momentan ist es ganz anders...was haben sie für einen Eindruck bei mir hinterlassen?
Es war ok das Gespräch, aber mir fehlte ein wenig die menschliche Wärme...ich kann es gerade nicht anders erklären...
bei einer Frage, was mir sehr wichtig ist - habe ich unter anderem angesprochen, dass ich Wert auf Anerkennung von mir als Mitarbeit wert lege, wenn ich meine Arbeit gut erledige. Das kann mein derzeitiger Chef sehr gut...wenn ich mal wieder total am Verzweifeln bin, dann kommt er um die Ecke und sagt "Es ist schön, dass du da bist" (bin erst seit 8 Monaten dabei, also das hat er am Anfang hin und wieder gesagt) oder "Das hast du wirklich richtig gut gemacht - vielen Dank"..
Es kam bei diesem Gespräch immer wieder rüber - wir sind sehr vertriebsorientiert, das muss alles funktionieren, fehler können passieren, dürfen aber eigentlich nicht...usw...
Klar wollten sie mich auch abschrecken..ihnen ist wichtig, dass ich nicht auch nach 8 Monaten sage,...so das wars...aber ...
ich fühle mich gerade total komisch...Du bist da
Ich sehe Dich nicht.
Dein Körper wurde mit Erde zugedeckt.
Ich höre Dich nicht,
Deine Stimme rückt ferner von Tag zu Tag. Meine Hände fassen nach Dir
Und greifen ins Leere.
Aus Deinen Kleidern verfliegt mir der letzte Duft. Und doch Bist DU da - in mir.
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16.11.2011, 14:11Inaktiver User
AW: Selbst schuld...
Wenn Du gerade erst aus dem Gespräch kommst, dann wirbeln die Eindrücke wohl noch alle durcheinander. Lass Dich nicht verwirren, sondern gib Dir etwas Zeit, schlaf drüber, dann wird es klarer.
Zum Thema Anerkennung: Ich finde es zwar furchtbar, wenn ein Chef meint, ihm bricht ein Zacken aus der Krone, wenn er mal lobt. Aber grundsätzlich meine ich, dass man die Befriedigung an und durch die Arbeit nicht von außen abhängig machen sollte. Wenn Du Freude an Deiner Arbeit hast, sie Deinen Fähigkeiten entspricht, dann ist Lob vielleicht ein Sahnehäubchen, aber nicht die Quintessenz.


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