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  1. Inaktiver User

    AW: Single und arbeitslos...wie gehen wir damit um?

    happy_fly:

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    AW: Single und arbeitslos...wie gehen wir damit um?

    Liebe happy_fly,

    heute endlich habe ich Zeit und geistige Freiheit, zu antworten. Ich habe mich so gefreut, als du das schriebst. Das hat mir in dem Moment richtig geholfen.

    Es ist so, dass sich bei mir mehr und weniger depressive Phasen abwechseln. Seit über 2 Wochen bin ich nun in der Weiterbildung, d.h. recht geregelter Tagesablauf und einiges zu tun. Jetzt noch bis 16. Dezember. Das ist erstmal schön, eine Aufgabe zu haben und es macht auch meistens Spaß.

    Depressionen habe ich schon seit vielen Jahren, erst in den vergangenen 2 Jahren ist es diagnostiziert worden bzw. mir gesagt worden.

    Nachdem ich einige Psychologen probiert habe (es ist ja nicht einfach und dann die Wartezeiten) bin ich seit Mai bei einem Verhaltenstherapeuten. Mein Ex-Freund bestärkte mich, diesmal in der Therapie zu bleiben, weil ich schnell wieder Zweifel hatte, ob es mir was bringt. Naja, und ich bin geblieben. Er ist nett und ich gehe 1 x pro Woche hin und erzähle, was so los ist in meinem Leben. Von meinen Ängsten, Zwängen, meiner Entscheidungsunfähigkeit und meinen ewigen Grübeleien und Traurigkeiten. Er bestärkt mich immer wieder, dass ich gerade die Dinge tun soll, die mir schwer fallen. Ich soll halt Grenzen setzen, die ich mir eigentlich nicht traue usw. und Entscheidungen treffen, auch wenns mir schwer fällt. Nur so könnte ich es lernen. Naja, das klingt schon alles gut, aber im Alltag bin ich ja dann allein und das ist schon schwer, dann immer über seinen Schatten zu springen und einfach mal so Entscheidungen zu treffen. Aber es ist gut, das ich mit ihm reden kann.

    So wies bei dir klingt, bist du in deiner Therapie eher an die Ursachen gegangen. An Erlebtes usw. Das würde ich auch gern. Ich habe das Gefühl, dass da so einige innere Blockaden sind, die ich nur lösen müsste. Wahrscheinlich ist das eine tiefenpsychologische Therapie. Bin da leider letztes Jahr an eine ganz komische Frau gekommen, die mich in den ersten 5 Stunden schon so zur Schnecke gemacht hat, dass ich nicht mehr konnte und nervlich völlig am Ende war. Das habe ich dann nicht weiter gemacht. Naja, und jetzt bin ich bei einem Verhaltenstherapeuten. Wir schauen kaum in die Vergagenheit. Ihm geht es darum, dass ich mein Verhalten ändern soll, damit ich merke, dass es auch so geht. Naja. Ich habs bis jetzt noch nicht geschafft.

    Das mit dem Resümee ist eine feine Sache, das werde ich mal machen. Ich glaube, dann sieht alles nicht mehr ganz so negativ aus. Danke für die Idee...

    Hinter meiner Hilflosigkeit steckt Angst, Selbstzweifel, meine Zwänge und nicht getroffene Entscheidungen. Naja und eine gehörige Portion Unzufriedenheit.

    Ich denke, so wie du schreibst, meinst du, dass es wichtig ist, sich selbst so anzunehmen, wie man ist. Zu erkennen, dass es in Ordnun ist, so wie man ist. Das ist für mich ein großes Ziel. Denn ich bin halt nicht zufrieden, so wie ich bin. Ich nehme mir Fehler sehr übel und grüble noch lange danach und hadere sehr mit mir. Vieles hat man ja auch als Kind mitbekommen an Bewertungen und die sind ja auch irgendwie noch drin.

    Ich merke, du kennst diesen Zustand, in dem ich mich fbefinde, sehr genau. Gut für sich selbst zu sorgen? Ich meine, das mache ich, aber das nehme ich mir schon wieder übel. Zu faul, zu willenschwach usw.. Ich werfe mir vieles vor.

    Oh ja, Prioritäten setzen. Wenn ich das richtig und sinnvoll könnte, wäre ich schon einen Schritt weiter. So wie es aussieht, dauert es mit der emotionalen Gesundung noch lange. Mir gehts immer noch doof und wenn das so weitergeht, dann brauchts noch Jahre. Und wer weiss, ob irgendeine Therapie überhaupt anschlägt. Und bis dahin wollte ich eigentlich nicht alleine bleiben, denn das macht ja auch traurig. Und mit dem Bewerben kann ich auch nicht so lange warten, denn das Geld ist jetzt schon arg knapp.

    Also ich freue mich für dich, dass bei dir die Dinge einfach so gefügt haben. Bei mir tut sich das nichts. Ich bin immernoch an der gleichen Stelle wie vor Jahren. Es ändert sich nichts. Ich selbst müsst die großen Veränderungen einleiten. Bislang habe ich es nicht gekonnt.


    Ich glaube, das Geheimnis ist, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen. Du sprachst ja die Angst an, die man vor Dingen hat und was wäre, wenn man sie trotzdem täte und hinterher alles gut ist. Wenn man vielleicht gar nix erwartet, die Dinge tut und dann damit klar kommt, egal ob sie gut oder schlecht ausgegangen sind - dann ist man frei. Und wenn es mir dadurch an den Kragen geht - so what! So wichtig bin ich nicht. So müsste ich denken können. Ich habe ANgst vor negativen Konsequenzen. Aber ohne Riso einzugehen, wird alles nichts. Deshalb sich einfach nicht so wichtig nehmen, das wäre sicher besser.

    Du schreibst "... und job ist bei mir zurzeit auch großes thema. aber ich recherchiere, verwerfe, gucke, plane - und mal sehen, ob das was wird! veränderungen müssen definitiv her - wie, wird sich noch zeigen. ich vertrau da auch ein bisschen dem leben."

    Das klingt wunderbar und nach dem richtigen Weg. So ein Vertrauen finde ich gut. Das entspannt und macht weicher, zufriedener, entspannter. Ich kann mir vorstellen, dass es dir damit besser geht als mir. Freue mich da ehrlich für dich.

    Du schreibst, textest und gestaltest? Und schreibst solche schönen Posts? Du bist ganz sicher ein sehr intuitiver, sensibler und emotionaler Mensch. Emphatisch noch dazu. Und dennoch stark bzw. mit einer selbst gewonnenen Stärke. Das bewundere ich. Ich kann mir vorstellen, dass es bis hierhin für dich nicht immer einfach war. Du klingst jedoch sehr optimistisch. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du dir deine Wünsche erfüllen kannst. Und dass du dir deine Stärke bewahren kannst.

    Ich kämpfe mich weiter so durch und hoffe, dass ich alles gut überstehe.

    Lieben Dank nochmal für deine Antwort und vielleicht lese ich wieder von dir.

    Liebe Grüße

    Balea

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    AW: Single und arbeitslos...wie gehen wir damit um?

    danke, balea, du hast mir soeben ein nikolaus-geschenk gemacht

    ich freue mich sehr über deine worte.

    und ich gehe noch mehr auf dein posting ein, nur nicht heute. die veränderungen im job etc. kosten ihren tribut. nämlich meine energie!

    nur eines möchte ich kurz noch sagen, hierzu:




    Zitat Zitat von Balea Beitrag anzeigen


    Ich glaube, das Geheimnis ist, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen. Du sprachst ja die Angst an, die man vor Dingen hat und was wäre, wenn man sie trotzdem täte und hinterher alles gut ist. Wenn man vielleicht gar nix erwartet, die Dinge tut und dann damit klar kommt, egal ob sie gut oder schlecht ausgegangen sind - dann ist man frei. Und wenn es mir dadurch an den Kragen geht - so what! So wichtig bin ich nicht. So müsste ich denken können. Ich habe ANgst vor negativen Konsequenzen. Aber ohne Riso einzugehen, wird alles nichts. Deshalb sich einfach nicht so wichtig nehmen, das wäre sicher besser.
    äh. jein

    du sollst dich, jeder soll sich, auf alle fällig wichtig nehmen. sehr wichtig sogar. als ich mich nicht wichtig nahm, kam ich in schwulitäten. gewaltbeziehung, schulden (ist lange her, aber die erfahrung hat mich viel gelehrt). zuletzt mein verbiegen in der exbeziehung. das ding ist: ich hatte es nie wirklich gelernt, mich wichtig zu nehmen. erst jetzt so langsam, in den letzten zwei jahren. wenn ich mich wichtig nehme und dinge tue, kann ich mit den konsequenzen viel besser leben, als wenn nicht. dann finden sich immer wieder neue lösungsansätze.

    nicht so wichtig nehmen sollte man sich meiner meinung nach im darstellen, wer man ist usw. dieses oberflächliche "hach ja, was bin ich toll". lieber im inneren das wissen haben, dass frau toll ist! und zwar genau so, wie sie ist!

    ich hab auch immer gedacht: boah, das schaff ich nie! aber es ist eigentlich ganz einfach. hm, na gut, so einfach auch wieder nicht. aber wenn man ihn einmal zu fassen bekommen hat, diesen inneren punkt (der selbstliebe) und ihn hegt und pflegt, dann wird es sehr einfach!

    was derzeit in meinem leben abgeht, hätte ich nie zu träumen gewagt. es war eine entwicklung bis hierher und nu geht sie ab, die luzie es läuft! und es läuft gut! ich muss gar nicht viel tun, außer meine ideen umzusetzen, mich für mich einsetzen und fair zu der welt und den leuten in ihr sein.

    zu der therapeutenfrage. verhaltentherapie hatte ich damals auch mal. da hatte ich auch das gefühl, dass noch was fehlt. das kam dann mit der jetzigen therapie, dieses tiefenpsychologische. ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die dinge nur bei mir fügen. ich denke, bei dir werden sie es auch!!


    Du schreibst, textest und gestaltest? Und schreibst solche schönen Posts? Du bist ganz sicher ein sehr intuitiver, sensibler und emotionaler Mensch. Emphatisch noch dazu. Und dennoch stark bzw. mit einer selbst gewonnenen Stärke. Das bewundere ich. Ich kann mir vorstellen, dass es bis hierhin für dich nicht immer einfach war. Du klingst jedoch sehr optimistisch. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du dir deine Wünsche erfüllen kannst. Und dass du dir deine Stärke bewahren kannst.

    Ich kämpfe mich weiter so durch und hoffe, dass ich alles gut überstehe.
    nein, einfach war es nicht. aber ich hatte eine vision. hab sie immer noch. ich möchte menschen berühren. und so wie es aussieht, kann ich das bald immer mehr tun ich für mich musste mir nur eine gewisse nüchternheit, oder besser realismus, in mein leben bringen. nicht nur träumen, auch machen! die träume leben... es fordert ne menge kraft. aber lohnt sich.

    ich finds übrigens sehr gut, dass du die weiterbildung machst! sieh es mal nicht (nur) als ein sich durchkämpfen. sondern als ein weg... deinen weg...

    bald wieder mehr...

    liebe grüße!

    fly
    „Hoffnung ist die Fähigkeit, die Musik der Zukunft zu hören.
    Glaube ist der Mut, in der Gegenwart danach zu tanzen.“


    (Peter Kuznic, kroatischer Theologe)

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