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    AW: Single und arbeitslos...wie gehen wir damit um?

    das stimmt schon, stecher, aber ich finde es dennoch wichtig, zu unterscheiden zwischen

    einem tatsächlichen, manifesten mangel

    und

    der subjektiven empfindung eines mangels.

    vielleicht ist das aber auch gerade nur korinthenschieterei meinerseits . mir ist es wichtig, dass jemand nicht von sich denkt: "ich habe mängel" und sich auch als "mangelhaft" nach außen präsentiert, wenn es sich um ganz persönlich-subjektiv empfunden mängel handelt, die für andere vielleicht überhaupt nicht vorhanden sind.

    im sinne von: balea, geh' gut mit dir um!


  2. Inaktiver User

    AW: Single und arbeitslos...wie gehen wir damit um?

    Zitat Zitat von Balea Beitrag anzeigen
    So habe ich deinen Post nicht verstanden. Eine Therapie mache ich seit Mai.
    Gut hab ich vielleicht zu kurz geschrieben.

    Sex ist für mich Ausdruck.
    Sex ist ja beim Menschen nicht nur Fortpflanzung.
    Im Sex erlebe ich mich mit einem anderen Menschen und wie es mir dabei geht, welche Ängste dabei hochkommen wie ich Sex empfinde, das alles sagt etwas über mich als Mann oder Frau aus.

    Und Du stellst das Thema sehr deutlich raus und für mich ist das ein Zeichen, dass es Dir ziemlich bescheiden geht.

  3. Inaktiver User

    AW: Single und arbeitslos...wie gehen wir damit um?

    Zitat Zitat von Lizzie64 Beitrag anzeigen
    das stimmt schon, stecher, aber ich finde es dennoch wichtig, zu unterscheiden zwischen

    einem tatsächlichen, manifesten mangel

    und

    der subjektiven empfindung eines mangels.

    vielleicht ist das aber auch gerade nur korinthenschieterei meinerseits . mir ist es wichtig, dass jemand nicht von sich denkt: "ich habe mängel" und sich auch als "mangelhaft" nach außen präsentiert, wenn es sich um ganz persönlich-subjektiv empfunden mängel handelt, die für andere vielleicht überhaupt nicht vorhanden sind.

    im sinne von: balea, geh' gut mit dir um!
    Ah okay, verstehe. Nein ich meinte die subjektiv empfundenen Mängel (wobei die ja für denjenigen auch objektiv sind)

  4. User Info Menu

    AW: Single und arbeitslos...wie gehen wir damit um?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ah okay, verstehe. Nein ich meinte die subjektiv empfundenen Mängel (wobei die ja für denjenigen auch objektiv sind)


    ja, das stimmt schon irgendwie. ich finde halt, jeder mangel, den man an sich empfindet, bringt die aufgabe mit sich, ihn anzuschauen und loszuwerden. wer will schon mängel an sich?

    oder natürlich: abwägen und möglicherweise zu dem schluss kommen: ist überhaupt kein mangel. da hilft es auch,zu schauen, wie einen denn andere empfinden und ob die den gleichen mangel sehen.

    letztlich geht es um selbstwahrnehmung und fremdwahrnehmung (was in der bewerbungsphase ein superwichtiges thema ist, spätestens bei vorstellungsgesprächen! für mich ist das auch gerade ein thema)


  5. Inaktiver User

    AW: Single und arbeitslos...wie gehen wir damit um?

    Zitat Zitat von Lizzie64 Beitrag anzeigen

    letztlich geht es um selbstwahrnehmung und fremdwahrnehmung (was in der bewerbungsphase ein superwichtiges thema ist, spätestens bei vorstellungsgesprächen! für mich ist das auch gerade ein thema)
    Okay, lass uns mal den Gedankengan weiterspinnen:

    Ich habe in Bewerbungen bei denen ich dabei war (also als Beisitzer fachlicher Art) jedenfalls erlebt, dass es meist nie an der Qualifikation lag.
    Es lag meist am "menschlichen", wie derjenige zu sich gestanden hat und ob er natürlich und authentisch rübergekommen ist, ob man ihm wirklich geglaubt hat was er so erzählt hat von sich.

    Und man darf auch nie vergessen, dass bei vielen Pseudopersonalern ganz eigene Wertigkeiten dahinterstehen.

    Dem einen passt es nicht wenn man alle 3 Jahre den Arbeitgeber gewechselt hat, weil man da angeblich nicht in der Lage ist sich länger zu binden und man gleich weiterhopst.

    Dem anderen passt es nicht in den Kram wenn ein Bewerber 10 Jahre beim selben Arbeitgeber war weil der dann angeblich zu wenig flexibel und aufstrebend erscheint.

    Wieder einem anderen taugt es nicht weil man zu sehr ins Detail geht und somti das grosse ganze nicht mehr sieht und wieder einem anderen erscheint man zu ungenau weil man das grosse Bild sieht.

    Ums mal sehr provokant auszudrücken: Die können mich alle mal!

    Meiner Meinung nach passts oder es passt nicht und was viele Unternehmen vergessen ist, dass auch das Unternehmen zu einem passen muss und nicht nur umgekehrt.

    Das Problem ist das scheinbar empfundene Ungleichgewicht weil man sich in der schwächeren Position fühlt, man will ja in das Unternehmen.

    Ja da ist was dran aber man sollte auch nie vergessen, dass das Unternehmen auch sucht, quasi auch abhängig ist.

    Es muss halt passen und das ist gar nicht so einfach wie es scheint, ist wie mit der Partnerwahl auch.

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    AW: Single und arbeitslos...wie gehen wir damit um?

    Ich weiss ja nicht, ob die dialektische Diskussion zum Tema Mangel tatsächlich so toll weiterhilft.

    Balea,

    ich war viele Monate in einer ähnlichen Situation wie Du ( - mit dem kleinen Unterscheid, dass meine Freunde und Familie alle hunderte Kilometer weg waren -) und zu dem Zeitpunkt etwa gleich alt. Von daher denke ich, vieles nachvollziehen zu können, was Du schreibst und ich weiss durchaus wie Hoffnungslosigkeit sich anfühlt. Aber ich finde besonders diese Passage wirklich bedenklich.

    Zitat Zitat von Balea Beitrag anzeigen
    Also die Lebensumstände sind wirklich nicht perfekt. Ich weiss aber, dass alles an mir liegt. Ich müsste meine Wohnung richtig schön aufräumen und ausmisten. Jeden Tag 3 Bewerbungen abschicken, viel raus an die frische Luft, Lesen, Freunde treffen... Und irgendwann ist alles wieder gut, ich sitze in ner schönen WOhnung und alles passt. Wenn das so einfach wäre.

    Ich bin seit einiger Zeit unzufrieden darüber, wo ich in meinem Alter stehe. Und dann flüchte ich mich lieber in Online-Welten, als der Reihe nach alles anzupacken. Aber aufgegeben habe ich nicht. Solange ich unzufrieden bin, ist alles zu lösen.

    Ich habe nur das Gefühl, dass ich beziehungsunfähig (jetzt auch noch wg. Sex) bin und dass ich wohl auch keinen tollen Job bekomme und damit mehr Geld verdiene. Bislang hatte ich auch eher wenig Geld verdient. Auto usw. war nicht drin. Und da frage ich mich, wozu irgendwas machen, es hat doch eh keinen Sinn. Machen, um immer wieder schnell an die Grenzen zu kommen? Ich weiss nicht.
    Warum liegt das alles an Dir?

    Nach meinem Eindruck beginnst Du Dich in Deiner Resignation einzurichten und Dich mit ihr zu arrangieren. Ein 165 € - Job scheint Dir als Erlösung? Nein, das ist er nicht. Und das weisst Du auch. Er würde die momentane Situation etwas erleichtern, aber nicht grundsätzlich verbessern.

    Es muss kein wahnsinnig toller Job sein, aber einer von dem Du sorgenfrei leben kannst.

    Alle Dinge, die Du da aufzählst, die Du alle tun musst. Du verlangst zu viel von Dir, wenn die alle morgen klappen sollen. Du bist frisch getrennt und noch nicht lange arbeitslos. Beides eine Art von Schockzustand.

    Das Beziehungsthema würde ich momentan erstmal beiseite legen. Da kann auch Zeit viel bewirken.

    Die berühmten drei Bewerbungen am Tag - wer hat das eigentlich erfunden? Du musst nicht jeden Tag drei Bewerbungen schreiben, sondern dran bleiben Dich immer da bewerben, wo Du gerne arbeiten willst.

    Nach meiner Erfahrung helfen in Deiner Situation zwei Dinge

    1. Ein geregelter Tagesablauf
    2. Erreichbare Ziele

    Und da kannst Du die auch vorhandenen Vorteile Deiner Situation nutzen. Du kannst Deinen eigenen Tagesablauf finden und gestalten und es ist absolut erlaubt, sich auch mal nur ein Ziel zu setzen, dass anderen vielleicht nicht unbedingt als ein solches erscheint.

    Ordne deine Leben nach und nach. Wenn es jetzt für Dich und Dein Wohlbefinden wichtig ist, Deine Wohnung aufzuräumen, dann tu das und dann ist das auch erstmal ein Ziel. Nichts anderes. Das Sozialversicherungssystem wird nicht zusammen brechen, wenn Du mal eine Woche keine Bewerbung zu schreibst. Es hat keinen Sinn immer zu denken, ich müsste aber eigentlich dies oder eigentlich das und dann gar nichts geregelt zu kriegen, weil man ein schlechtes Gewissen hat.

    Ich weiss, dass auch ein eigener strenger Tagesablauf viel Disziplin erfordern kann. Das kann hart sein, aber man tut sich letztendlich selbst etwas Gutes damit.

    Ich wünsche Dir alles Gute!
    Geändert von ikara (05.11.2011 um 14:57 Uhr)


    I am the master of my fate: I am the captain of my soul.

    William E. Henley

  7. User Info Menu

    AW: Single und arbeitslos...wie gehen wir damit um?

    Zitat Zitat von Lizzie64 Beitrag anzeigen


    oder natürlich: abwägen und möglicherweise zu dem schluss kommen: ist überhaupt kein mangel. da hilft es auch,zu schauen, wie einen denn andere empfinden und ob die den gleichen mangel sehen.

    letztlich geht es um selbstwahrnehmung und fremdwahrnehmung (was in der bewerbungsphase ein superwichtiges thema ist, spätestens bei vorstellungsgesprächen! für mich ist das auch gerade ein thema)
    Das finde ich auch. Und deswegen habe ich gute Freunde gefragt, was mich auszeichnet, was ich besser als andere kann und wo noch Potential bei mir ist (habs schriftlich machen lassen). Und da kam viel schönes bei raus. Die mir attestierten "Mängel" hinsichtlich meiner Persönlichkeit, meines Auftretens sind auch die, die ich bei mir sehe. Also Selbstbild und Fremdbild habe ich abgeglichen.

  8. Inaktiver User

    AW: Single und arbeitslos...wie gehen wir damit um?

    Hmmm, ich meinte "Mangel" eigentlich in einem ganz wortnahen Sinne, nämlich im Sinne von "da fehlt was". Und den Eindruck habe ich bei Dir, Balea, eben nicht nur in Bezug auf Partnerschaft und Arbeit. Sondern auch darin, dass Deine Wohnsituation suboptimal ist. Dass Du Sex als ekelhaft erlebst. Das ist jetzt subjektiv meinerseits, aber da ich genauso alt bin wie Du, befremdet mich Deine Entscheidung, auf Sex zu verzichten. Ich habe ähnlich wie Stecher das Gefühl, dass Dein Posting mehr ist als die Beleuchtung der Situation als arbeitsloser Single.

    Zwei Monate Trennung, ein paar Tage Arbeitslosigkeit, das ist alles noch total "frisch", da teile ich Ikaras Einschätzung von einem Schockzustand. Aber neben allen ganz praktischen Dingen wie Weiterbildung, Minijob, tagesstrukturierende Maßnahmen wie Spazieren gehen etc., würde ich eben auch an Deiner Stelle die Zeit nutzen, um zu klären, wo Du eigentlich hin willst. Willst Du als Texterin arbeiten? Willst Du eine (platonische) Beziehung? Wie willst Du leben (und damit meine ich durchaus auch die Wohnsituation)?

    Meine Signatur habe ich gewählt, weil ich gerade in einem ähnlichen Klärungsprozess bin (auch wenn ich arbeite und in einer festen Partnerschaft bin). Sie ist für mich der Ausdruck dafür, nicht ins Außen zu schielen "Was könnte toll sein? Was macht Prestige? Wie stehe ich im Vergleich zu anderen da?", sondern hinzuschauen, was mich ausmacht, was meine Bedürfnisse sind, wo meine Stärken und Schwächen liegen und all das in mein Leben zu integrieren. Das heißt also nicht, alles toll zu finden. Sondern - ich kanns nicht besser ausdrücken - im eigenen inneren Fluß zu sein. Du, liebe Balea, wirkst gerade nicht "im Fluß", was in Deiner Situation auch verständlich ist. Deswegen meine Idee, auch mal auf grundsätzliche Fragen zu schauen und Antworten zu finden. Sie müssen ja nicht in Stein gemeißelt werden und dürfen sich ändern.
    Geändert von Inaktiver User (05.11.2011 um 16:14 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: Single und arbeitslos...wie gehen wir damit um?

    Mit drei Bewerbungen am Tag setzt du dich einem total unrealistischen Druck aus.
    Vor allem die Bewerbungen werden nichts, außer du haust immer die selben Textbausteine raus.
    Das Anschreiben wird immer wichtiger. Da soll man schon zeigen was man der jeweiligen Firma bieten kann. Dafür braucht man Zeit für die Recherche und Schreiben. Mit 2-3 guten Bewerbungen pro Woche bist du gut dabei.
    Eigentlich bin ich ganz anders, ich komme nur so selten dazu.
    Karl Valentin

  10. User Info Menu

    AW: Single und arbeitslos...wie gehen wir damit um?

    Liebe Ikara,

    du hast es überstanden und viele andere auch. Ich weiss auch, dass das nur eine Phase ist, egal wie lange sie dauert. Die größte Hürde ist die Selbstmotivation, ja, und da gehört eben der geregelte Tagesablauf dazu. Druck ist schon da, nicht zuletzt aufgrund meines Alters und der vielen unerledigten und unerreichten Dinge. Den kann ich nicht einfach abschalten. Dennoch, machbar ist wahrscheinlich wirklich nur ein Vorwärtskommen im Sinne einer Politik der kleinen Schritte. Und was ich auch endlich begreifen muss, ist, dass das Leben nicht nur schön ist, sondern dass der ganze Kladaradatsch auch Mühe macht, jeder Schritt. Schöne Momente können immer nur Belohnung sein und sie sind auch nicht in der Mehrzahl.

    Wenn ich so schaue, was die Leute machen, die einen tollen Job haben, ein Auto, eine Familie, vielleicht sogar eine schöne Wohnung oder ein Haus - die haben auch den ganzen Tag viele viele unangenehme Dinge am Hals. Das Schöne genießen sie wirklich nur ganz ganz selten.

    Das ist das Leben.

    Disziplin ist wichtig, ja, du hast so recht. Sich jeden Tag aufs Neue zusammenreißen, egal, wie es einem geht. Das ist die Kunst der Erfolgreichen, so meine ich. Naja, und die kleinen Schritte, jeden Tag.

    Ich denke, ich pack das.

    Danke und liebe Grüße.

    Balea

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