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  1. User Info Menu

    Ich und Freundschaften?

    Das scheint eine unlösbare Geschichte zu werden.

    Leider bin ich wohl zu introvertiert, so dass ich auch wirklich viel Zeit für mich allein benötige. Zu viel Zeit mit anderen Menschen laugt mich aus, ich muss dann wieder allein mein Akku aufladen.

    Dann bin ich ein Träumer und Spinner, gesegnet mit viel zu viel Fantasie. Ich brauche nur um mich zu sehen, und mir können 1.000 Gedanken und Ideen durch den Kopf schwirren über die ich auch gerne philosophieren möchte. Andere scheint das nur zu irritieren.

    Ich lese leidenschaftlich gerne. Schaue Filme, da aber wohl welche, die nicht allgemein konform sind, wie Animes usw.

    Und bei einer Themenwahl zwischen "normalen" Frauenthemen oder Technik wähle ich als Frau Technik (Autos ect.).

    Und, wenn ich etwas anfange, will ich es genau wissen. Ich habe Katzen und will etwas über diese Tiere wissen. Ich arbeite im Garten und will wissen, wie es wächst, warum usw.

    Ich fahre Fahrrad, gehe Schwimmen und mache Thai Chi (ohne an das Chi und dergleichen zu glauben).

    Wie finde ich Freunde? Vorschläge sind ja u. a.: Vereine.
    Nur welche Vereine? Meine Interessen lassen keine Vereine zu. Gut, eines ja - Tierschutz, aber, das letzte Mal, wo ich beim Tierheim war, kam ich gleich mit 2 Katzen heim. Also lieber einen Bogen um das Tierheim machen.

    Schützenverein, Heimatverein, Landfrauenverein, Sportverein - alles, was es hier gibt, interessiert mich nicht.

    So suchte ich über das Internet Bekanntschaften. Irgendwie fliege ich nach ein paar Treffen raus. So z. B. aus einer Rommérunde. Die 2 Frauen, mit denen ich spielte, kannten sich schon und redeten die ganze Zeit nur über ihre Kinder, ihre Bekannten, ihre Interessen. Kein Problem für mich, denn ich brauche nicht ständig zu reden und war eigentlich froh, etwas Karten zu spielen. Tja, das reichte denen wohl nicht und ich wurde "entsorgt". Es wäre netter gewesen, wenn die persönlich mit mir gesprochen hätten.

    Nächster Versuch. Leider kommt nun noch einkommensmäßige Unterschiede hinzu. Die letzte - mit der Treffen eigentlich ok waren - sah mein Auto welches ich fahre. Sie bezieht Harz IV, was ich keinem zum Vorwurf mache. Mein Auto ist ein 14 Jahre alter Jaguar XJR, den sogar die Diebe vor 2 Jahren, die ihn geklaut hatten, nach 200 km im Wald abgestellt hatten. Seitdem Funkstille.

    Ich erwarte keine Freundschaften, bin mit lockeren Bekanntschaften schon zufrieden. Auch wenn ich bei den meisten Menschen das Gefühl habe, ich müsste mich ständig zusammen nehmen, weil ich meine Gedanken nicht so herum turnen lassen, in Sphären, wo es eh kaum einer versteht, als vielleicht andere Spinner und Träumer, finde ich den Kontakt zu anderen Menschen schon inspirierend.

    Ich versuche bei anderen auch meinen trockenen, sarkastischen Humor unter Kontrolle zu halten, da ich weiß, dass die wenigsten ihn verstehen.

    Langsam aber sicher glaube ich, ich bin für die Einsamkeit bestimmt.

  2. Inaktiver User

    AW: Ich und Freundschaften?

    Hast du einen Leidensdruck oder geht es dir um den Vergleich?

  3. Inaktiver User

    AW: Ich und Freundschaften?

    Guck doch noch einmal genau deine Interessen an, Angelique.
    Da sind die Tiere, die Natur und der Garten, die Animes oder das Kartenspielen. Vielleicht solltest du darauf weiter aufbauen und dich nach Menschen umschauen, mit denen du dich austauschen oder auch einen Teil deiner Freizeit verbringen kannst.

    Gib nicht auf, weil du aus einer Kartenrunde 'rausgeflogen' bist, es gibt Tausend andere. Und wenn eine Frau nichts weiter mit dir zu tun haben will, weil du ein bestimmtes Auto fährst, ist das zwar ein bescheuerter Grund, aber doch nichts, woraus du eine allgemein gültige Regel ableiten kannst, dass es immer so laufen muss.

    Und wie ist es beruflich? Gib es da nicht Berührungspunkte mit Kollegen, aus denen sich Bekanntschaften entwickeln können?

  4. Inaktiver User

    AW: Ich und Freundschaften?

    ich würde Dir gerne sagen, mach das womit Du Dich wohlfühlst - und wenn das mit Dir alleine ist, ist das doch auch schön.
    Aber da Du hier postest bist Du wohl nicht zufrieden mit Deinem Leben.
    Stellt sich mir auch die Frage ob das aus Dir kommt - oder ob Du Dich an den Erzählungen anderer orientierst.
    Ich habe auch viele Bekannte aber nur wenige Freunde - wenn ich so manchen zuhöre, entsteht auch bei mir der Eindruck einsam zu sein (trotz Kindern, Enkelkindern und den Freunden, die ich habe - aber nicht regelmäßig sehe).
    Dieses sich mit sich wohl fühlen könnte auch was mit Deinem Alter zu tun haben. Bei mir ist das auf jeden Fall so - früher bin ich fast täglich unterwegs gewesen. Freunde hier, Freunde da. Ein Event hat das andere gejagt - war auch wirklich schön.
    Heute (+ 50) will ich das gar nicht mehr - es hat sich so eine Art von Übersättigung bei mir eingestellt - ich bin gerne alleine mit mir. Langeweile kenn ich da kaum.
    So wie Du schreibst, bist Du auf der Suche nach bleibenden Kontakten - wenn es für Dich wirklich ein Bedürfnis ist, neue Menschen in Dein Leben zu holen, dann machst Du das schon richtig.
    Wie wär es , wenn Du selber mal eine Anzeige mit Deinen "Hobbys" aufgibst - wenn Du selber Dir die Leute aussuchst - zum Philosophieren usw. - oder einen Lesekreis begründest.

  5. User Info Menu

    AW: Ich und Freundschaften?

    Ich denke gerade so, jemand, der so um sich kreist (wie das in deinen Zeilen durchschimmert), wodurch könnten andere Leute denjenigen anziehend finden, wiedersehen wollen, was macht Bekanntschaften eigentlich überhaupt ganz allgemein angenehm?

    Nach einer Begegnung mit jemandem sich besser fühlen.
    Sich verstanden fühlen.
    Hilfe bei etwas bekommen.
    Ein gleiches Interesse.
    Gemeinsames Lachen...

    Du scheinst in einer kleinen Stadt zuhause zu sein. Könnte man nicht in eine nahe gelegene größere Stadt fahren, um dort irgendwas zu unternehmen und unter Menschen zu sein? Wären für dich nicht diese Rollenspiel-Clubs eine Idee?

    LG Karla
    The original Karla
    est. 2006


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    AW: Ich und Freundschaften?

    Danke für die Antworten.

    Zurzeit mache ich die Buchhaltung für meinen Mann, also ohne Kollegen.

    Als ich noch arbeiten war, reichten mir die 8 Std. Kontakt mit den Kollegen. Dazu kam dann noch, dass ich die letzten Jahre immer eine Fahrtstrecke von 57 - 67 km einfache Strecke hatte. Lose Kontakte mit Kollegen eher unmöglich.

    Normalerweise fühle ich mich wohl, da ich das Alleinsein auch genieße.

    Nur hin und wieder ist es auch schön, mit anderen Menschen etwas gemeinsam zu tun. Andere Gedanken, andere Erfahrungen, anderer Input.

    Ob es am Introvertierten liegt - aber Smalltalk liegt mir nicht ganz, obwohl ich es mal bei einer Stelle, wo ich an einer Tankstelle, die aus den 50'er Jahren stammte, bedienen musste. Während der Tankzeit musste man sich ja "notgedrungen" mit den Kunden unterhalten. Seitdem kann ich auch etwas Smalltalk.

    Mir reicht es teilweise, andere Menschen 2 - 3 x im Monat zu sehen. Das aber reicht den anderen meistens nicht.

    Um mal etwas anderes als meine 3 Katzen und meine 4 Wände zu sehen, hatte ich mich bei der VHS zu einem Gitarrenspielkreis angemeldet. Leider kennen die Teilnehmer sich schon alle von vorangegangenen Kursen und ein "Reinkommen" ist schwer. Zudem - wie schnell kann man Barregriffe verlernen? OT: FRUSTRIEREND

    Ich hatte schon Annoncen aufgegeben, auch für Rommé, da meldete sich nur 1 Mann, der 40 km entfernt lebt. Mit einem Spieler geht Rommé leider auch nicht.
    Oder Mitradler für Radtouren am Wochenende. 2 meldeten sich, da die aber auch wieder teilweise 30 - 50 km entfernt leben, verlief das irgendwo im Sande. Mir ist die Chemie zu den anderen etwas egal, es wäre ja mehr um eine Radtour gegangen. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich kann während des Radelns wenig reden.
    Ich gehe auch schwimmen, um meine 1.000 m in 40 Minuten zu erledigen. Da rede ich auch nicht.

    Ich bin einfach nur frustriert. Und vor allem, weil ich nicht weiß, ob es an meiner Person liegt? An den Hobbies, die nicht jeder hat? Interessen? Meine Erwartung an die Menschen?

    Das alles könnte ich auch den Katzen erzählen - - sie geben zwar das Gefühl, mir zuzuhören (zumindest, solange ich fressbares in der Hand halte) - ABER - ich weiß es ja besser.

    Daher - Danke an dieser Stelle fürs Lesen.

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    AW: Ich und Freundschaften?

    @ Karla48:

    Es stimmt schon, dass sich viele meine Gedanken bei mir selbst befinden.

    Ich hole etwas aus:

    Bis vor kurzem dachte ich, ich sei nicht normal. Gründe dafür gibt es genug. In meiner Jugend dachte ich schon, ich hätte autistische Züge.

    Einfach, weil ich nicht so war, wie die Mehrheit der Menschen um mich herum. Ich brauchte nicht ständig Kontakt zu anderen Menschen, konnte tagelang allein sein, träumen, meinen Gedanken nachhängen. Smalltalk ging überhaupt nicht. Zu enger und häufiger Kontakt mit anderen Menschen tut mir einfach weh.

    Für eine Weile genieße ich das Beisammensein mit anderen Menschen, dann aber MUSS ich allein sein, um wieder aufzutanken. Der Kontakt mit anderen raubt mir Kraft.

    Daher dachte ich wirklich, ich sei nicht normal. Bis ich das Internet für mich fand und dort über die Introvertierten stolperte.

    Auch das mit den Gedanken bei sich sein, passt dazu. Ich kann nichts dafür, dass mein Kopf vor Ideen platzt.

    Wenn ich mit anderen zusammen bin, reden meistens die Anderen. Schwer vorstellbar, aber ich höre zum größten Teil zu.

    Ich kann leider auch nicht einer Unterhaltung folgen, wenn zu viele durcheinander sprechen, oder laute Musik im Hintergrund ist. Das habe ich häufig erfolglos versucht, also schalte ich ab und bin nur dabei. Ich verstehe bei diesen Situationen eigentlich kein Wort von dem, was gesprochen wird. Mich stört das aber nicht, wenn ich beobachten kann.

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    AW: Ich und Freundschaften?

    Hi Angelique!

    Diese Vereine, VHS-Kurse etc. können den Rahmen für Begegnungen darstellen.

    Aber die Grundlage dafür, dass man sich näher kommt - und das ist ja auch bei Bekanntschaften, wie Du sie anstrebst erforderlich - ist das Interesse aneinander.

    Die Frage ist also die: Interessierst Du Dich für Menschen, denen Du begegnest?

    Massashi

  9. Inaktiver User

    AW: Ich und Freundschaften?

    Hallo Angelique,

    ich kann dich gut verstehen. Früher habe ich mich häufig auch "anders" als andere gefühlt, und habe mich öfter nach Menschen gesehnt, die mich einfach mal so verstehen und annehmen, wie ich bin. Ich habe mich auch oft verbogen, um es anderen recht zu machen.
    Heute ist es anders mit mir, ich komme auch weitaus besser mit mir selbst zurecht.
    Ich finde, eine Freundschaft "funktioniert" am besten bei Gemeinsamkeiten. Und wenn beide Seiten ein ähnliches Bedürfnis nach Nähe haben, wunderbar.
    Nur, wie kommt man dahin?
    Ich habe mir nach meiner Trennung im letzten Jahr verschiedene neue Kontakte gesucht
    hier
    im Internet, z. B. bei groops, newintown
    habe eine Anzeige im Käseblatt aufgegeben.

    Ich wohne im Einzugsbereich einer sehr großen Stadt, da hat man natürlich immer "Auswahl", aber meine Erfahrung ist die, dass man offen sein muss, authentisch bleiben sollte und nicht alles so eng sehen darf.

    Ich habe tatsächlich mehrere neue Bekannte und auch zwei Freundinnen gefunden.

    Also, nicht aufgeben, manchmal passt es einfach nicht.

    Liebe Grüße Birke

    P.S. Und leider habe ich trotz diverser VHS-Kurse dort noch nie jemanden kennengelernt, mit dem ich mich angefreundet hätte... Kurs vorbei, Kontakt vorbei...
    Geändert von Inaktiver User (01.11.2011 um 21:08 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Ich und Freundschaften?

    So, wie du dich beschreibst, steht dir auch nicht unbedingt der Sinn nach Freundschaften. Denn du sagst ja selbst, dass du nur eine begrenzte Zeit mit anderen Menschen zusammen sein kannst. Vielleicht gehört du auch zu den Menschen, die ganz gut mit sich auskommen und deshalb oft vorschnell in die Schublade "sozialunverträglicher Einzelgänger" einsortiert werden. In unseren Zeiten muss man ja kontaktbereit sein und über "Sozialkompetenz" verfügen (was immer das heißen mag).

    Vor Jahren ging es mir ähnlich. Ich dachte auch, du musst etwas dagegen tun. Ich besuchte ein Seminar über "Selbst- und Fremdwahrnehmung" bei der VHS. Wir stellten uns vor, und dann ging es zur Sache. Die gute Psychologin meinte, ich sei etwas "hölzern" und fragte die Runde, wie man der lieben Dshamilja denn helfen könnte. Die Antwort war Schweigen.

    Irgendwann merkte ich, dass mein Bedürfnis nach Freundschaften und Kontakten wirklich begrenzt war. Und dass die Suche nach Freundschaften auch etwas damit zu tun hatte, dass ich mir von anderen Menschen einreden ließ, ich sei doch so einsam (seufz...). Ich ging alleine aus, besuchte Konzerte oder Museen und mühte mich nicht mehr um small talk oder: Was läuft bei RTL? Und dann lernte ich mit der Zeit schon einige Menschen kennen, die ich heute zu meinen Freunden rechne. Gemeinsame Interessen sind ein guter Anknüpfungspunkt. Denn die etwas idealisierende Vorstellung der Freundschaft wie in "Schillers Bürgschaft" hält oft der Realität nicht stand.

    Das sind nur private Anmerkungen von mir. Denn Ratschläge sind Schläge, und die will ich dir nicht geben.

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