Frage sie doch einfach mal warum sie Dich angelogen hat. Niemand lügt ohne Not! Verständnis hilft den Anderen nicht abwerten zu müssen. Letztlich hast Du Dich selbst en-täuscht, soll heißen Du hast einen Anteil daran. Welcher der ist findest Du heraus wenn Du Deine Beziehungen objektiv betrachtest und zu Dir selbst ehrlich bist.![]()
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05.11.2011, 00:03Inaktiver User
AW: Wie geht ihr mit Lügnern um ?
Geändert von Inaktiver User (05.11.2011 um 00:09 Uhr)
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05.11.2011, 09:32
AW: Wie geht ihr mit Lügnern um ?
Interessante Theorie.
Du meinst also, wenn jemand belogen wird, ist er daran in gewisser Weise selbst schuld?
Der Andere hat Not wegen dieser Person?
Wäre schön, wenn du das nochmal erklärst.
Meine Theorie ist, der Lügner stopft diese Person einfach mit in seine Schublade "Falsches Menschenbild" und hat sehr wenig Selbstvertrauen.
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05.11.2011, 09:59Inaktiver User
AW: Wie geht ihr mit Lügnern um ?
Ist eine ledige weibliche Person oder eine Prostituierte demnach keine Frau?
Der verheiratete Herr Maier bandelt mit der geschiedenen Frau Schmidt an. In diesem Fall müsste man eigentlich feststellen, dass Maier fremdgeht, Schmidt aber nicht.
(Ich will keine Diskussion über das Fremdgehen anzetteln. Es mag durchaus sein, dass beide Geschlechter mit gleicher Häufigkeit fremdgehen. Aber Dein Argument funktioniert so nicht.)
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05.11.2011, 10:27Inaktiver User
AW: Wie geht ihr mit Lügnern um ?
Googeln liefert eindrucksvolle Zahlen. Angeblich lügt der Mensch im Durchschnitt 200 Mal am Tag. Die Frage ist, ob diese Zahl verlässlich ist.
Hier wird das Gegenteil behauptet. Demnach lügt der Mensch eher 2 Mal als 200 Mal täglich.
Ein typisches Problem des Internetzeitalters. Informationen verbreiten sich in Windeseile. Fehlinformationen allerdings auch. Am Ende findet man eine Zahl auf hunderten verschiedenen Websites, die wechselseitig aufeinander verweisen, und kommt nicht mehr auf den Gedanken, dass sie falsch sein könnte.
Die Zahlen, wie oft Männer an Sex denken, sollen übrigens auch ganz leicht übertrieben sein.
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05.11.2011, 11:01Inaktiver User
AW: Wie geht ihr mit Lügnern um ?
Ich habe diese These nicht aufgestellt, möchte aber trotzdem meinen "Senf" dazu geben.
Wenn jemand sehr schnell wütend wird und bestimmte Dinge nicht leiden kann (z.B. wenn Leute nicht wissen, was sie wollen und ihre Meinung ändern), dann könnte ein ängstlicher oder abhängiger Mensch zu einer Lüge greifen, anstatt zuzugeben: "Du, ich habe es mir anders überlegt, eine Klettertour ist mir zu gefährlich." Dann erzählt man schon mal, die Schwiegermutter kommt zu Besuch oder das Kind hat Fieber.
Oder wenn die Mutter dünne Nerven hat und schnell Atemnot kriegt, erzählt ihr der Sohn vielleicht nicht, dass ihn seine Freundin verlassen hat, sondern irgendeine andere Geschichte.
Es gibt aber auch Menschen, die lügen aus Gewohnheit oder weil sie sich so Vorteile verschaffen wollen. In dem Fall hat der Belogene nur insofern einen eigenen Anteil, wenn er ein gutgläubliger Mensch ist.
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05.11.2011, 11:16
AW: Wie geht ihr mit Lügnern um ?
Ich stimme dieser Theorie (teilweise) zu. Für die meisten Menschen ist es einfacher, die Wahrheit (nach bestem Wissen und Verständnis) zu sagen, als eine Lüge zu erfinden. Selbst bei so Kleinkram wie Tante Erna zu sagen, daß ihre Weihnachtsplätzchen super-lecker sind, während denkt "laaaangweilig" wäre es *einfacher" zu sagen "sie sind fade".
Wenn sich also jemand die Mühe macht, einen zu belügen, hat das Gründe, und die würde ich ganz grob in Angst vor Verlust und Streben nach Gewinn einteilen. In beiden Fällen geht es um etwas, was man von der belogenen Person will oder nicht will, und man schätzt ab, was die Person hören möchte, damit man das kriegt (die fünfzig Euro Weihnachtsgeld von Tante Erna) oder nicht kriegt (einen Vortag über die verwöhnte Jugend von heute).
Und bei Tante Erna sieht man, wie der Belogene die Lüge herbeiholt. Hätte sie nicht gebacken, oder hätte sie gut gebacken, die Lüge wäre kein Thema. Hätte sie nicht gefragt "Wie schmecken sie dir?", oder wäre sie eine Person, die gut mit der Wahrheit umgehen kann, die Lüge wäre nicht nötig. Würde sie nicht belohnen, wenn man ihr sagt, was sie hören will (50 Euro) und bestrafen, wenn man ihr sagt, was sie nicht hören will (schmollen), die Motivation zu lügen wäre geringer.
Das heißt nicht, daß Tante Erna die Schurkin in diesem Drama ist: Sie ist eine liebe, nette Person die sich gut fühlt, wenn sie anderen Geschenke machen kann und hausfrauliche Kompetenz wichtig nimmt. Aber in diesem Szenario ist sie eine Person, die nicht anzulügen schwer fällt.
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05.11.2011, 19:36
AW: Wie geht ihr mit Lügnern um ?
Ist das nicht heute früh auch meine Meinung gewesen?

Also ist er dann nicht selbst schuld.Es gibt aber auch Menschen, die lügen aus Gewohnheit oder weil sie sich so Vorteile verschaffen wollen. In dem Fall hat der Belogene nur insofern einen eigenen Anteil, wenn er ein gutgläubliger Mensch ist.
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05.11.2011, 19:42
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05.11.2011, 21:49Inaktiver User
AW: Wie geht ihr mit Lügnern um ?
Wieso so unfreundlich?
Ich finde Wildwusels Beitrag sehr gut durchdacht.
Ich habe dir heute morgen auf deine Frage versucht zu beantworten.
Deine These habe ich nun wiederum nicht verstanden. Ich weiß nicht, warum ein Lügner eine Schublade "Falsches Menchenbild" hat.
Meine Theorie ist, der Lügner stopft diese Person einfach mit in seine Schublade "Falsches Menschenbild" und hat sehr wenig Selbstvertrauen.Ehrlich gesagt spreche ich nicht gern von Schuld.Es gibt aber auch Menschen, die lügen aus Gewohnheit oder weil sie sich so Vorteile verschaffen wollen. In dem Fall hat der Belogene nur insofern einen eigenen Anteil, wenn er ein gutgläubliger Mensch ist.
Also ist er dann nicht selbst schuld.
Wenn jemand überaus gutgläubig ist, trägt er dadurch dazu bei, dass man ihm einen Bären aufbinden kann.Geändert von Inaktiver User (05.11.2011 um 21:53 Uhr)
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05.11.2011, 22:58Inaktiver User
AW: Wie geht ihr mit Lügnern um ?
Buh - mal sehen ob ich das um diese Uhrzeit noch hinkriege. Das Thema ist sehr vielschichtig und weitreichend. Erstmal - ich habe mir abgewöhnt das Wort Schuld zu verwenden. Ich ersetze es mit Verantwortung.
- wie innen so außen, was spiegeln mir meine Mitmenschen?
- was will/wollte ich nicht sehen in der Beziehung?
- bestanden gegensätzliche Erwartungen?
- kann man sich vertrauensvoll mir gegenüber öffnen?
- bin ich mir selbst gegenüber wertschätzend
- und dem Anderen gegenüber?
Ja, ich glaube das immer eine Not dahinter steht, im Sinne von Angst sich schützen zu müssen.
Jemand sagte hier "Gewinn" daraus ziehen, das ist auch wiederum Schutz, vor negativen Konsequenzen, Mangel ectr.
Und der Belogene? Warum geht er in die Luft, ärgert sich und beschimpft im Extremfall den Lügner? Er fühlt sich respektlos behandelt, nicht wertgeschätzt, ärgert sich über sich selbst weil er den Lügner nicht früher entlarvt hat, sich also selbst nicht "geschützt" hat vor dieser Erfahrung. Er sieht sich ohnmächtig der verlogenen Welt ausgesetzt, sich als Opfer - überspitzt ausgedrückt.
So wenig wie ich an Schuld glaube, so wenig glaube ich an Opfer, deshalb die obigen Fragen. Ich bin auch der Ansicht das Menschen die ein geringes Selbstwertgefühl haben das unbewußt signalisieren und aufgrunddessen eher respektlos behandelt werden. Glaubensätze werden immer im Außen bestätigt.
Wie ehrlich ich bin hängt bei mir von der Beziehungsebene ab. Schutz ist durchaus erlaubt und das räume ich auch anderen Menschen ein. Und von denen die mir nahestehen, möchte ich dann schon gerne wissen, was die Ursache dafür war das sie nicht ehrlich zu mir sein konnten. Das bedingt, dass ich bereit für deren Wahrheit bin, ohne sie dafür zu verurteilen.
Viele wissen gar nicht genau warum sie so handelten, wollen gar nicht so genau hinsehen, sich mit sich auseinandersetzen, geschweigedenn ihre Gefühle offenbaren. Ihr Problem, Aufgabe, Herausforderung! Meine Verantwortung ist wie ich damit umgehe, inwieweit ich mich davon verletzt fühlen will, wie ich es aufnehme, welche Konsequenzen ich daraus ziehe.
Wie heißt es so schön, man kann die Menschen nicht ändern nur seine eigene Haltung. (oder so ähnlich)
Geändert von Inaktiver User (05.11.2011 um 23:12 Uhr)




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