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  1. Inaktiver User

    AW: ZIehe ich emotionale Vampire an?

    Zitat Zitat von bruennette_2 Beitrag anzeigen
    So langsam mag ich es nicht mehr lesen, wenn von Menschen gesprochen wird, die man "aussortieren" muss und denen das Etikett "emotionaler Vampir" verpasst wird.

    Wir sind alle nur Menschen, die mehr oder weniger gut mit ihren Problemen zurechtkommen. Diese "Vampire" kommen sehr schlecht zurecht und sitzen ziemlich tief in der Scheixxe. Dass sie da Hilfe bei anderen Menschen suchen, ist nur verständlich.

    Das Problem dieser "anderen" Menschen ist eigentlich "nur", sich selbst soweit zu kennen, um sich adäquat abgrenzen zu können. bzw., nur soviel zu helfen - wenn man das denn wirklich möchte - dass es die eigenen Kräfte nicht übersteigt. Das Erkennen und Ausloten dieser Grenze ist allerdings oft schwierig und schmerzhaft. Aber das ist die selbst zu leistende Aufgabe, um die man nicht herumkommt, wenn man sich selbst nicht verlieren will. Passiert das aber in dem "Auslotungsprozess" dennoch, dann ist man schnell dabei, dem Grenzverletzer (der die Grenzen verletzt hat, oftmals ohne es bewusst gewollt oder gewusst zu haben), die ganze Schuld zuzuschieben und tituliert ihn dann gerne als "Vampir", der "auszusortieren" sei.

    Wäre es deshalb nicht angebrachter, anstatt von "Vampiren", von hilflosen Menschen zu sprechen und - ganz wichtig! - anstatt von "Aussortieren" von Abgrenzen?

    PS: Für irgendwen ist man immer entweder ein Hilfsbedürftiger oder der Helfende....

    aus meiner langjährigen lebenserfahrung muss ich dir leider widersprechen.

    das sind immer wieder die gleichen menschen, die andere brauchen, um ihren ballast bei ihnen abzuladen......

    uuuuuund..... NICHTS ÄNDERN!

    ich nenne sie zeit- und energieräuber.
    sie stehlen dir deine zeit.
    sie nehmen dir deine energie.
    es ändert sich bei ihnen null.
    sie suhlen sich in ihrem selbstmitleid.

    von solchen menschen sollte man sich, wenn man merkt, dass dies sehr einseitig wird, grundsätzlich distanzieren.

    diese menschen suchen sich nämlich nicht einen menschen, der genauso drauf ist wie sie.
    nee, von anderen problemen wollen sie garnix wissen, alles dreht sich nur um sie.

    so meine erfahrung als ich selbst mal "zuhörer und versteher" brauchte.

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    AW: ZIehe ich emotionale Vampire an?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    von solchen menschen sollte man sich, wenn man merkt, dass dies sehr einseitig wird, grundsätzlich distanzieren.
    Ich habe dazu nichts Gegenteiliges gesagt. Im "Gegenteil"! Ich bin absolut dafür, sich - und wenn es sein muss auch radikal - abzugrenzen, bevor es für einen selbst zu spät ist. (Ich bin übrigens auch grad am Üben, im real life...) Ich habe nur versucht, diese "Energieräuber" in meinem Beitrag mal in einem anderen Licht zu sehen, außerdem gings mir um den Begriff des "Aussortierens", aber das alles habe ich ja in meinem Beitrag #10 schon ausführlich beschrieben.

  3. Inaktiver User

    AW: ZIehe ich emotionale Vampire an?

    Zitat Zitat von bruennette_2 Beitrag anzeigen
    Ich habe dazu nichts Gegenteiliges gesagt. Im "Gegenteil"! Ich bin absolut dafür, sich - und wenn es sein muss auch radikal - abzugrenzen, bevor es für einen selbst zu spät ist. (Ich bin übrigens auch grad am Üben, im real life...) Ich habe nur versucht, diese "Energieräuber" in meinem Beitrag mal in einem anderen Licht zu sehen, außerdem gings mir um den Begriff des "Aussortierens", aber das alles habe ich ja in meinem Beitrag #10 schon ausführlich beschrieben.

  4. User Info Menu

    AW: ZIehe ich emotionale Vampire an?

    Die Menschen merken es, wenn Du keine Grenzen setzen kannst. Sie testen es mit kleinen Zumutungen aus, und wenn Du dann nicht zeigst, dass Du das nicht mit Dir machen lässt, dann kommen sie mit größeren Unverschämtheiten.

    Dein Bekannter hat genau gemerkt, was Du Dir alles von ihm hast bieten lassen, und entsprechend wurde er immer unverschämter. Hättest Du schon früher energisch nein gesagt, ohne Dich immer wieder breitschlagen zu lassen, hätte er bestimmt schon früher damit aufgehört - oder hätte sich eine andere Dumme gesucht, der er ausnutzen kann.

    Bei Deiner Nachbarin ist es ähnlich. Sie hatte Dein Mitgefühl, und das hat sie benutzt, um Dich ständig vollzuquatschen und in Beschlag zu nehmen - ohne Dir dafür wirklich was wieder zu geben. Auch hier hättest Du schon früher sagen können, dass Du bereit bist, sie in gewisser Weise zu unterstützen, dass Du jedoch nicht bereit bist, das Waschbecken für ihr Selbstmitleid zu spielen.

    Jetzt ist Dir was aufgegangen, jetzt setzt Du Grenzen. Das ist sehr gut so!

    Menschen, die sensibel und hilfsbereit sind, laufen oft Gefahr, von anderen ausgenutzt zu werden, die es drauf angelegt haben - und ganz besonders dann, wenn diese Menschen Angst davor haben, mit einem Nein den anderen zu verärgern. Dann unterbleibt dieses Nein, und man steht dann für den anderen als Dumme da, die man ausnutzen kann.

    Versuche, Dich in Zukunft stärker für Deine eigenen Bedürfnisse zu sensibilisieren: Grundsätzlich möchte ich nett und hilfsbereit sein. Aber paßt mir das jetzt grad wirklich rein? Muss ich dafür jetzt nicht was aufgeben oder hinten an schieben, was mir eigentlich viel wichtiger ist? Dazu gehören auch Entspannungspausen.
    Und wenn Dir Dein Gefühl sagt, dass Deine Bedürfnisse jetzt wichtiger sind, sagst Du ohne schlechtes Gewissen nein.

    Denke daran, dass die anderen keinen Anspruch darauf haben, dass Du ihnen immer entgegenkommst! Es ist Deine persönliche Entscheidung und Prioritätensetzung, und manche Menschen lernen den Wert eines Gefallens erst dann schätzen, wenn sie auch mal ein Nein hören.

    Lass Dich dann auch nicht breitschlagen oder breitquatschen. Du kannst ja sagen "Ich verstehe, dass Du XYZ möchtest, aber mir paßt das jetzt nicht. Nein, tut mir leid für Dich, das geht nicht." Du mutest dann den anderen zu, eine andere Lösung ohne Dich zu finden - aber das ist keine Zumutung, sondern Dein gutes Recht. Du musst nicht immer und überall für alles zur Verfügung stehen. Dann müssen sich diejenigen eben mal jemand anderen suchen.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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