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Ergebnis 11 bis 20 von 24
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29.10.2011, 15:20
AW: ZIehe ich emotionale Vampire an?
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29.10.2011, 15:24
AW: ZIehe ich emotionale Vampire an?
Fenimi, es hat etwas gedauert, bis mir klar wurde, was nicht gut war in den Beziehungen.
Stimmt schon, heute erkenne ich sehr viel schneller und höre auf meine innere Stimme. Dann regagiere ich freundlich, aber distanziert und lasse mich auf keinen Fall mehr emotional aussagen.
Übung macht die Meisterin ;-)
Lieben Gruß
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29.10.2011, 15:29
AW: ZIehe ich emotionale Vampire an?
Endlicherwachsen,
ich finde nicht, dass Du diese Menschen vermehrt anziehst. Du bist wahrscheinlich eher von der sensiblen Sorte, so dass Du bei anderen deren Hilfsbedürftigkeit heraus spürst (und jene diese Hilfsbereitschaft bei Dir spüren) und eben helfen willst.
Deshalb kann ich Dir auch nur raten, besser auf Deine Grenzen zu achten und Dich abzugrenzen, wenn es anfängt, unangenehm zu werden.
Ich denke, Du brauchst Dir auch keinen Vorwurf zu machen, wenn Du das nicht gleich spürst, wo Du Dich abgrenzen sollst und wo nicht. Das Leben ist bunt, und oft findet man in neuen Situationen nur durch Probieren heraus, was gut für einen selbst ist und was nicht.
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29.10.2011, 15:33
AW: ZIehe ich emotionale Vampire an?
bruenette 2,
ich fühle mich keinesfalls als Opfer, sondern möchte einfach nicht derart schlecht behandelt werden.
Wie kann ich den "Vampiren" helfen? Ich habe es versucht. Sobald ich meinem Bekannten nur den kleinen Finger gereicht hatte, wollte er die ganze Hand und das hat mich schon länger gestört. Wenn ich ihn darauf ansprach, sagte er "ich solle mich nicht so anstellen". Nun, für sein respektloses Verhalten habe ich kein Verständnis mehr.
Interessant finde ich Deine Ausführungen zur "Schuldfrage". Die liegt mit Sicherheit auf beiden Seiten. Offenbar "lade" ich solche Menschen durch mein eigenes Verhalten ein. Das möchte ich aber nicht mehr.
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29.10.2011, 15:40
AW: ZIehe ich emotionale Vampire an?
Lilith10,
mir hat die klare Abgrenzung und keinerlei Reaktion auf Kontaktversuche sehr geholfen. Meinem Bekannten habe ich in einem ruhigen Gespräch erklärt, was mich stört und er hat versucht, die Vorkommnisse zu verharmlosen, gelacht und mich teilweise verbal angegriffen. Ich bin ruhig geblieben und habe ihm gesagt, dass ich ab sofort keinen Kontakt mehr mit ihm wünsche. Er tut mir leid und ich weiß, dass er sehr wenige Freunde und Bekannte hat. Aber meine eigene psychische Gesundheit ist mir wichtiger. Vielleicht holt er sich Hilfe. Ich wünsche es ihm.
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29.10.2011, 15:48
AW: ZIehe ich emotionale Vampire an?
bruenette 2,
grundsätzlich gehe ich jedem Menschen offen und freundlich entgegen. Wenn jemand Hilfe benötigt, halte ich es für selbstverständlich, im Rahmen meiner Möglichkeiten Hilfe zu leisten. Bis vor ca. 2 Jahren war das auch nie ein Problem für mich und außerdem brauche ich ja auch mal die Unterstützung meiner Mitmenschen.
Nun frage ich immer erst meinen Bauch und wenn der Alarm schreit, bin ich zurückhaltender.
Tja, aus Erfahrungen wird man klüger.
Lieben Gruß
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29.10.2011, 15:53Inaktiver User
AW: ZIehe ich emotionale Vampire an?
Hallo Endlicherwachsen,
ich finde, es ist eine interessante Frage, die du stellst.
Nach meiner Meinung suggeriert es allerdings, dass es "zwei Sorten Menschen" gibt, und das glaube ich irgendwie nicht. Vielleicht kann jeder von uns irgendwem gegenüber zum "emotionalen Vampir" werden? Und: muss es überhaupt soweit kommen, dass ein Kontaktabbruch die einzig mögliche Folge ist?
Ich glaube, wir alle suchen Freundschaft, die möglichst "gleichwertig" sein sollte, mal hat die eine Seite mehr Bedürfnisse, mal die andere, und man hilft und stützt sich gegenseitig.
Das funktioniert aber nicht immer.
Ich interessiere mich für die / den anderen, aber das heißt ja nicht, dass ich jederzeit und immerzu parat stehe für den neuesten seelischen Abgrund. Ich bin für mich und meine eigene seelische Gesundheit zuständig und muss daher rechtzeitig signalisieren: ja, ich nehme wahr, dass du ein Problem hast, aber ich löse es nicht für dich. Ich kümmere mich um mich selbst.
Das ist nicht immer bequem und man läuft auch mal Gefahr, dass jemand einschnappt.
Ich stelle nur fest, dass es mir selbst besser geht, wenn ich rechtzeitig Signale gebe, wann meine Grenze erreicht ist.
Außerdem bin ich davon überzeugt, dass wir alle bestimmte "Grundsätze" befolgen, die wir von klein auf an kennen, danach reagiert man unbewusst. Z. B. "Ich darf andere Leute nicht brüskieren, in dem ich nein sage, ich muss brav und lieb sein und nett zu allen". Dann ist die Unzufriedenheit vorprogrammiert.
Liebe Grüße Birke
P.S. ich seh gerade, dass du deinen eigenen Glaubenssatz schon gepostet hast: "Wenn jemand Hilfe benötigt, halte ich es für selbstverständlich, im Rahmen meiner Möglichkeiten Hilfe zu leisten."
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29.10.2011, 23:29Inaktiver User
AW: ZIehe ich emotionale Vampire an?
Ist gegen diesen Satz als Lebensmotto irgendetwas einzuwenden?
Aus meiner Sicht nicht.
Im Gegenteil finde ich ihn lebensnotwendig für eine Gemeinschaft, eine Gesellschaft.
Genau: " ... im Rahmen meiner Möglichkeiten ..." Schwierig ist nur zu erkenen, wo die eigenen Grenzen liegen und dies zu akzeptieren und zu kommunizieren, wie man heute sagt.
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30.10.2011, 14:58Inaktiver User
AW: ZIehe ich emotionale Vampire an?
Für mich ist es schon ein Unterschied "ob jemand Hilfe benötigt" oder ob "mich jemand um Hilfe bittet". Ich habe selbst auch die Erfahrung gemacht, dass es Menschen gibt, die einen als seelischen Mülleimer missbrauchen, einem alles erzählen, und letztenendes wollen sie gar keine Hilfe, sondern machen so weiter wie bisher und reagieren womöglich noch pikiert über weitere Hinweise...
(Damit ist selbstverständlich nicht gemeint, dass ich jemand hilflos irgendwo liegen lasse, weil er/sie nicht um Hilfe bittet...)
LG Birke
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30.10.2011, 19:58



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