Hallo liebe Community,
ich wende mich an euch, weil ich endlich wieder glücklich sein möchteKeine leichte Aufgabe
...vielleicht könnt ihr mit mir ergründen, was eigentlich im Argen liegt...
Ich fühle mich leer. Und traurig. Aber eher "unterschwellig"...herzlich lachen oder fröhlich sein kann ich nur sehr selten. Ich bin müde. Und: Ich stehe, wie so viele, vor der Frage: Wer bin ich? Und was möchte ich? WAS macht mich glücklich? Und WIE finde ich das heraus?
Ich war in den letzten 3 Jahren in einer sehr schwierigen Beziehungskonstellation, die mein Leben vollkommen eingenommen hat. Die ist jetzt gelöst: ich habe die Trennung hinter mir, eine neue Wohnung, einen neuen Freund...ich könnte glücklich sein...ABER....mir fehlt etwas.
Vielleicht liegt es auch daran, dass das "Problem", dass ich die letzten Jahre hatte, nun wegfällt. Das ist zwar gut, hinterlässt aber auch eine Lücke (die VORHER sicher auch schon da war...und die hab ich nur mit der Beziehung und den Problemen gefüllt)...vielleicht ist es auch nicht verwunderlich, dass ich noch erschöpft bin. Vielleicht braucht es seine Zeit, der Trauer, des Kraftsammelns, bis man wieder "auf dem Damm ist"...ich habe oft das Gefühl, meine Kraftreserven sind aufgebraucht und ich bräuchte erstmal nen Monat Urlaub, um auf Status 0 zu kommen...als hinke ich hinterher...
Auch habe ich das Gefühl, dass mir Ziele fehlen..oder zumindest ein Hobby...etwas bei dem mir das Herz aufgeht...Was mich erfüllt...und ich weiß nicht, wie ich es finden soll. Und ich bin auch oftmal zu müde, um mich auf die Suche zu begeben (die Kraftreserven fehlen)...ich gehe viel raus, treffe mich mit Freunden, versuche, mich aufzuraffen...bin gern bei meinem Freund...aber dennoch fühle ich mich allein...in mir drin. Und leer.
Könnt ihr mir vielleicht Tips geben? Ich versuche schon, mir positive Dinge aufzuschreiben...auf das Hier- und Jetzt zu achten...Kleinigkeiten zu genießen...aber die Leere bleibt.
Viele Grüße
Luisa
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Ergebnis 1 bis 10 von 26
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27.10.2011, 16:49
Ich fühle mich leer...wie werde ich wieder fröhlich?
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27.10.2011, 17:33
AW: Ich fühle mich leer...wie werde ich wieder fröhlich?
Gib dir Zeit. Verletzungen, auch emotionale, müssen ausheilen.
Achte auf deine Gesundheit. Iß gut, schlaf gut, sieh zu, daß du genug Bewegung, frische Luft und Sonne bekommst.
Umgib dich mit schönen Dingen, und mit Menschen, die dich mögen und dir Komplimente machen.
Meide Menschen und Dinge, die dich unglücklich machen, langweilen oder nerven.
Verschaff dir mentale Entspannung, erlaube dir Auszeiten.
Finde Muster und Rituale, die dir guttun, und folge ihnen. Du mußt sicher stehen, bevor du springen kannst.
Es ist nicht die beste Zeit des Jahres, um etwas aufzubauen, aber eine gute, um zur Ruhe zu kommen. In knapp zwei Monaten ist Mittwinter. Danach wird es wieder heller. Gib dir vielleicht bis Lichtmeß (2. Februar), dann ist die Zeit günstig, etwas Neues anzufangen. Oder vielleicht hast du einen anderen Jahresrhythmus und andere Schwellen und Rituale des Anfangs... geh mit denen mit.
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27.10.2011, 17:43
AW: Ich fühle mich leer...wie werde ich wieder fröhlich?
Danke für deine Antwort

Vielleicht hast du Recht...vielleicht sollte ich es gut sein lassen für dieses Jahr...und mir erlauben, müde zu sein. Und auch wehmütig. Und traurig.
Denn, wenn ich zurückblicke: Zu Beginn des Jahres absolutes Chaos, dann meine Trennung, der Auszug von zu Hause, eine neue Wohnung, jetzt mein neuer Freund...erst jetzt ist alles "im Reinen" aber vielleicht reicht das auch an Veränderung und ich sollte mir für den Rest des Jahres frei nehmen und die Füße hoch legen
Es fühlt sich nur so...unbefriedigt an. Als hätte ich keinen Halt...außerhalb der Beziehung...ich rase von Verabredung zu Verabredung..es ist schön, aber eigentlich bin ich so müde, dass ich lieber auf der couch liegen und Fernsehen oder baden oder lesen möchte...
Ich habe das Gefühl ich "muß" ein Ziel, ein Hobby haben, um glücklich zu sein. Aber vielleicht muss ich erstmal zur Ruhe kommen...wie auch immer das klappt...Zeit für mich allein nehmen vielleicht
Nicht jeden Tag unterwegs sein? Aber dann fühle ich mich nur noch einsamer...Ist es gut, das zuzulassen?
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28.10.2011, 02:14
AW: Ich fühle mich leer...wie werde ich wieder fröhlich?
Das klingt doch so, als hättest du dieses Jahr schon unheimlich viel geschafft!
Ich denke, es kann einem durchaus helfen, viel um die Ohren zu haben, wenn man sich ansonsten nur in seinem eigenen Kopf verlaufen würde. Aber es klingt ja nicht so, als sei das für dich derzeit das richtige, und es hat ja keinen Sinn, etwas falsches weiterzumachen, nur weil man sich vor der Alternative fürchtet.
Was fehlt dir, wenn du nicht unterwegs bist? Die geistige Anregung? Der Austausch? Bestätigung? Das Gefühl, von Leuten wahrgenommen zu werden? Das Gefühl, gebraucht zu werden? Die Ablenkung? Bekommst du das, wenn du unterwegs bist? Oder nicht? Oder nur manchmal?
Allein sein hilft Introvertierten, die sich dann denken hören können -- nicht so sehr extrovertierten, die im Spiegel anderer Menschen sehen, wer sie sind. Aber so oder so, gibt es Rosinen, die du dir rauspicken kannst -- Sachen und Leute, die dir guttun?
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28.10.2011, 06:36
AW: Ich fühle mich leer...wie werde ich wieder fröhlich?
Hallo Lissy!
DANKE für deinen Thread!!!
Ich kann dir nachempfinden wie es dir geht...
Ich hab ein paar nicht ganz einfache Jahre hinter mir..... Vor drei Jahren konnte ich mich aus einer sehr schwierigen, teilweise demütigenden Beziehung lösen - aber es dauert - das kann ich dir aus Erfahrung sagen, bis die Wunden heilen, bis man wieder auf seinen eigenen Beinen steht.
Dann kamen zahlreiche Krankenhausaufenthalte, OPs, Rehas meiner Eltern..... Ein stressiger Job....
Vor zwei Jahren bin ich mit meinem jetzigen Freund zusammen gekommen und wir haben wirklich eine sehr schöne Beziehung, die ich sehr genieße.
Anfang des Jahres wurde bei mir eine Nahrungsmittelunverträglichkeit festgestellt - musste meine Ernährung ändern. Aber immerhin hab ich das Unwohlsein, das ich lange mit mir rumschleppte beseitigen können. Auch in diesem Jahr habe ich mit Reha-Sport/Fitness-Studio begonnen - habe ziemliche Rückenprobleme.
Mir geht es ähnlich wie dir. Ich fühle mich einfach richtig ausgepowert, bin müde ohne Ende - schleppe mich mit Mitte 30 die Treppe hoch.
Denke, es dauert einfach seine Zeit.
Wie Wildwusel schon geschrieben hat - sich die Zeit nehmen.
Ich hab auch immer das Gefühl, ich müsse doch jetzt das und das schaffen... Geht - bei mir zumindest - leider nicht.
Ich versuch auch mein Leben zu entschleunigen, was mal mehr, mal weniger gelingt.
Dass du dich mit Freunden triffst, dich dazu aufraffst finde ich gut. Mache ich genau so, egal wie müde ich bin. Mir geht es dabei darum, mir gute Freunde zu erhalten, mich mit ihnen auszutauschen - finde gute Freunde unheimlich wichtig. Und Freundschaften muss man pflegen.
Vielleicht hast du ja Lust auf ein bisschen Austausch - gerne auch via PN.
ALLES GUTE
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28.10.2011, 11:01Inaktiver User
AW: Ich fühle mich leer...wie werde ich wieder fröhlich?
Liebe Louisa,
Du hast sehr aufreibende Jahre hinter Dir. Jetzt kommst Du ein wenig zur Ruhe. Ich kann mir gut vorstellen, dass das, was Du in den letzten Jahren "wegdrücken" musstest, um funktionieren zu können, jetzt an die Oberfläche kommt. Ich finde Wildwusels Hinweis auf die Jahreszeit sehr schön. Vielleicht solltest Du jetzt einfach mal zur Ruhe kommen und zulassen, was sich da den Weg in Dein Bewusstsein bahnt. Auch wenn es nicht immer einfach ist. Aber oft ist es so, dass Gefühle sich nicht dauerhaft wegdrücken lassen, sie wollen beachtet werden und bahnen sich ansonsten anderweitig ihren Weg, z.B. durch psychosomatische Symptome. Vielleicht kannst Du es Dir einfach mal erlauben, Dir für Deine Traurigkeit, für Deine Leere und für Deine Verletzungen Zeit zu nehmen. Und genauso wie der Winter zwar trostlos und tot wirkt, aber letztlich sich schon neues Leben den Weg bahnt, kann es sein, dass Du irgendwann das entdecken kannst, was Dich lebendig macht. Und sei es erst mal ein wenig Kraft, um wieder auf Entdeckungsreisen zu gehen.
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28.10.2011, 13:28
AW: Ich fühle mich leer...wie werde ich wieder fröhlich?
Hallo!
Ich danke euch für eure Antworten! Jede von ihnen hilft mir!
Ich glaube, wenn ich Zeit für mich habe, merke ich, dass ich eigentlich nichts "bin"...dass ich nichts habe, was mich auszeichnet, in dem Sinne...Kein Hobby, bei dem mir das Herz aufgeht, keine wirkliche Aufgabe...ich denk mir dann immer: Jetzt hast du Zeit zum Zeichnen z.B., das wolltest du doch immer! Aber ich bin oft viel zu müde, mag einfach nur nichtstun..das ist aber nicht der Anspruch, den ich habe. Ich möchte mich nicht (mehr) nur über andere Menschen definieren! Ich möchte auch für mich allein ein Gefühl haben, erfüllt zu sein...zumindest annähernd. Ich kann mich beschäftigen...aber es erfüllt mich nicht. Das ist auf jeden Fall eine Baustelle. Wobei ich nicht glaube, dass da diese latente Traurigkeit herkommt...Aber vielleicht dies helfen, damit diese Traurigkeit kleiner wird...
Wenn ich mir nun aber vornehme: Ich MUSS nichts finden. Nicht JETZT...sondern dieses Thema auf nächstes Jahr verschiebe...fühle ich Erleichterung: Jetzt darfst du dich erstmal ausruhen!...und habe dennoch ein schlechtes gewissen, dass ich das damit nur aufschiebe...
Feenzauber, ich kenne das auch alles..ich kann genau nachempfinden, wie du dich fühlst...Entschleunigen ist gut, das versuche ich auch, wann immer ich es mir bewusst machen kann...ich glaube ja auch, dass die ganzen körperlichen Beschwerden (habe ich auch zu genüge) sehr mit der seelischen Last einhergehen...Du kannst mir gern schreiben, auch per PN, wenn du magst
Ich bin aber nicht immer online, es kann etwas dauern, bis ich antworte..auch das zur Entschleunigung
Wisst ihr...ich denke, es ist wirklich okay, mir das jetzt zu gönnen. Nicht weiter Dingen hinterherlaufen gerade, die SEIN SOLLTEN...sondern erstmal mit dem Leben, was da ist. Spüren, fühlen und es annehmen. Und im neuen Jahr schauen, was ich ändern und wo ich Schritte gehen möchte. Ich hab aber ein schlechtes Gewissen dabei...Blöd, oder?
Geändert von Lissy29 (28.10.2011 um 13:31 Uhr)
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28.10.2011, 13:58
AW: Ich fühle mich leer...wie werde ich wieder fröhlich?
hallo lissy,
nur ganz kurz: gerade, als ich deinen thread las, dachte ich: sie schreibt mir aus der seele. (von der müdigkeit abgesehen.)
auch ich bin eine von denen, die bewegende zeiten hinter sich haben - und jetzt bin ich der meinung, ich MUSS alles auf einmal haben. daher hetze ich auch von verabredung zu verabredung, drehe dort voll auf - nur, um richtig tief zu fallen, wenn ich mit mir allein bin. was ich an sich mal ganz gut konnte... seufz. meine these: wenn von außen soviel "bewegung" an einen herangetragen wird, gewöhnt man sich da so sehr dran, dass, wenn das leben wieder in ruhigeren bahnen verläuft, man dem frieden nicht traut...
ich melde mich später/ am wochenende nochmal, aber du siehst: es gibt offenbar doch viele, die sich in ähnlicher situation befinden... mache mir da auch schon lange gedanken drum. bist du auch fürchterlich ungeduldig :-) ? seufz.
lieben gruß von
der ratte
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28.10.2011, 14:02Inaktiver User
AW: Ich fühle mich leer...wie werde ich wieder fröhlich?
Liebe Lissy,
ich weiß, es wird hier oft geschrieben, aber da einiges von dem, was Du von Dir schreibst, auch auf eine (Erschöpfungs-)Depression hinweisen könnte, wollte ich Dich fragen, ob Du Unterstützung in Form einer Therapie hast. Negative Gefühle aushalten ist das Eine, aber wenn Du handlungsunfähig wirst (schwer aus dem Bett kommen), kann es auch ein Anzeichen für eine Depression sein.
Du MUSST erstmal überhaupt nichts schaffen und erreichen. Es ist angebracht, erst einmal einfach ausgiebig Deine Wunden zu lecken. Was Wildwusel schon geschrieben hat (sich mit wohlgesonnenen Menschen umgeben, sich Gutes tun, Dinge tun, die Spaß machen), kann Hinweise darauf geben, wer Du bist, was Dich ausmacht. Das kannst Du Dir später mal anschauen, aber jetzt komm erst mal zur Ruhe.
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28.10.2011, 14:16
AW: Ich fühle mich leer...wie werde ich wieder fröhlich?
Hallo Bisamratte,
ohja..ungeduldig, das bin ich. Ein Punkt von vielen, wie ich NICHT sein will.
Ich sehe immer nur, wie ich nicht sein will...bewundere die Menschen, die einfach locker und lustig sein können, empfinde mich als zwanghaft und verbohrt, zu nachdenklich, zu unsicher...schrecklich. Ich muss doch was haben, was gut ist? Aber das sehe ich kaum...ich laufe dem aber hinterher...das macht mich auch müde.
Ich konnte lange Zeit nie gut allein sein, bin immer in Partnerschaften aufgegangen. Erst in den letzten Jahren habe ich mir Freiheiten genommen. Und merke heute, dass es gut ist, nicht alles auf anderen Menschen, besonders dem Partner, aufzubauen. Vielleicht verteidige ich das deshalb so sehr...und bin dann enttäuscht und entmutigt, wenn ich einfach allein nicht glücklich und erfüllt sein kann. Weil ich doch WEIß, dass ich das können MUSS. Da hab ich schwer zu knabbern dran. Aber vielleicht kann es gar nicht gehen, wenn man so zwanghaft nach etwas sucht...
Meint du mit deiner These: Wenn man durch diese bewegten Zeiten so sehr dran gewöhnt ist, dass alles so voll ist..von Problmen z.B....denkt man, wenn denn "nichts ist", dass sich das zu "leer" anfühlt? Obwohl das eigentlich der Normalzustand ist? Oder, dass unterschwellig doch etwas im Argen ist/sein wird? Vielleicht sucht man (ich) sich auch die Probleme, um irgendwas zu haben?
Ich möchte einfach nur...mein Leben haben und genießen können...irgendwie klappt das nicht....
Liebe Grüße!


...vielleicht könnt ihr mit mir ergründen, was eigentlich im Argen liegt...
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