Antworten
Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 11 bis 19 von 19
  1. Inaktiver User

    AW: Sich wirklich ändern - geht das?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Wenn du findest, daß du zu angepaßt bist, mach das an konkreten Situation fest. Wobei stört es dich? Woran hindert es dich? Womit kannst du aufhören, was kanst du anders machen? Wovor hast du Angst, und kannst du die Angst abwerfen oder herausfordern? Wenn du das nicht konkret benennen kannst, kannst du es nicht angehen, denn das Leben findet im Konkreten statt.
    Meine größte Angst ist, dass ich meine sozialen Kontakte verliere, und es nicht schaffe, neue aufzubauen. Eigentlich ein bißchen widersinnig, da ich viele der Kontakte, die ich bisher hatte, auch nicht mehr haben möchte. Und tendenziell auch ganz gerne alleine bin.

    Im letzten Jahr habe ich den Kontakt zu einigen Leuten abgebrochen, bei denen ich eigentlich nur Theater spielen mußte. Also immerhin schon mal ein konkreter Schritt.

    Dein Vorgehen hört sich sehr pragmatisch an, das finde ich gut. Darf ich fragen, wie dein Umfeld während deiner Veränderung reagiert hat?

  2. User Info Menu

    AW: Sich wirklich ändern - geht das?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Im letzten Jahr habe ich den Kontakt zu einigen Leuten abgebrochen, bei denen ich eigentlich nur Theater spielen mußte.
    Hi emdi!

    Was ging denn diesem Kontaktabbruch voraus? Hast Du den Kontakt/Konflikt gesucht oder die Entscheidung für Dich getroffen?

    Hintergrund für meine Frage: Meiner Erfahrung nach findet Veränderung in ganz konkreten, größeren und kleineren Schritten statt. Wenn Du Konflikte vermeidest aus der Erfahrung heraus, dass Du nur dann geliebt wirst, wenn Du Dich anpasst, dann könnte hier ein Anfang für Veränderungen liegen.

    Einen schönen Abend noch!

    Massashi

  3. Inaktiver User

    AW: Sich wirklich ändern - geht das?

    Ja, man kann sich ändern.

    Ich habe mich mit Hilfe eines Therapeuten weitgehend umgekrempelt - einige Sachen sind geblieben, je nach Problem ist das einfach so, aber man kann lernen, damit zu leben.

    Für mich persönlich gibt es für solch einen Änderungsprozess im Erwachsenenalter folgende Eckdaten:
    - Man muss wissen, wo man hinwill, wer bzw. wie man sein möchte.
    - Ohne professionelle Hilfe geht es nicht.
    - Der Therapeut muss zu einem passen - und das bedeutet einen Suchprozess, Abtasten über Probesitzungen. Das fällt leichter, wenn man so genau wie möglich weiß, was man ändern möchte und was man ggf. in Ruhe lassen will.
    - Man braucht jede Menge Geduld mit sich selber, und man sollte sich auch so einiges verzeihen können.

  4. Moderation

    User Info Menu

    AW: Sich wirklich ändern - geht das?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meine größte Angst ist, dass ich meine sozialen Kontakte verliere, und es nicht schaffe, neue aufzubauen. Eigentlich ein bißchen widersinnig, da ich viele der Kontakte, die ich bisher hatte, auch nicht mehr haben möchte. Und tendenziell auch ganz gerne alleine bin.
    Etwas gehen zu lassen erfordert immer Mut. Genau, wie etwas Neues anzufangen. Und Mut ist keine unendlich zur Verfügung stehende Resource. Und die Angst, allein zu sein, sitzt ganz tief drin -- wir sind nun mal soziale Wesen.

    Wenn du versuchst, die Leute gehen zu lassen, die dich Energie kosten, und entspannt Kontakt zu denen hältst, die dir Energie bringen? Wenn sie deine Freunde sind und du sie schon eine Weile lang hast, haben sie dich wahrscheinlich schon an ganz schlechten Tagen gesehen und mögen dich trotzdem. Solange sie fühlen, daß du Wert auf sie legst, sollten sie dich nicht fallenlassen wie eine heiße Kartoffel. (Wenn doch, waren sie vielleicht in dem Moment nicht die richtigen Freunde.)

    Es hilft auch, wenn du es schaffst, offen zu bleiben und dich auf Leute einzulassen, die du magst. Gerade wenn man introvertiert ist und gut allein sein kann, ist es oft der einfachere Weg, Leuten aus dem Weg zu gehen. Man fühlt sich damit in jedem einzelnen Moment besser als wenn man es nicht tut. Aber in Summe und auf Dauer fühlt man sich vielleicht nicht besser.

    Was mir noch einfällt: Ist deine Depression jemals behandelt worden? Mit Gesprächstherapie? Oder auch anders?

    [/QUOTE]Dein Vorgehen hört sich sehr pragmatisch an, das finde ich gut. Darf ich fragen, wie dein Umfeld während deiner Veränderung reagiert hat?[/QUOTE]

    X und sein Umfeld haben ein bißchen gejammert was denn los wäre und erklärt, das sei doch alles nicht so gemeint gewesen, und ich müßte doch nur. Ich habe an meine guten Vorsätze gedacht und habe gesagt, "jaja" und bin gegangen.

    Mit der Theatergruppe ist das sehr gut gelaufen. Ich habe zwar keine neuen engen Freunde gefunden, aber viel Spaß mit netten Leuten gehabt, und gelernt, daß ich kein besonderes Talent zum Schauspiel habe, daß das aber nichts macht.

    Die Freunde, die nicht mit X zu tun hatten, fanden es gut, daß ich mit den Spinnern endlich Schluß gemacht hatte. Allerdings hatte ich zwar mehr Zeit für sie, aber sie nicht mehr Zeit für mich, so daß ich viel Zeit alleine verbracht habe. Das hat mir aber auch gefallen.

    Die Idee, wegen der ich mit X zusammengewesen war, habe ich noch zwanzig Jahre lang betrauert. Tue es heute noch manchmal. Aber was nütze eine Idee, wenn sie nicht umgesetzt wird.

    (Das klingt jetzt vielleicht etwas rätselhaft, ich möchte da nicht so ins Detail gehen, ist auch nicht so wichtig.)

  5. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Sich wirklich ändern - geht das?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Neben regelmäßigen depressiven Episoden mit Suizidgedanken habe ich immer massiver werdende körperliche Beschwerden; ich merke auch, dass meine Muskeln eigentlich immer unter Strom stehen.
    Wenn du irgendwie Zugang zu guter Körperarbeit finden kannst - zB Massagen - nutze das. Besonders für kopfige Menschen, die alles gern analyiseren, kann das ein guter Weg sein, Veränderung quasi über die Hintertür in sich hinen zu lassen. Womit allerdings gerechnet werden muss, sind emotionale Ausbrüche, Tränen, Wut... aber das ist OK, gehört dazu und ist ein gutes Zeichen.






    Im Umgang mit anderen Menschen bin ich eigentlich immer damit beschäftigt, meine Fassade aufrecht zu erhalten und alles „richtig“ zu machen.
    Kannst du die Fassade testweise - bei Personen, die dir nicht wirklich wichtig sind, zB Verkäuferinnen im Laden, oder andere Begegnungen von geringer Verbindlichkeit - üben, die Fassade wegzulassen?

    Ich hab irgendwann in den früher Zwanzigern beschlossen, dass es eh nicht schlimmer kommen kann, als es schon ist, und die Fassade je länger je mehr weggelassen. Nach einer Phase mit Ärger und empörten Leuten hat es sich eingependelt und heute ist das Leben mit wenig Fassade sehr entspannt. Die Leute, die mir nahe sind, kennen mich gut und sie schätzen mich so wie ich bin. Und jene, die mich nicht schätzen, verabschieden sich von selbst aus meinem Leben, einfach wegen Inkompatibilität. und das ist gut so. Qualität vor Quantität.


    Wenn mir jemand zu nahe kommt weiche ich instinktiv zurück.
    Kannst du dir vorstellen, diese Nähe trotz gegenteiliger Instinkte zuzulassen? In welchen Situationen? mit welchen Menschen? (manchmal kann es einfacher sein, mit eher fremden Menschen, mit denen man noch keine grosse Geschichte hat)

    Generell ist eine Ausrichtung an der Frage möglich: Was will ich jetzt? - und konsequent danach zu handeln.

    grüsse, barbara

  6. User Info Menu

    AW: Sich wirklich ändern - geht das?

    aber man kann lernen, damit zu leben.
    Hallo Emdi, ich verstehe was du dich fragst und deine Schwierigkeiten. Ja,Gilian hat Recht, man kann lernen damit zu leben und man lernt auch damit nicht schlecht zu leben. Und das solltest du dir immer vor Augen halten.. du gehst den Weg kleiner Schritte und du solltest lernen ueber den Satz schmunzeln zu koennen: "Lieber Gott gib mir Geduld und verdammt nochmal beeil dich."
    Das gesagt fand ich Syrianas Beitrag sehr interessant auch wenn er dir sehr unermutigend vorkommt. Ich habe dies naemlich so erlebt. Von dem muehsamen Weg der Schildkroete die klar kommen wollte von heute auf morgen..alles anders. Ein totaler Zusammenbruch meiner gesamten Welt. Alles weg. Partner, Familie, Beruf, Geld, einige Freunde, Werte, Gesundheit. Ne kleine Lawine wurde zu einer grossen Lawine und es musste notgedrungenermassen eine Art Reset stattfinden. Nicht dass dies so geplant war aber auf einmal war nur noch nacktes Ueberleben angesagt. Als wenn die Puzzleteile meines Charakters durcheinandergemischt wurden. Und da sass ich nun nachdem ich schwimmen gelernt habe wieder auf dem Haufen und dachte: Den sollte ich mal sortieren. Die guten ins Toepfchen, die schlechten ins Kroepfchen. Der Witz ist nur..es sind noch immer meine Puzzleteilchen nur kann ich sie jetzt anders werten, ihnen eine andere Bedeutung geben.
    Noch immer frag ich mich ob Leute es wert sind dass ich sie anrufe. Aber ich entscheide viel schneller dass sie es nicht wert sind weil es einseitig ist. Noch immer nicke ich zu Schmeichlern, aber ich wische sie ungeduliger beiseite weil ich schneller merke sie reden mit falschen Zungen. Wenn mir jemand virtuel ein Bluemchen schenkt mach ich keine grossen Augen mehr ob der Blume sondern schaue was vor der Blume steht. Ist es passend, freu ich mich wie Bolle und denke.. die sind ehrlich. Passt es nicht..weg mit Schaden aber nicht meiner. Nicht ehrlich, was will ich mit solchen.
    Klar passt es vielen nicht, auch Bekannten. Da gelte ich als hart und ueberhaupt nicht mehr so wie sie mich kannten.
    Aber es gibt auch Andere. Die mich erstaunt und erfreut anschauen und sagen..du bist authentischer, ehrlicher. Wenn du jetzt spontan grosszuegig bist..bist du es wirklich. Von innen heraus. Wenn du jetzt Nachts um 3 los faehrst weil es jemandem dreckig geht weiss man dass du dies tust weil du ein grosses Herz hast und nicht weil du denkst..das muss so sein.
    Ich habe Freunde verloren und auch Neue gefunden.
    In gewisser Weise hat Gott ( oder an was du auch immer glaubst oder nicht glaubst) auf meine Aufforderung verschreckt reagiert und sich mit nem Fusstritt beeilt.Aber er konnte keine anderen Puzzleteile hinzufuegen.
    Wenn du diese Ad hoc Methode nicht fuer wuenschenswert haelst...und ich rate sie dir nicht... geh den Weg der Schildkroete. Und schieb deine Puzzleteile gemaechlich und auch aengstlich mal vor dich her. Und vertrau darauf dass du es bist der entscheidet wo du sie haben willst. Du hast alle Zeit der Welt.

  7. Inaktiver User

    AW: Sich wirklich ändern - geht das?

    Liebe Emdi,

    ich kann nachvollziehen, wie es Dir geht, Deine Themen sind den meinen sehr ähnlich. "Leider" (? immerhin!) bin ich auch noch auf dem Weg und kann Dir keinerlei Patentrezepte anbieten. Aber vielleicht ein paar Impulse.

    Ich glaube, bevor Du Dich den schwierigeren Themen widmest wie Konflikte durchstehen, solltest Du Dich stärken. Du bist in einer Partnerschaft und hast ein paar gute Freundinnen. Das ist eine sehr gute Basis. Ich habe mein engstes soziales Umfeld vor einiger Zeit informiert, habe beispielsweise Bescheid gesagt, dass ich wohl für eine gewisse Zeit immer mal wieder Rückzug brauche und die Kontakte dann nicht so intensiv wie sonst pflege. Ich bin auf viel Verständnis gestossen. Den Kontakt zu Menschen, die eher "Energiezieher" sind, habe ich weitestgehend eingeschränkt.

    Früher habe ich in großem Maßstab Aktionismus betrieben, sogar der Urlaub strotzte vor Terminen und Unternehmungen. Ich bin mir sicher, dass das auch zum Teil ein Vor-mir-selbst-fliehen war, auch wenn es einen Teil in mir gibt, der gerne aktiv ist und sich mit Neuem beschäftigt, das nutze ich auch als Kraftquelle. Aber ich lasse es jetzt auch mal zu, ruhige Zeiten zu haben. Da kommen manchmal die seltsamsten Gedanken und Gefühle hoch, es ist nicht immer einfach und gut auszuhalten, und schnell will ich mich wieder mit anderen Dingen beschäftigen. Aber es lehrt mich, ALLE Gefühle (nicht nur die gewünschten/erwarteten) anzusehen, wahrzunehmen. Der nächste Schritt ist, das, was mir gut tut, mehr in mein Leben zu integrieren.

    Und auch, wenn es mir schwer gefallen ist, habe ich mich auch an der ein oder anderen Stelle Konflikten gestellt. Das erfordert erst mal Mut und Kraft. Aber es hat eine ganz wunderbare Wirkung: Es zeigt auf, dass Du nicht hilflos der Umwelt ausgeliefert bist, sondern dass Du mitgestalten kannst. Ein wesentliches "Gegenmittel" gegen Depressionen.

    Was Bae angesprochen hat, finde ich sehr wichtig: Eine Therapieform wählen, die weniger herumhirnt als mehr mit Emotionen, Assoziationen und Körperarbeit arbeitet (Psychoanalyse ist dabei durchaus "drin", denn es geht dabei neben der Reflexion auch ums freie Assoziieren). Meine Therapeutin macht das mit mir, ich habe beispielsweise einen guten Zugang dazu, mit Bildern zu arbeiten. Durchdacht hast Du wahrscheinlich schon alles, Du kennst die Ursachen in Deiner Kindheit, Deine Trigger etc., wichtig ist, die Gefühle mitzunehmen. Ich bin da mittendrin, auf unbekanntem Terrain. Interessanterweise habe ich ganz aus mir heraus vor einigen Wochen mit dem Reiten angefangen, einem Sport, bei dem man seinen Körper sehr gut kennen und einsetzen muss. Es fällt mir manchmal echt schwer, eben weil ich das "Lauschen auf dem Körper" regelrecht verlernt habe. Aber da es andererseits viel Spaß macht, ist es eine wunderbare, völlig zweckfreie Ergänzung.

    Und was Farinelli geschrieben hat, kann ich nur unterschreiben.

    Hab Geduld mit Dir. Es dauert seine Zeit, bis jahrzehntealte Muster "umgeschrieben" sind. Ich habe vor kurzem mich selbst ertappt, als ich gemerkt habe, dass ich den Leistungsgedanken auch in die Therapie getragen habe, frei nach dem Motto "Jetzt repariere ich mal schnell, damit ich wieder funktioniere." Ne, ist nicht, dauert seine Zeit, es gibt Rückschläge. Lass Dich nicht entmutigen, es ist es wert, am Ball zu bleiben.

  8. Inaktiver User

    AW: Sich wirklich ändern - geht das?

    Zitat Zitat von Massashi Beitrag anzeigen
    Hi emdi!
    Was ging denn diesem Kontaktabbruch voraus? Hast Du den Kontakt/Konflikt gesucht oder die Entscheidung für Dich getroffen?
    Nein, den Konflikt habe ich nicht gesucht. Allerdings waren das auch Kontakte, bei denen es eigentlich kein Konfliktpotential gab. Es passte einfach nicht.
    Aber dass es gut ist, sich Konflikten zu stellen, merke ich gerade in meiner Beziehung. Es ist aber schwierig, nicht gleich wieder zurückzurudern, wenn Gegenwind kommt.

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Was mir noch einfällt: Ist deine Depression jemals behandelt worden? Mit Gesprächstherapie? Oder auch anders?
    Die Gesprächstherapien habe ich u.a. wegen der Depressionen gemacht. Wie gesagt, langfristig war das nicht erfolgreich. Ich denke darüber nach, Anti-Depressiva zu nehmen, bin aber gerade nicht sicher, ob ich das wirklich will.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Kannst du die Fassade testweise - bei Personen, die dir nicht wirklich wichtig sind, zB Verkäuferinnen im Laden, oder andere Begegnungen von geringer Verbindlichkeit - üben, die Fassade wegzulassen?
    Kannst du dir vorstellen, diese Nähe trotz gegenteiliger Instinkte zuzulassen? In welchen Situationen? mit welchen Menschen? (manchmal kann es einfacher sein, mit eher fremden Menschen, mit denen man noch keine grosse Geschichte hat)
    Tatsächlich fällt es mir bei "Fremden" deutlich leichter, ich selbst zu sein und mich zu öffnen. Das ist aber schnell wieder vorbei, wenn mir jemand zu Nahe kommt. Dann grenze ich mich ganz schnell massiv ab.

    Zitat Zitat von Farinelli Beitrag anzeigen
    Das gesagt fand ich Syrianas Beitrag sehr interessant auch wenn er dir sehr unermutigend vorkommt. Ich habe dies naemlich so erlebt. Von dem muehsamen Weg der Schildkroete die klar kommen wollte von heute auf morgen..alles anders. Ein totaler Zusammenbruch meiner gesamten Welt. Alles weg. Partner, Familie, Beruf, Geld, einige Freunde, Werte, Gesundheit. Ne kleine Lawine wurde zu einer grossen Lawine und es musste notgedrungenermassen eine Art Reset stattfinden.
    Bitte nicht falsch verstehen, das klingt jetzt vielleicht etwas ignorant, aber: so einen Zusammenbruch habe ich mir immer wieder gewünscht. Einfach weil es dann auch nach außen hin eine Art Zäsur gegeben hätte. Natürlich ist das naiv, und man das ja (zum Glück) nicht willentlich herbeiführen. Aber im Moment fühle ich auf meinem Schildkröten-Weg etwas gefangen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was Bae angesprochen hat, finde ich sehr wichtig: Eine Therapieform wählen, die weniger herumhirnt als mehr mit Emotionen, Assoziationen und Körperarbeit arbeitet (Psychoanalyse ist dabei durchaus "drin", denn es geht dabei neben der Reflexion auch ums freie Assoziieren). Meine Therapeutin macht das mit mir, ich habe beispielsweise einen guten Zugang dazu, mit Bildern zu arbeiten. Durchdacht hast Du wahrscheinlich schon alles, Du kennst die Ursachen in Deiner Kindheit, Deine Trigger etc., wichtig ist, die Gefühle mitzunehmen.
    Heute war ich bei einer Therapeutin, die Körpertherapie anbietet. Ich galube, zumindest zur aktuen Stabilisierung ist das das Richtige für mich. Und die Therapeutin war mir sehr sympathisch und ich hatte das Gefühl, dass sie mich mit meinen Problemen ernst nimmt. Ich werde mal die ersten Termine abwarten, wie sich das entwickelt.

  9. User Info Menu

    AW: Sich wirklich ändern - geht das?

    Bitte nicht falsch verstehen, das klingt jetzt vielleicht etwas ignorant, aber: so einen Zusammenbruch habe ich mir immer wieder gewünscht. Einfach weil es dann auch nach außen hin eine Art Zäsur gegeben hätte. Natürlich ist das naiv, und man das ja (zum Glück) nicht willentlich herbeiführen. Aber im Moment fühle ich auf meinem Schildkröten-Weg etwas gefangen.
    Wuensch es dir nicht. Du gewinnst zwar das was du dir vielleicht erhoffst aber der Preis ist zu hoch. Ich hab einiges schneller gewonnen was ich mir erwuenscht habe, aber auch mehr verloren. Du zahlst immer einen Preis. Was nuetzt es mir nun durch aussen schneller bedingt schneller klar werden muss ob ich mich aufrege oder es sein lasse wenn es mein Herz ( nicht metaphysisch sonder bioligisch) diktiert das, stark angeschlagen, nun darueber entscheidet ob es in eine Tachykardie gehen will oder nicht.
    Es gibt in dem Bereich keine kurzen Wege oder du bist dann von aussen wieder anders abhaengig. Aber der Sinn und Zweck des Schildkroeten Weges ist doch nicht mehr abhaengig zu werden. Gib den Mut nicht auf.

Antworten
Seite 2 von 2 ErsteErste 12

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •