Hallo,
Auch diese Traumtypen (etwas nicht schaffen), nicht alle Dinge packen zu können, wenn es auf die Reise geht, sind Träume, bei denen es nicht darum geht, dass man irgendetwas nicht kann, sondern, dass was passieren könnte, weil - in der Regel - im Wachleben alles klappt. Da sich dabei viel in der Phantasie abspielt, macht es Sinn, diese Traumbilder in der Phantasie weiterzuspinnen, wie löse ich die Situation im Traum, was hilft mir, mit den Schwierigkeit umzugehen. Diese "Bewältigungsstrategien" beruhigen die Ängste.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Schredl
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23.10.2011, 09:44
AW: Experten-Beratung: Was unsere Träume uns sagen können
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23.10.2011, 09:56
AW: Experten-Beratung: Was unsere Träume uns sagen können
Hallo,
Zunächst zu den Wahrträumen, also Träume, die etwas in der Zukunft liegendes vorhersagen. Je nach Studie geben mindestens 50% der Personen an, dass sie mindestens einmal einen solchen Wahrtraum erlebt haben. Von der wissenschaftlichen Seite ist man sehr streng mit den berichteten Beispielen, so muss der Traum vorher aufgeschrieben oder erzählt sein, die Übereinstimmung hoch und das Ereignis kaum vorhersagbar gewesen sein. Trotz aller Kriterien gibt es Träume, die sich nicht einfach als Zufall wegerklären lassen. Selbt im Schlaflabor (eine amerikanische Arbeitgruppe um Stanley Krippner) wurden Vorhersageträume untersucht, mit positiven Resultaten. Die Frage, wie solche Träume zu erklären sind, ist eine Seite (keine sehr einfache Geschichte). Der zweite Aspekt wird häufig übersehen, dass eine Funktion dieser Träume sein kann, sich besser auf mögliche kommende Dinge vorzubereiten, z. B. dass der Ex-Freund eine neue Frau hat. Hier können diese Träume helfen, sich mit den Reaktionen auf das Ereignis zu beschäftigen und anregen, es zu bearbeiten und zu verarbeiten.
Der Schwangerschaftstraum ist ebenfalls sehr spannend. Auch hier ist das Grundmuster des Traumes sehr offensichtlich. Die Schwangerschaft und die Geburt bewirken, dass neue Dinge in Ihr Leben treten, das können Aufgaben, Eigenschaften, Hobbys usw. sein. Gibt es bei Ihnen etwas, dass sie im Zusammenhang mit Ihrem Ex-Freund neu begonnen haben. Es könnte etwas mit Verantwortung übernehmen zu tun haben.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Schredl
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23.10.2011, 10:03
AW: Experten-Beratung: Was unsere Träume uns sagen können
Hallo,
Dieser Typ von Träumen wird auch als typisch bezeichnet, weil er bei vielen Leuten vorkommen kann. Interessanterweise sind es eher Personen, die überpunktlich sind, eine Reise lange vorplanen usw. Also wieder ein Hinweis darauf, dass es nicht um das Verhalten selbst geht, sondern um die Gedanken, die daran hängen. Die Empfehlung ist nicht, das im Wachleben auszuprobieren, tatsächlich einen Flieger zu verpassen (wobei das Darandenken schon deutlich macht, dass die Welt nicht untergeht), sondern diese Situationen in der Vorstellung durchzuspielen. Was mache ich, wenn ich zu spät komme, nicht alles gepackt habe, wie gehe ich damit um. Interessanterweise führen diese Gedanken dazu, dass solche Situationen lockerer angepackt werden können. Der Opa im Traum steht für das Lockere, ein tiefes Gespräch kann möglicherweise wichtiger sein, als zum nächsten Termin zu hetzen. Letztlich geht es darum, sich der eigenen Entscheidungsfreiheit bewusst zu werden bzw. sie bewusst zu machen.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Schredl
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23.10.2011, 10:10
AW: Experten-Beratung: Was unsere Träume uns sagen können
Hallo,
Aus Traumsicht ist es natürlich so, dass Ihnen diese Wiederholungen etwas sagen wollen. Das Thema ist Suchen, und - wie schon in einem vorherigen Beitrag - das Thema "zu spät kommen". Beim Thema Suchen ist es klar, dass es nicht darum geht, dass Sie in Ihrem Wachleben immer herumlaufen und etwas Suchen. Solche Träume beziehen sich überwiegend auf die innere Suche. Wenn z. B. das Suchen in der alten Schule passiert, könnte es sein, dass Sie Dinge suchen, z. B. Freundschaften, Gefühl der Klassengemeinschaft, unbeschwerte Zeit des Lernens, die sie momentan in ihrem Leben vermissen. D.h., diese Träume regen an, sich etwas Zeit zu nehmen und den Bedürfnissen, die in Ihnen schlummern, nachzuspüren.
Der zweite Ansatz - wie bei den Träumen mit dem Zuspätkommen - ist, den Traum tatsächlich bis zum Ende durchzuspielen, was gibt es in der Schule zu finden, was passiert, wenn Sie am Bahnsteig stehen und der Zug fährt gerade ohne Sie los. Diese Beschäftigung führt zu dem, was für Sie wichtig ist.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Schredl
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23.10.2011, 10:18
AW: Experten-Beratung: Was unsere Träume uns sagen können
Hallo,
Bei Ihrem Angsttraum ist das Grundmuster - aus meiner Sicht - das Folgende. Sie werden von aggressiven Wesen angegriffen, der Schutz (Brille) hilft nicht wirklich, es kommt zur Verletzung. Es gibt zwei Sichtweise auf den Traum. Erstens, in Ihrer Umwelt gibt es oder gab es eine solche Situation, in der Sie aggressiv angegangen wurden und sich verletzt gefühlt haben (hier ist wichtig zu beachten, dass die Gefühle im Traum eine Intensivierung von dem darstellen, was im Wachleben abgelaufen ist. Um es Ihnen deutlich vor Augen zu führen). Die Idee ist dann, sich diese Verletzung genauer anzuschauen, auch wenn sie im Wachleben klein gewesen ist, möglicherweise weist die aktuelle Verletzung auf eine ältere Geschichte in der eigenen Vergangenheit hin. Die zweite Sichtweise würde dann zutrefffen, wenn es in Ihrem Leben aktuell Situationen gegeben hat, in denen Sie selbst aggressiv geworden sind. D.h., hier würde der Traum die Angst vor der eigenen Aggressivität ausdrücken und auch hier ist der Denkanstoß klar, wie kann ich mit Wutgefühlen umgehen, so dass es mir selbst damit gut geht.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Schredl
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23.10.2011, 10:28
AW: Experten-Beratung: Was unsere Träume uns sagen können
Hallo,
Danke für die Schilderung des spannenden Traumes. Von dem Inhalt her gesehen, glaube ich, dass der Traum eher ein inneres "Drama" darstellt, als eine Situation im Außen. Dabei werden die Personen ausgewählt, um bestimmte Gefühle zu erzeugen. Das Grundthema ist Beziehung mit allen Schattierungen, Trennung (Ex), Beginn einer neuen Beziehung, Angst, was in einer Beziehung alles an Verletzungen passieren kann, die Hilflosigkeit, der anderen Person zu helfen, wenn sie in Not ist, innnere Authoritäten, die verhindern, dass Mitgefühl und Helfen auftritt. Wenn Sie den Traum von den Figuren loslösen, wird klar, dass der Traum anregt, Ihre eigenen inneren Bilder (in diesem Fall Ängste), die mit Beziehung in Verbindung stehen, anzuschauen. Wie bei den anderen Träumen kann es sehr bereichernd sein, sich vorzustellen, wie der Traum weitergehen könnte, wie Sie eine solche Situation meistern können.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Schredl
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23.10.2011, 11:01Inaktiver User
AW: Experten-Beratung: Was unsere Träume uns sagen können
Guten Morgen Herr Schredl,
das ist wirklich spannend!!! Ganz vielen herzlichen Dank, erstmal
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23.10.2011, 12:32Inaktiver User
AW: Experten-Beratung: Was unsere Träume uns sagen können
Das scheint zu stimmen. In einem Traum kam ein Stück Fleisch vor, das ich vor jemandem verstecken wollte, aber es schlang sich förmlich immer wieder um meine Hand - ich bekam es einfach nicht fort und wurde ganz panisch.
Ich erinnere mich deutlich, dass dieses Stück Fleisch rosa gewesen ist... Ansonsten jedoch war definitiv alles Grau in Grau - wie immer.
Vielen Dank für Ihre Hinweise auch in Bezug auf die Orte der Kindheit.
Schlaflos
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23.10.2011, 14:19Inaktiver User
AW: Experten-Beratung: Was unsere Träume uns sagen können
Wie spannend! Und Ihre Antworten, Herr Schredl, sind sehr anregend.
Ich habe zwei, drei Themen, die ich immer wieder träume. Sie sind mir größtenteils, auch anhand Ihrer Erläuterungen, von ihrer Botschaft her verständlich. Bei einem komme ich aber trotz Ihrer Erläuterungen nicht ganz weiter.
Hintergrund: Ich war vor einigen Jahren in New York und habe mir vorgenommen, irgendwann noch einmal hinzureisen. Wir waren damals nur drei Tage in der Stadt, es war der Auftakt einer Rundreise, und ich möchte mir New York gerne noch mal genauer anschauen.
Seitdem träume ich alle paar Monate, dass ich nach New York reisen möchte, um mir das anzuschauen, was ich noch nicht gesehen habe. Irgendetwas hindert mich aber daran. Ich laufe durch die Stadt und stelle auf einmal fest, dass ich in Amsterdam bin. Oder ich bin zwar in New York, muss aber beispielsweise im Hotel so viel regeln, dass meine Reisezeit um ist und ich nichts sehen konnte. Oder ich verlaufe mich. Nie ist es so, dass ich anschauen kann, was ich gerne sehen möchte.
Worauf kann mich das hinweisen?
Vielen Dank!
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23.10.2011, 14:24
AW: Experten-Beratung: Was unsere Träume uns sagen können
oh, der ursprüngliche name von new york war new amsterdam, catamara!



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