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    AW: Experten-Beratung: Was unsere Träume uns sagen können

    Hallo,
    Danke für die Schilderung des interessanten Wiederholungstraums. Lassen Sie mich einige Worte zum Thema Wiederholungstraum sagen, bevor ich auf den speziellen Traum eingehe. Am einfachsten ist der Vergleich zum einer Person die Prüfungsangst hat. Diese Person erlebt immer wiederkehrend vor einer Prüfung schlechten Schlaf, Unruhe usw.; es wiederholt sich. Die Wiederholung wird nur dann gestoppt, wenn die Person eine neue Fähigkeit erlernt, Entspannungstechnik etc. So deuten auch Wiederholungsträume auf das Lernen einer neuen Fähigkeit hin. Bei ihrem Traum wundere ich mich, dass Sie schreiben, dass Sie sich keinen Reim darauf machen können, weil ihre eigene Analyse sehr treffend ist. Das Thema der Träume ist Auseinandersetzung, spezifischer das Ausdrücken eigener Wünsche und Bedürfnisse in einer Beziehung, die auch konfliktbeladen ist. Klar, der Traum übertreibt und stellt es dramatischer dar, als es im Wachleben ist. Dennoch scheint es mir sinnvoll, diesem Aspekt im Wachleben mehr Raum zu geben, Ausdrücken eigener Wünsche und Bedürfnisse, auch wenn dabei die Gefahr bestehen könnte (meist nur in der eigenen Vorstellung), dass die Beziehung dadurch gefährdet wird.
    Mit freundlichen Grüßen

    Michael Schredl

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    AW: Experten-Beratung: Was unsere Träume uns sagen können

    Hallo Herr Schredl,

    als Vielträumerin - oder vielleicht auch nur als jemand, der sich an viele Träume erinnert, freue ich mich, mal von einem Profi einen wiederkehrenden Traum erklären zu lassen.

    Es handelt sich um einen Traum, der in unregelmäßigen Abständen von mehreren Wochen oder Monaten immer mal wieder vorkommt:

    Es geht immer um ein Haus (manchmal auch mein - verfremdetes - Elternhaus) in dem ich mich aufhalte. Meist gehe ich durch die Räume und suche ein spezielles Zimmer. Eins, das keiner von den anderen je entdeckt hat und von dem ich im Traum immer denke "Ach ja , stimmt ja, da gibt es noch dieses eine tolle Zimmer, das ich früher als Kind immer aufgesucht habe und das ich total vergessen hatte". Wenn ich es gefunden habe, dann ist das ein Gefühl wie "heimkommen" oder "ankommen".

    Manchmal ist es aber auch nur ein Haus, das alles andere als schön oder intakt ist. Und ich gehe die Wege und Räume entlang und suche und suche und suche. Aber was ich suche, das weiß ich nicht. Vermutlich den Ausgang.

    So und jetzt bin ich tierisch gespannt, wie Sie mir den Traum erklären und sage an dieser Stelle schon mal meinen herzlichen Dank.
    Man wandelt nur das, was man annimmt.

    C.G. Jung


    Nein ist ein ganzer Satz.


    Keine Ahnung von wem

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    AW: Experten-Beratung: Was unsere Träume uns sagen können

    Hallo,
    Die Wiederholungsträume zum Thema Haus sind sehr aufschlussreich. Tatsächlich wird das Haus von der Jungschen Traumschule oft als Persönlichkeit interpretiert. Wenn man das Grundmuster des Traumes anschaut, Haus undicht, was zu Problemen führt, entdecken von neuen Räumen nach einer schweren Trennung, ist die Parallele zum Wachleben unverkennbar.
    Träume spiegeln das wider, was Sie beschäftigt, so kommt sicher auch das Thema Beruf vor, mit allen Ängsten, Wünschen, Stärken und Schwächen. Deshalb ist es nicht empfehlenswert, Träume direkt als Entscheidungshilfe zu nutzen, sondern mit den Traumerfahrungen zu arbeiten. Was hat sich im Traum gut angefühlt, wo sind Befürchtungen. Mit dieser Herangehensweise können Träume sehr hilfreich sein, neue Wege zu beleuchten und zu beschreiten.
    Wenn Sie Ihre Traumerinnerung steigern möchten, legen Sie sich abends etwas zu schreiben bereit, nehmen Sie sich beim Einschlafen vor, etwas zu erinnern und lassen Sie sich nach dem Aufwachen einige Momente Zeit, sich zurückzuerinnern. Wenn etwas erinnert wird, möglichst gleich aufschreiben oder im Gedächtnis wiederholen, so dass es nicht verloren geht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Michael Schredl

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    AW: Experten-Beratung: Was unsere Träume uns sagen können

    Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!

    Das bedeutet also, dass ich neue Anteile meiner Persönlichkeit entdecke? Welche, die nur ich erkenne und die anderen noch nicht in mir sehen oder die ich andere nicht sehen lassen möchte?
    Man wandelt nur das, was man annimmt.

    C.G. Jung


    Nein ist ein ganzer Satz.


    Keine Ahnung von wem

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    AW: Experten-Beratung: Was unsere Träume uns sagen können

    Hallo,
    Zu dem Thema Wiederholungstraum finden Sie weiter oben etwas. Wenn man einen Traum oder Thema eines Wiederholungsstraumes angehen möchte, ist es wichtig das Grundmuster des Traumes zu betrachten.
    Fangen wir mit dem Traum an, in dem Sie die Augen nicht aufmachen können. Klarerweise ist das kein direktes Widerspiegeln des Wachlebens, das Muster wäre, dass Sie etwas (überhautp etwas) sehen wollen, was aber nicht klappt. Das heißt, der Traum kann auf eine Angst hindeuten, die vorliegt, wenn Sie die Situation nicht überschauen, nicht einschätzen können. Von diesem allgemeinen Grundmuster ausgehend, bräuchte ich allerdings noch mehr Information, um einzuschätzen, welche Wachfähigkeit ausgebaut werden sollte.
    Der Zahnspangentraum ist zunächst ganz schlicht mit der Kindheit/Jugendzeit verbunden, also möglicherweise auch mit Ängsten und Problemen aus dieser Zeit. Im Traum bemühen Sie sich, die Sache in den Griff zu bekommen, doch es klappt nicht. Hier ist wieder ein Beispiel, bei dem Vorsicht bei der Deutung geboten ist, es geht nicht darum, dass Sie etwas tatsächlich nicht können, sondern darum, dass eine Angst da es, nicht in den Griff zu bekommen. Auch zu diesem Traum bräuchte man mehr Information, um zu überprüfen, ob dieses Gefühl im Traum (das wieder übertrieben dargestellt ist), auch im Wachleben eine Rolle spielt.
    Das Zucken und das Treppehinunterfallen. WEnn das Traumbild zu Beginn der Nacht auftritt, handelt es sich meist um Zuckungen, die während des Einschlafens auftreten (dieses hängt mit der starken Entspannung der Körpermuskulatur zusammen, die beim Übergang von Wach zu Schlaf entsteht). Solche starken Körperzuckungen können dann Vorstellungsbilder hervorrufen (Das ist zumindest meine Theorie).
    Das letzte Traumthema hat wieder ein klares Grundmuster, es geht um das Sichkümmern. Dafür sind geliebte Haustiere ein gutes Darstellungsmittel. Wie beim Film wählt der Traum Bilder aus, um die Sache deutlich rüberzubringen. Der Traum verwendet solche Bilder auch, um innere Konflikte darzustellen. In dieser Betrachtungsweise geht es nicht um die Bedürfnisse von anderen Lebewesen (Haustiere), sondern um Ihre eigenen Bedürfnisse. So bietet ein solcher Traum Gelegenheit, inne zu halten und zu schauen, wie die eigene Bedürfnislage momentan ist und sich liebevoll um sich selbst zu kümmern.

    Mit freundlichen Grüßen

    Michael Schredl

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    AW: Experten-Beratung: Was unsere Träume uns sagen können

    Hallo,
    Das Thema Schwarz-Weiß-Träumen ist sehr interessant, auch für die Forschung. Meine Studien haben ergeben, dass es meist ein Erinnerungsphänomen ist, d.h., wenn man gleich nach dem Traum sich auf die Farben konzentriert, dann sind welche vorhanden, auch wenn sie für die Traumhandlung nicht von Bedeutung sind. So sind Gesichter nicht grau, sondern hautfarben, oder Kleidung oder Bananen. Das würde mich persönlich interessieren, ob Sie einen Unterschied feststellen, wenn Sie sich darum bemühen, die Farben direkt nach dem Aufwachen bewusst zu erinnern.
    Das Auftauchen von Wohnungen (auch Schule etc.) aus der Kindheit und/oder Jugendzeit ist nicht untypisch für Träume. Es zeigt, dass die neue Information mit alter Information vermischt wird, gerade was psychische Dinge (Stärken und Schwächen) angeht, wird der Grundstock in der Kindheit gelegt. So weisen solche Träume darauf hin, dass es um Themen geht, deren Wurzel weit zurückreicht. Diese Träume können sehr hilfreich die eigene Entwicklung unterstützen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Michael Schredl

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    AW: Experten-Beratung: Was unsere Träume uns sagen können

    Hallo,
    Es ist erstauchlich, dass sich schon in den ersten Postings Themen wiederholen. Wie erwähnt, sind Wiederholungsträume spannend, weil sie auf grundlegende Themen hinweisen. Die erste Art Ihrer Hausträume ist sehr schön. Sie suchen etwas, das sie als Kind aufgesucht haben und jetzt vergessen haben. Was haben Sie als Kind sehr genossen und haben heute fast keine Gelegenheit mehr dazu, mir fallen so Dinge, wie Kreativität, Spielen, Phantasie usw. ein. Da lohnt es sich, weiter zu schauen und das in Ihrem Wachleben zu intensivieren, der Traum hat hier eine klare Aussage dazu (bei sich "ankommen").
    Der zweite Traumtyp spiegelt wahrscheinlich genau diese Suche nach dem inneren Wesen, nach den Dingen, die Ihnen entsprechen wider.

    Mit freundlichen Grüßen

    Michael Schredl

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    AW: Experten-Beratung: Was unsere Träume uns sagen können

    Hallo Herr Schredl,

    großartig, dass Sie hier schreiben und Fragen beantworten! Ich hab' auch eine:

    Ähnlich wie eine meiner Vorschreiberinnen hatte ich viele Jahre lang - seit meiner Kindheit - "Haus"-Träume. Immer sehr geräumige Häuser mit mehreren Stockwerken, große Räume, riesige Dachböden. Die Dachböden waren immer von einem Angstgefühl begleitet.

    In den selben Träumen lief ich dann anschließend durch Landschaften (Wälder, Wiesen), die mir vertraut waren, in denen aber merkwürdigerweise an Stellen Wege abzweigten, wo in der realen Landschaft keine Wege sind! Als ob sich eine Art weiterer Dimension auftat. Außerdem kam mir die Landschaft manchmal "seitenverkehrt" vor, wie auf einem falschherum betrachteten Dia. Ich bin umerzogene Linkshänderin.

    Fällt Ihnen dazu etwas ein?


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    AW: Experten-Beratung: Was unsere Träume uns sagen können

    Zitat Zitat von beklamo Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!

    Das bedeutet also, dass ich neue Anteile meiner Persönlichkeit entdecke? Welche, die nur ich erkenne und die anderen noch nicht in mir sehen oder die ich andere nicht sehen lassen möchte?
    Ich würde es spezifischer fassen. Es geht um etwas, dass Sie bereits können, als Kind gemacht haben, jetzt mehr in Ihr Leben intergrieren können und natürlich andere Menschen daran teilhaben lassen können.

    Mit freundlichen Grüßen

    Michael Schredl

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    AW: Experten-Beratung: Was unsere Träume uns sagen können

    Zitat Zitat von Lizzie64 Beitrag anzeigen
    Hallo Herr Schredl,

    großartig, dass Sie hier schreiben und Fragen beantworten! Ich hab' auch eine:

    Ähnlich wie eine meiner Vorschreiberinnen hatte ich viele Jahre lang - seit meiner Kindheit - "Haus"-Träume. Immer sehr geräumige Häuser mit mehreren Stockwerken, große Räume, riesige Dachböden. Die Dachböden waren immer von einem Angstgefühl begleitet.

    In den selben Träumen lief ich dann anschließend durch Landschaften (Wälder, Wiesen), die mir vertraut waren, in denen aber merkwürdigerweise an Stellen Wege abzweigten, wo in der realen Landschaft keine Wege sind! Als ob sich eine Art weiterer Dimension auftat. Außerdem kam mir die Landschaft manchmal "seitenverkehrt" vor, wie auf einem falschherum betrachteten Dia. Ich bin umerzogene Linkshänderin.

    Fällt Ihnen dazu etwas ein?
    Hallo,
    Ihre Träume zeigen, dass das Haus nicht das einzige Bild ist, dass den Weg der inneren Entwicklung darstellen kann, das Suchen, das Erforschen aller Räume. Dieses Erforschen kann auch mit Angst besetzt sein. Nach der Jungschen Theorie hat der Speicher (oben) eher etwas mit dem Geistigen/Intellektuellen zu tun, jedoch ist so eine Deutung zu einengend, weil es um viele Eigenschaften gehen könnte, bei denen man Mut braucht, um sie sich anzuschauen. Auch das Bild, dass im Traum Wege gibt, die es im realen Leben nicht gibt, ist sehr anschaulich, für mich ein Hinweis auf die Phantasie, da ist mehr möglich als in Realität. Und die inneren Bilder sind für das psychische Befinden sehr wichtig.
    Diese seitenverkehrten Träume sind selten, möglicherweise deshalb, weil sie etwas mit dem zu tun haben, was Sie selbst vermuten. Um das genauer anzuschauen, bräuchte man noch etwas Information, wie es Ihnen in diesen Landschaften geht. Wenn spezfische Dinge schwierig sind, dann könnte es auf die Linkshändigkeit hindeuten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Michael Schredl

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