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    Veränderungen im Leben

    Ursprünglich wollte ich über Angst vor Veränderungen schreiben, aber - jeder geht ja doch anders damit um.
    Meine Therepautin meinte mal, dass viele Menschen zunehmend Angst oder Sorge vor Veränderungen haben.
    Stimmt, ich auch - und dann falle ich vor lauter Sorge wieder in mein altes Phlegma zurück.

    Mittlerweile versuche ich, daran etwas zu ändern, indem ich ändere. Das kostet Kraft.

    Wie sieht es bei Euch aus?

    Bienie
    Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
    22.06.06 "Bienie" , 04.04.11 "King" , 24.05.17 "Raica" 29.09.21 "Pirry"

  2. Inaktiver User

    AW: Veränderungen im Leben

    Zitat Zitat von bienie Beitrag anzeigen
    Stimmt, ich auch - und dann falle ich vor lauter Sorge wieder in mein altes Phlegma zurück.
    Phlegmatismus unterstellt ja auch immer ein Stück weit Unerschütterlichkeit. Das würde ich jetzt also nicht unbedingt als negative Reaktion bezeichnen. Oder meinst du eher ein Erstarren?


    Ich selbst kann mit Veränderungen übrigens überhaupt nicht gut umgehen...

  3. Inaktiver User

    AW: Veränderungen im Leben

    Kommt es nicht auch immer darauf an, welche Veränderung gemeint ist - es gibt ja Dinge, die würde man gerne verändert sehen z. B. größere Wohnung, neues Einrichtungskonzept, anderes Auto usw.
    Klar sind z. B. neue Wohnung mit Umzug, Planungen, Organisation verbunden - da kann man schon mal den Kopf in den Sand stecken.....

    Ich gehe aber mal davon aus, dass Du Veränderungen in den o. g. Bereichen nicht meinst.

    Sind es eher konkrete anstehende Veränderungen oder eher die Angst davor, dass sich etwas verändern könnte?

    Was genau meinst Du?

    Von mir kann ich sagen, dass ich sehr oft mit geplanten Veränderungen lange "schwanger" gehe - dann wieder abbreche und das jeweilige "Projekt" noch mal nach hinten schiebe und dann - schwups - gibts den einen Moment, in dem ich auf einmal weiß "jetzt packst Du das" und geht wirklich alles wie von selbst - es gibt für alles (bei mir) den richtigen Zeitpunkt. Zwingen nützt nichts - es muss passen.

    Das ist oft erst so, wenn ich die Sache gedanklich wirklich durchgespielt habe - erst dann kann ich die Taten folgen lassen - was auch immer das dann ist.

  4. Inaktiver User

    AW: Veränderungen im Leben

    Schönes Thema

    Ich schreibe mal- ich bin jemand, der eigentlich...Veränderungen grundlegend immer sehr geliebt hat und oft genug danach gradzu gesucht
    Manchmal sogar ein klein wenig ...förmlich süchtig danach....
    Bei mir hat sich das mit so rund Mitte dreissig...also rund die letzten fünf Jahre - total geändert.Was mich- und insofern ein Thema für mich- durchaus belastet.
    Ich fühle mich bei weitem nicht mehr so *frei* und für mich FEHLT so Energie...
    Sprich zuvor- haben mir Veränderungen sicher auch manchmal etwas Angst gemacht...aber sie haben mir Energie gegeben....Freude gemacht.
    jetzt ist da bei mir ....eher eine Ängstlichkeit eingetreten.Daran arbeite ich gerade...das wieder mehr aufzulösen....

    Allerdings glaube ich- es geht schon bei jedem immer sehr individuell darum, WAS für Veränderungen anstehen.Sprich ich glaube, in manchen Bereichen fällt es leichter, in anderen womöglich schwerer.
    Dann inwiefern sie 'selbst erwählt' erscheinen...oder mehr aufgezwungen.

    Und dann sind für unterschiedliche Menschen Veränderungen jeweils etwas ganz anderes.
    Jemand der zb Zeit seines Lebens immer am gleichem Ort lebt, immer den gleichen mehr oder minder Beruf ausübt, immer seinen Kreis an Menschen, Familie, Verwandtschaft,Freunde um sich herum hat....für den mag es eine ganz andere Bedeutung haben, als jemand
    der schon Zeit seines Lebens von Ort zu Ort oder gar Land zieht, ständig neue Kreise von Menschen um sich herum hat, häufig den Beruf/Beschäftigung wechselt.
    Ich glaube da sind die Sichtweisen völlig anders- oder ist da ein Denkfehler ?

    Das alles wären letztlich auch mehr *äussere Veränderungen*.Innere gibt es ja auch.....


    Also 'eigentlich' finde ich Veränderungen toll- sie bereichern so ungemein das Leben und den Horizont !
    Dann habe ich aber auch schon an denen geknappst...die mich für lange Zeit in die Knie gezwungen haben...die fand ich weniger toll
    Höchstens mit Abstand...wieder bereichernd.

    lara

  5. Inaktiver User

    AW: Veränderungen im Leben

    Zitat Zitat von bienie Beitrag anzeigen
    Meine Therepautin meinte mal, dass viele Menschen zunehmend Angst oder Sorge vor Veränderungen haben.
    Fragt sich noch, was du bzw deine Therapeutin mit 'zunehmend' meint ?
    Bezogen auf das Alter ? Die Gesellschaftlichen Bedingungen ?

    Lara

  6. User Info Menu

    AW: Veränderungen im Leben

    Veränderung nur um der Veränderung Willen wirst Du sicher nicht gemeint haben. Das, was Deine Therapeutin sagt, kommt auch etwas pauschal rüber. Denn, wenn ich mit (m)einer Lebenssituation zufrieden bin und ich mich wohlfühle, dann brauche ich ja auch nichts ändern. Aber vielleicht hat sie das eher gemeint im Hinblick auf Menschen, die umso mehr an Bestehendem festhalten wollen und sich gegen Veränderungen sträuben, weil sie sich bei den derzeitigen Geschehnissen in Welt & Gesellschaft manchmal fühlen, wie ein Stück Holz im Meer mit starkem Seegang. Das kann ich gut nachvollziehen.

    Bei mir ist es so, dass ich gerade dabei bin zu üben, bzw., mich in neuen Situationen auszuprobieren, um eingefahrenes Verhalten, das mir mehr schadet als nützt, zu verändern. Ja, das kostet Kraft und sehr viel Mut. Oft stolpere ich und ich brauche einen neuen Anlauf. Und wenn es dann klappt, fühle ich mich wunderbar.

    Es geht also darum, der Angst den Mut, und vielleicht auch so was wie eine L.m.a.A.-Haltung entgegensetzen zu können.
    Geändert von bruennette_2 (16.10.2011 um 14:17 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Veränderungen im Leben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Schönes Thema
    Find ich auch. Manchmal bringt man selbst Bewegung (Veränderung) in sein Leben, manchmal kommen sie (scheinbar) von selbst. Das macht für mich das Leben spannend.

    Veränderungen sind:
    -neue Hobbies
    -neue Menschen
    -arbeitsmäßige Veränderungen (was ich grad bearbeite)
    -familiäre Zuwächse
    oder ganz banal
    -ein veränderter Blick auf Altbekanntes

    Manche Veränderungen sind zunächst nicht so schön. Doch im Nachhinein betrachtet waren sie alle für irgendetwas gut. Da ich ein Mensch bin, der absolutes Vertrauen in den Gang des Lebens hat, machen mir Veränderungen keine all zu große Sorge. Im Gegenteil. Sie sind schön.

    Voraussetzung ist, dass man an irgendeiner Stelle einen Ruhepol hat.

    Das ist bei mir die Tatsache, dass ich denke, dass alles einen Sinn hat. Das habe ich schon oft erlebt. Ich habe auch schon einige "Katastrophen" überlebt. Daher kenne ich ganz gut meinen Belastungshorizont. Wenn der erreicht ist, brauch ich auch erst einmal nichts Neues.

  8. User Info Menu

    AW: Veränderungen im Leben

    Ich meine damit schon Veränderungen generell (einmal abgesehen von neuer Frisur, Klamotten etc.).
    Das kann schon sein: Ein neuer Job, eine neue Umgebung, neue Freunde.....

    Manchmal kann Veränderung auch bedeuten, dass man Angst hat vor dem Alleinesein oder davor, den neuen Aufgaben nicht gewachsen zu sein.

    Bei mir selbst betrifft es die berufliche Situation aber auch gleichzeitig, dass sich im Privatleben etwas neu einpendelt, etwas Schönes eigenlich, nämlich evtl. ein neuer Vierbeiner. Ich bin aufgeregt, neugierig und gleichzeitig habe ich Angst und gehe negative Situationen durch. Das ist eine dumme Angewohnheit von mir und hält mich immer wieder bei Entscheidungen zurück. Entwickelt hat sich das erst mit den Jahren.

    Ja, eingefahrenes Verhalten ändern, eingefahrenes Leben ändern, das ist ein Ziel, das ich mir gesetzt habe, gerade um auch die eigene Persönlichkeit zu stärken und nicht herum zu hängen wie ein Schluck Wasser in der Kurve..."ach hätt ich doch"...

    Manchmal fehlt mir auch ein wenig der "Kick" von außen, der mir dann Mut gibt dafür, wenn ich mal wieder ins Straucheln gerate. Ich beneide jeden, der Veränderungen plant und dann auch kraftvoll zu packt.

    Bienie
    Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
    22.06.06 "Bienie" , 04.04.11 "King" , 24.05.17 "Raica" 29.09.21 "Pirry"

  9. Inaktiver User

    AW: Veränderungen im Leben

    Zitat Zitat von bienie Beitrag anzeigen
    Ursprünglich wollte ich über Angst vor Veränderungen schreiben, aber - jeder geht ja doch anders damit um.
    Meine Therepautin meinte mal, dass viele Menschen zunehmend Angst oder Sorge vor Veränderungen haben.
    Stimmt, ich auch - und dann falle ich vor lauter Sorge wieder in mein altes Phlegma zurück.

    Mittlerweile versuche ich, daran etwas zu ändern, indem ich ändere. Das kostet Kraft.

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    Bienie
    Ich versuche momentan einige Dinge in meinem Leben zu verändern, habe aber eher das Gefühl, dass ich in einen Aktionismus verfalle.

    Hm, ich den der "Kick" wie du es nennst, muss von innen kommen, von außen bringt irgendwie wenig, denke ich.

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