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Thema: Remember you are unique ...
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13.10.2011, 22:47Inaktiver User
AW: Remember you are unique ...
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13.10.2011, 22:51Inaktiver User
AW: Remember you are unique ...
Das denk ich auch, das ist ein ganz anderes Thema. Wer seine Besonderheit ständig inszeniert, der hat wohl eher Angst dass es die anderen sonst nicht merken könnten... Wer sich anders fühlt, der hat doch gar kein Interesse dran, das anderen zu demonstrieren bevor sie es von allein merken... Weil man doch eh weiß, dass es früher oder später "rauskommt"- und das nicht immer angenehm ist für einen.
Um den Stress reisst man sich doch nicht mit Gewalt. :-(
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13.10.2011, 22:54Inaktiver User
AW: Remember you are unique ...
Warum?
Wenn man sich annimmt kann man auch mit Stolz und erhobenen Hauptes (und dem Genuss immer aufzufallen ob man will oder nicht
Und damit meine ich eben keine seltsame Inszenierung etc.) leben.
Wenn einem die Wertung durch die Gesellschaft nicht wichtig ist, geht das.
Ich setz mir doch keine Tarnkappe auf um nicht aufzufallen
Geändert von Inaktiver User (13.10.2011 um 23:01 Uhr)
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13.10.2011, 23:06Inaktiver User
AW: Remember you are unique ...
Stimmt schon, da muss man aber erst hinkommen.
Was ich meinte war aber, wenn ich doch schon weiß ich bin anders - wieso sollte mir denn dann wichtig sein mich nach außen auch so darzustellen?? So positiv sind die Reaktionen eben nicht immer, dass das für jemand der sich immer schon dadurch ausgegrenzt fühlte, erstrebenswert wäre das auf dem Silbertablett vor sich herzutragen. Man versteckt und verleugnet es nicht - aber muss es halt auch nicht aller Welt präsentieren.
Einen Genuß finde ich es nicht, aufzufallen. Es ist halt einfach so, ganz selbstverständlich. Wie gesagt, wenn man es gar nicht anders kennt ist es ja auch kein besonderes Erlebnis, das man sich geben will.
Wobei man auch wieder unterscheiden muss ob das jemand nun tatsächlich ständig bewußt inszeniert oder ihm das auch wieder nur unterstellt wird.Geändert von Inaktiver User (13.10.2011 um 23:09 Uhr)
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13.10.2011, 23:12Inaktiver User
AW: Remember you are unique ...
Ja, trotz vieler, vieler negativer Rückmeldungen kann man irgendwann auch Stolz darauf sein. Und es aller Welt präsentieren. Ohne Tarnkappe.
Ich bin ich. Und nicht weniger wert weil ich nicht dem Durchschnitt entspreche.
Aber ja, da muss man hinkommen. Denn eigentlich ist es auch ein tägliches "Fuck you".
(Wobei ich hier deutlich "besonderes" Verhalten ausschließe das andere Menschen schädigt!!! Kinderschänder z.b. sind auch besonders. Oder selbstschädigend ist!!! z.b. Präsentierende Ritzer)
Aber ich denke nicht, das all das Cariads Thema ist. Da verweise ich auf Post 40 und 50.Geändert von Inaktiver User (13.10.2011 um 23:15 Uhr)
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13.10.2011, 23:15Inaktiver User
AW: Remember you are unique ...
Sagen wir so: ich zeig mich (inzwischen hab ich den Mut) wie ich bin. Aber ich muss nicht schreien: hey Leute, schaut mal her, so was habt ihr noch nicht gesehen!!!!
Weil ich ja weiß dass sie es früher oder später eh merken werden, das ist nicht schlimm, eilt aber auch nicht. :-)
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13.10.2011, 23:22
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14.10.2011, 07:22
AW: Remember you are unique ...
Huhu Ihr
Ich finde diesen Strang ausgesprochen interessant, denn für mich ist er ein weiterer Beleg dafür wie unterschiedlich Wahrnehmung funktioniert. Ich habe beispielsweise schon Cariads Ausgangspost völlig anders gelesen als viele hier.
Cariad, du schreibst:
Das geht mir genau so, genau die Feststellung habe ich auch gemacht. Ich erinnere mich beispielsweise heute noch an ein Gespräch welches 20 Jahre her ist. Ich war mit dem besten Freund meines damaligen Freundes Tee trinken, ein super selbstbewusster, sehr, sehr erfolgreicher Mann, der Geschäftsführer einer sehr erfolgreichen Firma war, eine tolle Frau hatt und im Normalfall alle nieder redete. Und im Verlauf des Gesprächs erzählte er mir, er hätte seinen Schreibtisch in seinem Büro so gestellt, dass er die Tür sehen kann, weil er täglich damit rechnet, dass jemand herein kommt, ihn da sitzen sieht und laut verkündet: "Der? Was macht der denn hier? Der ist doch total unfähig, der kann das gar nicht!" und dann würden alle plötzlich erkennen was für ein Versager er ist.Menschen, die nach außen hin komplett durchschnittlich wirken, kenne ich allenfalls eine Handvoll. Und von denen, denen ich so nah gekommen bin, dass ich mit ihnen über solche Themen sprach, hielten sich ausnahmslos alle für besonders: besonders in der Weltwahrnehmung, besonders im Lebenslauf, besonders in der Persönlichkeit.
Seitdem bin ich der festen Überzeugung, dass jeder sich wenigstens manchmal im Inneren anders und fremd fühlt. Und ich fand und finde diese Erkenntnis ausgesprochen tröstlich!
Insofern habe ich dein Eröffnungspost nicht kritisierend empfunden, wie einige hier im Strang, sondern vielmehr beruhigend für alle Aussenseiter.
Viele Grüsse
annapaulemaxThe aim of life is to live, and to live means to be aware, joyously, drunkenly, serenely, divinely aware (Henry Miller)
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14.10.2011, 08:38Inaktiver User
AW: Remember you are unique ...
Also ich glaube, daß jeder Mensch "alles" in sich hat um sich glücklich zu fühlen.
Gefühle in der ganzen Palette- den Kopf um damit zu denken.
Der Mensch ist damit trotzdem absolut individuell!
Denn keine Lebens-Geschichte gleicht der anderen und trotz allem, was wir in uns haben wird bei keinem Menschen dieses "alles" gleichmässig genutzt- ausgenutzt oder vielleicht auch nur "bedient".
Das hat mit Vererbung zu tun- hat mit der Prägung der Umwelt zu tun und den Möglichkeiten im Leben- etwas zu lernen und den inneren Radius zu verändern.
Ich kenne ehrlich gesagt diesen "Normmenschen" gar nicht!
Nur an der Oberfläche gibt es Regeln, die dazu führen, daß man sich zusammenfindet.
Das ist auch für die Sozialisation sehr wichtig.
Der Mensch möchte "dazugehören" und so muss man sich nunmal auch den Regeln einer Gruppe anpassen.
Dem einen gelingt das leichter- dem anderen schwerer.
Wir können uns alle "normal" fühlen- nämlich dann, wenn wir uns im Kreise von Menschen aufhalten bei denen wir uns eingegliedert fühlen.
Wenns gut geht in der Familie
- im Freundeskreis, auf einer Arbeitsstelle, bei der wir uns "richtig" fühlen- beim Hobby...usw.
Der Punkt ist, daß der Mensch sich in seiner Individualität aber nunmal nicht in jedes Schema pressen lässt und wenn er spürt, daß da was nciht stimmt (interessant ist ja, daß das alles auf der Gefühlsebene abläuft)- das Gefühl von "ich bin nicht normal" bekommt.
Hier wurde gefragt, warum hier im Forum soviel Leute als "nicht normal" rüberkommen. Ganz einfach-- wer sich richtig fühlt- wird in den seltensten Fällen bei anderen grossartig nachfragen sondern seinen WEg still gehen.
Nur fragen hier doch die Menschen, weil sie sich nciht sicher sind!
Wie oft kommt die Frage "bin ich richtig mit meinem Denken oder Handeln?".
Es ist wie hier schon geschrieben- es bedeutet durchaus einen Weg seine "Einzigartigkeit" zu erkennen und diese dann auch positiv anzunehmen.
Man kann damit nämlich uU auch sehr einsam werden.......was aber wiederum auch als positiv dann empfunden werden kann.
Daß man sich nicht alles gefallen lassen muss, daß man auch nein sagen darf, daß man seinen eigenen Weg finden kann und darf- ist für sehr viele Menschen ein Prozess der durchaus schwierig ist.
Stolz darauf sein, daß man erkennt wie man ist......finde ich durchaus richtig, weil es nämlich eine Erkenntnis ist, die man nicht einfach so erwirbt sondern die ein harter Weg sein kann.
Ich glaube, wir sind alle in unserer "Gleichheit" absolut unterschiedlich und in unserer Zeit kann man doch auch relativ einfach seinen Weg finden-- sprich Menschen, die einem wirklich liegen und mit denen man einen Gleichklang fühlt.
Vor 200 Jahren konnte man sich das überhaupt nicht leisten- denn alle mussten darum kämpfen zu essen und zu überleben......heutzutage sind die Menschen sehr unabhängig udn frei geworden und können wählen.
kenzia
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14.10.2011, 09:26
AW: Remember you are unique ...
Kann sein dass es Menschen gibt denen so ein Gedanke hilft aber wird der nicht dann oft durch noch mehr Druck ueberlagert.Seitdem bin ich der festen Überzeugung, dass jeder sich wenigstens manchmal im Inneren anders und fremd fühlt. Und ich fand und finde diese Erkenntnis ausgesprochen tröstlich!
Ein fiktives Beispiel: Du hast Panikattacken und gehst dehalb selten aus dem Haus. Vereinsamts. Dann fasst du allen Mut zusammen, gehst zum Arzt der dir erklaert dass deine Symptome geradezu klassisch sind und folgende Methoden xyz sich bewaehrt haben. Du wirst dadurch wieder in eine Norm Gruppe gesteckt, die der Panikattack Leidenden.
Einerseits bist du erleichtert weil diese Schublade dir das Werkzeug gibt damit umzugehen. Andererseits musst du das Werkzeug benutzen koennen. Wenn du dies nicht kannst kommt der Gedanke auf: Noch nicht einmal das kann ich, ich bin auch da ein Aussenseiter.
Es nuetzt dir GARNICHTS wie Andere damit umgehen, es nuetzt dir nur wie du damit umgehst.Eben weil du Einzigartig bist. Auch und vor allem in deinen ganz persoenlichen Aengsten.
Fuer besonders schaedlich halte ich diese "Happy Clappy" Power Selbstbewusstsein Kurse. Du wirst in deinem mangelnden Selbstbewusstsein in eine Marschrichtung gedraengt, in eine Massenveranstaltung und Massenhysterie. Und es werden dir Werkzeuge gegeben die (wie Strumpfhosen mit Einheitsgroesse) eben nicht auf alle passen sondern auf keinen. Und dann kann es zu Depressionen kommen.."alle anderen mit mangelndem Selbstbewusstsein koennen dies, nur ich nicht. Bin halt ein Totalversager".
Der grossartigste Buchtitel aller Zeiten heisst: "Jeder stirbt fuer sich alleine". Und besser kann man Einzigartigkeit nicht ausdruecken.



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