Lieber Bücherwurm!
Also auch von mir ein Plädoyer für's stundenlange Schmökern (gerne auch hier in der BriCom)!
Nachdem ich lange gegen meine Zurückgezogenheit angekämpft habe, versuche ich aktuell, sie zu akzeptieren -es wird einen wichtigen Grund haben, dass ich meine, mich vor manchen Menschen schützen zu müssen.
So, wie ich lese, hast du eine (?) gute Freundin und Rückhalt in der Familie.
Könnte ja sein, dass du eher der Mensch für Zweierbeziehungen bist und dich von daher lieber zu Hause verkrochen hast (Überforderung).
Gerade, wenn man solch böse Gespenster aus der Vergangenheit mit sich rumschleppt, ist ein allgemein als "normal" angesehenes Sozialleben fast unmöglich.
Da Lesen zur Zeit dein größtes Hobby zu sein scheint, wie wäre es mit einem Literaturkurs (kenne ich z.B. an der VHS), in welchem zusammen ein Werk gelesen und besprochen wird?
Ablenkung funktioniert nämlich am besten bei Sozialphobien...
Wenn du viel liest -schreibst du auch gerne? Kleine Geschichten, Gedichte, Sketche?
Dann könnte ich dir ein Schreibseminar (am besten in ansprechender Umgebung: auf der Insel Amrun z.B. gibt es so was) wärmstens empfehlen.
Mir fällt in dem Zusammenhang gerade "Der Weg des Künstlers" von Julia Cameron ein.
Meine persönliche Bibel (ich bin Atheistin -naja, fast).
Auf jeden Fall kommst du hier sehr sympathisch rüber -das musste mal gesagt werden!![]()
Antworten
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Thema: Ich muss etwas ändern an mir
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03.10.2011, 14:30Inaktiver User
AW: Ich muss etwas ändern an mir
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03.10.2011, 19:37
AW: Ich muss etwas ändern an mir
Hallo,
erstmal vielen Dank für Eure vielen Antworten.Ich versuche erstmal, alle zu beantworten.
Es ist so, dass ich in meinem bisherigen Leben, vorallem während meiner Schulzeit, von den Mitschülern aufgrund meiner stillen Art gehänselt wurde und eben oft ausgelacht und abgelehnt wurde. (z.B. wenn ich ein Referat vor der Klasse vortragen musste, wurde ich eben ausgelacht oder es wurde mir bewusst beim Vortragen nicht zugehört)
Ich war halt schon immer so still und schüchtern und zurückhaltend.Aber ich merke, dass mir dieses Verhalten von mir "zu schaffen" macht. Ich verbaue mich durch meine gedanklichen Blockaden Möglichkeiten, auf fremde Leute zu zugehen und somit evtl. neue Kontakte zu knüpfen.
Bei der Trennung von meinem Partner war ich traurig, andererseits spürte ich ein wenig Leere.Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. Ich ist halt so, dass ich mir wirklich Aktivitäten suchen muss, ich weiß nur noch nicht was genau. Evtl. möchte ich wohl einen VHS-Kurs im orientalischen Tanz ausprobieren, weil ich das mal im Urlaub gesehen habe und das interessant fand.
In den letzten Tagen habe ich auch diese Leere gespürt und manchmal kommen eben doch noch Erinnerungen und Gedanken, dass ich eben nicht die Person bin, mit der mein Ex-Partner zusammen sein möchte.Das werde ich schon traurig und es fließen ein paar Tränen.
Ich hab so ein wenig Angst, alleine zu leben. Ich weiß auch nicht, es ist halt so, dass, wenn ich alleine nach Hause komme und ich diese Stille um mich herum habe, dass ich denke: "Toll, alle anderen haben jetzt eine Unterhaltung, wie deren Tag war und ich sitze hier allein herum".
Ich hatte am Samstagabend, wo ich abends zu Hause war, das Gefühl, etwas "zu verpassen". Es war halt so, dass ich zu Hause auf dem Sofa vor`m TV saß und dachte: "Sehr viele Leute sind jetzt unterwegs, haben Spaß und knüpfen Kontakte, aber ich traue mich das nicht. und sitze hier alleine rum". Ich hatte so innerlich das Gefühl, irgendwie zu verpassen, nur weil ich eben nicht unterwegs bin. Verrückt, oder? Ich kann schließlich nun nicht WE durch die Stadt tigern.
GottseiDank habe ich wie gesagt, 2 Freundinnen, mit der einen habe ich auch den gestrigen Abend verbracht, was sehr schön war und meine Eltern geben mir gerade auch sehr viel Unterstützung.
Bei der VHS werde ich mal nach einem Literaturkurs schauen, da Schreiben nicht so mein Ding ist. Ansonsten werde ich morgen abend meine Hausärztin fragen, ob es eine soziale Phobie sein bzw. ob die Möglichkeit besteht, durch eine Überweisung von ihr dieses Problem mit einer Psychotherapeutin zu besprechen.
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03.10.2011, 19:48Inaktiver User
AW: Ich muss etwas ändern an mir
Also, ich finde, jeder sollte sich bei Bedarf mal einige Beratungsstunden gönnen.
Die "soziale Phobie" habe ich lockerflockig in den Raum geworfen -ich gebe keine Ferndiagnosen!
Ist ja vielleicht auch egal, wie man das Kind nennt...
Familie ist durchaus wichtig -wenn sie einem gut tut.GottseiDank habe ich wie gesagt, 2 Freundinnen, mit der einen habe ich auch den gestrigen Abend verbracht, was sehr schön war und meine Eltern geben mir gerade auch sehr viel Unterstützung.
Oftmals haben z.B. Eltern allerdings einen gewissen Anteil daran, wenn man sich unzureichend findet.
Pass auf dich auf!


)!
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