Ich weiß eben nicht,wie ich die fremde Person ansprechen soll. Wenn ich sage: "Hallo, bist Du öfter hier?" das klingt ja auch irgendwie doof.
Ich habe bei fremden Leute immer den Gedanken im Hinterkopf, dass ich abgelehnt werden könnte bzw. dass die Person sich über mich lustig machen könnte. Bei den Gedanken fange ich schon an zu schwitzen.
So einen Kindheitstraum habe ich nicht.
Sorry wegen den fehlenden Leerzeichen, da hatte ich nicht dran gedacht.
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Thema: Ich muss etwas ändern an mir
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01.10.2011, 23:07
AW: Ich muss etwas ändern an mir
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01.10.2011, 23:09Inaktiver User
AW: Ich muss etwas ändern an mir
Hmm, also muss es schon irgendetwas Verbindendes geben, damit du die Leute ansprechen kannst … Aber das Meiste macht dir keinen Spaß … Gibt es gar keinen VHS-Kurs, der dir Spaß machen würde?
Schaff dir einen Hund an
Das soll ja die reinste Kontaktbörse sein
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01.10.2011, 23:41
AW: Ich muss etwas ändern an mir
Also ich werde evtl. mal einen Kurs in Chi Gong ausprobieren in der VHS, aber die jetzigen Kurse laufen alle bereits.
Mit einem Hund anschaffen, das geht nicht, da Hundehaltung in meiner Wohnung nicht erlaubt ist.
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01.10.2011, 23:49Inaktiver User
AW: Ich muss etwas ändern an mir
Chi Gong Kurse werden ja auch außerhalb der VHS viel angeboten.
Naja, und auch bei so einem Kurs will ja nicht jeder nachher plaudern, sondern unter Umständen schnell nach Hause. Aber man hat zumindest ein gemeinsames Thema, zu dem man Fragen stellen kann.
Vielleicht gibt es auch kommunikativere Kurse. Künstlerisch wolltest du dich ja nicht betätigen … aber vielleicht Spanisch lernen?
Ein Kochkurs!
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02.10.2011, 00:24
AW: Ich muss etwas ändern an mir
Ein Kochkurs ist auch eine gute Idee.
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02.10.2011, 11:10Inaktiver User
AW: Ich muss etwas ändern an mir
Hallo Thrillerbücherwurm (schöner Nick!)
...auf mich wirkst du abwesend. Abwesend von dir selber und dem was um dich herum passiert. So als hättest du keinen Kontakt zu dir selber.
Kann bloss mein Eindruck sein...aber: Was hast du denn gefühlt als dein Freund mit dir Schluss gemacht hat? Was fühlst du jetzt?
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02.10.2011, 12:16Inaktiver User
AW: Ich muss etwas ändern an mir
thrillerbuecherwurm, ich habe etwas gezögert Dir diese Fragen zu stellen, die nun von den anderen kommen. Es ist nicht jedermanns Sache, so persönliches im Internet auszubreiten. Ich hoffe, es geht Dir gut und Du kannst nun die Zeit nutzen, mehr nach Deinen eigenen Bedürfnissen zu schauen.
Lesen ist ein schönes Hobby, nur hat es für mich ein wenig den Charakter von Zeit verbringen und passiv auf etwas warten. Gibt es etwas, worauf Du wartest?
Chi Gong kann man auch an einer Schule lernen, oft ist das der bessere Weg nicht nur wegen der Lehrer, sondern weil die Schüler früher kommen und sich Kontakte untereinander so leichter ergeben. Ausserdem werden oft Lehrgänge am Wochenende angeboten.Geändert von Inaktiver User (03.10.2011 um 08:15 Uhr)
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02.10.2011, 13:58Inaktiver User
AW: Ich muss etwas ändern an mir
Mir kam beim Lesen auch der Eindruck, dass du von deinen Gefühlen irgendwie abgeschnitten scheinst. Selbst wenn man ein Unglück kommen sieht: die Wucht des Aufschlags lässt sich nur bedingt durch gedankliches Durchspielen der Geschehnisse abfangen. Du jedoch wirkst gefasst. Sehr gefasst!
Deinen Hang zur Introvertiertheit jedoch empfinde ich es nicht als problematisch. Du schreibst, du hättest nicht grundsätzlich Probleme, Menschen anzusprechen, wenn es um die Befriedigung grundlegender Bedürfnsse geht. Es gibt halt auch schüchterne Menschen. Dagegen ist doch nichts einzuwenden
Und mal ehrlich: Was ist denn an einem Hobby wie Bücherlesen jetzt nicht richtig? Im Gegensatz zum Fernsehen oder Filmeschauen im Kino bedarf es beim Lesen des Einbringens der eigenen Phantasie. Da werden keine kompletten Bilder geliefert, da muss das Gehirn ganz aktive Arbeit leisten. Wer schon einmal am Ende einer gelesenen Seite festgestellt hat, nicht mehr zu wissen, was passiert ist, weiß, was ich meine. Wohingegen jemand, der gedanklich halb abwesend einen Film sieht, immernoch von den unbewusst verarbeiteten Bilderreihen profitieren und so eine Handlung herleiten kann.
Lesen ist auch mehr als pure Theorie. C. S. Lewis sagte einmal: "Wenn nur die persönliche Erfahrung zählt, dann wäre Lesen Zeitverschwendung." Aber Lesen ist eben keine Zeitverschwendung, und es ist auch nicht wie Trockenschwimmen oder Lebenstheorie. Es bildet das Gefühl, den Charakter, den Intellekt usw. usf.
Du siehst: Ich halte ein wahres Plaidoyer fürs Lesen. Ich lese selbst leidenschaftlich gerne und möchte behaupten, es hat mir oft das Leben gerettet
Doch, das weißt du sehr wohl. An anderer Stelle klappt es ja auch! Vielleicht brauchst Du dafür eine echte Motivation, verbunden mit einem Ziel? Du hast ja schon darüber nachgedacht, wie Du in einem Café einen Mann ansprechen kannst mit der Absicht, mit ihm eine Beziehung einzugehen. Dabei warst Du da noch mit Deinem jetzigen Ex zusammen. Aber dieses Ziel ist nichts, womit man "Mäuse fangen" kann. Ziel von derartiger Kommunikation darf nicht die Angst sein, sondern das Interesse am anderen.Ich weiß eben nicht,wie ich die fremde Person ansprechen soll.
Kann es sein, dass Du angst hast, alleine zu leben???Geändert von Inaktiver User (02.10.2011 um 14:01 Uhr) Grund: Nachtrag
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02.10.2011, 21:15Inaktiver User
AW: Ich muss etwas ändern an mir
Jetzt konnte sich thrillerbuecherwurm endlich eine Aktivität vorstellen - einen Kochkurs - und dann redet er ihn ihr wieder aus …

Liebe thrillerbuecherwurm,
ich glaube am wichtigsten ist jetzt für dich, dass du überhaupt aktiv wirst. Etwas ausprobierst, etwas anleierst.
Ich finde es richtig gut, dass du in Erwägung ziehst, eine Therapie zu machen. Denn auf mich wirkt es so, dass du sehr resigniert bist und zu nichts Lust hast. Das kann verschiedene Gründe haben. Vielleicht bist du auch extrem traurig und niedergeschlagen?
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03.10.2011, 10:57Inaktiver User
AW: Ich muss etwas ändern an mir
Hallo Thrillerbücherwurm,
ich bin beim Lesen über diesen Satz von Dir gestolpert:
Ich finde, dass dieser Satz alleine eine Therapie rechtfertigt. Denn, liebe Thrillerbücherwurm, damit machst Du Dir selbst das Leben zur Hölle. Das Gute aber ist auch, dass man dagegen etwas machen kann. Denn genau dabei kann Dir ein Psychotherapeut (oder natürlich eine Psychotherapeutin) helfen: die "Computerprogramme" in Deinem Hirn anhalten und neu programmieren, um aus der Gedankenfalle rauszukommen. Denn ich wünsche Dir sehr, dass Du irgendwann merkst, dass es Deine falschen Erwartungen sind, die dazu führen, dass Du Angst vor Ablehnung hast. Und als jemand, der selber betroffen ist (an guten Tagen: war) kann ich Dir nur raten, Dir professionelle Hilfe zu suchen. Sei auf jeden Fall mal
Wenn Dir das erst mal zu viel ist, versuch es vielleicht mal mit einem Ratgeber. Ich halte viel von "Das Buch für Schüchterne: Wege aus der Selbstblockade" von Borwin Bandelow.
Ansonsten: die Kochkursvorschläge sind alle sicherlich sehr nett gemeint und eine gute Idee. Aber Dein Grundproblem ist jetzt erst mal nicht, wie Du an neue Leute rankommst. Dein momentanes Problem, wie ich es verstehe, ist Deine "Angst" vor anderen Leuten und dem, was sie von Dir denken könnten (aber höchstwahrscheinlich gar nicht tun...). Deswegen: Kochkurs ist Schritt 2
Alles Liebe und Gute,
weihaiwej


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