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Thema: Vergangenheit

  1. Inaktiver User

    AW: Vergangenheit

    Bellefleur,

    Du hast alles richtig erkannt, finde ich:

    Dass Dich alles irgendwann einmal einholen wird und dass da eine Stimme ist, die Dir zuflüstert: "Komm, irgendwie geht es auch so." (Gefährliche Stimme, übrigens!!)

    Ich finde Deine Formulierungen sehr hellsichtig und präzise.

    Jetzt fehlt Dir nur noch so ein letzter kleiner Stupser, um einen Schritt nach vorne zu machen.

    Ich kann zwar das Gefühl, dass jetzt endlich mal ein großer Knall kommen soll, der endlich etwas an Deiner Lage ändert, sehr gut verstehen. Andererseits kann dieses große Bedürfnis nach plötzlicher Veränderung auch ein Schuss nach hinten bedeuten, indem es Dich lähmt, überhaupt einen Schritt, und sei er noch so winzig, in die richtige Richtung zu machen. Denn jeder mögliche Schritt erscheint in Deinen Augen wahrscheinlich als ungenügend, weil er so "klein" aussieht. Aber lass' Dich nicht täuschen! Vielleicht fühlst Du auch deswegen so, weil Du die darunter liegende Mühe, die das kostet, auch nur einen kleinen Schritt zu machen, durchaus wahrnimmst und damit kämpfst. Und Du ersehnst deswegen den großer Rundum - Befreiungsschlag, weil das der einfachere Weg wäre. Zack, Probleme einfach weg, wie schön wäre das..... Ja, das wünschte ich mir auch ganz oft. Aber so geht es leider nicht. Man muss sich schon selbst auf den Weg machen, selbst Schritte machen.

    Aber genau darin liegt das Hilfreiche und Deine Chance: Selbst Schritte -und seien sie noch so klein - machen zu DÜRFEN und zu erkennen, dass die selbst gegangenen Schritte die wertvollsten sind und Dich in wahrsten Sinne des Wortes am weitesten bringen. Und zwar so, dass man manchmal sogar das Gefühl hat, in Siebenmeilenstiefeln unterwegs zu sein....

  2. Inaktiver User

    AW: Vergangenheit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenns so arg ist, dann Therapie, wer weiß, was da alles hoch kommt und nicht, dass Du dafür dann auf keinen Fall allein sein kannst, wenn Du ggf. triggerst, weil Gefahr für Dich selbst besteht. (…)
    Der Vergangenheit keine Macht geben, ich weiß nicht, ob Dir das hilft oder ob Du Dich damit dann ggf. erneut übergangen fühlst. Ich denke, dass eine Therapie der richtige Weg ist (…)
    Ich finde naturepure hat sehr Recht!!!

    Warum siehst du eine Therapie kritisch?

  3. Inaktiver User

    AW: Vergangenheit

    Hallo,

    hier bin ich mal wieder. Erstens fällt es mir nicht leicht zu dem Thema gedankenlos etwas zu schreiben also d.h. für mich das ich mir schon meine Gedanken mache bevor ich mich äußere.

    Und dann hat sich noch Brunette gelöscht das hat mich irgendwie total aus meinem Konzept gebracht. Bei Dir dachte ich jedesmal Du schreibst mir aus der Seele.
    Aber ich wünsche Dir alles Gute und das all Deine Wünsche in Erfüllung gehen

    @naturepur
    Was für Bücher findest Du denn gut?

    Ich weiß auch nicht gerade komme ich mir wieder vor als ob ich den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe. Deswegen wahrscheinlich auch das Gefühl der Konzeptlosigkeit

  4. User Info Menu

    AW: Vergangenheit

    Liebe Bellefleur,

    die intensive Beschäftigung mit sich selbst schafft Verwirrung und Klarheit, manchmal beides nebeneinander und irgendwie verwoben. Manchmal geht dann so viel durcheinander, dass nur noch Ratlosigkeit vorherrscht...Ich lese auch sehr viele Sachbücher, das ist sehr interessant, verhilft auch zu manchen Aha-Effekten, aber ich bin doch allein mit dem Inhalt. Mir fehlt ein Gegenüber, das mich spiegelt oder mich konfrontiert. Letztlich lese ich natürlich das, von dem ich denke, dass es auf mich zutrifft, befinde mich damit aber vielleicht auf dem Holzweg. Oder betrachte alles durch den Tunnelblick.

    Ich habe vor gut 11 Jahren die erste "eigene" Therapie begonnen, es folgten noch weitere, dazu Selbsterfahrungsgruppen, Selbsthilfe...Mit jeder Therapie und Selbsterfahrung dachte ich: So, jetzt hast du's raus...mir war alles bewusst und klar. Und trotzdem segelte ich immer wieder in alte Muster rein; nach einiger Zeit der inneren Ausgeglichenheit kam doch wieder etwas nach oben. Was sich 30 Jahre eingeschliffen hat, das geht nicht mal eben schnell weg. Und die Vergangenheit lässt sich nicht wegreden oder -denken, für mich war und ist wichtig, sie anzunehmen, mit allem was da ist und war. Und neue Wege auszuprobieren, das, was über viele Jahre als Überlebensstrategie irgendwie funktioniert hat, durch gesünderes, anderes Verhalten zu ersetzen.

    Immer wieder denke ich, wie klar mir alles geworden ist, und alle Jubeljahre kommt wieder etwas Neues zutage. Das ist anstrengend, aber spannend. Ich habe inzwischen auch andere Therapieformen ausprobiert (körperorientierte, Kunsttherapien), die nach all den Gesprächstherapien andere Ebenen ansprechen und anders wirken. Das sind natürlich alles selbst zu zahlende, allerdings werden die sog. anerkannten Therapien wie Psychoanalyse, Gesprächs- und Verhaltenstherapie durch die Kassen bezahlt.

    Wenn du für dich schon erkannt hast, wo die Ursachen liegen, wäre als Sofortmaßnahme vielleicht eine Selbsthilfe- oder Selbsterfahrungsgruppe etwas für dich. Ansonsten kann ich schon sehr empfehlen, eine Therapie zu beginnen.

    Alles Gute,
    sandfloh
    Ist das Leben nicht schön!?

  5. Inaktiver User

    AW: Vergangenheit

    Hallo Bellefleur,

    leider hast du noch nicht meine Frage beantwortet, weshalb du eine Therapie kritisch siehst. ?

    Auch Sandfloh hat ja sehr überzeugend beschrieben, weshalb diese Unterstützung von außen manchmal wichtig ist.

  6. Inaktiver User

    AW: Vergangenheit

    Hallo Bellefleur

    mich würde interessieren, was dein innerer Kritiker genau sagt und vor allem, wann genau! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese Stimmen von konkreten Menschen aus der Vergangenheit stammen bzw. die wir selbst irgendwann einmal in den Mund selbiger gelegt haben. Außerdem würde ich gerne wissen, was du selbst fühlst, wenn dieser Kritiker zu dir spricht. Und wie reagierst du? Wirst du wütend oder resignierst du sofort? Woran erinnert dich das? Möglicherweise hast du solche Re-Aktionen schon sehr oft durchleben müssen und es handelt sich um Konditionierungen aus einer Zeit, an die du dich möglicherweise gar nicht mehr erinnern kannst.

    Welche Ratgeber ich dir ans Herzen legen könnte, weiß ich aufgrund der Allgemeinheit deines Themas nicht zu sagen.

    Schlaflos

  7. Inaktiver User

    AW: Vergangenheit

    Reicht es dir alles aufzuschreiben? Dann schreib hier!

    Aber oft ist man ja mit der Vergangenheit auch an Personen gebunden. In welche Richtung geht deine Vergangenheit - was genau mußt du verarbeiten?

    Hast du es mit Meditation versucht?

  8. Inaktiver User

    AW: Vergangenheit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo,

    hier bin ich mal wieder. Erstens fällt es mir nicht leicht zu dem Thema gedankenlos etwas zu schreiben also d.h. für mich das ich mir schon meine Gedanken mache bevor ich mich äußere.

    Und dann hat sich noch Brunette gelöscht das hat mich irgendwie total aus meinem Konzept gebracht. Bei Dir dachte ich jedesmal Du schreibst mir aus der Seele.
    Aber ich wünsche Dir alles Gute und das all Deine Wünsche in Erfüllung gehen

    @naturepur
    Was für Bücher findest Du denn gut?

    Ich weiß auch nicht gerade komme ich mir wieder vor als ob ich den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe. Deswegen wahrscheinlich auch das Gefühl der Konzeptlosigkeit
    Ich weiß leider nicht wirklich um was es geht und kann leider nicht in allen Gebieten etwas empfehlen. Manchmal müssen auch Medikamente mit dazu und sei es Dysto Loges.

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