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23.09.2011, 17:33Inaktiver User
AW: Vielredner/ totgequatscht werden
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23.09.2011, 18:56
AW: Vielredner/ totgequatscht werden
Hier
Dauerschwaller: Leute, die nicht aufhören zu reden
stehen noch einige gute Tipps, die mir geholfen haben.
KittyCoat check girl: Goodness! What lovely diamonds!
Mae West: Goodness had nothing to do with it...
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23.09.2011, 19:45
AW: Vielredner/ totgequatscht werden
Ach Lizzie, das ist auch noch so ein Punkt.... Sie k l e b t förmlich an ihrem Partner. Ich bin ja wirklich für Romantik und Liebe und forever zusammenbleiben... aber das ertrage selbst ich nicht. Wenn sie z.B. versucht, ihn bei der Arbeit anzurufen...das müsstet Ihr live erleben... sie kriegt Schnappatmung, wenn er nicht ran geht, versucht es auf dem Handy, dann wieder auf dem Festnetz. Einmal hat sie sogar bei sich zu Hause angerufen und auf den Anrufbeantworter gesprochen... das muß man sich mal vorstellen.
Versteht Ihr? Ich bin kurz vorm Nervenzusammenbruch.
Heute hat sie mir erzählt, dass sie gemeinsam Wäsche aufhängen: Er hält ihr die Wäsche hin, sie hängt sie auf! Noch Fragen?!Lebenskunst ist die Kunst des richtigen Weglassens.
Coco Chanel
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27.09.2011, 21:05Inaktiver User
AW: Vielredner/ totgequatscht werden
klingt gut und ist auch plausibel.
trotzdem frage ich mich, ob das nicht auch eine krankheit ist, die immer mehr menschen befällt.
dieses reden ohne punkt und komma...über alles und nix....hauptsache reden.
laut aussprechen worüber andere nur nachdenken.
ich glaube nicht, dass dies nur mit mir zusammen hängt, denn auch ich ziehe diese menschen an wie motten das licht, nein, ich erlebe das auch bei anderen.
heute z.b. im biergarten.
3 frauen und nur eine redete....aber wirklich über alles und nix. die beiden anderen sassen nur sprachlos dabei, kamen garnicht zu wort - auch die lautstärke ist dementsprechend.
gestern das gleiche. 2 paare, 1 frau redete...die anderen nicktennur...teilweise schon recht teilnahmslos .
im urlaub, 1 redete ohne ende, alle anderen hörten nur zu....
ich könnte beliebig weiter reden.
solche menschen finden auch immer zuhörer - unfreiwillige zuhörer.
läuft man diesen menschen über den weg, kann man sich dem kaum entziehen.
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27.09.2011, 21:23Inaktiver User
AW: Vielredner/ totgequatscht werden
Eine Krankheit oder zumindest etwas in diese Richtung Gehendes. Genau. Ich habe das auch schon an Leuten beobachtet (und über mich ergehen lassen) und hatte spontan den Eindruck, dass es auch etwas damit zu tun haben könnte, nicht wirklich "bei sich" zu sein. Als ob diesen Menschen ihr Zentrum abhanden gekommen wäre. Sie ruhen nicht in sich selbst. Entwickeln aber durch ihr Vielreden so eine Art Zentrifugalkraft, die die Sätze nur so heraus schleudert und man in diesen Sog, ob man will oder nicht, mit hineingezogen wird. Ist man einmal drin, kommt man nicht wirklich an das Innere dieser Menschen ran. Man wird einfach an die Wand gedrückt.
Was man tun kann?
Das weiß ich auch nicht. Entweder sich dem gänzlich entziehen, oder etwas sagen oder tun, was sie so sehr erstaunt, dass sie ins Stolpern kommen. Hm, oder doch *eine Torte ins Gesicht?*
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27.09.2011, 21:50Inaktiver User
AW: Vielredner/ totgequatscht werden
JAAA...so empfinde ich das auch.
die reden sich teilweise um kopf und kragen und man merkt, die können nicht aufhören...
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28.09.2011, 08:29Inaktiver User
AW: Vielredner/ totgequatscht werden
Jedoch, genau in diesen Konstellationen von Vielredner und Abnicker sind auch die Abnicker teilweise kommunikationsgestört.
Einige Vielredner fühlen sich womöglich verpflichtet, peinliche Stillen zu füllen. In einer anderen Zusammenstellung würden die Vielredner gar nicht als solches auffallen. Hier alle über einen Kamm zu schehren ist nicht gerade sehr reflektiert, ist doch oft auch ein eigener Anteil vorhanden.
Ich würde mich nicht als Vielredner bezeichnen, doch gab es schon Situationen, in denen es so aussehen musste, der Redefluss insgesamt in der Gruppe immer und immer wieder angeregt werden musste. Das ist anstrengend. Das Ergebnis war leider, dass sich die einzelnen Personen in der Konversation auch immer auf mich bezogen und ich gar nicht zum Essen kam. Mir wurde das zu viel und bat doch sich auch mal am Tisch untereinander zu unterhalten, mein Essen war kalt und die anderen Teller leer. Ich empfand jedwegig anderes Verhalten einfach als unhöflich.
Heute kann ich das anders aushalten, ich nehme meinen Anteil zurück und esse, wenn sich der Tisch nicht unterhält ---> deren Pech und nicht mehr meines.Geändert von Inaktiver User (28.09.2011 um 08:33 Uhr)
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28.09.2011, 10:06Inaktiver User
AW: Vielredner/ totgequatscht werden
Kommt wiederum auf den Abnicker an. Auch diese kann man nicht über einen Kamm scheren. Manche hören halt aus Höflichkeit zu, oder weil sie sich nicht trauen, den Redefluss zu unterbrechen oder einfach aufzustehen und wegzugehen. Andere sind wiederum ganz froh, nichts selbst zu einer Unterhaltung beitragen zu müssen und schlucken halt alles. Und das ist tatsächlich ein wenig "gestört". Aber ich glaube, um diese ging es der TE hier nicht.
Genau, die peinlichen Stillen. Du hast es aber doch schon ganz gut für Dich gelöst: Selbst die Stille aushalten, auch wenn es unangenehm empfunden wird. Sich nicht mehr verpflichtet fühlen, den Alleinunterhalter zu geben und den anderen mal die "Arbeit" überlassen. Ich übe auch daran... sowohl, mich in Gespräche einzubringen, als auch mich nicht mehr verpflichtet zu fühlen, eine Unterhaltung (besonders in Gesellschaft ganz bestimmter Personen), die irgendwie "tot" ist mit großer Kraftanstrengung Leben einhauchen zu müssen. Muss ich nicht mehr.Einige Vielredner fühlen sich womöglich verpflichtet, peinliche Stillen zu füllen. In einer anderen Zusammenstellung würden die Vielredner gar nicht als solches auffallen. Hier alle über einen Kamm zu schehren ist nicht gerade sehr reflektiert, ist doch oft auch ein eigener Anteil vorhanden. (...)
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28.09.2011, 21:17Inaktiver User
AW: Vielredner/ totgequatscht werden
Finde ich einen sehr spannenden Aspekt.
Manche Menschen schaffen - so paradox das klingt für ein Kommunikationsmedium - per Sprache einen Abstand zu anderen. Sie reden sie auf Distanz.
Und das "nicht wirklich bei sich sein" würde ich, zumindest bei einigen, durchaus unterschreiben.
Wer sich selbst nicht fühlt, kann auch die anderen nicht fühlen.
Ich gebe zu, diese Überlegungen hemmen den Redefluss jetzt nicht wirklich - aber mich regt es dann nicht mehr so auf.




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