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Thema: Niemals satt

  1. Inaktiver User

    AW: Niemals satt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du musst nicht in der Vergangenheit bohren, Du kannst Dich jetzt sofort entscheiden das Leben zu führen was Du Dir selbst vorstellst, die Frage ist, kannst Du im Moment überhaupt unterscheiden was Du selbst willst?
    Ist das wirklich so einfach?

    Klingt ein bisschen nach Machbarkeitswahn.

  2. Inaktiver User

    AW: Niemals satt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ist das wirklich so einfach?
    Jep, entscheiden kann sie sich, das ist ein Schritt, ich habe nicht geschrieben, dass dann die gebratenen Tauben in den Mund fliegen werden...

    Klingt ein bisschen nach Machbarkeitswahn.
    Dafür gäbe es so um die 5mg Haldol.
    Mir werden in diesem Strang zu viele psychiatrische Termini verwendet, finde ich nicht gut.

    Hast einen anderen Vorschlag?

    Bisher lese ich farrah bei jedem Vorschlag von mir so:

    Ja Du hast Recht oder teilweise aber...
    Ja ich habe Erfahrungen gemacht aber...
    Hineinhorchen in mich da habe ich keinen Zugang zu mir (schreibt aber hier wie ne Wilde über ihre Gedanken)

    Und wenn man so zerissen ist dann kann man sich hinsetzen und immer wieder das Heiss-Kalt Spiel mit sich selbst spielen oder man trifft eine bewusste Entscheidung, das hinter dieser Entscheidung dann weitere Schritte kommen dürfte klar sein.

  3. Inaktiver User

    AW: Niemals satt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dafür gäbe es so um die 5mg Haldol.
    Mir werden in diesem Strang zu viele psychiatrische Termini verwendet, finde ich nicht gut.
    Ist mir sehr neu, dass "Machbarkeitswahn" ein psychiatrischer Terminus wäre. *schulterzuck*

    Das war definitiv nicht auf Farrah gemünzt, sondern auf Deine Aussage, sie solle sich doch einfach anders entscheiden (und alles ist gut ...)


    Hineinhorchen in mich da habe ich keinen Zugang zu mir (schreibt aber hier wie ne Wilde über ihre Gedanken)
    Ja, sicher. Wenn sie Farrah ihr inneres Kuddelmuddel entwirrt hätte, dann müsste sie nicht mehr schreiben.
    Und zwischen dem geschriebenen Wort und dem Gefühl im Bauch ist ein ziemlicher Unterschied.


    Und wenn man so zerissen ist dann kann man sich hinsetzen und immer wieder das Heiss-Kalt Spiel mit sich selbst spielen oder man trifft eine bewusste Entscheidung, das hinter dieser Entscheidung dann weitere Schritte kommen dürfte klar sein.
    Und wenn Du das Kleingedruckte dann mal verinnerlichst, ist der übersichtliche Vertrag irgendwie doch nicht mehr so einfach, oder?
    Wenn es eine bloße Entscheidung wäre, wäre das hier (für manche) eine ideale Welt. Kontrollierbar, einfach. Machbar.


    @Farrah, wer ist denn derjenige, der Dich gerade so durcheinander bringt?

    Und: Kannst Du beschreiben, wonach Du Dich am meisten sehnst im Leben? (In einem Satz, und bitte keine Thomas Mann-Länge). Der Satz muss beginnen mit: "Ich sehne mich nach ..."
    Geändert von Inaktiver User (28.09.2011 um 23:28 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Niemals satt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das war definitiv nicht auf Farrah gemünzt, sondern auf Deine Aussage, sie solle sich doch einfach anders entscheiden (und alles ist gut ...)
    War mir schon klar, das fettgedruckte ist aber Deine Interpretation.

    Ja, sicher. Wenn sie Farrah ihr inneres Kuddelmuddel entwirrt hätte, dann müsste sie nicht mehr schreiben.
    Und zwischen dem geschriebenen Wort und dem Gefühl im Bauch ist ein ziemlicher Unterschied.
    Genau da will ich doch hin, Gedanken erzeugen Gefühle und Emotionen. Solange das unbewusst abläuft werden auch die Gefühle unbewusst da sein.

    Und wenn Du das Kleingedruckte dann mal verinnerlichst, ist der übersichtliche Vertrag irgendwie doch nicht mehr so einfach, oder?
    Wenn es eine bloße Entscheidung wäre, wäre das hier (für manche) eine ideale Welt. Kontrollierbar, einfach. Machbar.
    Die Kontrolle macht sie doch selbst, ich weiss ja nicht was Du hier rausgelesen hast, wenn Du nur den letzten Post von mir nimmst dann ist das völlig aus dem Kontext gerissen.

  5. Inaktiver User

    AW: Niemals satt

    Liebe Farrah,

    ich habe ganz interessiert Deinen Thread gelesen, denn in so manchen Dingen finde ich mich auch wieder.

    Hierüber bin ich gestolpert:
    Zitat Zitat von farrah79 Beitrag anzeigen
    Es ist ja nicht so, als hätte ich mich mein Leben lang zu sehr zusammen gerissen. Im Gegenteil, ich hab ja zu wenig durchgehalten, hab zu viel durchgehangen. Gleichzeitig habe ich auch nicht so viel aus meinem Leben gemacht, wie ich hätte machen können: aus Ängstlichkeit, Trägheit, was auch immer.

    Ich glaube auch nicht, dass ich unbedingt über meine Bedürfnisse hinweggehe. Ich traue mich manchmal nicht, gewisse Dinge zu tun, entweder weil ich sie mir nicht zutraue oder weil mir mein Perfektionsanspruch im Wege steht. In diesem Punkt hast du schon recht.
    Ist es vielleicht nicht fehlende Ausdauer, sondern Angst davor, in die Tiefe zu gehen? Einen Menschen, eine Sache, eine Tätigkeit so gut kennen zu lernen, dass Du auch die Details erkennen kannst? Und damit vielleicht auch die Schattenseiten?

    Ein wenig wirkst Du auf mich wie jemand, der sich gerne verliebt, aber Liebe nicht zulassen kann. Wenn man sich verliebt, hat man häufig ein Idealbild vom anderen im Kopf/Herz. Mit der Zeit zeigt sich, dass die Realität anders aussieht und häufig ist das der Punkt, an dem sich entscheidet, ob die Verliebtheit zur Liebe wird oder ob man sich trennt.

    Ich kenne es, sich zu begeistern, für etwas zu brennen. Wann und wodurch wird diese Begeisterung zu etwas, das brennt ohne auszubrennen? Diese Frage stelle ich mir selbst ganz oft.

    Als ich knapp 14 Jahre alt war, habe ich nach langem Wünschen die Möglichkeit erhalten, ein Musikinstrument zu lernen, Kirchenorgel. Als ich anfing, konnte ich noch nicht mal den Bassschlüssel lesen. Fünf Jahre später habe ich Stücke auf Domorganisten-Niveau gespielt. Das ging nur durch häufiges und intensives Üben. Und ich erinnere mich daran, dass ich dies (meistens) sehr gern getan habe. Selbst wenn ich eine Folge von wenigen Tönen eine halbe Stunde lang immer und immer wieder gespielt habe, um den Fingersatz zu verinnerlichen. Es war nichts Rationales, ich habe es als "Zugang" zu der Musik erlebt, das Stück damit kennen gelernt und dies gern getan. Und ja - Etüden zu spielen war ätzend! Aber ich konnte meine Energie darauf bündeln.

    Ich weiß nicht, ob Du damit etwas anfangen kannst, ich weiß noch nicht mal, was ich Dir genau sagen will. Aber diese Gedanken kamen mir beim Lesen Deines Threads. Vielleicht hat "Satt-Werden" mehr mit "Nahrhaftigkeit" einer "Speise" zu tun als mit einer Riesen-Auswahl. Die Frage ist: Was ist/sind Deine Lieblingsspeise(n) und wie sehr sättigen sie Dich?

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