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Thema: Niemals satt

  1. Inaktiver User

    AW: Niemals satt

    Zitat Zitat von sachensagen Beitrag anzeigen
    @Uli_F: Ganz großartiger Beitrag
    Danke... gerne. Mir dämmert da gerade was Parralleles in meinem Leben.

  2. Inaktiver User

    AW: Niemals satt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und ich hab' dich gerade von der Ignorierliste genommen ...
    Schon wieder?

  3. Inaktiver User

    AW: Niemals satt

    Na, dieses mal warst Du lange drauf.

  4. Inaktiver User

    AW: Niemals satt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Na, dieses mal warst Du lange drauf.
    Ich nehm das mal als Kompliment!

  5. Inaktiver User

    AW: Niemals satt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich nehm das mal als Kompliment!
    Jeder hat recht in seinem Kopf ....

  6. Inaktiver User

  7. Inaktiver User

    AW: Niemals satt

    @stecher, falls das an mich ging, ich kann hier kein youtube kucken.

    Ich denke, wir sollten den Strang der TE aber auch nicht schreddern. Also, zurück zum Thema ...

  8. User Info Menu

    AW: Niemals satt

    @Elwyn:

    Das ist, wie Stecher andeutet, ein "Teil deines Glaubenssystems" und vermutlich in einer Art Perfektionismus begründet, den du aus deiner Entwicklung mitgenommen hast. Vielleicht ist es auch so, dass dich nur Perfektionismus überhaupt antreibt, da alles "darunter" gefühltes (anerzogenes) Mittelmass ist, nichts wert, zu langweilig, zu leicht zu bekommen.


    Meine Eltern haben eigentlich nie großartige Leistungen von mir verlangt. Eigentlich hatte ich als Kind und Heranwachsende immer das Gefühl, dass egal, was ich tue und wie, das schon ok ist, bzw. es war nie so, dass ich mich angetrieben fühlte, gute Noten mit nachhause zu bringen. Vielleicht war da ein bisschen zu viel (gefühlte) Gleichgültigkeit. Wichtig war, ruhig zu sein, keinen Ärger zu machen - das klingt jetzt etwas hart und vermittelt unter Umständen ein Bild von meinen Eltern, das nicht ganz fair ist. Aber letztlich ist es schon so gewesen, dass beide immer viel zu sehr mit eigenen Problemen und unausgelebten Dingen und Sehnsüchten, wie ich glaube, beschäftigt waren, als dass da viel Kraft für ein schwieriges Kind gewesen wäre.

    Eigentlich waren da sonst aber überhaupt keine Erwartungen an mich. Insbesondere, was meinen Vater betrifft, muss ich sagen: da habe ich immer das Gefühl gehabt, er traut mir rein gar nichts zu und es ist ihm auch lieber, wenn ich nichts kann - das hört sich verrückt an, aber so konnte er sich wichtig und gebraucht fühlen. Ich glaube, ich war und bin immer ein absolut fremdes und unverständliches Wesen für ihn gewesen, und für mich hat sich dieses Unverständnis immer wie Desinteresse angefühlt , so als ob bis auf das Ausfüllen der Tochter-Rolle nichts weiter von mir verlangt würde und auch nichts weiter von Bedeutung wäre. Das finde ich auch heute noch Schade, und bei ihm hat es dazu geführt, dass er mich im Rahmen seiner Möglichkeiten mit materiellen Dingen überschüttet hat, fast als ob das ein Ersatz wäre.

    Vielleicht ist das Mittelmaß tatsächlich nie gut genug für mich gewesen, weil ich immer so sehr Schwierigkeiten hatte, mich mit einer Gruppe zu identifizieren. Vielleicht wollte ich mich tatsächlich immer ein Stück abheben.

    Und Elwyn: du hat das alles sehr gut auseinander klamüsert und besonders das, was du über das Pflichtgefühl und den inneren Widerstand schreibst, sagt mir sehr viel.



    @Nadine75:
    Schreib dir mal auf, wann du diese Hochgefühle hast und wann die Durststrecken sind- dann erkennst du vielleicht ein Muster im Kalender.
    Soll heißen: Wo stehst du..vor den Tagen oder danach.. frauentechnisch :)


    Sich auch mental eine Auszeit zu nehmen, ist nicht einfach. Ich lasse zu viel an mich heran, Kritik, ob gerechtfertigt oder nicht, Launen, Ungerechtigkeiten: sogar, wenn ich vom Verstand her weiß, diese oder jene Stichelei sagt nicht viel über mich sondern mehr über den Absender, so bleibt ein negatives Erlebnis oft tagelang hängen.
    Ich habe zur Zeit einen schwer erträglichen Chef, kombiniert mit einer sehr unsicheren Jobsituation, was ich auch dringend ändern müsste. Dennoch ist dein Tipp sehr richtig, nur wie macht man das, wirklich auch emotional abzuschalten ohne diese unangenehme Hintergrundmusik.


    @Stecher: Zum Beispiel um den Gedanken zuzulassen, dass Dir da etwas völlig falsches beigebracht wurde über Dich?
    Zum Beispiel, dass die Eltern oder wer auch immer ihre eigenen verletzten Gefühle auf Dich übertragen haben und Dir eingeredet und vorgelebt haben, dass Du nur dann geliebt wirst wenn Du zu ihren Bedingungen funktionierst

    Dazu hab ich ja schon weiter oben was geschrieben. Ich weiß nur nicht, ob das wirklich so gut ist, zu sehr in der Vergangenheit rumzustochern. Ich weiß ja im Grunde, wie und warum.

    Das mit dem Mantra stimmt, ich bin mir da selber wirklich nicht mehr bewusst, wie viel Negatives ich mir ständig selbst einrede.


    @Uli_F: Hat man sich mal mit seiner Mittelmäßigkeit abgefunden, ist alles prima
    Vielleicht bleibst Du deshalb nicht an einer Sache dran, weil Du denkst, du kommst, schöpfst den Rahm ab und wenn es schwierig wird, wirst Du mit deiner Begrenzung konfrontiert... Dann merkst Du, du bist nicht so toll, wie Du gerne wärst. Kenne ich alles, nur habe ich etwas gefunden, drei Dinge in meinem Leben, die sind mir so wichtig, das ich dran bleibe. Aber das Selbstbild will realistisch gemalt sein. Und das ist Nicht-toll, aber solide und schön

    Du hast es genau auf den Punkt getroffen. Ich sollte wirklich allmählich zu einem Selbstbild finden, dass der Realität standhält, denn es ist ja logisch, dass man sich nur so auch Fehler verzeihen kann. Es ist ja auch unvernünftig, stets Perfektion zu erwarten. Mir selbst gefällt nicht mal das perfekte, im Grunde liebe ich Brüche und Abweichungen und Ecken und Kanten usw. ;-) Nur, warum fällt es einem so schwer, zu sich selbst nachsichtiger zu sein?

    Zum Punkt Begeisterungsfähigkeit: ich glaube nicht, dass ich diese Begeisterung so offen zeige. Manchen Menschen schon, aber nur dann, wenn sowieso schon eine Vertrauensbasis da ist.
    Aber dass ich mich hinter dieser Begeisterung verstecke, daran könnte etwas Wahres sein. Fast so, als müsste man etwas "besitzen" vom anderen, damit man vollständig wird oder seine Leere füllt, als bräuchte man die andere Person dazu oder eben das, was sie hat, besondere Eigenschaften, Merkmale.

    Die tollen Männer, tja... vielleicht wärst Du bei einem Normalo, auf den Du dich einlassen kannst, bei dem Du dich zeigen kannst und der Dich wahrnimmt und sich Dir zuwendet, viel besser aufgehoben? Vielleicht muss der Mann gar nicht mehr so toll sein, wenn Du dich selbst mehr wohlwollend beachtest. Leg die Latte für dich nicht so hoch, daß Du selbst nicht dran kommst ...

    Ich weiß gar nicht, ob die alle unbedingt so toll sind. Aber irgendwie blockiere ich immer alles selbst, bevor es wirklich angefangen hat, was auch wieder mit meiner Unbeständigkeit zu tun hat. Wahrscheinlich, weil ich selbst so wechselhaft bin, traue ich anderen Menschen auch nicht zu, dass sie mich beständig mögen, also: heute, morgen und auch noch übermorgen und ich bin bei jedem anderen als von mir erwarteten verhalten irritiert und interpretiere vieles schnell als Ablehnung, dabei hat derjenige vielleicht einfach nur gerade einen schlechten Tag gehabt.

    @Sachensagen: Wahrscheinlich hast du das "Pech" ziemlich begabt zu sein - Disziplin ist in deinen Augen möglicherweise eher etwas Negatives - etwas, das "Unbegabte" brauchen. Und wenn du merkst, du kommst ohne Disziplin nicht weiter, hasst du dich, weil du nicht mehr zu den "Begabten" zählst.
    Bei mir war das zumindest so. Hat echt gedauert, bis ich kapiert habe, dass Disziplin etwas Freiwilliges, etwas Unterstützendes ist und nichts Aufoktroriertes. Und dass alle Begabten, die erfolgreich sind, unglaublich diszipliniert sind - von Mick Jagger über Madonna bis hin zu Lionel Messi.

    Naja, ich glaube eher nicht, dass ich übermäßig begabt bin, aber es ist wohl wahr, dass ich mein Potential nicht wirklich ausgeschöpft habe. Und es stimmt, du hast recht: diese Disziplin nehme ich tatsächlich eher als aufoktroiert und daher nervend und belastend wahr, anstatt, wie es sein sollte, als Unterstützung. Kann man die Betrachtungsweise dazu ändern? Ich bin schon dabei, es so zu versuchen, wie du vorschlägst: in kleinen Schritten.

    Was du zu dem Pendeln zwischen den Extremen schreibst, fühlt sich richtig an: ja, es verbraucht unglaublich viel Energie. Man fühlt sich müde, wenn man die Energie nicht richtig nutzt, so als ob man schon seit Ewigkeiten ohne Pause läuft, so ähnlich fühlt sich das an.


    und nochmal @Stecher:

    es stimmt schon, man zieht auch aus negativen Erlebnissen und Krisen Positives. Man entwickelt ja auch Fähigkeiten, wenn man nicht die übliche Biografie hat, und wenn es vielleicht viele Abweichungen und Hindernisse gibt. Diese Erfahrungen sind nicht nur schlecht, aber man muss doch auch etwas damit anfangen können. Die Erfahrung nur um der Erfahrung willen genügt nicht.

    Da ist noch so viel in meinem Kopf, im Moment aber nur ungeordnet, deshalb mache ich an dieser Stelle erst mal Schluss.

  9. Inaktiver User

    AW: Niemals satt

    Zitat Zitat von farrah79 Beitrag anzeigen
    Da ist noch so viel in meinem Kopf, im Moment aber nur ungeordnet, deshalb mache ich an dieser Stelle erst mal Schluss.
    farrah,
    das Problem der intelligenten Menschen ist, dass sie vieles oder fast alles mit dem Kopf durchdenken und analysieren wollen. Das ist die einzige Möglichkeit um sicher durchs Leben zu gehen weil Gefühle als etwas bedrohliches abgespeichert wurden.


    Du musst nicht in der Vergangenheit bohren, Du kannst Dich jetzt sofort entscheiden das Leben zu führen was Du Dir selbst vorstellst, die Frage ist, kannst Du im Moment überhaupt unterscheiden was Du selbst willst?

    Und wenn Du kein Fundament hast auf dem Du gut stehen kannst dann wirst Du auch die Erfahrungen, die Du gemacht hast nicht einsetzen können, Du hast einen Rucksack an Erfahrungen und Werkzeugen drin weißt aber nicht wie man den Rucksack aufmacht und das frustriert auf Dauer.

  10. Inaktiver User

    AW: Niemals satt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @stecher, falls das an mich ging, ich kann hier kein youtube kucken.

    Ich denke, wir sollten den Strang der TE aber auch nicht schreddern. Also, zurück zum Thema ...
    Nein ging nicht an Dich, war für farrah gedacht, hab mir gedacht könnte grad passen?

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