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Thema: Niemals satt

  1. Inaktiver User

    AW: Niemals satt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In dem Zustand habe ich meine (zukünftige) Karriere an die Wand gefahren. (Mittlerweile kann ich das grinsend sagen, weil ich mich wieder gefangen habe - und nun etwas ganz anderes mache als geplant, dabei aber immer zufriedener werde.)

    Zu allem anderen ist schon viel gesagt worden, daher greif ich mal nur diesen Aspekt heraus - den halte ich nämlich für durchaus wichtig. Ansonsten kenne ich einiges von dem, was Du schreibst - und ich würde es gar nicht so negativ bewerten. Intensiv träumen zu können ist auch etwas tolles! Nur dieses Gefühl beständiger Leere, Hungers, Unzufriedenheit - das zehrt natürlich. Treibt Dich aber auch an. Ein zweischneidiges Schwert, wie vieles.

    Alles Gute

    Sin
    ich schliesse mich Sin an.

    diese leere, wie du sie beschreibst, die haben auch leute denen alles in den schoss fällt.
    schau nur mal bei den ganzen managern, politikern, sportlern, promis.

    ich hatte auch mal so ne phase und bin dann quasi auf den HUND gekommen.
    bin mit einem fremden hund stundenlang durch wälder und wiesen gestreift.
    meine gedanken und vor allem mein kopf wurde frei.

    so vorher noch nie erlebt, weil immer auf der überholspur.

    also, mein rat, suche dir eine "auszeit" von all dem was dich so umtreibt, wer da bei dir mitmischt, dich beeinflusst, ob positiv oder negativ.

    zwing dich mal STUNDEN MIT DIR ALLEIN zu sein.
    egal wo und wann, aber sei mit dir allein.
    du wirst antworten finden...und handeln.

    es werden dir d a n a c h menschen begegnen, situationen, wo du genau spürst....DAS IST ES!
    diese zerrissenheit...ich könnte eigentlich alles, aber nix so richtig, entfällt.

  2. Inaktiver User

    AW: Niemals satt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In dem Zustand habe ich meine (zukünftige) Karriere an die Wand gefahren. (Mittlerweile kann ich das grinsend sagen, weil ich mich wieder gefangen habe - und nun etwas ganz anderes mache als geplant, dabei aber immer zufriedener werde.)

    Zu allem anderen ist schon viel gesagt worden, daher greif ich mal nur diesen Aspekt heraus - den halte ich nämlich für durchaus wichtig. Ansonsten kenne ich einiges von dem, was Du schreibst - und ich würde es gar nicht so negativ bewerten. Intensiv träumen zu können ist auch etwas tolles! Nur dieses Gefühl beständiger Leere, Hungers, Unzufriedenheit - das zehrt natürlich. Treibt Dich aber auch an. Ein zweischneidiges Schwert, wie vieles.

    Alles Gute

    Sin
    ich schliesse mich Sin an.

    diese leere, wie du sie beschreibst, die haben auch leute denen alles in den schoss fällt.
    schau nur mal bei den ganzen managern, politikern, sportlern, promis.

    ich hatte auch mal so ne phase und bin dann quasi auf den HUND gekommen.
    bin mit einem fremden hund stundenlang durch wälder und wiesen gestreift.
    meine gedanken und vor allem mein kopf wurde frei.

    so vorher noch nie erlebt, weil immer auf der überholspur.

    also, mein rat, suche dir eine "auszeit" von all dem was dich so umtreibt, wer da bei dir mitmischt, dich beeinflusst, ob positiv oder negativ.

    zwing dich mal STUNDEN MIT DIR ALLEIN zu sein.
    egal wo und wann, aber sei mit dir allein.
    du wirst antworten finden...und handeln.

    es werden dir d a n a c h menschen begegnen, situationen, wo du genau spürst....DAS IST ES!
    diese zerrissenheit...ich könnte eigentlich alles, aber nix so richtig, entfällt.

  3. Inaktiver User

    AW: Niemals satt

    sorry....doppelt....

  4. Inaktiver User

    AW: Niemals satt

    Zitat Zitat von farrah79 Beitrag anzeigen
    Es ist ja nicht so, als hätte ich mich mein Leben lang zu sehr zusammen gerissen. Im Gegenteil, ich hab ja zu wenig durchgehalten, hab zu viel durchgehangen. Gleichzeitig habe ich auch nicht so viel aus meinem Leben gemacht, wie ich hätte machen können: aus Ängstlichkeit, Trägheit, was auch immer.
    All das was Du hier schreibst sind bereits Deine Gedanken, das ist das was ich mit Inneschau meine. Du bewertest Dich und wertest Dich damit ab:
    - ich halte zu wenig durch
    - ich hänge zu viel durch
    - ich habe aus meinem Leben nicht so viel gemacht
    - ich bin ängstlich
    - ich bin träge

    Im Endeffekt wiederholst Du ständig das Mantra: Ich bin eine Versagerin!


    Ich habe mich vielleicht missverständlich ausgedrückt. Ich kenne mich schon gut, ich kann mich nur nicht hinsetzen und dann irgendwas "hören", was irgendetwas in mir angeblich sagt - wahrscheinlich fehlt mir die Phantasie dazu.
    Das stimmt so nicht, oben hast es selbst widerlegt. Man muss da nix künstliches erzeugen oder die Phantasie bemühen, es reicht wenn Du dem zuhörst was es in Dir denkt.

    Ich weiß ganz genau, woher dieses Gefühl des nicht gut genug seins zum Beispiel herkommt, aber was nützt mir das?
    Zum Beispiel um den Gedanken zuzulassen, dass Dir da etwas völlig falsches beigebracht wurde über Dich?
    Zum Beispiel, dass die Eltern oder wer auch immer ihre eigenen verletzten Gefühle auf Dich übertragen haben und Dir eingeredet und vorgelebt haben, dass Du nur dann geliebt wirst wenn Du zu ihren Bedingungen funktionierst?

    Und dein Vorschlag, mal was ganz neues ohne Sicherheit auszuprobieren, klingt gut. Nur Momentan ist auch das ein Teil meines Problems: meine Lebensumstände sind zur Zeit sehr unsicher. Ein bisschen hänge ich sowieso schon in den Seilen, aber vielleicht kommt mir das auch nur so vor. Vielleicht hast du recht und ich sollte wirklich mal was ganz neuse versuchen.
    Das muss nix grosses sein, mach mal folgendes wenn es Dir zusagt:
    Geh in den Wald, nimm ne Decke mit und leg Dich einfach für ne halbe Stunde auf den Boden!

    Ansonsten machst mal einen Ausflug nach Bayern

  5. Inaktiver User

    AW: Niemals satt

    Zitat Zitat von farrah79 Beitrag anzeigen


    Tut mir leid für den wirren langen Text. Ich musste das einfach mal loswerden.
    Hee, den habe ich gerne gelesen. Du hast sehr schöne Formulierungen da drin.

  6. Inaktiver User

    AW: Niemals satt

    Mir fällt auf, dass Du anscheinend permanent in Extremen denkst. Hängen geblieben bin ich z.B. an der Musik. Du schreibst, daß Du beneidest, wenn ein Musiker sein Instrument meisterhaft beherrscht.

    Weißt Du, wie das im normalen Leben aussieht? Man übt und probiert und macht und tut und spielt mittelmäßig zum Sonntagsfrühschoppen beim nächsten Stadtfest. Und das macht Spaß. Es geht nicht darum etwas meisterhaft zu beherrschen. Solche Menschen sind extreme Ausnahmen, die ihr Leben der Sache widmen. Daran musst Du dich nicht orientieren und auch nicht messen. Hat man sich mal mit seiner Mittelmäßigkeit abgefunden, ist alles prima
    Vielleicht bleibst Du deshalb nicht an einer Sache dran, weil Du denkst, du kommst, schöpfst den Rahm ab und wenn es schwierig wird, wirst Du mit deiner Begrenzung konfrontiert... Dann merkst Du, du bist nicht so toll, wie Du gerne wärst. Kenne ich alles, nur habe ich etwas gefunden, drei Dinge in meinem Leben, die sind mir so wichtig, das ich dran bleibe. Aber das Selbstbild will realistisch gemalt sein. Und das ist Nicht-toll, aber solide und schön

    Unter diesem Aspekt deine Texte gelesen fallen einem dauernd Worte auf, die Superlative darstellen. Wie wäre es, dich mal auf Mittelmaß runterzufahren? Ein normaler Mensch zu sein?

    Begeisterungsfähigkeit ist etwas sehr schönes und wertvolles. Aber es hat seine Tücken. Man kann damit auch Menschen anziehen, die sich genau darin sonnen, aber dabei weniger an Dir selbst interessiert sind, sondern eher an dem Spiegel, den Du ihnen lieferst. Das muss nicht mal ausnutzend sein, vielleicht bietest Du dich da an? Denn wenn ich jemanden anderen ganz toll finde, kann ich mich unter Umständen auch selbst hinter dieser Begeisterungsfähigkeit verstecken und es ok finden, wenn ich selbst und meine Bedürfnisse gar nicht so viel wahrgenommen werden. Weil ich meine eigenen Bedürfnisse für nicht so wichtig nehme?
    Begeisterungsfähigkeit kann dazu führen, daß man zu sehr beim DU ist und zu wenig danach schaut, bekomme ich denn, was ich mir wünsche???? Oder sich gar nicht erst die Frage beantworten muss, was ich mir wünsche.

    Die tollen Männer, tja... vielleicht wärst Du bei einem Normalo, auf den Du dich einlassen kannst, bei dem Du dich zeigen kannst und der Dich wahrnimmt und sich Dir zuwendet, viel besser aufgehoben? Vielleicht muss der Mann gar nicht mehr so toll sein, wenn Du dich selbst mehr wohlwollend beachtest. Leg die Latte für dich nicht so hoch, daß Du selbst nicht dran kommst ...

    Und:
    Toll ist auch eine Form der Distanz. Von unten nach oben.

    Vielleicht war bei meinen Gedanken was dabei für dich. Ich wünsche Dir, daß Du ein gutes Maß findest. Für dich.
    Geändert von Inaktiver User (28.09.2011 um 14:21 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Niemals satt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hee, den habe ich gerne gelesen. Du hast sehr schöne Formulierungen da drin.
    Danke, Du hast mich grad inspiriert!


    @farrah

    Du fragst, was kannst Du tun?

    Eine weitere Möglichkeit ist auch zu schauen welche Gaben Du durch Deine Erfahrungen bekommen hast, welche Vorteile das hatte, das es Dir so ergangen ist.

    Wir sind so sehr auf das negative fixiert, so dass wir die positiven Seiten gar nicht mehr wahrnehmen.

    Als Beispiel eben das was Uli geschrieben hat, das Du schön formulieren kannst und da gibts bestimmt noch mehr Eigenschaften, die Du gar nicht wahrnimmst oder als selbstverständlich bei Dir abtust, da kannst auch mal hingucken wennst magst.

  8. User Info Menu

    AW: Niemals satt

    Liebe Farrah,

    was du schreibst, könnte ich vor 15 Jahren sein.
    Habe immer alles groß angefangen und dann kläglich klein beendet.
    Meine Begeisterungsfähigkeit gehasst, gleich gesetzt mit meiner Wechselhaftigkeit und inneren Unruhe.
    Mich ständig und immer nur bewertet, meistens negativ: Ich sollte kreativer sein. ich sollte ein Musikinstrument spielen. Ich sollte Ausdauersport machen. Ich sollte mich auf Tätigkeiten und Menschen einlassen, anstatt ständig nur um mich selbst zu kreisen.

    Einerseits:
    Abwertung führt immer zu Misserfolg. Wie aber aus dem Kreislauf herauskommen, sich selbst zwanghaft abwerten zu müssen? Ich habe irgendwann erkannt, dass ich dafür einen anderen Menschen BRAUCHE. Da dieser anderen Mensch nicht schon wieder ein neuer Lover sein sollte, habe ich mich für einen Therapeuten entschieden. Und der hat es tatsächlich geschafft, all das, was ich bin, wie ich bin, was mich ausmacht, in einem völlig anderen Licht zu sehen, mich quasi mir selbst in einem anderen Licht zu präsentieren.

    Anderseits hast du mit vielem sehr sehr Recht:
    Ohne Disziplin und nur mit Tagträumerei kommt man nicht weiter und wird auf Dauer leer und unbefriedigt bleiben, weil man einfach nichts zustande bringt.

    Deshalb würde ich dir schon raten, in kleinen Schritten deine Disziplin zu verbessern. Ich habe damals jeden Tag zwanzig Minuten lang Klavier geübt! Etwa 15 Monate lang. Und dabei habe ich bemerkt, dass ich eigentlich mit dem Klavierspielen nur angefangen habe, weil ich sehr schnell sehr gut werden wollte. Diesen Plan habe ich immer mehr aufgegeben, je mehr mir das Instrument ans Herz gewachsen ist. Manchmal habe ich 1 Stunde gespielt ohne es zu merken. Und es war mir egal, wie viel Fehler ich gemacht habe. Mein einziges Ziel war: 20 Minuten täglich spielen, egal was und wie.

    Ich will damit sagen: Disziplin hat nichts mit Quälerei, Leistungsdenken oder Druck zu tun. Sondern damit, dem, was man tut, eine Struktur, eine Ordnung zu geben. Welche Ordnung das genau ist, das bestimmst du selbst! Erst durch diese Struktur entsteht deine Freiheit, dich voll und ganz dieser Tätigkeit hinzugeben!

    Die meisten Dinge muss man lernen. Die einen tun sich schwer mit Lernen, die anderen leicht. Wer sich mit Lernen schwer tut, wird sich sehr schnell der o.g. Ordnung unterwerfen, sonst wird er nie etwas lernen. Wer aber sehr schnell Dinge kapiert und umsetzen kann, kommt oftmals gar nicht an den Punkt, an dem er sich einer (fremden oder aber dieser selbst geschaffenen) Disziplin unterwerfen muss.

    Wahrscheinlich hast du das "Pech" ziemlich begabt zu sein - Disziplin ist in deinen Augen möglicherweise eher etwas Negatives - etwas, das "Unbegabte" brauchen. Und wenn du merkst, du kommst ohne Disziplin nicht weiter, hasst du dich, weil du nicht mehr zu den "Begabten" zählst.
    Bei mir war das zumindest so. Hat echt gedauert, bis ich kapiert habe, dass Disziplin etwas Freiwilliges, etwas Unterstützendes ist und nichts Aufoktroriertes. Und dass alle Begabten, die erfolgreich sind, unglaublich diszipliniert sind - von Mick Jagger über Madonna bis hin zu Lionel Messi.

    Und auch, dass alle Menschen, vor allem kreative Menschen, mit diesen zwei Extremen zu kämpfen haben:
    Leere - Fülle, Träumen - Handeln, Disziplin - Freiheit, Einsamkeit - Symbiose, Sex - Sublimation!

    Das eine kann ohne das andere nicht existieren! Je heftiger du zwischen diesen beiden Extremen hin- und herpendelst, desto mehr Energie erzeugst du. Und verbrauchst du natürlich auch. Das für dich richtige Maß musst du selbst herausfinden. Da gibt es kein richtig oder falsch. Es gibt nur ein "Zergehe ich in Selbstmitleid und hasse mich dafür" oder "Unterstütze ich mich selbst und liebe mich so gut es geht".

    Ich finde, allein, dass du dir diese Fragen stellst, zeigt, dass du auf einem guten Weg bist - auf dem Weg zu dir selbst. Und um herauszufinden, was man kann, was man will, und wie man sich liebt und selbst unterstützt, muss man nunmal zu einem gewissen Grad um sich selbst kreisen. Eine Zeit lang.

  9. User Info Menu

    AW: Niemals satt

    @Uli_F: Ganz großartiger Beitrag

  10. Inaktiver User

    AW: Niemals satt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Danke, Du hast mich grad inspiriert!


    ...
    Und ich hab' dich gerade von der Ignorierliste genommen ...

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