Eine Arbeitskollegin, jetzt in Rente, früher viel mit Flugzeug unterwegs. Kurz vor ihren Dienstreisen wurde ich immer informiert, dass im Duty-free wieder nach Escada-T-Shirts geguckt wird. Hat mich überhaupt nicht interessiert.
Die Dinger sehen scheiße aus. Mit Bling-Bling-Herzchen vor der Brust und solch anderem funkelndem Käse.
Antworten
Ergebnis 61 bis 70 von 252
-
07.09.2011, 15:23
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd ein Schmetterling und du wirst Filet.
Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)
Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)
-
07.09.2011, 15:23
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Ich glaube, die Franzosen sind da mittlerweile lockerer als die Deutschen, obwohl Paris reinste Modestadt ist!
Naja, bei einem Polo-Shirt oder einer Unterhose geht das ja noch, aber bei anderen Produkten wird es mittlerweile schwer, etwas ganz ohne Aufdruck oder Label zu finden, was die Herkunft nicht verrät. Und am Ende "verrät" einen ja doch der Einnäher...
Und selbst die "Billigheimer" könnten heutzutage in politisch inkorrekten Verdacht geraten, dass ihre Klamotten in aller Regel aufgrund der grenzwertigen Produktionsweise, seien sie auch noch so günstig und neutral, auch dann oder gerade dann immer noch irgendein ganz übles System unterstützen.
Da hilft nur: Des Kaisers neue Kleider!
Man sollte nie die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist groß genug.
Bertrand Arthur William Russell
-
07.09.2011, 15:25Inaktiver User
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Ich finde das echt lustig. weil so nen ähnlichen Strang hab ich aufgemacht.
Mir wurde geraten mein tueggs im Müll!! zu suchen
-
07.09.2011, 15:26
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Vor allem ist es heute sehr anstrengend ein Shirt zu kaufen dass kein Markenzeichen hat. Dann kann die Tatsache dass ich viel Geld dafuer ausgebe ein Shirt zu kaufen auf dem kein Logo zu sehen ist..eben auch ein Statement sein: Ich gefalle mir in der Rolle des "Ich halte nichts von Labeln und Schubladen..ich steh darueber". Aber alleine die Tatsache dass ich halb Europa bereise um Nicht Labels zu finden..zeigt wie wenig ich darueber stehe.
Stuende ich darueber.. waere es mir egal ob die Jacke von C& A, Bogner oder Armani ist. Hauptsache sie passt, gefaellt mir und ich hab Freude dran.
(Off Topic, faellt mir gerade ein..weiss jemand wann Aldi immer die Skiklamotten ins Sortiment schmeisst, ist das im Herbst oder Winter?)
-
07.09.2011, 15:29Inaktiver User
-
07.09.2011, 15:30Inaktiver User
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Da ich jetzt auch nicht vorhabe, eine soziologisch/ökonomische/kulturelle Studie über dass Bekleidungsverhalten von Mitteleuropäern aufzustellen, und es nach seinen Für-und Widerpunken abzuklopfen, kann ich auch nur sagen: Genau, kann jeder halten, wie er möchte.
Wie schon Elwyn sagte, folge ich ihr mit anderen Worten: Ich kaufe das, was mir gefällt (und ich das Geld dazu habe) und wenn ich dabei mal aus Versehen ein Markenlogo erwischen sollte, weil sie mir nach meinen Kriterien zufolge gefällt, sage ich nicht Nein. Grade gestern wollte ich mir eine Legging kaufen, weil sie sich so wunderbar weich und von guter Qualität anfühlte. Außerdem war die Farbe TOP! Aber der Preis passt leider nicht in mein momentanes Budget. War eine BOSS-Hose, so nebenbei bemerkt....
Meine Kriterien sind:
* gute Qualität
* wenn möglich schadstofffrei und "fair"
* ja, und wenn man damit auch noch die hiesige Verarbeitungsindustrie (gibts die hier überhaupt noch??) ankurbeln kann, ist doch bestens!
Oder gleich Second Hand...
Wobei ich zugeben muss, dass mir die Idee von "Ich bin ich und kein Logo" schon gut gefällt.
-
07.09.2011, 15:31
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Danke Daisy_Duck
-
07.09.2011, 15:41
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Daraus machen ja Marco Polo (und auch Barbour) fast wieder ein System: Die Klamotten von Marco Polo sind sehr dezent, teilweise genauso lappig wie ein C & A - T-Shirt, wenn auch etwas haltbarer...
...mit den Klamotten sagt man nicht unbedingt viel Offensichtliches (jedenfalls nix anderes als Esprit oder SOliver bsp. auch) aus, wäre da nicht...ja, wäre da nicht dieser kleine dezente MOP-Aufnäher...
...und damit sagt man aus, dass man ÜBER allzu offensichtlichen Modetrends steht, sich das aber leisten kann!
Geändert von Elwyn (07.09.2011 um 15:45 Uhr)
Man sollte nie die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist groß genug.
Bertrand Arthur William Russell
-
07.09.2011, 16:01Inaktiver User
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Ich fand es beim Brillenkauf total nervig, dass ÜBERALL an der Seite das RIESIGE Logo klebte. Super, obwohl mir das Modell gefiel, musste ein No-Name her. Ich bind doch keine Reklametafel?!
Vor Jahren kaufte ich mir übrigens echt aus Versehen ein Burberry-Modell (ohne zu wissen, dass es was Besonderes ist, gefiel mir einfach). Der Name war ganz dezent eingraviert, und nur "Eingeweihte" sprachen mich drauf an.
Heute beschäftige ich mich mehr mit Mode, und da finde ich Namensnennung nicht schlimm. Ich respektiere damit die Leistung eines Designers.
-
07.09.2011, 16:06
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
ganz offen gestanden suche ich mir normalerweise Sachen aus, ohne nach der Marke zu gucken. Bei Blusen weiß ich, dass Eterna gut bei mir sitzt, während z.B. Esprit usw. zu eng sitzen. Aber ich trage Eterna NICHT, weil der Ministicker auf der Brusttasche aufgenäht ist, den sowieso keiner erkennt, der die Marke nicht kennt.

Auf die Idee, dass man das von dir genannte Statement überhaupt abgeben möchte, bin ich bisher nicht gekommen.


Zitieren

