Nicht nur die Ordensträger, sondern ganze Kleiderordnungen für einzelne Stände im gesamten Mittelalter und darüber hinaus.
Das ist glücklicherweise heute durchlässiger geworden, scheint aber eben immer noch - individueller - sehr sehr wichtig zu sein. Man kann Status natürlich sehr gut über Kleidung demonstrieren, keine Frage. Es ist heute aber so, dass man es nicht mehr unbedingt muss!
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15.09.2011, 10:27
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Man sollte nie die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist groß genug.
Bertrand Arthur William Russell
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15.09.2011, 10:50Inaktiver User
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Das ist ein gutes Beispiel und gilt bis ins zwanzigste Jahrhundert hinein.
Ich fand es immer faszinierend, wie gut es den Zeichnern der "Simplicissimus" gelang, Charaktere und die Zugehörigkeit zu einer bestimmten gesellschaftlichen Schicht über das Karikieren von Kleidung auszudrücken.
Von solchen Kleiderordnungen sind heute nur noch Reste in manchen Branchen vorhanden. In der Freizeit sehen alle gleich aus. Vielleicht ist der Markenhype tatsächlich der letzte Versuch, über Kleidung Status auszudrücken.
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15.09.2011, 10:57
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15.09.2011, 11:36Inaktiver User
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Also, ich habe jetzt mal nach dieser, mir bislang unbekannten Marke, gegoogelt.
Man könnte jetzt auch lästern über diejenigen hier, die die Wellensteyn-Produkte als billigen Durchschnitt abtun. Ich persönlich finde 459 Euro für eine Winterjacke durchaus nicht durchschnittlich.
Was wollen uns also jene sagen, die hier behaupten, das sei doch nichts zum Angeben, weil so Mittelklasse? ...
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15.09.2011, 11:42Inaktiver User
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Wow, naja, es ist eben alles relativ und je nach Geldbeutel. Soll Leute geben, die das tatsächlich günstig finden...
Wir waren mal bei einer, die mein Mann noch von früher gekannt hat. Die hatte mittlerweile einen Unternehmer geheiratet und lebte in einem etwas ungemütlich eingerichtet Häuschen, was aber sicher viel Geld gekostet hat. War auch so mit Schwimmbad. Wir fühlten uns dort dann doch etwas fehl am Platze. Er wollte die Dame unbedingt mal wieder sehen und die waren auch sehr gastfreundlich und wir übernachteten dort dann auch. Trotzdem merkt man, dass da einfach Welten dazwischen liegen. Die erzählten sich von etlichen Partys, wo sie waren. Meist haben sie sich dann auch noch aufgeteilt, er zu der Party, sie zu dieser Party. War wohl effektiver bzw. besser auf die Bedürfnisse des einzelnen abgestimmt. Aber sicher gibt es in höheren Kreisen auch extra Partys für Frauen, damit die den Männern nicht dauernd inne Füße rumhocken und ihre Nasen überall reinstecken. Naja und die ganzen Prositituierten, die sie dann da gebucht haben, die können so sicher auch besser ihrer Arbeit nachkommen
Wer weiß... Sicher gibt es aber auch in diesen Kreisen solche und solche...
Jedenfalls unterhielten die beiden sich so während wir frühstückten. Und er meinte dann irgendwie was von einem super Sonderangebot, das er gekauft hatte. Einen Pullover für NUR 200 Euro.
Ich kann da gar nicht mitreden, welche Marken bei der Mittelschicht so rundgehen. Woher auch?
Das Spielchen funktioniert wohl auch nur unter seinesgleichen bzw. da, wo man dazugehören möchte. Denn von uns kann mit Wellensteyn offensichtlich nicht jeder was anfangen, weil man nicht weiß, was es ist und wieviel es kostet. In den entsprechenden Kreisen ist das so wie eine Geheimsprache: ich kann mir das leisten, mein Mann kann sich das leisten etc. Aber auch das ist wohl eben in den Kreisen genauso wie eben HartzIV-Empfänger sich austauschen über Kik-Klamotten und wo man was günstig kriegen kann. Die Mittelschicht lebt einfach in anderen Dimensionen. Lächerlich wird es wohl dann, wenn man es sich eigentlich überhaupt nicht leisten kann so zu leben und trotzdem krampfhaft mithalten möchte.
LG
MrsInkognitoGeändert von Inaktiver User (15.09.2011 um 11:46 Uhr)
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15.09.2011, 11:54Inaktiver User
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
... nicht als billigen Durchschnitt, aber eben auch nicht als Status-, Prestige- oder was auch immer Objekt, tilbage. Hier ging es ja ursprünglich um "Protzen" mit Labels und dazu ist eine Wellensteyn Jacke nun wirklich nicht angetan...
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15.09.2011, 12:00Inaktiver User
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15.09.2011, 12:05
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Ja, das finde ich auch sehr interessant, würde aber voraussetzen, dass immer ein Bedürfnis besteht, sich einer bestimmten Gruppe oder einem Status zugehörig zu fühlen oder das zumindest nach aussen hin zu zeigen.
Ich glaube, heute ist das mehrdimensional. Es braucht nicht mehr NUR Kleidung, um sich einem Status oder eine Gruppe zugehörig zu zeigen, in manchen Gruppen geht das auch anders (Bildung, Einkommen, Besitz, Hobby, Interessen usw.).
Kleidung ist diesbezüglich sehr eindimensional und kann auch irreführend sein bzw. sooo einfach BLENDEN.
Finds ja immer interessant, wenn du "soziologisch" wirst, I-Dille, und diskutiere gern darüber.
Man sollte nie die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist groß genug.
Bertrand Arthur William Russell
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15.09.2011, 12:06Inaktiver User
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15.09.2011, 12:09Inaktiver User



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