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09.09.2011, 08:23
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
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09.09.2011, 08:44
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Hm, aber ich kenne durchaus auch Leute, die eine sehr teure Kameraausrüstung haben, aber null Ahnung vom Fotografieren. Das merkt man gerade in Zeiten von Digitalkameras ja oft sehr schnell, wenn man sich die Bilder anschaut.
Technischer Schnickschnack taugt in Männerkreisen genauso zum Angeben wie modischer Schnickschnack bei Frauen. Wobei es trotzdem immer Leute braucht, die mit den entsprechenden Marken auch was anfangen können, sonst verpufft der Effekt.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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09.09.2011, 09:33
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Ich schrieb oben..er MAG Kameras, nicht er kann damit umgehen. Ein anderer mag schoene Uhren oder eine bestimmte Laptopmarke obwohl er ausser email schreiben und Porno gucken nicht viel am PC macht. Ist es nicht vollkommen egal wofuer jemand sein Geld ausgibt? Klar kann ich mit Leuten weniger anfangen die ihr ganzes Geld fuer die richtige Hose ausgeben..aber ich kann auch nichts mit Leuten anfangen die alles in ihre Reitbeteiligung stecken und den richtigen Sattel und Schuhe. Oder die Eisenbahnsammler oder Maenner die ihr Geld ausgeben indem sie ihrem Verein zum anfeuern jedes WE nachreisen.Hm, aber ich kenne durchaus auch Leute, die eine sehr teure Kameraausrüstung haben, aber null Ahnung vom Fotografieren. Das merkt man gerade in Zeiten von Digitalkameras ja oft sehr schnell, wenn man sich die Bilder anschaut.
Aber das sind doch keine Dinge die weniger oder mehr wert sind nur weil ich Pferde und Modelleisenbahnen nicht mag. Es macht diesen Leuten Spass und das finde ich toll. Es gibt nichts grauenhafteres als Menschen ohne irgendeine Leidenschaft.Und mir ist dann sogar jemand lieber der mir stundenlang ein Ohr abkaut dass Designer xyz auch nicht mehr das ist was er war als diejenigen die dann was von Neureich murmeln.
Nach meinen Erfahrungen sind diejenigen die am lautesten " Neureich" schreien diejenigen die nie Geld hatten und auch nie richtig reiche Leute kennen. Aber es gerne haetten und sie bauen dann einen Mythos auf wie reiche Leute sind.
Der andere Prozentsatz sind die neidischen "Altreichen" die unbedingt ihre Familientradition erwaehnen muessen..dabei leider uebersehen dass sie nur Altreich sind weil ihr Grossvater mal Neureich sind.
Kein "Altreicher" leidet unter Statussymbolen. Er geniesst sie und lebt sie. Denn selbstverstaendlich sind die alten abgewetzen Stiefel auch ein Statussymbol. Der Grossvater hat sie ja beim "richtigen" Schumacher in London anfertigen lassen.
Kauf ich mir heute eine LV Tasche..zeigt dies ich habe dafuer gearbeitet und es mar mir dies wert. Erbe ich sie von meiner Mutter..sagt es mein Vater hat dafuer gearbeitet und meine Mutter war es ihm wert.
Meckert jemand ueber diese Taschen in Bezug auf den Preis, sind sie demjenigen halt den Preis nicht wert.
Jedes Ding hat fuer jeden Menschen einen anderen Wert. Ich finde es albern aufgrund meiner anderen Wertigkeit den Anderen zu unterstellen sie wollen nur angeben.
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09.09.2011, 09:49Inaktiver User
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Klasse...dann kauf ich sogar schonmal Einweckkameras.
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09.09.2011, 09:51Inaktiver User
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Mein Mann ist alles andere als ein Angeber oder Protzer oder Statussymbolfetischist. Doch wenn er und sein bester Freund ihre neuesten Errungenschaften für's Fliegenfischen abgleichen - da könnte man meinen, sie wären beide alles drei...
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09.09.2011, 09:54
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09.09.2011, 11:07
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Das sehe ich ja genauso. Aber das heißt doch nicht, dass es nicht auch Leute gibt, die nicht aus Freude an der Sache kaufen, sondern um andere Leute damit zu beeindrucken. Und das merkt man, behaupte ich mal. Meine Mutter hat eine Nachbarin, die jedesmal, wenn sie erzählt, was sie gerade neu gekauft hat, gleich den Preis dazu nennt. Und kurz darauf, werden die teuren Esszimmerstühle schon wieder gegen neue für xx Euro ausgetauscht, weil die alten nun doch nicht bequem waren.
Ich kann mich total mitfreuen, wenn sich jemand endlich die ersehnte Kamera, Handtasche, Designerlampe kaufen kann, auch wenn es sich um etwas handelt, was mich selbst nicht interessiert. Aber es gibt auch so ein seelenloses Kaufen als Ersatzbefriedigung. Hauptsache man hat die Gewissheit das größte, teuerste, beste Wasauchimmer weit und breit zu haben, was dann auch lauthals verkündet wird. Und kurz darauf muss schon ein neues Spielzeug her. Mir tun solche Leute eher leid, als dass ich mich über sie aufrege, aber mir kann keiner erzählen, dass es das Phänomen als solches nicht gibt.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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09.09.2011, 11:37
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
So kann man das nichts sehen:
An ein Sofa hat man den Anspruch, dass die Qualität so gut ist, dass ich über Jahre darauf sitzen kann. Mitunter sitzt man bis zu zwei Jahrzehnte drauf, wenn man gute Qualität gekauft hat.
Täschchen sind Moden unterworfen und wenn man da schon länger sparen muss, um sich eine zu kaufen, dann lebt man ganz klar über seine Verhältnisse.
Kleidung, Schuhe, Accessoires sind Dinge, die man im Verhältnis zu seinem Verdienst kauft.
(Genau so wie jemand, der seine Urlaubsreise durch einen Kleinkredit finanziert.)
Wenn man für Markenartikel der Mode sparen muss, oder diesen gar über Kredit oder Überziehung des Kontos finanzieren muss, dann will man einfach in der falschen Liga spielen.
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09.09.2011, 11:46
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Naja, teure Taschen sind ja durchaus auch Klassiker und werden sogar noch weitervererbt (Antiquitäten der Zukunft gewissermaßen). Und auch Polstermöbel sind Moden unterworfen, wenn man nicht zu einem Designklassiker greift.
Ich könnte durchaus nachvollziehen, dass jemand ein Sofa von Ikea kauft und eine Handtasche von Chanel. In welchem Bereich man welche Qualitätsansprüche hat, ist doch sehr individuell.
Und ich finde, es ist auch ein gewaltiger Unterschied, ob ich für ein Luxusgut spare oder mich dafür verschulde. So lange ich keine Schulden mache, ist es doch im Grunde egal, wofür ich mein Geld ausgebe.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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09.09.2011, 12:44
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Genau so sehe ich das auch - wenn jemand auf eine Chanel-Tasche spart, dann ist alles im grünen Bereich.
Dani, deine Logik (auf Chanel sparen = über Verhältnisse leben) würde nur dann stimmen, wenn ich auf die Tasche spare, damit ich mit Frau Nachbarin mithalten kann.
Hier ist klar die - vergeblicher - Versuch des "reich seins" im Vordergrund.
In meinem Beispiel, war aber der Erwerb von Luxusgütern (Beispiel: Tasche) nur aus reinem Selbstzweck, sozusagen als Liebhaberstücke im Vordergrund. Wenn man die Taschen nur für sich selber und zu seiner Freude sammelt, dann fühlt man sich ja gar nicht "unter Druck", weil man ja niemendem etwas beweisen muss. Mir selber wäre es ja egal, wann ich meine Chanel Tasche habe. Ob nun im Dezember oder erst nächsten April.
Chennai



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