Solange ein Mensch das Geld übrig hat, ist es doch völlig egal, WOFÜR er es ausgibt. Ob er nun eine Bibliothek aufbaut, Oldtimer sammelt, oder teure Handtaschen kauft - ich würde das als sein kleines (oder größeres) Privatvergnügen sehen.
Problematisch (fürs Bankkonto) wird es nur, wenn man das Geld eigentlich nicht hat, und - aus vermeintlichen Zwängen - meint, trotzdem die teure Handtasche/Jeans, etc. haben zu müssen.
Ich habe auch meine Lieblingsmarken, die ich bevorzugt kaufe - weil mir der Stil gefällt, weil die Passform gut ist. Ich habe weder Zeit noch Lust, nach "ähnlichen" Sachen Ausschau zu halten.
Wenn man mal ehrlich ist: Gerade im Bereich Kleidung/Taschen/Dessous kauft frau ja nicht, weil sie etwas dringend braucht, sondern als eine Art Hobby. Und wenn ich mir ein weiteres Täschchen von Louis Vuitton in diesem entzückenden Grünton nicht leisten kann, muss ich eben drauf sparen. Ich benötige ja "eigentlich" keine Tasche.....![]()
Und weil der Kauf der LV-Tasche für mich eher in den Bereich "Hobby" gehört, verstehe ich, dass man eben die Tasche von LV will, und nicht die von H&M. Wenn du eine Märklin-Anlage hast, dann willst du keine Erweiterung von Fleischmann....
Chennai
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08.09.2011, 12:03
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
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08.09.2011, 12:06
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
oder die von Aldi, die sind ja auch aehnlichWenn du eine Märklin-Anlage hast, dann willst du keine Erweiterung von Fleischmann....
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08.09.2011, 12:18
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Darauf setzen aber alle Kreditunternehmen und alle Hersteller!
Und ja, genau da wirds problematisch und mir kann keiner erzählen, dass das dann tatsächlich ein Hobby (wenn, dann ein fragwürdiges, aber auch das bleibt jedem selbstverständlich überlassen) ist oder nicht doch der Wunsch, zu einer entsprechenden Klientel dazuzugehören - wenigstens optisch.
Ja, nochmals, ich bin ein Essspritttripels-Junkie, weils dort meistens zu mir passt!Ich habe auch meine Lieblingsmarken, die ich bevorzugt kaufe - weil mir der Stil gefällt, weil die Passform gut ist. Ich habe weder Zeit noch Lust, nach "ähnlichen" Sachen Ausschau zu halten.
Oder derjenige kauft die Marke eben auf Pump. Worin besteht dann das Hobby, Zeigen oder Haben, was andere sich locker leisten können, dazugehören, weil sie so schön grün ist?Wenn man mal ehrlich ist: Gerade im Bereich Kleidung/Taschen/Dessous kauft frau ja nicht, weil sie etwas dringend braucht, sondern als eine Art Hobby. Und wenn ich mir ein weiteres Täschchen von Louis Vuitton in diesem entzückenden Grünton nicht leisten kann, muss ich eben drauf sparen. Ich benötige ja "eigentlich" keine Tasche.....
Transportiert die Marke nicht doch etwas? Ich behaupte, JA, sie transportiert etwas und das ist auch weiter kein Problem, solange das nicht schlicht gelogen ist, man sich dafür nicht überschuldet, verbiegt oder andere danach beurteilt, oder danach beurteilt wird.
Daher plädiere ich mit meinen Beispielen ja eigentlich nur für einen entspannten und durchaus mal reflektierten Umgang damit und schon gar nicht, dafür oder deswegen zu "leiden".
Den kann ich allerdings nicht erkennen...Man sollte nie die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist groß genug.
Bertrand Arthur William Russell
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08.09.2011, 12:57
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08.09.2011, 15:02Inaktiver User
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Und damit stehst du garantiert nicht alleine da. Mir geht es ebenso. Und manchmal will ich einfach nichts, was fast so aussieht und möglicherweise ein paar Euro günstiger ist, sondern genau das eine Teil einer bestimmten Marke. Weil mir eben genau das optimal passt, vom Design her 100% gefällt oder ich schlicht und einfach völlig irrational Freude daran habe. Wenn ich es mir leisten kann und das Teil mir persönlich den Preis wert ist, dann kaufe ich es.
Das ist meine Entscheidung und mir ist es dabei wirklich egal, ob irgend ein mir unbekannter Mensch auf der Straße denken könnte, ich sei auf Label-show-off aus oder wolle protzen.
Dass es auch Menschen gibt, für die das "richtige" Label zum Selbstzweck geworden ist, streite ich nicht ab. Aber sollen sie doch. Ich finde den Rückschluss von Label-Fixiertheit auf geringes Selbstwertgefühl plus Angebertum etwas sehr pauschal gefasst.
Diese Menschen gibt es sicherlich auch, aber umgekehrt ist auch nicht jeder, der immer wieder damit hausieren geht, dass er konsquent jedes auch nur im Ansatz erkennbare Markenteilchen in Grund und Boden verdammt, automatisch ein selbstbewussterer, besserer Mensch.
Gruß, Spellbound
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08.09.2011, 15:13
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Richtig! So sehe ich das auch! Es ist ihre Sache, wobei ich der Ansicht bin, dass manche Marken und Hersteller auf dieses Bedürfnis setzen, das würde ich als Hersteller aber auch tun, wenn ich Geld damit verdienen will.
Da Marken für mich kein Selbstzweck sind, ist mir das auch egal, wenn mir jemand erzählt, er hat eine Jacke XY. Wenn es das Richtige für denjenigen ist und er sich darüber freut, sie an ihm toll aussieht, dann ist das doch wunderbar! Es muss ja gar nicht mein Stil sein und es ist auf jeden Fall ja nicht MEIN Geld.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass Eltern eventuell heutzutage in Schwierigkeiten kommen, wenn ihre Kids ständig etwas haben wollen, was vielleicht das Budget überschreitet. Da mag es dann schon mal schwierig werden, wenn in der Schule oder Peer-Group der Kids sowas "dazugehört". Aber das ist ein anderes Fass!
Man sollte nie die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist groß genug.
Bertrand Arthur William Russell
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08.09.2011, 15:19
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Ich finde das auch völlig okay. Ich stehe auch dazu, dass ich bestimmte Marken gerne kaufe, weil sie mir gut passen oder einfach gut gefallen.
Aber ich sage dann halt nicht, ich hab mir eine Coccinelle-Tasche oder einen Repeat-Cashmere-Pullover gekauft, sondern ich erzähle allenfalls, dass ich mir eine neue schwarze Tasche oder einen schönen vielleicht noch Kaschmirpullover gekauft habe. Wenn dann jemand genauer nachfragt, nenn ich von mir aus auch die Marke.
Ich habe eine ziemlich teure Armbanduhr, deren Marke und Preis nur einige wenige Leute kennen, die mitbekommen haben, dass ich dafür gespart und sie mir dann auch gekauft habe. Die anderen denken vermutlich, das sei irgendeine Kaufhaus-Uhr für 100 Euro, und das ist mir auch egal. Angesprochen wurde ich bisher einmal darauf von einer Frau, die das Modell erkannte. Mir ist vollkommen egal, ob andere Leute davon wissen. Ich erfreue mich auch nach zwei Jahren jeden Tag daran, wenn ich sie anziehe, das ist mir wichtig.
Und mir sind in der Tat Leute suspekt, die bei jedem Teil, das sie erwähnen, gleich den Markennamen dazu nennen. Da unterstelle ich tatsächlich Angeberei, es sei denn, es passiert in einem Kontext, wo klar ist, dass sich die Gesprächspartner für die Marke auch interessieren. Hier im Modeforum z.B. wird ja oft gefragt, von welcher Marke ein Kleidungsstück ist. Da finde es okay, wenn man es schon gleich dazu sagt. Da unterhalten sich modeinteressierte Frauen, die es eben oft genauer wissen wollen. Ebenso wird man in einem Outdoorforum gleich gefragt, von welchem Hersteller die Jacke ist. Da gehören solche Informationen einfach selbstverständlich dazu.
Aber in einer x-beliebigen Kaffeeklatschrunde würde mir nicht einfallen, gleich mal Markennamen zu nennen, und schon gar nicht nur den Markennamen ohne das betreffende Produkt.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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08.09.2011, 15:53Inaktiver User
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
In solchen Runden kann man ja auch davon ausgehen, dass hier nicht Protzerei oder ein höher-schneller-weiter der Hintergrund ist, sondern ein erwünschter Austausch unter Gleichgesinnten, die sich dann eben auch für den Hersteller interessieren. Das gilt ebenso für Menschen, die sich über ihre Photoausrüstung oder irgendwelche IT-Hardware austauschen.
Das zusammenhanglose Auflisten irgendwelcher Marken trägt für mich teilweise eher skurrilen Züge. Siehe das Ausgangsposting. Da will nun jemand mit einer bestimmten Marke punkten, weil er voraussetzt, beim Zuhörer Eindruck damit zu schinden - und der kennt die Marke nicht.
Erinnert mich an meinen Cousin, der bei einer Familienfeier in höchsten Tönen von seinem neuen Ligne Roset multy schwärmte, meine Oma irgendwann fragte: "Junge, wie heißt denn das auf Deutsch?", und die Freundin meines Cousins nur ganz trocken einwarf: "Schlafsofa". Das hat doch schon wieder was
Gruß, Spellbound
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08.09.2011, 15:56
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Nun haben schon mehrere Leute hier geschrieben, dass es ihnen völlig egal ist, ob Leute die Marke kennen bzw. erkennen und nun kommt schon wieder das mit dem Punkten.

Für Leute, die Ligne Roset kennen, sagt es lediglich aus: Modern, sachlich, schönes Design - im Gegensatz zu Eiche brutal mit Noppen z.B. Warum sollte der Mann seiner Oma gegenüber es nötig haben zu punkten?
Ich sag nur Schulz von Thun - Kommunikation.. Das hört jemand etwas heraus, was gar nicht gesagt wurde.
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08.09.2011, 15:59Inaktiver User
AW: "Ich" leide an Statussymbolen
Das mache ich, wie geschrieben, auch nur bei meiner Freundin, die weiß, dass mir die Tatsache, dass die Tasch' von Coccinelle ist, besondere Freude bereitet.
Und normalerweise erzähle ich ungefragt sowieso nicht, was ich mir gekauft habe, weil ich nicht davon ausgehe, dass das überhaupt irgendjemanden interessiert - egal ob es eine neue "Unterbuchse" (das Wort habe ich in der Bri gelernt
) ist oder eben ein Handtäschle...


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