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Thema: Antriebslos

  1. Inaktiver User

    Antriebslos

    Hallo zusammen,

    erstmal zu mir, ich bin 37, habe einen guten und sicheren Job, seit einiger Zeit geschieden und ich habe einen Sohn, der allerdings seit einiger Zeit nicht bei mir lebt, sondern in einer Art Heim (weshalb ist ne längere Geschichte) lebt.
    Nun zu meinem Problem: ich fühle mich absolut antriebslos ... habe viele Ideen im Kopf, die viel mit meinem Sohn zu tun haben, damit er wieder zurückkommt und wir wieder eine Familie sind.
    Ich bin einfach nicht in der Lage, irgendwas zu Ende zu bringen ... ein Beispiel ist meine Wohnung, die ich einfach nicht ordentlich bekomme. Ich fang immer wieder an und dann komme ich irgendwann an einen Punkt, wo ich einfach nicht mehr kann...
    Es gelingt mir einfach nicht, mich zu motivieren und so bleibt vieles halb lliegen
    Genauso ist es mit mir selbst ... ich möchte gern mehr machen für mich, mein Übergewicht loswerden, mehr bewegen und so ... aber auch das schaffe ich nicht.
    Ich hab einfach das Gefühl allein zu sein, was nach verstäkt ist, seit meine beste Freundin sich verliebt hat und nur noch wenig Zeit hat (ich hab sie schon ewig nicht mehr gesehen, nur telefoniert).
    Ich weiß nicht, wie ich das alles bescheiben kann ... ich fühl mich einfach überflüssig und manchmal frage ich mich, wie lange es dauern würde, bis jemand bemerken würde, wenn ich einfach nicht mehr da wäre (nein, ich habe keine Selbstmordgedanken ... aber was wäre, wenn mir was passiert)
    Mein Kind fehlt mir so unendlich, aber ich muss noch einige Zeit warten, leider ... und ich hätte gern jemanden, der einfach nur mal da ist ... zum reden, zum kuscheln
    Aber statt zu handeln vergrabe ich mich, sitz vor meinem Rechner und lese ... wenn ich mal rausgehe, dann hab ich das Gefühl, nur glückliche Pärchen oder Familien sehen zu müssen... auch wenn ich weiß dass das nicht so ist.
    Ich habe eine "Fassade" aufgebaut und halte diese nach außen aufrecht ... niemand weiß wirklich, was in mir drin los ist ... meine Freundin weiß viel, aber nicht alles davon (wie kann ich ihr auch sagen, dass ich es kaum ertragen kann, dass sie so verliebt ist und kaum noch Zeit hat? Ich gönne ihr ihr Glück, aber für mich ist das einfach schwer)

    So, nun habe ich mich genug ausgeheult und ich danke euch für zuhören (lesen)

    Widderlich

  2. Inaktiver User

    AW: Antriebslos

    Widderlich, hast Du ein Ziel? Einen Traum, eine Idee, wofür es sich lohnen würde, Energie aufzuwenden? Wohnungen werden von alleine wieder unordentlich, das ist kein Ziel. Eine gemütliche Wohnung, in die Du einen lieben Gast, z.B. Deine Freundin einladen kannst, dagegen schon. Und ein erledigter Punkt auf der ToDo-Liste spornt an.

  3. Inaktiver User

    AW: Antriebslos

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    erstmal zu mir, ich bin 37, habe einen guten und sicheren Job, seit einiger Zeit geschieden und ich habe einen Sohn, der allerdings seit einiger Zeit nicht bei mir lebt, sondern in einer Art Heim (weshalb ist ne längere Geschichte) lebt.
    Nun zu meinem Problem: ich fühle mich absolut antriebslos ... habe viele Ideen im Kopf, die viel mit meinem Sohn zu tun haben, damit er wieder zurückkommt und wir wieder eine Familie sind.
    Ich bin einfach nicht in der Lage, irgendwas zu Ende zu bringen ... ein Beispiel ist meine Wohnung, die ich einfach nicht ordentlich bekomme. Ich fang immer wieder an und dann komme ich irgendwann an einen Punkt, wo ich einfach nicht mehr kann...
    Dann kannst du dir eine Putzhilfe leisten?!
    Eine ordentlich und gemütliche Wohnung ist schon mal ein Anfang.

  4. User Info Menu

    AW: Antriebslos

    Widderlich
    Mein Kind fehlt mir so unendlich, aber ich muss noch einige Zeit warten, leider ...
    Das glaube ich Dir

    Wie lange wird es dauern, bis Dein Sohn zurück kommt?
    Wie alt ist er denn?

    Widderlich
    habe viele Ideen im Kopf, die viel mit meinem Sohn zu tun haben, damit er wieder zurückkommt
    Hast Du denn einen Einfluss darauf, ob und wann er das Heim verlassen darf?

    Deine Wohnung ist Dein unmittelbarstes Umfeld, und es ist äußerst wichtig, dass Du Dich darin wohl fühlst.
    Die Idee mit der Putzhilfe finde ich gut. Oder geht es weniger um's Putzen als um Ordnung schaffen? Aber auch hier könntest Du eine bezahlte Helferin einspannen, die nach Deinen Vorgaben gemeinsam mit Dir anpackt.

    Widderlich
    ... ich möchte gern mehr machen für mich, mein Übergewicht loswerden, mehr bewegen und so
    Ich empfehle Dir den Nike-Werbeslogan >> Just do it
    Ist absolut nicht hämisch gemeint. Fang an mit täglichen kurzen Spaziergängen, steigere zum Walken für kurze, dann für längere Strecken. Die Jahreszeit ist ideal dafür!

    Mit den ersten kleinen Erfolgserlebnissen (die darin liegen, dass Du Dich überwunden haben wirst) wirst Du bestimmt Lust auf mehr oder andere Bewegungs/Sportarten bekommen.

  5. Inaktiver User

    AW: Antriebslos

    Hallo Widderlich!

    Ich weiß ja nicht, aber lässt dein Nickname verlauten, dass du dich grad so gar nicht mögen tust? In deinem Beitrag liest sich jedenfalls raus, dass du so ganz und gar unzufrieden bist zur Zeit. Wenigstens hast du einen guten, sicheren Job - ist auch schon viel wert. Gibt viele, die dich vielleicht darum beneiden. Viele die vielleicht eine Beziehung haben, aber Geldsorgen und daher mehr Spannungen in der Beziehung als du äußerlich mitkriegen magst...

    Schön für deine Freundin, dass sie so verliebt ist. Sicherlich freust du dich auch für sie. Aber jetzt geht es dir auch ziemlich mies und du könntest wohl ein wenig mehr von ihr brauchen. Finde ich schön, dass du trotzdem Verständnis für sie zeigst und sie die erste Verliebtheit etwas auskosten lässt. Denn es dauert ja bekanntlich nicht allzu lange

    Was deine Wohnung und Ordnung anbetrifft... Vielleicht interessiert dich der folgende Strang, der dich ein wenig beim Ausmisten motivieren könnte. Ausmisten/Wegwerfen - nichts geht mehr :knatsch: Du bist herzlich eingeladen. Wenn du deine Wohnung ordentlicher halten kannst (wobei ich gar nicht beurteilen kann, wie schlimm es wirklich ist - also ob es lediglich ein bisschen unordentlich ist oder ob du dich kaum noch frei bewegen kannst), wird es dir z. B. schwerer fallen, dich weiter mit Essen vollzustopfen. Das Gerümpel um dich herum, frisst dir wahrscheinlich die Energie. Du siehst es jeden Tag, weißt nicht wo du anfangen sollst und gibst gleich wieder auf. Daraufhin triumphiert der Krempel tagtäglich über dich. Und das macht dich schlapp.

    Versuche jeden Tag ein kleines Stückchen zu schaffen. Mach dir ne schöne CD an, hol dir nen Kaffee und dann fange mit einer Schublade an, ganz egal welche. Du wirst merken wie dich das frei macht und dir etwas Energie zurück gibt. Mit der Zeit wird das ganze wie von selbst gehen. Erobere dir deine Wohnung Schritt für Schritt zurück, erarbeite dir Tagesroutinen. Das dauert seine Zeit. Fordere nicht zu viel von dir, sonst schaffst du's vielleicht nicht. Der Rest wird dann auch noch kommen. Gewichtsabnahme, Söhnchen und irgendwann vielleicht auch ein neuer Partner, ganz zu schweigen davon, dass deine Freundin bald wieder mehr Zeit für dich haben wird

    Lieben Gruß


    MrsInkognito

  6. Inaktiver User

    AW: Antriebslos

    was mir auffällt:

    a) dein nick- du hast ihn dir selbst ausgesucht--------------------------------- lässt tief blicken. wie sehe ich mich selbst?

    b) und was wenn morgen mr. supertyp auf deiner schwelle stehen würde? er soll dich retten? so a la der prinz auf dem weissen pferd?


    ich bin 51 jahre alt, geschieden, meine töchter haben sich für ihren vater entschieden- nur ich bin für mich und mein leben verantwortlich. niemand sonst.

    lasse dich nicht retten- rette dich selbst.

    mache dir einen plan- (ich liebe listen)- wie möchtest du dein leben in 5, in 10 jahren leben und dann gehe es strategisch an. in kleinen schritten, mit eigenlob und abhaken was du schon erreicht hast!

    das leben kann eine reise sein- zu sich selbst.

    und glaube mir: es ist aufregend und wunderschön!

  7. User Info Menu

    AW: Antriebslos

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    das leben kann eine reise sein- zu sich selbst.

    und glaube mir: es ist aufregend und wunderschön!
    Du hast sicher recht, brighid.

    Aber, nach dem Eingangsposting zu schließen, ist mein Eindruck, dass der momentane Zustand der TE offenbar mit der Situation des Sohnes zusammenhängt.

    Vielleicht erfahren wir ja ein bisschen mehr zu den näheren Umständen.

  8. Inaktiver User

    AW: Antriebslos

    zwei möglichkeiten:

    a) du legst dein eigentliches leben auf eis bis die angelegenheit mit deinem sohn geklärt ist und lebst so lange in einer starre

    b) du nimmst dein leben wieder in die hand und schaust der zukunft mit deinem sohn entgegen- ohne starre und ohne den anspruch, dass erst ab dann dein leben wieder lebenswert ist.

  9. Inaktiver User

    AW: Antriebslos

    Ich könnte mir vorstellen, daß es gute Gründe gibt, warum dein Sohn nicht bei Dir lebt. Kann es sein, daß Du dein Leben erst einmal selbst geregelt bekommen mußt, bis die Grundlage geschaffen ist, daß dein Sohn es mit Dir gut hat?

    Wenn das so ist, ist die Zielvorgabe klar? Oder ...?

    Zum Nicknamen ... kann auch andere Gründe haben, warum man den wählt

  10. Moderation

    User Info Menu

    AW: Antriebslos

    Ich habe ein bißchen den Eindruck, du hast viele Sachen, die eigentlich mal irgendwie passieren *müßten*, aber wenig Vorstellung, wie du sie konkret angehen sollst? Oder täuscht das?

    Was m.E. hilft: Überleg dir, wo du hinwillst, wie du da hin kommst. Und dann eins nach dem anderen:

    #1. Unterscheide zwischen den Sachen, die du ändern kannst und die du nicht ändern kannst.
    #2. Unter den Sachen, die du ändern kannst, pick dir drei raus die du ändern wirst.
    #3. Teile jede dieser Sachen in eine Abfolge konkreter Aktionen auf, von denen du eine an einem Tag erledigen kannst. (Du kannst an einem Tag eine halbe Stunde spazieren gehen. Einen Brief schreiben. Ein Telefonat führen. Eine Schublade aufräumen. Dir ein gutes Essen zubereiten.) Mach eine Liste.
    #4. Setze dir positive und erreichbare Ziele. Also z.B. "ich werde X tun" und nicht "ich werde Y nicht tun". Mit der zweiten Art von Ziel wird man nämlich nie fertig.
    #5. Wenn du irgendwo gegen eine Wand läufst, weil du von dem, was jemand anders tun muß, abhängig bist, markier dir das. Überlege, wie du damit umgehst. (Zurück zu #1.)
    #6. Räume in jedem Tag die Zeit frei, eine der in #3 festgelegten Sachen zu tun
    #7. Tu sie Jeden Tag eine. Aus welcher Motivation auch immer. Muß keinen Spaß machen. Muß nicht sofort Effekt bringen. Muß nur gemacht werden. Streich, was getan ist, von der Liste.
    #8. Sonntag ist frei. Du hast sechs Tage lang jeden Tag was getan, am siebten Tage sollst du ruhn. Oder gucken, wo du stehst, ob die Richtung noch stimmt und ob du schon siehst, ob du vorangekommen bist.

    Haushaltshilfe ist eine gute Idee. Und, hm, vielleicht eine Katze? Oder ein Kanninchen? Irgendwas lebendiges, das auf dich wartet, das dich braucht und das du anfassen kannst?

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