... sorry - hast Du vor Dir eine Couch zu kaufen und nimmst an, wenn jemand dann mehrmals die Woche - über Jahre - vorbeikommt ist Dein Brot gesichert ?
Als Allerallererstes:
Informiere Dich bitte, was die Psychoanalyse umfasst.
(Es ist ein anerkanntes psychotherapeutisches Behandlungsverfahren, und bei den Aufnahmen zur Ausbildung gibt es Vorbedingungen.)
... erkundige Dich auch bitte um die richtige Bezeichnung (s.Zitat) der Heilerlaubnis; und:
wenn ein Feuer/eine Leidenschaft für Dein Tun/Dein Wollen in Dir brennt, hat es eine andere Kraft, wenn Du Dich selbst um Deine Möglichkeiten schlau machst und auch ... Dich selbst intensivst mit Dir auseinandersetzt (bevor Du an andere Menschen - aus welcher Motivation ? - *heran willst*).
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Ergebnis 11 bis 20 von 128
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04.09.2011, 12:57
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04.09.2011, 13:04Inaktiver User
AW: Hilfe, mir gehen die ZIELE aus
Ich bin Pädagoge und habe zumindest Grundkenntnisse in Psychologie/Psychotherapie.
Und selbstverständlich muss ich noch sehr viel über das Thema lernen, keine Frage !!! Intensivste Selbstanalyse gehört natürlich auch dazu !!!
Mein Brot muss ich damit glücklicherweise nicht verdienen. Ich dachte auch fürs erste eher an betriebliche Kunden. Konfliktmanagement, Mobbing, psychomentale Belastungen, etc. sind ja Riesenthemen in vielen Betrieben.Geändert von Inaktiver User (05.09.2011 um 14:01 Uhr)
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04.09.2011, 13:22Inaktiver User
AW: Hilfe, mir gehen die ZIELE aus
Zur Ruhe kommen heißt nicht zwangsläufig still irgendwo rumzusitzen. Das ist in den seltensten Fällen auch etwas für mich, manchmal schon.
Ich glaube auch nicht, dass sich Erwachsene grundlegend ändern können.
Bei mir war es eher ein Wiederentdecken.Ich habe beides in mir: Ruhe und Temperament. Wenn man das überhaupt entgegen stellen kann. Das erstere habe ich im Laufe der Zeit verloren. (durch familiäre Verpflichtungen, gesellschaftliche Erwartungen und berufliche Scheinzwänge) Und jetzt eben wieder entdeckt.
Dazu bedarf es eines gewissen Leidensdruckes/eines bestimmten Ereignisses. Nur der ermöglicht das. Und Mut vieles auszuprobieren und auch wieder zu verwerfen.
Lohnenswert ist es alle mal. Mit Ruhe sieht man vieles klarer und kann auch eher Kraft sammeln für evtl.nötige Veränderungen.
Und wenn man sich in der Mitte des Lebens beruflich neu orientieren möchte, sollte man das schon aus voller Überzeugung machen. Wenn du dich nicht dazu berufen fühlst, lass es lieber und warte noch ein wenig ab.
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04.09.2011, 13:53Inaktiver User
AW: Hilfe, mir gehen die ZIELE aus
Ich möchte Dir von meinem "Ziel" einem der Ziele erzählen.
Nichts Materielles - kaufen gehört auch nicht zu meinen Zielen - mit dem Älterwerden sind mir diese Dinge nicht so wichtig - ausserdem hab ich alles.
Ich möchte aufmerksamer werden - aufmerksamer für die kleinen Dinge , für die Dinge, die um mich herum sind.
Für z.B. die alte Frau, die jeden Tag die Strasse herauf und herunterläuft - das heisst jetzt nicht, dass ich sie ansprechen möchte oder ihr Leben kennenlernen möchte.
Ich möchte wahrnehmen, anders als bisher -es ist ganz schwer das auszudrücken - das hier zu schreiben und auf den Punkt zu bringen.
Und ich glaube auch bei mir hat das was mit dem Alter zu tun - ich möchte nicht mehr nur Pflichten abhaken , erfüllen und schnell schnell zum nächsten Punkt weiter. Dazwischen möchte ich mal wahrnehmen, was so um mich herum ist.
Da entstehen ganz viele neue Eindrücke - da bekommt meine kleine "Umwelt" ein ganz neues Gesicht ........
Wenn ich das jetzt so lese hört es sich bescheuert an und wahrscheinlich kanns jetzt doch keiner und auch Du nicht verstehen - hmmmmmm
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04.09.2011, 13:55Inaktiver User
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04.09.2011, 14:03Inaktiver User
AW: Hilfe, mir gehen die ZIELE aus
muss das leben denn immerwährend zielgerichtet sein und aktion beinhalten?
das bereits erreichte zu geniessen, es wertzuschätzen ist nicht möglich?
- nichts ist so schwer zu ertragen wie eine ganze reihe guter tage-
dir gehen die ziele aus------------- wie wäre es mit gelassenheit und zufriedenheit, im jetzt und hier dankbar leben?
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04.09.2011, 14:28Inaktiver User
AW: Hilfe, mir gehen die ZIELE aus
@gioelo: Ich verstehe schon, was Du meinst.
Ruhe statt Aktionismus. Das hört sich ja prinzipiell nicht schlecht an.
Aber wie findet man diese Ruhe? Vor allem bei diesen enormen äußeren Zwängen durch Frau, Kinder, Arbeitgeber und Finanzamt. Das ist wie ein Wassereimer mit 11 Löchern, 10 Finger reichen da zum Abdichten nicht aus.
Auf einen Herzinfarkt will ich nicht warten ;-)
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04.09.2011, 14:33Inaktiver User
AW: Hilfe, mir gehen die ZIELE aus
Hallo bonum,
sich von einem Ziel finden lassen, hat nichts mit einem passiven "einfach abwarten" (und Tee trinken) zu tun. Nun, Tee trinken darfst Du schon
, aber, sich von einem Ziel finden lassen, erfordert doch ein hohes Maß an eigenem Zutun. Auch wenn dieses Zutun "nur" darin bestehen sollte, alle Sinnesorgane einschließlich Seele und Herz aufzusperren, um zu sehen, zu schmecken, zu fühlen, zu hören, zu spüren, was das Leben Dir jeden Tag vor die Füße spült. Das ist nämlich eine ganze Menge. Aber es wahrnehmen sollte man schon können, wenigstens ein klitzekleines Bisschen davon, sonst fließt und rauscht alles an Dir einfach so vorbei, ohne jeglichen EIN-DRUCK zu hinterlassen.
Gerade das scheint mir aber bei Dir nicht wirklich gegeben zu sein. Das meinte ich mit meinem Satz, dass mir Dein Leben ziemlich verschlossen vorkommt. Aber ich muss mich korrigieren. Nicht Dein Leben ist verschlossen (ich finde übrigens, dass das, was Du bis jetzt erreicht hast, bewundernswert ist! Bist Du stolz darauf? Bist Du dankbar dafür, dass Du das alles erreicht hast? Hast Du schonmal Deinem Leben dafür gedankt, dass es Dich all'das hat erreichen lassen?), sondern Du bist es, der verschlossen ist.
Diese Verschlossenheit trägt dazu bei, dass alles an Dir abprallt und Du weder Dich selbst noch all'das Interessante da Draußen richtig spürst. Sich selbst zu spüren ist aber m.E. eine wichtige Voraussetzung dafür, zu erkennen, wo ein Weg sich für Dich auftun kann. Und sei es auch nur das Gefühl und das Spüren eines Mangels.
Dass Dir gerade die Ziele abhanden kommen, ist (Gottseidank!!) ein Hinweis darauf, dass Du (noch) fühlen kannst - und zwar einen Mangel - und sich eine Sehnsucht nach etwas regt, auch wenn Du noch nicht weißt wohin der Weg gehen soll.
Das ist die positive Nachricht!
Die etwas schwierigere (aber deswegen nicht negative) Nachricht ist, dass Du Dich nun quasi erst durch die Mauer der Verschlossenheit und auch durch Resignation (ich meine, ein wenig von "hat doch nicht wirklich Sinn" aus Deinen Zeilen herauszulesen - vielleicht liege ich auch falsch) durcharbeiten musst, um wieder zu Dir selbst zu finden, und da musst Du erst mal eine Stelle finden, wo Du ansetzen kannst. Es gilt, Deine Starrheit aufzubrechen, damit Du auch wieder an das Feuer/Leidenschaft für Dein Tun - so wie themir sehr treffend sagt! - herankommst.
Denn, gerade wenn Du im Bereich des Heilens tätig werden möchtest, finde ich es sehr wichtig, dass Du wirklich mit ganzem Herzen dabei sein kannst, und ja, doch so etwas wie einen Ruf dazu spürst. Wenn das alles nämlich nicht existiert, musst Du die innere Kraft durch einen starken Willen, der nur intellektuell begründet ist, ersetzen. Und das kann dann ziemlich schwierig werden, immer diese Stärke aufbringen zu müssen. (Zumal Menschen/Patienten oft sehr genau spüren, welche "Qualität" von Kraft jemand ausstrahlt, behaupte ich jetzt einfach mal.)
Ich möchte Dir mit diesen Worten nun aber nicht Deinen Entschluss madig machen, denn nur Du selbst entscheidest (natürlich!) was Du tun möchtest. Und oft muss man einfach anfangen, sich zu "bewegen", um entscheiden zu können, ob diese Bewegung in die richtige Richtung führt.
Ob es dafür allerdings nötig ist, gleich einen anderen Beruf ausüben zu müssen, steht auf einem anderen Blatt. Nun, auch das kann ich nicht beurteilen. Vielleicht ist es ja inzwischen für Dich nötig geworden.
Und damit komme ich nochmal auf "das Leben öffnen" zurück und wie Du das bewerkstelligen könntest:
Du könntest im Kleinen anfangen, und z.B. Dinge/Aktivitäten in Dein tägliches Leben einbauen, die Deine Routine brechen und Dir Deine altbekannte Umgebung in einem neuen Licht zeigen können. Blickwinkel ändern also, um Dinge zu sehen, die vor der Nase liegen, für die Du/man allerdings blind geworden bist/ist. Dabei geht es in erster Linie ums ausprobieren neuer Dinge, die Du noch nicht kennst, angefangen von so banalen Dingen wie andere Anfahrts-/oder Abfahrtswege zur Arbeit nehmen. Mal ein Stück rückwärts gehen
(das macht großen Spaß!) , bis hin zu Dingen, die Du evtl. in Deiner Kindheit und Jugend gerne getan hast und die im Laufe der Zeit verschüttet wurden. Auch diese können wieder ausgegraben und ausprobiert werden. Nun, Dir fallen hoffentlich ein ganzes Blatt voller solcher Dinge ein.
Im Zusammenhang dazu:
Diesen Satz halte ich für sehr bedenklich! Wäre es nun nicht an der Zeit, sich aufzumachen, um zuerst einmal DICH selbst glücklich zu machen? Nicht umsonst hast Du gefragt: "Wo bleibe ich?""Lohnen" im Sinne von die Mühe wert sein. Und was lohnt sich schon wirklich im Leben. Eigentlich nur, einen anderen Menschen glücklich zu machen.
Gruß & noch einen schönen Sonntag!
Geändert von Inaktiver User (04.09.2011 um 14:41 Uhr)
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04.09.2011, 14:33Inaktiver User
AW: Hilfe, mir gehen die ZIELE aus
Ruhe findet man indem man eben nicht dauernd die Ansprüche anderer bedient und wie ich z. b. den Ausgleich in der Ölmalerei findet - wenn ich mir meinen Nachmittag nehme, darf da niemand stören und ich bin beim Malen manchmal so "weg" und in mein entstehendes Bild vertieft, daß ich sogar das Telefon nicht mehr mitkriege. Danach fühle ich mich großartig, ausgeglichen und durchaus auch "ausgepowert", einfach alles im Lot.
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04.09.2011, 14:34Inaktiver User
AW: Hilfe, mir gehen die ZIELE aus
als ziel:
es aushalten auch mal nichts zu tun
viel freude beim üben.





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