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    AW: Würdet Ihr alles noch einmal so machen?

    Vll. ist das auch einfach der Grund warum ich so mit meiner Schulerfahrung hadere - was hätte nicht alles, wenn, wäre, könnte usw..........................
    Du musst da nicht hadern. Es war wie es war. Ende.

    Ich verstehe das mit dem hadern grundsätzlich, das tut jeder mal. Funktioniert aber auch nur unter der Vorraussetzung dass man denkt, irgendwas im Leben wäre dann besser gelaufen. Sonst müsste man ja nicht hadern. Dabei könnte es sich um einen riesengroßen Trugschluss handeln.
    Man hätte so vieles anders machen können. Manches hätte man auch richtig falsch machen können. Da hadert man nicht.
    Man hadert nur dann wenn es vermeintlich so aussieht, als wäre es dann besser geworden.
    Das ist aber rein spekulativ.

    Du hättest einen anderen Beruf ergreifen können, total glücklich sein können, gutes Geld verdienen können usw.
    Du wärst aber auch anderen Menschen begegnet. Nicht alle davon hätten dir gut tun müssen. Dein Leben hätte einfach nur einen anderen Verlauf genommen. Nicht mehr und nicht weniger. Ob du glücklicher gewesen wärs oder nicht - que sera, sera...
    Vielleicht wärst du auch grandios gescheitert oder in irgendeiner Kündigungswelle gewesen oder anderweitig zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen, weiß der Geier...

    Mit der Vergangenheit hadern ist im Grunde genommen reiner Müßiggang und dient meist dazu, sich selbst ein bisschen runterzuziehen. Eine reine Eigen- und Null-Leistung im Grunde genommen. Bringt also nix.

    Das Leben lässt sich nicht kontrollieren. Egal, welchen Weg man wählt.

    Deswegen kann man trotzdem aus Erfahrungen lernen. Klar.
    Aber jeder hat doch in der Vergangenheit getan, was er in dem Moment für richtig hielt. Wozu er körperlich, seelisch und mental in der Lage war.
    Das muss man sich nicht vorwerfen.

    LG
    Hexl
    The difference between try and triumph is just a little "umph"

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    AW: Würdet Ihr alles noch einmal so machen?

    Zitat Zitat von Woodstock62 Beitrag anzeigen
    Ob es mir mit dem anderen Weg besser gegangen wäre, wer weiß das schon!
    Das überlege ich dann auch immer. Aufgrund meiner unsicheren Jobsituation hadere ich öfter mit meiner Studiengang - Entscheidung - das kann in 10 Jahren, wenn ich hoffentlich wo fest angekommen bin, wieder ganz anders sein. Und hätte ich nach dem Abi bsw. eine Ausbildung gemacht, dann hätte ich vielleicht einen festen Job (und Millionen auf dem Konto ), ich hätte definitiv einen anderen Freund, wäre vielleicht verheiratet und hätte Kinder - oder aber, ich wäre arbeitslos, würde gerne studieren und würds dann vielleicht doch nicht mehr machen, vielleicht alleinerziehend, vielleicht wäre sogar fast alles so wie es heute ist...

    Ich denke, Menschen wie gioello oder ich überlegen öfter "was wäre wenn" weil man keinen bestimmten Plan hat. Ich hab kein Herzblut - Lebensziel, ich lasse mich mehr oder weniger treiben... jemand der einen genauen Plan verfolgt, für den kommen andere Alternativen nicht so in Frage, der ist von sich mehr überzeugt...

    Andererseits weiß ich auch: Zufriedenheit liegt in einem selbst, da machen die äußeren Umstände nur wenig her. Egal, wie mein Leben aussähe, wahrscheinlich hätte ich den selben Pegel an Zufriedenheits-/ Unzufriedenheitshormone in mir.

    Außerdem hab ich auch den Eindruck, ich muss vom Gedanken wegkommen, man könne sein Leben "im Griff" haben und kontrollieren. Eigentlich ist die Überlegung, wie würde mein Leben heute aussehen wenn dann und das irrsinnig - man hat ja schließlich nur dieses eine Leben.

    @Hexl: Hab deinen Beitrag erst nach meinem Posting gelesen (weil ich so lange gebraucht habe, es zu verfassen ), gleiche Gedanken, schöner Post.
    Geändert von _clementine_ (18.08.2011 um 11:08 Uhr)
    Die Bricom bildet mich immer noch - formerly known as marimekko


    _clementine_
    fruchtig süß & kernarm

  3. Inaktiver User

    AW: Würdet Ihr alles noch einmal so machen?

    ich habe so manches im leben auf die harte tour gelernt und umwege auch nicht ausgelassen. was wäre dann heute anders? ich wäre nicht ich.

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    AW: Würdet Ihr alles noch einmal so machen?

    Zitat Zitat von _clementine_ Beitrag anzeigen
    ... jemand der einen genauen Plan verfolgt, für den kommen andere Alternativen nicht so in Frage, der ist von sich mehr überzeugt...
    ...oder auch nicht, vielleicht hat derjenige nur einfach Angst unterzugehen, wenn er nicht versucht so viel wie möglich zu planen und zu organisieren.
    Das heisst aber nicht, dass derjenige sich nicht auch ab und zu mal gerne ausmalt, wie schön ein etwas planloseres Leben wäre.

  5. Moderation

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    AW: Würdet Ihr alles noch einmal so machen?

    Zitat Zitat von Hexl Beitrag anzeigen
    Mit der Vergangenheit hadern ist im Grunde genommen reiner Müßiggang und dient meist dazu, sich selbst ein bisschen runterzuziehen. Eine reine Eigen- und Null-Leistung im Grunde genommen. Bringt also nix.

    Das Leben lässt sich nicht kontrollieren. Egal, welchen Weg man wählt.

    Deswegen kann man trotzdem aus Erfahrungen lernen. Klar.
    Aber jeder hat doch in der Vergangenheit getan, was er in dem Moment für richtig hielt. Wozu er körperlich, seelisch und mental in der Lage war.
    Das muss man sich nicht vorwerfen.

    LG
    Hexl

    Ich finde das ganz wunderbar ausgedrückt.

    Wie sagte Kierkegaard: Das Leben wird vorwärts gelebt aber rückwärts verstanden.
    Moderatorin in
    *Gesundheit* und *Frauengesundheit*
    *Fasten* und *Welchen Nutzen haben Diäten?*
    *Haushalt - Tipps und Tricks*


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    AW: Würdet Ihr alles noch einmal so machen?

    Zitat Zitat von Hexl Beitrag anzeigen
    Das muss man sich nicht vorwerfen.
    Ich denke nicht, dass man sich seine Entscheidungen "vorwirft". Es ist nur so, dass man ab und zu mal darüber nachdenkt, wie es denn vielleicht kommen hätte können, wenn man sich anders entschieden hätte.

    Bei mir ist es so, dass ich manchmal einfach nur gerne vor mich hinträume und mir dann überlege, was von diesen Träumen ich vielleicht doch noch verwirklichen könnte.

    Z.B. stelle ich mir oft vor, dass ich ohne Kinder abenteuerliche Reisen unternehmen könnte, mir eine tolles Haus mit moderner Einrichtung und Deko leisten könnte, einfach am Wochenende ausschlafen könnte, mich mit Wellness verwöhnen könnte usw.

    Mein grösster Wunsch war seit Jahren ein Haus. Da ich ja nun schlecht meine Kinder wegzaubern kann, habe ich immer wieder gerechnet und geplant wie ich trotzdem an ein hübsches Häuschen kommen könnte....und jetzt hat es endlich geklappt...es wird gerade gebaut.

    Also ich finde es schon irgendwie auch positiv sich ab und zu zu fragen "was würde ich anders machen" nur einfach deshalb, weil man manche Dinge ja doch noch zumindest in die erwünschte Richtung wenden kann. Dann erreicht man vielleicht auf Umwegen zumindest halbwegs seinen Traum.

    Dazu fällt mir gerade ein hübscher Spruch ein, den mir meine Mama ins Poesiealbum geschrieben hat:

    "Das Glück, das man sich selber schafft mit viel Geduld und Plag, ist grösser als wenn mühelos das Schicksal es dir gab."

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    AW: Würdet Ihr alles noch einmal so machen?

    interessanter strang ...

    ich würde fast alles anders machen - damit meine ich jetzt gar nicht einzelne entscheidungen und schritte. aber rückblickend habe ich das gefühl, dass ich erst nach meiner scheidung und nachdem ich meinen "tollen" (nach allgemeinen maßstäben) job hingeschmissen habe, überhaupt angefangen habe zu leben. vorher bin ich "gelebt worden", habe versucht, alle möglichen erwartungen zu erfüllen und mich selbst dabei völlig verloren. wenn ich nochmal von vorn anfangen dürfte, würde ich viel mehr versuchen, mir selbst treu zu sein, meine ideen und vorstellungen selbst ernst zu nehmen, "wohlmeinende" menschen auf abstand zu halten und von anfang an mein eigenes leben zu leben. ich könnte heute heulen über all die verlorene lebenszeit! und beneide ein bisschen alle, die es genau so noch einmal machen würden.

  8. Inaktiver User

    AW: Würdet Ihr alles noch einmal so machen?

    Hm.

    Am besten sind doch die Entscheidungen, die man SELBST gefällt hat.

    Die Wegkreuzungen, in die man geschubst worden ist von irgendwas, bzw. sich hat schubsen lassen ... nee, macht kein Spaß.

    Das Leben macht einem doch zu dem, der man ist.

    Ich bin schon davon überzeugt, dass alles letztendlich Sinn ergibt im Leben. Und dass alles auch noch erreicht werden kann - sei es Abi, Studienabschluss, Kinder, Haus ...

  9. gesperrt

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    AW: Würdet Ihr alles noch einmal so machen?

    Zitat Zitat von Woodstock62 Beitrag anzeigen
    Die Oma meiner besten Freundin sagte immer "Die Reue über die nicht-begangenen Sünden ist immer größer als die Reue über die begangenen Sünden"
    ein Hoch auf die Oma :-)

    ich würde noch ein paar Sünden mehr begehen. Oder, ein paar Erfahrungen mehr machen. Einige habe ich ohne guten Grund an mir vorbeigehen lassen - zu schüchtern, zu ängstlich war ich.

    ein gelungenes Leben für mich ist reich an verschiedenen Erfahrungen, also wähle ich im Zweifelsfall immer jene, die ich noch nicht kenne.

    grüsse, barbara

  10. Inaktiver User

    AW: Würdet Ihr alles noch einmal so machen?

    Zitat Zitat von kurvenraeuberin Beitrag anzeigen
    interessanter strang ...

    ...überhaupt angefangen habe zu leben. vorher bin ich "gelebt worden", habe versucht, alle möglichen erwartungen zu erfüllen und mich selbst dabei völlig verloren.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hm.

    Am besten sind doch die Entscheidungen, die man SELBST gefällt hat.

    Die Wegkreuzungen, in die man geschubst worden ist von irgendwas, bzw. sich hat schubsen lassen ... nee, macht kein Spaß.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    ein Hoch auf die Oma :-)

    ich würde noch ein paar Sünden mehr begehen. Oder, ein paar Erfahrungen mehr machen. Einige habe ich ohne guten Grund an mir vorbeigehen lassen - zu schüchtern, zu ängstlich war ich.

    Das sind für mich so Schlüsselsätze. Ich denke auch, dass es eher die fremdbestimmten Entscheidungen sind, mit denen man eventuell hadert. Und es ist gar nicht so leicht festzustellen, welche Entscheidung man wirklich ganz unabhäbgig und frei getroffen hat…
    Da gibt es zig ausgesprochene oder nicht ausgesprochene Erwartungen von den Eltern, der Gesellschaft u.s.w. und diese änderns sich auch immer wieder. Wenn man nur mal daran denkt, was in den 50igern von einer „guten“ Ehefrau so erwartet wurde…
    Auch das mit den „Sünden“, die Barbara angesprochen hat – wer hat damals definiert, dass das „Sünden“ gewesen wären/waren?

    Ein schönes Ziel im Leben ist deshalb für mich möglichst selbstbestimmt zu leben…

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