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  1. Inaktiver User

    AW: Unzureichend...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In meiner Beziehung gibt es tatsächlich seit Längerem ein paar Probleme, die trotz Bemühungen (auf beiden Seiten, wie ich glaube) nicht besser werden wollen. Das zermürbt mich vielleicht auch mehr, als ich es mir eingestehen will.
    Das Unterbewusstsein beschäftigt sich ja durchaus mit den jeweiligen Problemen, und das kostet eben auch Kraft, auch wenn man das bewußt gar nicht so mitbekommt.

    Ich kenne das von mir, dass ich zwar von einem Problem, schwierigen Umstand etc. weiß, mir natürlich bewusst Gedanken darum mache, nach Lösungen suche, mit vertrauten Menschen darüber spreche - aber dennoch mein Unterbewusstsein sich sozusagen seine eigenen Gedanken macht.
    Je nach Schwere des Problems fühle ich dann auch immer wieder diese bleierne Müdgkeit trotz genügend Schlaf, Erschöpfung trotz ausreichend Ruhezeiten, Unlust trotz ansonsten gerne ausgeübter Tätigkeiten, grummelige Laune trotz netter Leute und schönem Wetter, ich kann mich schwer auch auf einfachste Routinearbeiten konzentrieren; von außen betrachtet ist also alles in Butter.

    Wenn ich dann in mich hineinhorche kann ich mittlerweile sehr gut erkennen, was mir meine innere Ruhe raubt.
    Dabei handelt es sich aber auch immer um Dinge, die anzugehen ich zunächst scheue, weil sie einfach sehr gravierend sind und Einschnitte oder Veränderungen bedeuten. Aber das vor sich her schieben und einfach so weiter machen wie bisher bringt nicht wirklich etwas - siehe vorne

    Ich wünsche Dir alles Gute!

    Liebe Grüße,
    Nellifer

  2. User Info Menu

    AW: Unzureichend...

    Tja, du tust gar nicht so wenig und nimmst dir auch Ruehpausen, aber das, was du tust, tankt dich offensichtlich nicht wirklich auf und die Ruhepausen tun es auch nicht, denn dann fängt das Grübeln an, was es alles eigentlich zu tun gäbe.
    Soooo viel unerleigte Dinge, sooo viel, was du nicht schaffst. Eine solche Liste beeindruckt genauso wie die Liste der tollen Dinge, die die anderen machen. Denn wenn man es so untereinander stellt, dann erscheint es kaum machbar. Bei den anderen sind es aber schöne Dinge, bei dir sind es die, die dich belasten ...
    Und das kostet zusätzlich Energie, das zu ertragen, darüber zu grübeln, da ständig neue Strategien zu entwickeln, ständig zu scheitern.
    Das ist das, was ich aus deine Postings herauslese und das klingt nach Teufelskreis, der dich immer weiter runterzieht, denn dir fehlt offensichtlich ein Tank, der dich mit Energie füllt.

    Ich bin auch sei eine, die ander manchmal schwindelig macht, mit dem was ich alles tue - Alleinerziehend mit Haus und Garten, selbstständig tätig, mit Aufträgen, dei Termingerecht abgeliefert werden müssen, immer wieder auf neuer Suche, Kontakte pflegen, daneben bin ich Jugend-Übungsleiterin im Verein, treibe selber Vereinssport, habe mich gerade auch noch zur Abteilungsleiterin wählen lassen, bin im ortlichen Kulturforum tätig, leite eine privat initierte Projektgruppe, gehe regelmäßig zum Ortsteilstammtisch, zum Künstlerstammtisch, treffe Freunde, fahre meinen Sohn zu seinen Sportstunden, unterstütze meine Mutter, die den Tod meines Vaters noch nicht überwunden hat (heißt ich fahre am WE oft zu ihr) und plage mich gerade mit meiner strittigen Scheidung rum - muss an diesem WE wieder eine blöde Stellungnahme schreiben ... und zu alem Überfluss bin ich immer noch
    Und das schreibe ich jetzt nicht, um zu beeindrucken, wenn ich das nämlich so aufgelistet lese, denke ich selbst, das ist ja nicht gerade wenig, wie machst du das eigentlich.
    Und das ist der Punkt: Ich habe hier nämlioch auch ganz viel Unerledigtes, mein Büro möchte ich seit Ewigkeiten aufräumen, ein paar Schreben liegen schon viel zu lange rum, mein Garten gleicht demnächst einem Dschungel meine Wollmäuse fangen demnächst wohl an zu sprechen ...
    Soll heißen, auch diejeingen, die vermeintlich so viel tun, haben irgendwo ihre Defizite, ihre Baustellen, sind nicht perfekt. Dazu kommt, dass ich natürlich so Mann-los die Abende habe, wo keiner an mir zerrt und die ich mit zusätzlichen Arbeiten und Aufgaben fülle / füllen kann.
    Und, ich habe was ganz entscheidendes. Ich habe Tankstellen! Das ist der Sport, den ich nicht mache, um abzunehmen, sondern weil er meine echte Leidenschaft ist. Das sind meine Freunde und die Gespräche mit ihnen über all das, was mich freut udn nervt und berührt ... ihre Anregungen und Inputs, die mich mit viel Freude anfüllen und das sind die diversen Arbeiten, die ich gerne tue und meist auch sehr erfolgreich und die mich dann anspornen, weiter zu machen.
    Meine Energie kommt davon, dass ich viel Freude erlebe. Gerade gestern habe ich mich mit einer Gruppe getroffen und wir haben einen ganzen Nachmittag ganz viel ganz herlich gelacht. Und das ist das, was mir bei dir so ganz zu fehlen scheint. Die Freude, das Lachen, Erfolgserlebnisse, das Wohlfühlen mit dir selber ...

    Und wie könntest du da jettz rauskommen.
    Also ich denke, du musst erst mal ganz schnell auffhören, dich selbst schlecht und unzulänglich zu fühlen, weil du das nciht alles schaffst. Nimm dich lieber mal in Arm und sage dir selbst, dass es so ja kein Wunder ist. Verzeih dir das. Und dann nimm dich noch mal in den Arm und sag dir, dass du dir hilfst, das in den Griff zu bekommen.
    Ich würde mal ganz schnell aufhören, dir die vielen unerledigten Dinge im Kopf aufzusagen. Schreib sie auf ein Stück papier, die ganze lange Liste. Und dann setzte Prioritäten. Realistische. Mit kleinen zielen. Zum Beispiel, dass du zwecks abnehmen, jeden Montag einen Obsttag einlegst, oder ganhz bewusst immer nur ein Stück von irgednetwas isst, nie zwei ... aber suche dir was aus, was du leicht erledigen kannst. Und wenn abnehmen auf Platz fünf der Liste steht, dann lass es da stehen und nimm dir Punkt 1-3 vor, oder das, was machbar ist. Plane kleine Schritte. Nicht das Bür aufräumen. Sondern z.B. am Montag im Büro die Schublade aufräumen, am Diesntag das Regal oder den einen Ordner, Mi den Paierstapel ... oder du machst es stundenmäßig. Jeden Tag eine halbe Stunde, fertig, egal wie weit du gekommen bist.
    Durch diese kleinen Schritte, die du schaffen kannst, schaffst du dir Erfolgserlebnisse, es passiert etwas, du siehst, dass du zwar langsam, aber vorwärtst gehst und du wirst immer mehr daran glauben, dass du es schaffen kannst.
    Und schon solche Erfolgserlebnisse können auftanken. Und erlaube dir vor allem schöne Dionge zu tun. Sieh sie als deine Energiespender an, anstatt dir ein schlechtes Gewissen zu machen. Finde raus, was dir Spaß macht. Versuche diese vielen "ich muss" durch "ich will das" zu ersetzen. In dem du eben keien Diät oder eine Sport machst, der dir keinen Spaß macht, sondern etwas suchst, dass dir gefällt. Statt laufen vielleicht lieber tanzen? Vielleicht mit deinem mann und ihr habt beide Spaß daran ...
    Wenn du ins grübelen kommst, schreibe es auf udn strukturiere es, plane es, dann macht es den Kopf wieder frei und denke abends ganz bewusst darüber nach, was dir an dem Tag gelungen ist, was schön war an dem Tag. Und plane auf jeden Fall jeden Tag etwas schönes ein und wenn ein Schaumbad ist.

    Ja, also, das sind natürlich alles Tipps, die mir helfen können, geholfen haben - ich kenne so etwas ja auch - und desahlb total auf mich gemünzt sind.
    Was davin nun eventuell tatsächlioch auch dir weiterhelfen und Anregungen geben könnte, musst du entscheiden. Mein "mach dies und das" ist daher natürlich nicht wörtlich zu verstehen, sondern bei Nichtpassen zu streichen.

  3. User Info Menu

    AW: Unzureichend...

    Mir fällt dazu eine Sache ein: Ich habe auch einen Freund, den ich immer für einen hielt, der überall engagiert und dabei ist, dem nichts zuviel wird und der dabei auch immer noch gut gelaunt und gelassen schien.
    An einem Abend beim gemeinsamen Essen erzählte er mir dann: "Du, ich lerne jetzt übrigens Italienisch und bin total begeistert ..." "Auch das noch", dachte ich, "jetzt auch noch eine neue Sprache und ich, ich vergesse einfach nur die einmal Gelernten". Auf meine Nachfrage, was er denn schon könne, meinte er dann heiter, er habe sich ein Buch gekauft mit - damals - Kassette und würde täglich so ein neues Wort lernen ...

    Ich kam mir veralbert vor - so lernt man doch keine Sprache! Er meinte einfach nur, "Doch, ich bin da glücklich dabei und mehr schaffe ich zeitlich nicht - besser als nichts, es bringt mich meinem Traum näher." Mittlerweile spricht er wirklich ganz passabel ...

    und ich erinnere mich immer wieder sehr gerne daran, wenn ich mich wieder einmal unzulänglich fühle

    liebe Grüße
    karfunkel

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