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  1. Inaktiver User

    AW: neue sichtweise

    Zitat Zitat von silkcut Beitrag anzeigen
    Danke, Gioello, für diesen Strang.

    Und danke für all diesen wunderbaren klugen Gedanken und Beiträge.

    dem schließe ich mich an!

  2. Inaktiver User

    AW: neue sichtweise

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Doch Sole, das bist Du !! und das musst Du erstmal annehmen um es dann Schritt für Schritt klären und evtl. verändern zu können.
    Das hast Du nicht erst seit 10 oder zwanzig Jahren so - sondern das ist angelegt in Deiner Persönlichkeit - meine Meinung.
    Ich bin mir selber noch nicht sicher, ob das ein Lebenplan ist, der angelegt wird. Jeder seinen eigenen- schon gar nicht weiß ich wofür so was gut sein soll - aber vll. ist das auch die falsche Frage.
    Aber darum geht es wahrscheinlich auch gar nicht - gut oder nicht gut- warum werten??
    Vll. erfüllen wir auch so etwas wie unseren Weg??
    Eine persönliche Grundanlage haben wir natürlich alle - aber damit kann man unterschiedliche Wege einschlagen, denke ich. Jedes Potential kann ganz unterschiedlich genutzt werden, ich glaube nicht an den einen festgelegten Lebensweg.

    Mein Bsp: Vom Typus her, auch körperlich, bin ich auch ein Kämpfertyp, besser in der Ausdauer und in der Strategie als im Sprint. Diese Kämpferenergie habe ich zuhause gebraucht bzw. ich habe sie dort genutzt. Hätte ich ein anderes Elternhaus gehabt und mich dort nicht so"abgekämpft", wäre ich damit eventuell im Sport viel weiter gekommen und hätte diese Energie früher besser und im Guten zu kanalisieren gelernt. So habe ich sie zeitweise und sehr subtil gegen mich selbst gerichtet, weil zudem wütend zu werden, offiziell nicht drin war. Und sportlicher Erfolg bzw. "zuviel Spaß im Leben" durfte sowieso nicht sein.

    Dann bin ich irgendwann ausgezogen und erstmal in ein tiefes Loch gefallen - die direkte familiäre Adrenalinquelle war weg und ich bin eigentlich schon länger auf Reserve gefahren, wurde mir dann klar. Und ab da ging es erst los, mich selbst kennenzulernen, was meine eigenen Motive sind zu sein / zu handeln / mir zu entsprechen und wie ich was für mich im Guten umsetze und wie es ist, nicht ständig im inneren Notstand zu leben und auf Alarmbereitschaft zu sein.

    Und bis auf in einer Beziehung ging das auch ganz gut. Irgendwann war ich aber in einer unguten Geschichte drin und habe wieder mein angelerntes, jahrelanges spaßfreies Aushalte- und Kämpferprogramm ausgepackt. Und wollte das unbedingt hinkriegen. Ich habe mir fast die Zähne an dieser Beziehung ausgebissen, es musste doch zu schaffen sein: Letztendlich auch ein Muster bzw. ein Tunnelblick aus der Kindheit, in der man die Situation nicht verlassen konnte und in der auch oft noch das Zeitempfinden fehlte: Alles wird gut ... irgendwann ... bestimmt ... ich muss nur genügend und lange kämpfen, aushalten, mich anstrengen, leiden, verstehen, mich passend machen in dem EINEN ausschlaggebenden Punkt, sonst ist ja alles gut ...

    Irgendwann kam dann doch der Moment, an dem ich merkte, das wird nichts mehr mit diesem Mann. Nicht so, wie ich gerne leben möchte. Und ich kam trotzdem nicht los und fühlte mich wie ferngesteuert. Der Sache bin ich dann bei mir auf den Grund gegangen - um mal zur Abwechslung mich selbst zu verstehen.

    Das zu wissen, kann auch schon ganz viel ändern - aber ich glaube mittlerweile nicht mehr daran, dass das von heute auf morgen geht.
    Nein, das geht nicht von heute auf morgen. Da sind außerdem automatisch ein paar Schleifen und Rückschritte mit eingebaut.

    Ich bin heute iwie mutlos oder auch ergeben? Soll ich denn jetzt schon wieder kämpfen - womöglich noch gegen mich kämpfen??? Das wäre ja die Steigerung von Leiden schlechthin - schon wieder ein Leiden??? schon wieder ein Kämpfen???
    In diese Falle bin ich auch schon getappt.
    Mit großer Willenskraft und einem potentiell hohen Energielevel ausgestattet, kann man schon mal einen Höhenflug probieren, von wegen ich erfinde mich jetzt neu und das muss genau so und so sein .... das muss ich hinkriegen ..... und zusätzlich mit einer gewissen Zähigkeit und Leidensfähigkeit ausgestattet, kann man sich damit ganz schön ins eigene Knie schießen.

    Und Du hast ja gerade eine Falle dieser Art hinter Dir: Der Plan war, Deine Sichtweise vordefiniert so zu verändern, dass es mit dem Mann, so wie er und die Situation ist, klappt.

    Das hatte nur mit Deinem inneren Sein nichts zu tun.
    Du kannst so im Moment - an der Stelle wo Du gerade bist - so nicht mit diesem Mann zusammen sein. DSas ist die neue Erkenntnis. Und ich bin davon überzeugt, dass sich ausgehend davon alles weitere - passend für Dich - finden wird. Wie auch immer. Mit oder ohne Scheifen. Wenn Scheife, wirst Du sie bemerken.

    Ob Du und wie Du mit ihm in Zukunft in Kontakt sein wirst, ist trotzdem offen.
    Ich denke, Du kannst gespannt sein, wie sich Euer Verhältnis zueinander entwickelt, Stufe für Stufe.

    nein - ich bin wie ich bin - und ich kann von jetzt an verstehen und besser auf mich achten - aber ich werde kein anderer Mensch - ich bin durch mein bisheriges Leben hier angekommen und das kann ich nicht schlechtmachen - das ist doch mein Leben gewesen - verstehst Du das, wie ich das meine?
    Mit der Brechstange das ändern zu wollen, hiesse, mein bisheriges Leben in Schutt und Asche zu legen - was bleibt denn dann noch von mir - abgesehen davon, dass das eh nicht geht.
    Ich meine, Du musst keine Angst haben, Dich zu verlieren - im Gegenteil. Es geht darum, sich zu finden, zu sich zu kommen. Und sich selbst zu werden.
    Das hat auch nichts damit zu tun, die Vergangenheit schlecht zu machen. Die war, wie sie war und sie bleibt auch so.

    Eine spannende Frage ist z.B. warum ist das mir passiert bzw. wie ging ich damit um und würde ich das HEUTE auch nochmal so machen oder will ich etwas anderes erleben.

    Man muss auch bei Veränderungen keine Angst haben, dass irgendwas "zu schnell" geht wenn man anfängt neue Fragen zu stellen. Oder Erkenntnisse anfängt umzusetzen. Oder wenn man bemerkt, "es setzt sich um, ich habe mich an dem Punkt offensichtlich verändert". Es passiert nicht, dass man sich plötzlich morgens im Spiegel nicht mehr selbst erkennt.

    An der Stelle einfach ein bisschen mehr Vertrauen in Dich selbst setzen, gioello. Das wird genau passend für Dich noch woanders gesteuert. Und selbst wenn Du Dich überraschenderweise selbst überholst, dann soll und kann das so sein. Im Moment bremst Dich erstmal Deine Angst vor Veränderung. Also, keine Panik. Du verlierst Dich schon nicht, Du kannst nur gewinnen.
    Geändert von Inaktiver User (11.09.2011 um 22:28 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: neue sichtweise

    nur als gedankenstups gedacht:


    was ist heute morgen in eurem leben gewesen für das man/frau eigentlich ein gefühl von freude und dankbarkeit entgegenbringen kann?



    a) ich lebe
    b) kaffee nach der schicht ist göttlich und in unseren breitengraden immer frisch erhältlich. morgens sogar schon frisch gebrüht und ein belegtes brötchen dazu.
    c) ich habe eine schöne, warme, kuschelige wohnung, es hat mir heute nacht nicht rein geregnet.
    d) heiss duschen---------------- herrlich

    wenn ich mal darauf schaue was ich habe----------------------- bin ich eine reiche frau.

    wenn ich nur darauf schaue was mir vermeintlich fehlt--------------- komme ich aus dem heulen nicht mehr raus.

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    AW: neue sichtweise

    AW: neue sichtweise

    --------------------------------------------------------------------------------
    nur als gedankenstups gedacht:


    was ist heute morgen in eurem leben gewesen für das man/frau eigentlich ein gefühl von freude und dankbarkeit entgegenbringen kann?



    a) ich lebe
    b) kaffee nach der schicht ist göttlich und in unseren breitengraden immer frisch erhältlich. morgens sogar schon frisch gebrüht und ein belegtes brötchen dazu.
    c) ich habe eine schöne, warme, kuschelige wohnung, es hat mir heute nacht nicht rein geregnet.
    d) heiss duschen---------------- herrlich

    wenn ich mal darauf schaue was ich habe----------------------- bin ich eine reiche frau.

    wenn ich nur darauf schaue was mir vermeintlich fehlt--------------- komme ich aus dem heulen nicht mehr raus.


    Genau so ist es.

    Und das sollte man sich öfter in der Woche sagen und auch dies nicht als selbstverständlich hinnehmen.

    Ich freu mich zusätzlich noch darüber, dass ich eine Arbeit habe, die mich ernährt und mir Spaß macht, auch wenn ich heute keine Lust habe, ist halt Montag.

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    AW: neue sichtweise

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mein Bsp: Vom Typus her, auch körperlich, bin ich auch ein Kämpfertyp, besser in der Ausdauer und in der Strategie als im Sprint. Diese Kämpferenergie habe ich zuhause gebraucht bzw. ich habe sie dort genutzt. Hätte ich ein anderes Elternhaus gehabt und mich dort nicht so"abgekämpft", wäre ich damit eventuell im Sport viel weiter gekommen und hätte diese Energie früher besser und im Guten zu kanalisieren gelernt. So habe ich sie zeitweise und sehr subtil gegen mich selbst gerichtet, weil zudem wütend zu werden, offiziell nicht drin war. Und sportlicher Erfolg bzw. "zuviel Spaß im Leben" durfte sowieso nicht sein.

    Dann bin ich irgendwann ausgezogen und erstmal in ein tiefes Loch gefallen - die direkte familiäre Adrenalinquelle war weg und ich bin eigentlich schon länger auf Reserve gefahren, wurde mir dann klar. Und ab da ging es erst los, mich selbst kennenzulernen, was meine eigenen Motive sind zu sein / zu handeln / mir zu entsprechen und wie ich was für mich im Guten umsetze und wie es ist, nicht ständig im inneren Notstand zu leben und auf Alarmbereitschaft zu sein.
    Hallo liebe Leda
    Hallo @all

    Mit Deinen Worten oben hast Du mir sehr viel Bewegung in meine Gedanken gebracht. Fast schon empfinde ich mich als komisch, dass bei mir der Gedanke niemals auftauchte, dass ich mein "Kämpfen" auch für anderes, für Gutes einsetzen könnte. Vermutlich weil ich bis dahin immer dachte, ich würde für mich kämpfen, wenn ich um eine Beziehung kämpfte. In der Tatsache war es aber wohl eher gegen mich.

    Es ist wohl so, dass es Grundzüge gibt, die ich in dem Sinn bei mir nicht verändern kann. Aber meinen Umgang damit kann ich sehr wohl verändern. Wie schon geschrieben "neue Wege sind gefragt".

    Gioiello alles in Ordnung? Wäre schön wenn Du auch weiter mitschreibst

    Liebe Grüsse
    Sole

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    AW: neue sichtweise

    ...ach ja was ich noch hier reinstellen wollte (weil's mich berührt hat)

    Aus dem Buch "Anleitung zum Unglücklichsein"

    "Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiss, dass er glücklich ist"

  7. Inaktiver User

    AW: neue sichtweise

    Ich habe in den letzten Tagen auch so viel nachgedacht - war traurig, weil ich nicht so genau weiß, wie es jetzt weitergeht - aber ich habe auch im Rückblick auf mein Leben erkannt, wie stark ich bin. Wie gestärkt ich im richtigen Moment bin, um die Situationen in meinem Sinn zu entscheiden.
    Geändert von Inaktiver User (14.09.2011 um 17:14 Uhr) Grund: zu privat und zu spontan geschrieben

  8. Inaktiver User

    AW: neue sichtweise

    liebe gioello,

    irgendwo habe ich mal über krieger gelesen (ich meine es ging so in richtung samurai) dass ein wahrer krieger/kriegerin spürt wann es zeit ist den panzer abzulegen, kräfte zu sammeln, wann es nötig ist die stimme zu erheben, wann en kampf sinnlos und nur kräftezehrend ist und wann es nötig ist vollgepanzert in den krieg zu ziehen.

    die mischung machts im leben.




    finde ich.

  9. Inaktiver User

    AW: neue sichtweise

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    liebe gioello,

    irgendwo habe ich mal über krieger gelesen (ich meine es ging so in richtung samurai) dass ein wahrer krieger/kriegerin spürt wann es zeit ist den panzer abzulegen, kräfte zu sammeln, wann es nötig ist die stimme zu erheben, wann en kampf sinnlos und nur kräftezehrend ist und wann es nötig ist vollgepanzert in den krieg zu ziehen.

    die mischung machts im leben.




    finde ich.
    Liebes ,
    wie schön Du das geschrieben hast - zum weinen - ich liebe übrigens Geschichten über Samurai-Krieger - sie haben immer etwas sehr Weises
    das ist nicht die schlechteste Weise, das Leben zu leben.

  10. Inaktiver User

    AW: neue sichtweise

    ich bin gerührt- sprach der teig

    nicht weinen- oder doch! lass das adrenalin raus. (ist wissenschaftlich bewiesen, dass frauen über weinen adrenalin abbauen. in tränenflüssigkeit wurde adrenalin nachgewiesen)

    küchenkrepp? mal die rolle rüberreicht

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