Antworten
Seite 16 von 19 ErsteErste ... 61415161718 ... LetzteLetzte
Ergebnis 151 bis 160 von 185
  1. Inaktiver User

    AW: neue sichtweise

    ich habe blaue augen- ich werde nie braune haben.

    ich habe grosse füsse- es ist so.


    akzeptanz ist der erste schritt.


    und dann überlege ich mir: was möchte ich erreichen? wo möchte ich hin?

    mit realistischen zielen mich in kleinen schritten auf die reise machend.

  2. Inaktiver User

    AW: neue sichtweise

    gioello,
    in der lösungsorientierten (Kurzzeit)Therapie unterscheidet man den Menschen grob in drei Typen:
    Beziehungstyp, Sachtyp und Handlungstyp.
    Alle drei Anteile im Menschen integriert ergibt die Gesamtheit, der Mensch fühlt sich in seiner "Mitte" und "rund".

    Während Männer überwiegend Sach- und/oder Handlungstypen sind, tendieren Frauen zum Beziehungs- und/oder Handlungstypen. Wie du siehst, eine Komponente fehlt meist oder dieser wird nicht genügend Raum gegeben.

    Vielleicht helfen dir Beispiele, die ganz simpel sind und doch einen Faden zum weiterspinnen anbieten:

    Üblicher Ablauf:
    1.
    Mann: "Ich habe Durst."
    Frau springt auf, rennt in die Küche und holt etwas zu trinken.

    Erklärung: Sie bezieht die Aussage auf sich, denn sie lebt in Beziehung mit ihrem Mann und geht sofort ins Handeln.
    Sie denkt nicht darüber nach, dass es "nur" die Aussage ihres Mannes ist zu seiner momentanen Befindlichkeit.

    2.
    Frau grummelt vor sich hin.
    Mann: "Was ist los?"
    Sie: "Ach, nichts weiter."

    Mann denkt (Sachtyp), okay nichts ... und ... tut nichts (Handlungstyp).
    Nichts zu tun ist auch tun.
    Er ginge sofort übers Handeln in die Beziehungsebene, wenn es nicht um "nichts" ginge.

    Es ist "nur" Training, das hat nichts mit Kontrolle der Spontanität zu tun - man springt lediglich nicht über jedes Stöckchen von dem man meint, es wurde einem hingehalten.

  3. Inaktiver User

    AW: neue sichtweise

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da ich aber kein anderes von mir gelebtes Leben zum Vergleich habe, kann ich mein Leben (meine Kindheit) als normal .annehmen.
    Ich sage für mich dazu:
    Das ist das, worüber ich mal dachte, es sei normal.

    Dass das nicht "normal" im Sinne von gesund, förderlich, konstruktiv, annehmend und einigermaßen heil ist, sondern insgesamt und durchgängig ein Umfeld eines belastenden und belasteten Lebensgefühls war, welches ich zum Teil zwangsweise zu meinem eigenen gemacht hatte, habe ich irgendwann gemerkt. Und auch, dass ich manchmal Tiefe und Melancholie mit Problembehaftendem verwechsle.

    Ich habe auch gemerkt, dass es anders geht und dass ein anderes Lebensgefühl mir eigentlich - vom Wesen her - mehr entspricht. Also versuche ich meinem ureigenen Lebensgefühl zu folgen und nicht weiter dem angelernten. Immer mal wieder gibt es Phasen, in denen ich mich quasi stündlich immer wieder auf mich besinnen muss um meine eigene Spur zu halten.

    Ich glaube solche Mechanismen werden ganz subtil bereits im Kind verankert.
    Ja, das werden sie. Ich bin immer wieder selbst überrascht wo und wann sie durchkommen.

    Ich bin inzwischen soweit in der Selbst-fühl-erkenntnis, dass es tatsächich zutrifft, was die Entwicklungspsychologen sagen: Die ganz tiefen Muster, die für mich mit dem unguten Lebensgefüh verbunden sind, kommen aus der allerersten Lebenszeit, als es noch lange nicht um verstehen und Bewusstsein ging, sondern in der man man nur Fühlwesen war. Wie sollte es auch anders sein. Und alles andere, was an prägenden Erlebnissen oben drauf kam, hat sich in mir gemäß diesem allerersten Fühlmuster sortiert und es somit verstärkt.

    Für mich wurde irgendwann sehr wichtig, dieses zu erkennen und nicht (mehr) gewinnen zu lassen. Wenn es sein muss(te), wie gesagt, ressette ich mich stündlich.
    Geändert von Inaktiver User (11.09.2011 um 13:41 Uhr) Grund: Heute ist kein guter das - dass-Tag.

  4. Inaktiver User

    AW: neue sichtweise

    Ähm ....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für mich wurde irgendwann sehr wichtig, dieses zu erkennen und nicht gewinnen zu lassen. Wenn es sein muss(te), wie gesagt, resette ich mich stündlich.

    .. was ich damit sagen will, ist nicht, dass das jeder so machen soll und dass es unbedingt notwendig ist, so tief in sich nachzugraben.

    Mir hilft es insofern, dass ich dadurch wirklich selbst erkenne, dass es um eine Dimension geht, die sehr, sehr weit weg ist von Schuld, gar Verantwortung, dummen Kühen, bekloppter Familie und verhinderten Männern etc.pp.. Dadurch bekomme ich großen Abstand von dieser oberflächlichen Bewertungsebene, ich identifizier mich nicht mehr so mit meinen Emotionen, kann dadurch aber gleichzeitig viel mehr empfinden und vieles so sehen, wie es ist. Mich macht das jedenfalls klarer.
    Geändert von Inaktiver User (11.09.2011 um 13:43 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: neue sichtweise

    Erstmal Danke für Eure Gedanken und meine daraus resultierende Erkenntnis, dass es kein gut oder richtig gibt.

    Wir sind alle Unikate

    Ich habe heute viel Zeit zum Nachdenken, Grübeln wärend ich hin und her wusele, meinen Haushalt in Angriff habe, Musik höre.

    So hatte ich mir die "neue Sichtweise" gar nicht vorgestellt - ich habe jetzt ganz neue Ansatzpunkte entdeckt.

    So wie ich mich kenne muss ich jetzt nur ganz gut aufpassen, dass ich mich nicht in die schleckte Ecke denke - mich nicht als minderwertig empfinde - diese Gedanken haben so den Beigeschmack von "mit mir stimmt was nicht" (am harmonischsten Maßstab gemessen - oder an Menschen, die in meinen Augen ein vermeintlich immer glückliches Leben leben).

    Ich möchte es so sehen wie brighid - ich bin nunmal wer ich bin und ich fühle nunmal was ich fühle. Meine Vergangenheit kann ich nicht ändern - ich kann sie nur rückblickend verstehen und akzeptieren um dann nach vorn zu schauen.

    Ich werde keinen anderen Menschen aus mir machen wollen und auch nicht können. Ich kann aber meinen Horizont erweitern durch dieses Verstehen.

    In einer Therapie werden durch gute Fragen auch gute Antworten gefunden - Antworten die den Blickwinkel erweitern - der Fokus wird ein anderer.

    So gehts mir momentan hier ........

  6. Inaktiver User

    AW: neue sichtweise

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    E ich bin nunmal wer ich bin und ich fühle nunmal was ich fühle. Meine Vergangenheit kann ich nicht ändern - ich kann sie nur rückblickend verstehen und akzeptieren um dann nach vorn zu schauen.

    Ich werde keinen anderen Menschen aus mir machen wollen und auch nicht können. Ich kann aber meinen Horizont erweitern durch dieses Verstehen.

    .
    diesen text, ausgedruckt-------------- 200 mal und überall in deinem leben von wohnung, handtasche bis büro------- hingetackert- jeden tag vor augen----------------

    und du verinnerlichst es! so wie früher vokabeln lernen durch wiederholung!

    und trick 17- da wo du nicht möchtest dass andere "deinen" text lesen könne- schreib es in schriftart: wingdings- (mir hats geholfen)

  7. User Info Menu

    AW: neue sichtweise

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe auch gemerkt, dass es anders geht und dass ein anderes Lebensgefühl mir eigentlich - vom Wesen her - mehr entspricht. Also versuche ich meinem ureigenen Lebensgefühl zu folgen und nicht weiter dem angelernten. Immer mal wieder gibt es Phasen, in denen ich mich quasi stündlich immer wieder auf mich besinnen muss um meine eigene Spur zu halten.
    Hallo ihr alle

    Ich war heute schon morgens um 9 mit dem Bike unterwegs.....Gedankensammeln

    Und ich habe mich gefragt, ob man aus erlernten Mustern herauskann oder ob sie schon so sehr verinnerlicht sind, dass die MICH ausmachen. Und meine Antwort an mich war klar: dies bin nicht ich und hey, wenn Du angelernt hast, dass Beziehung Leiden/Kampf ist, dann kannst du auch lernen, dass dies eben nicht so ist, nicht so sein muss! Denn (auch dies ein klarer Gedanke von mir) dies bist nicht Du, dies entspricht nicht deinem Wesen.

    Es ist für mich wichtig, zu verstehen und zu erkennen. Ich kann dies alles nicht nur "gefühlsmässig" aufbröseln. Eben der berühmte Einklang zwischen Herz und Verstand. Und dazu muss ich auch meine Ängste erkennen, und wenn sie nicht zu fassen sind, nicht mit momenten realen Tatsachen zu erklären sind, dann brauch ich es, dass ich erkenne, woher gewisse "Ueberzeugungen" von mir herstammen.

    Danke Euch allen

  8. Inaktiver User

    AW: neue sichtweise

    Zitat Zitat von il_sole40 Beitrag anzeigen
    Hallo ihr alle

    Ich war heute schon morgens um 9 mit dem Bike unterwegs.....Gedankensammeln

    Und ich habe mich gefragt, ob man aus erlernten Mustern herauskann oder ob sie schon so sehr verinnerlicht sind, dass die MICH ausmachen. Und meine Antwort an mich war klar: dies bin nicht ich und hey, wenn Du angelernt hast, dass Beziehung Leiden/Kampf ist, dann kannst du auch lernen, dass dies eben nicht so ist, nicht so sein muss! Denn (auch dies ein klarer Gedanke von mir) dies bist nicht Du, dies entspricht nicht deinem Wesen.

    Es ist für mich wichtig, zu verstehen und zu erkennen. Ich kann dies alles nicht nur "gefühlsmässig" aufbröseln. Eben der berühmte Einklang zwischen Herz und Verstand. Und dazu muss ich auch meine Ängste erkennen, und wenn sie nicht zu fassen sind, nicht mit momenten realen Tatsachen zu erklären sind, dann brauch ich es, dass ich erkenne, woher gewisse "Ueberzeugungen" von mir herstammen.

    Danke Euch allen
    Doch Sole, das bist Du !! und das musst Du erstmal annehmen um es dann Schritt für Schritt klären und evtl. verändern zu können.
    Das hast Du nicht erst seit 10 oder zwanzig Jahren so - sondern das ist angelegt in Deiner Persönlichkeit - meine Meinung.
    Ich bin mir selber noch nicht sicher, ob das ein Lebenplan ist, der angelegt wird. Jeder seinen eigenen- schon gar nicht weiß ich wofür so was gut sein soll - aber vll. ist das auch die falsche Frage.
    Aber darum geht es wahrscheinlich auch gar nicht - gut oder nicht gut- warum werten??
    Vll. erfüllen wir auch so etwas wie unseren Weg??
    Das zu wissen, kann auch schon ganz viel ändern - aber ich glaube mittlerweile nicht mehr daran, dass das von heute auf morgen geht.
    Ich bin heute iwie mutlos oder auch ergeben? Soll ich denn jetzt schon wieder kämpfen - womöglich noch gegen mich kämpfen??? Das wäre ja die Steigerung von Leiden schlechthin - schon wieder ein Leiden??? schon wieder ein Kämpfen???
    nein - ich bin wie ich bin - und ich kann von jetzt an verstehen und besser auf mich achten - aber ich werde kein anderer Mensch - ich bin durch mein bisheriges Leben hier angekommen und das kann ich nicht schlechtmachen - das ist doch mein Leben gewesen - verstehst Du das, wie ich das meine?
    Mit der Brechstange das ändern zu wollen, hiesse, mein bisheriges Leben in Schutt und Asche zu legen - was bleibt denn dann noch von mir - abgesehen davon, dass das eh nicht geht.

  9. Inaktiver User

    AW: neue sichtweise

    @ gioello

    Kampf ist Krampf ... es gibt nicht nur entweder/oder.
    DU erwartest/verlangst von dir den Kampf - niemand im Außen.
    Für dich ist eines der Denkmuster: immer muss ich kämpfen.
    Diese Aufgabe stellst du dir und übernimmst du selbst.
    DU bist dein eigener "Sklaventreiber" deiner Überzeugungen.

    Es gibt für alles seine Zeit und das, was deine Vergangenheit ist, hat dich zu dem gemacht, was du heute bist.
    Das Leben ist in Bewegung, ist Veränderung - nur wohin die führt, kann dir niemand sagen und das macht dir unter Umständen Angst.


    @ il_sole

    Du klingst frisch und "aufgeräumt".

  10. Inaktiver User

    AW: neue sichtweise

    Es gibt für alles seine Zeit und das, was deine Vergangenheit ist, hat dich zu dem gemacht, was du heute bist.
    Das Leben ist in Bewegung, ist Veränderung - nur wohin die führt, kann dir niemand sagen und das macht dir unter Umständen Angst.
    Ja Sariana,
    es gibt sicher für alles eine Zeit - Bewegung und Veränderung zur falschen Zeit erpresst, erzeugt einen Druck, wos noch nicht passt.
    Ich kann mich nicht mal so eben neu erfinden - könnte ich versuchen, aber ich bins, wohin ich auch gehe und was ich auch tue - ich werde immer ich sein. Mit all den Erfahrungen, den Persönlichkeitsstrukturen usw. - ich kann nur in Zukunft aufpassen - da ich jetzt ein wenig mehr weiß - aber ich werde kein anderer Mensch sein - ich werde immer mich selber dabei mitnehmen.
    Geändert von Inaktiver User (11.09.2011 um 18:11 Uhr)

Antworten
Seite 16 von 19 ErsteErste ... 61415161718 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •