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    AW: neue sichtweise

    Gioiello

    Hallo brighid

    Es ist wie Du schreibst, das Leiden ist selbstgewählt. Dies zu sehen und diesen Satz auszusprechen hat mich viele viele Stunden Nachdenken/Herumhirnen/Gedankenkarussell gekostet. Aber nun ist sie da, die Akzeptanz dieser Tatsache.

    Ob ich in der Beziehung mit ihm bin und da leide, oder ob ich die Beziehung beende und dann leide - ich entscheide mich offensichtlich oft für das Leiden (ein bisschen besser als vor 5 oder 10 Jahren ist es geworden, aber noch viel zuwenig). Dies ist nicht erst seit 3 Jahren so, dies überschattet mein Leben. Die Frage von Leda "Leiden als Lebensprogramm?" hat mich nicht mehr losgelassen.....nicht das erste Mal seit ich bei Bricom bin (und das sind schon ein paar Jahre)....aber dieses Mal bin ich nicht mehr bereit von der Frage abzuschweifen. Ich will das nicht mehr so.

    Also ist eine meiner Fragen auf der Liste:

    2. Leiden/unglücklichsein ist „Normalität“

    - Da sind nur kurze glückliche Zeiten in meinem Leben
    - Leiden als Lebensprogramm? Wie kann ich diese Muster durchbrechen...nachhaltig???
    - Der Schmerz um mich zu spüren, "hole" ich ihn mir, "schaffe ich ihn mir"? Ja so übel diese Erkenntnis ist aber ja

    Also steht dies nun da, die Frage. Und es sind wahnsinnig viele Gedanken, die in mir drinn sind und ich probiere dies nun zu ordnen. Ist gar nicht mal so einfach ...zumindest für mich.....

    Liebe Grüsse und auch von mir ein Dankeschön für den Austausch hier
    Sole

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    AW: neue sichtweise

    Danke, Gioello, für diesen Strang.

    Und danke für all diesen wunderbaren klugen Gedanken und Beiträge.

    Du wirst morgen sein, was Du heute denkst. Buddha

  3. Inaktiver User

    AW: neue sichtweise

    2. Leiden/unglücklichsein ist „Normalität“

    - Da sind nur kurze glückliche Zeiten in meinem Leben
    - Leiden als Lebensprogramm? Wie kann ich diese Muster durchbrechen...nachhaltig???
    - Der Schmerz um mich zu spüren, "hole" ich ihn mir, "schaffe ich ihn mir"? Ja so übel diese Erkenntnis
    Hallo Sole,

    sorry, dass ein Miniteil Deines Posts fehlt, aber meine Maus will nicht so wie ich

    Zu Deiner Frage und mir selber:
    Ich habe mein Leben nicht als Leiden empfunden - aber als ich meinem letzten Partner so verschiedene Dinge aus meinem Leben erzählte, da meinte er: Da hast Du es aber schon sehr oft sehr schwer gehabt - viel gelitten und ausgehalten ( und auch die Beziehung zu ihm war sehr schwierig)
    Warum sehe ich das nicht, dass mein Leben so schwer war??
    Ist es für mich denn normal geworden, unstimmige Situationen auszuhalten und um alles warten zu müssen?
    Klar war mein Leben schwierig (welches auch nicht) - aber ich habe alles durchgestanden (vll. zu lange?)
    - alle Schwierigkeiten und bin nicht weggelaufen (bis NICHTS mehr ging).
    Ist es nicht das, was MAN tun soll. Sich den Schwierigkeiten stellen?? (aber ich habe es eigentlich nie aktiv getan, eher passiv)
    und daran dann auch zu leiden?? Ist Leidensfähigkeit nicht auch wichtig ( um zu reifen, um Empathie für andere zu entwickeln)?

    Das heisst aber auch, dass mir schwierige Situationen sehr vertraut sind - und wenn eine solche auf mich zukommt , dann ist die fast wie ein Freund!! Damit kenne ich mich aus.

    Womit ich mich tatsächlich fast gar nicht auskenne, sind harmonische und spielerische zwischenmenschliche Beziehungen.
    Oder doch.... die kenne ich schon, aber die gehen bei mir auch nicht in die Tiefe, die empfinde ich oftmals als sehr oberflächlich.
    In die Tiefe gehen Beziehungen zu Freunden und Freundinnen, die Probleme haben.

    Also auch bei mir. Sole, erkenne ich da schon ein Muster........ ich frage mich aber immer noch, warum das so ist.
    Wer oder was hat uns so verletzt, dass wir diesen Leidensdruck ausleben anstatt die Bremse zu ziehen, wie so viele andere.
    Ich bin mir gar nicht bewusst, sehenden Auges in diese Schwierigkeiten gekommen zu sein (damit meine ich jetzt viele Stationen in meinem Leben) - ich habe es bewusst nicht erkannt - und auch heute kann ich es noch nicht in ein Schema bringen.
    Danke für die Frage - ich warte auf mehr - aber ich weiß noch nicht, ob ich die Antwort hier immer schreiben werde.......
    Geändert von Inaktiver User (10.09.2011 um 16:28 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: neue sichtweise

    Ich muss noch etwas zu dieser Frage schreiben - sie geht mir im Kopf rum und das ist gut so

    Mein Programm von "Leiden können" ist nicht das von den anderen, das wird mir jetzt auch klarer.

    Daher die Posts "bist Du Dir nicht mehr wert? " diese Posts werden von den Menschen kommen, die ein anderes Programm haben, die problematische Beziehungskisten direkt erkennen und die nicht deren Freund sind.

    Denn deren Programm läuft auf " nicht leiden" "Probleme muss ich nicht haben" , das ist denen nicht vertraut und daher wenden sie sich ab - im Gegensatz zu mir - sie haben eine Nase für Probleme.

    Wenn ich so darüber nachdenke, waren die Männer, die mir sehr viel bedeutet haben auch immer so die "einsamen Wölfe-Typen", die schon Probleme durch ihre Kopfhaltung ausgestrahlt haben.

    Die Frage ist nur, wie soll ich das ändern - und ich will das ändern. Ich hoffe sehr, dass die Erkenntnis der erste Schritt zur Veränderung ist .

    Trotzdem bin ich froh, dass ich ihn kenne - wahrscheinlich "läuft sein Programm" auf dem gleichen Sender wie meines. Vll. verbindet uns das auch nochmal??.

    Unglaublich........

  5. Inaktiver User

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    Zitat Zitat von silkcut Beitrag anzeigen
    Danke, Gioello, für diesen Strang.

    Und danke für all diesen wunderbaren klugen Gedanken und Beiträge.

    Ich danke Dir und allen anderen.

  6. Inaktiver User

    AW: neue sichtweise

    Zitat Zitat von il_sole40 Beitrag anzeigen

    2. Leiden/unglücklichsein ist „Normalität“

    - Da sind nur kurze glückliche Zeiten in meinem Leben
    - Leiden als Lebensprogramm? Wie kann ich diese Muster durchbrechen...nachhaltig???
    - Der Schmerz um mich zu spüren, "hole" ich ihn mir, "schaffe ich ihn mir"? Ja so übel diese Erkenntnis ist aber ja

    e
    meine gedanken zu deiner aussage hier:

    - die zeiten die ich bedingungslos glücklich war------------- ich plustere sie auf. sie wiegen für mich mehr. sie haben mehr raum in mir.

    - leiden als lebensprogramm- habe ich sehr lange für mich gelebt, ich hatte sehr grosses mitleid mit mir selbst und habe es auch von andern menschen um mich herum erwartet. heue sehe ich es fast als sucht an: anerkennung über mitleid.

    ich habe mich als brighid mit sehr vielen fehlern und so manchem an ganz tollen eigenschaften neu kennengelernt und ich liebe sie. die kleine kröte mit rabenschwarzer seele, kurzen ärmchen und einem fiesem humor, mit all ihren facetten- alles was vermeintlich schlimm war--------- ich habe gesucht und ich habe positives gefunden.
    die tatsache, dass der kindsvater nach der trennung mir aufgelauert hat und mich zu tode erschreckt hat (mit absicht)------- die panikattacken daraus------- ich wäre sonst vermutlich in hundert jahren nicht in therapie gegangen. danke kindsvater!


    den schmerz zu spüren--------- wenns mal wieder richtig was zu beissen gibt- ich spüre den schmerz und ich merke: ich lebe noch. so lange ich es spüren kann- bin ich noch am leben.
    für jemanden der schon an dem punkt war, dass ich das empfinden hatte nichts mehr empfinden zu können- ist ein zucken, der schmerz ein lebenszeichen!

  7. Inaktiver User

    AW: neue sichtweise

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Trotzdem bin ich froh, dass ich ihn kenne - wahrscheinlich "läuft sein Programm" auf dem gleichen Sender wie meines. Vll. verbindet uns das auch nochmal??.

    Unglaublich........
    weil er dein gedankliches repertoire erweitert- du jetzt auch andere gedanken zulassen kannst. du musst sie nicht übernehmen- aber der kontakt zu ihm erweitert deinen horizont.

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    AW: neue sichtweise

    Guten Morgen

    Ich bin sehr in Gedanken! Und es hat einige Male "klick" gemacht die letzten Tage. Es ist noch unsortiert, dennoch möchte ich mich melden bei Euch und meine Grüsse hinterlassen.

    Liebe Gioiello, es ist bei mir ähnlich wie bei Dir mit dem Empfinden von "leiden". Es dauert als erstes schon mal ganz ganz lange, bis ich überhaupt begreife dass ich leide. Ich seh das lange als "normal" an. Ich habe aber, im Unterschied zu dir, das Leiden dann aber wirklich oft (nicht immer) "herangezogen" oder gar herbeigeführt.

    Das Muster - nun ich habe als ich 11 Jahre alt war (bis ca. zum 15. Altersjahr) im engsten Familienkreis eine Beziehung miterlebt, die von Leiden und Dramen geprägt war, und die dann in einem sehr ernstgemeinten und schockierenden Selbstmordversuch mündete. Und heute, bewusst darauf blickend, sehe ich die Parallelen. Ich konnte zum Glück auch darüber mit meiner Schwester reden, und sie sah mich total erstaunt an, weil ich _alles_ wusste die kleinsten Detail...Dinge die sie nicht mehr bewusst weiss. Sie sieht mich erstaunt an und sagt "aber hey da warst du 11 Jahre alt....und Du warst ja nciht dabei meistens". Aber ich habe es gehört, jedes Wort das gefallen ist zuhause bezüglich diesem Thema.

    Liebe brighid, wenn ich dann mal soweit war, dass ich wirklich auch sah, ich leide, war da immer nur ein Satz dominant "selber schuld dumme Kuh". Immer. Seufz und ja, das war ja auch richtig diese Feststellung von ich nur so schnell die Tatsache ansehe, warum ich jetzt in der Situation war und gelitten habe.
    Und heute kann ich endlich mal ein paar Dinge klarer sehen und VERSTEHE zumindest, warum ich gewisse Dinge tat, entgegen meinem inneren Fühlen.

    So damit hör ich mal auf zu schreiben, weil eben es ist noch soviel unsortiert. Ach ja eines noch, es geht nicht um Entschuldigungen suchen, nciht um Rechtfertigungen, es geht mir nur darum zu VERSTEHEN. Und die paar Dinge, die ich nun klarer sehe, dich erleichtern richtiggehend.

    Liebe Grüsse an alle
    Sole

  9. Inaktiver User

    AW: neue sichtweise

    hallo sole,

    du schreibst vom sich selbst verstehen warum du so agiert hast wie du es tust---------------


    ich verstehe vieles an mir selbst nicht, habe es ncht verstanden- aber ich habe angefangen mit der situation: kindsvater und dem weggehen aus der beziehung, anfangen es mir zu verzeihen. ich habe mir selbst vergeben dass ich so gehandelt habe (nicht das weggehen, sondern das jahrelange durchhalten und anderes)

    es gibt einiges, das konnte mir selbst die therapeutin nicht erklären oder mir draufhelfen- ich habe gelernt es anzunehmen und es mir zu gestatten und zu vergeben.

    nix mehr mit: selbst schuld, dumme kuh- sich selbst niedermachen.

  10. Inaktiver User

    AW: neue sichtweise

    Das heisst aber dann auch, dass sich so ein Verhalten nicht mehr ändern lässt, sondern nur kontrollieren lässt - ähnlich dem eines Alkohlkranken.

    Das heisst dann auch, nicht mehr spontan handeln und reagieren zu können - sondern zunächst mal zu hinterfragen?? Das stell ich mir sehr lebenseinschränkend vor.

    Vll. muss man das wirklich annehmen, dass man selber dunkelgrün ist und andere Menschen eben hellgrün - was fange ich jetzt damit an?

    Bei mir gibt es keinen Auslöser im Sinn von traumatisch oder so.
    Mein Leben ist so gewesen, als Kind schon musste ich immer durch alles durch.

    Ich habe als Kind nie das Gefühl von "gewinnen" gehabt (strenge Erziehung) sondern immer das Gefühl von "ausführen" und befolgen.

    Ich habe dann als Teenager sehr stark rebelliert - aber da wars wohl schon zu spät......- auch das rebellieren müssen ist ja in gewisser Art ein Leiden.

    Da ich aber kein anderes von mir gelebtes Leben zum Vergleich habe, kann ich mein Leben (meine Kindheit) als normal .annehmen.

    Ich glaube solche Mechanismen werden ganz subtil bereits im Kind verankert. Ein Kind, das im Familienverbund eine Stimme hat und die auch angehört wird - das auch mal bei Streitereien gewinnen darf, dieses Kind wird lernen für die eigenen Wünsche einzustehen und wird lernen auch zu den Gewinnern zu gehören - ganz selbstverständlich und nicht mühsam erkämpft.

    Nicht dass ich das nie gemacht hätte - aber wenn dann im Stillen für mich und über diverse Hintertüren.

    Trotzdem kann ich mein Leben nicht als Leiden betrachten - so wie es war, so habe ich es gewählt oder zugelassen.
    Aber ich glaube jetzt zu verstehen .... was kann ich daraus machen?

    Ob das zu meinem aktuellen Dilemma passt ?- vll. liege ich ja auch völlig falsch mit meinen Betrachtungen - im Moment bin ich ziemlich "gefühlsleer"..........

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