Ich muss ja mal wieder lobend erwähnen, wie hilfreich es einem für sich selbst auch sein kann, wenn hier Probleme benannt und zivilisiert durchgesprochen werden. Das mag ich an der Bricom, wenn es gelingt ...![]()
Und ein dickes Lob an alle, die sich trauen, ihre Probleme hier einmal zu formulieren und nach "aussen" zu tragen.![]()
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Thema: neue sichtweise
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09.09.2011, 14:04Inaktiver User
AW: neue sichtweise
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09.09.2011, 14:57
AW: neue sichtweise
Aufgrund des Postings von Leda und der nachgehenden Diskussion betreffend Sichtweisen und Werten hab ich mir viele Gedanken gemacht....oft im Kreis drehend aber dennoch erhellen sie sich durch Leda's Worte.
Ich würde den Strang vermutlich so benennen "neuer Weg".
Ich empfinde es nicht so, dass ich leide, weil meine Sichtweise so oder anders ist. Es tut mir einfach weh, tief in meiner Seele weh, der Gedanke, für ihn nicht "genügend" zu sein. Dieser Schmerz ist in mir.
Indem ich den Blickwinkel wechsle habe ich eine neue Sichtweise. Ja. Und neue Sichtweisen können letztendlich dazu beitragen, dass ich mein Verhalten ändere - einen neuen Weg gehe. Dies alles aber eigentlich bezogen auf MICH und mein Verhalten.
Es klingt jetzt vielleicht ein bisschen durcheinander. Was ich sagen will ist, dass sich dadurch, dass man den Blick konsequent auf sich richtet, der Blickwinkel ändert und somit die Sichtweise und letztendlich wohl dann der eigene Umgang mit allem - der eigene Weg ändert sich. Wie und wohin auch immer. Schritt für Schritt.
Liebe Grüsse
Sole
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09.09.2011, 16:43Inaktiver User
AW: neue sichtweise
Danke für Deine Wünsche Kitty,Ich finde es auch gut, dass du wuetend bist: Das hat glaube ich, die ganze Zeit gefehlt: Du warst nie wuetend, und schon gar nicht auf ihn, oder? Du hast aber alles Recht, mal so richtig wuetend zu sein! Sei es!
Themir und McKenzies Beitraege, enthalten wie ich finde, Wahrheiten, die du vielleicht spaeter, wenn der Mann und eure Beziehnung sich fuer dich entmystifiziert hat, sehen wirst (ging mir genauso und es hat Jahre gedauert).

nein, ich habe keine Wut - vll. Wut auf mich, dass ich weiß, dass ichs nicht hin bekomme.
Ich hätte noch vor dieser "Zeit" ebenso gedacht und gesprochen - aber es ist immer ein anderes Paar Schuhe, wenn man selber drinsteckt und so viele Feinheiten wahrnimmt, die hier nicht aufzuschreiben sind und auch nicht wichtig sind für andere.
Auch wir sind individuelle Persönlichkeiten - wir haben eine persönliche Geschichte - die hier aufzuschreiben in ihren Feinheiten zu intim wäre. Es gibt kein "man" - ausserdem ging es mir nicht um die Beziehung selber sondern um mich, um mich persönlich - um meine Gedanken.
Entmystifiziert (rosarote Brille ) war es für mich eigentlich von Anfang an ( da wir ein Jahr lang "brauchten" , bis wir zusammen waren) - aber nie stimmig zu mir, zu meiner Vorstellung, wie ich Liebe leben möchte - nicht wie man Liebe leben soll.
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09.09.2011, 17:06Inaktiver User
AW: neue sichtweise
Hallo Fado,Ich denke, es ist möglich, wenn man den Mann wirklich aus dem Mittelpunkt seines Denkens herauskriegt. Wenn man sich selbst in den Vordergrund rückt, wenn man auf die eigenen Bedürfnisse hört. Nicht in Abstimmung und Bezug zu dem Mann, sondern sich selbst lebt. Dann könnte so eine Beziehung so eine Art Beigabe sein, das wirkliche Sahnehäubchen, wie eine angenehme Beschäftigung, ein Besuch in einem Wellness"dings". Wenn man anfängt anzunehmen, man wäre nur durch die Existenz des Mannes "Ganz" - dann hat man m. E. verloren. Sich selbst, den Mann, die Beziehung.
Wenn du diese Beziehung löst - eigentlich gegen deinen eigenen Willen, wird dir möglicherweise ein "was wäre wenn ..." lange nachgehen und du könntest so oder so nicht abschließen, loslassen.
Ich glaube, man kann eine Liebe nicht aus Vernunftgründen beenden. Ich glaube, das Einzige, was eine Beziehung, eine Liebe wirklich beendet, ist Langeweile.
ich sehe es ganz anders - ich bin zur Erkenntnis gekommen, dass ich ihn nicht vergessen muss - ihn nicht aus meinen Erinnerungen und Gefühle vertreiben. Dieses "nie mehr" - "vergessen müssen" ist doch das an dem man schon vor dem Ende schier verzeifeln könnte.
Ich werde meine Gefühle zulassen - und weiß, dass er mir nur Gutes wünscht.
Mit diesem Wissen, Gefühl kann ich mich lösen - ich bin fest überzeugt davon. Vielleicht ist es bei Euch auch anders - eine andere Geschichte - das weiß ich nicht - ich kenne Deine Geschichte nicht.
Ich werde nicht verzweifeln - er ist ja nicht tot - ich muss ihn nicht wirklich betrauern - ich kann ihm alles Gute und Schöne in seinem Leben wünschen - und das wird er bei mir ebenso tun. Wir werden uns immer mal sehen - und wir werden uns grüßen , uns anlächeln und werden uns mit wenigen Worten sagen, wie es uns geht und dann auseinandergehen.
Ich weiß das, weil ich es schon gelebt habe - ja, ich hab mich auch nur halb gefühlt.
Aber jetzt werde ich auf mich schauen - denn ich habe das erste Mal nach all den Jahren ganz konkret bei mir - auf mich geschaut.
Es hat sich bei mir etwas geändert - ich kanns auch gar nicht richtig benennen. Mir hat das hier sehr viele Gedankenanstösse gegeben - die mit den Worten der Posts nichts oder nur wenig zu tun haben. Es waren die unausgesprochenen Dinge zwischen den Zeilen - oder die ich hinein interpretiert habe - die haben mir schon geholfen mich in anderem Licht zu sehen.
In vielen Strangs hier geht es ja darum, warum er sich nicht trennt - warum er sich so verhalten hat - welchen Einfluss die Ehefrau hat usw. - das muss/ musste ich gar nicht fragen - das weiß ich ja. Wir kennen uns so lange, da gibt es für mich beim ihm nur wenige Dinge, die ich nicht verstehe.
Aber meine Rolle, die ich da spiele - für ihn und auch für mich - die ist mir ein ganzes Stück weit bewusster geworden.
Und eines kann ich sagen, ich möchte so nicht mehr leben - selbst wenn wir nicht mehr zusammen sein können. Es war nicht gut - für uns beide nicht gut - und ich will, dass es aufhört. Ich will mich entspannt, zufrieden sehen und ihn auch.
Er kann ruhig meine Liebe bleiben - so wie auch die Männer aus meinen vorherigen Beziehungen - es wird sich alles einpendeln und eine bitterschöne Erinnerung sein - nein, ich werde daran nicht verzweifeln. Während ich das hier schreibe, bin ich mir gaaanz sicher.Geändert von Inaktiver User (09.09.2011 um 17:21 Uhr)
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09.09.2011, 17:20Inaktiver User
AW: neue sichtweise
Cara Sole,
warum kann man sich nicht dazu entschliessen nicht mehr zu leiden sondern wenn die Gedanken an diesen für Dich und mich so wertvollen und geliebten Mann kommen sich einfach zu freuen - über die schönen Gespräche, über etwas gemeinsam erlebtes Lustiges usw. über die Nähe, über die Liebe- weiß Du was ich meine? Dieses Leiden hat auch etwas mit Bedürftigkeit zu tun .....
- ich nehme mich da nicht aus.
Wenn eine geliebte Freundin auswandern würde ins fernste Land, dann würde man sich gerne an die Zeit erinnern und hätte nicht diesen Schmerz - allerhöchstens etwas Wehmut - warum ist das etwas Anderes.
Ich denke oft, da kommen unsere Kindheitsträume raus - unsere Defizite oder vermeintlichen Defizite, die dieser Mensch lindern soll - aber die können wir nur selber in Angriff nehmen.
Freu Dich, dass Du so liebesfähig sein kannst - glaub mir, viele Menschen lieben mit dem Kopf - die kämen nie in eine solche Situation - wie schön (trotz all dieser Verstrickung) , dass wir das haben oder hatten - ich will darüber nicht traurig sein - höchstens nachdenklich. Verstehst Du wie ich das meine? Ich glaube wirklich, Gott freut sich nicht nur über jedes Kind (Beckenbauer) sondern auch über jede Liebe (wohlgemerkt damit meine ich nicht Fremdgehen persé).
Den Fokus endlich wieder auf sich zu richten scheint mir das Wichtigste dabei - dafür muss man sich selbst irgenwie entschlüsseln - was tut mir gut, was wünsche ich mir vom Leben, wie stelle ich mir Glück vor usw. - ich würde mich freuen, wenn Du Deine Fragen hier einstellen würdest.
Sicher werden sich viele bewusster, wenn sie sich ganz ehrlich diese Fragen beantworten - für sich alleine. Manche Antwort wird man sich vll. nur sehr ungern geben - aber alleine das Aussprechen der Frage (zur eigenen Persönlichkeit, Veranlagung, Erfüllung usw) löst die Antwort aus. Wenn man sie sich auch noch nicht oder zunächst nicht zugesteht oder nicht erkennen will - sie wird da sein.
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09.09.2011, 17:27Inaktiver User
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09.09.2011, 17:36Inaktiver User
AW: neue sichtweise
Liebe Uli,

mit Dir ist es wirklich auch schön zu schreiben - Du teilst Deine Meinung wertfrei mit - und das zeichnet Deine Posts und natürlich Dich selbst aus.
Das ist hier oftmals recht schwer - sehe ich auch bei mir selber. Manche Geschichten - oder nein es sind keine Geschichten - es ist das Leben - sind auch oftmals so eindeutig für den Leser.................. und auch das kann dann helfen - solange man wie Du schon schreibst sich auf einer vernünftigen verbalen Ebene mitteilt.
Ja ich glaube auch, dass hier vielen wirklich hilfesuchenden Menschen neue Perspektiven und Denkweisen aufgezeigt werden, die einfach wirklich helfen das jeweilige Problem zu "durchdringen".
Voraussetzung ist immer, dass sich der Antwortende wirklich Gedanken gemacht hat - das finde ich immer berührend hier, wie viele Menschen helfen wollen. Ihre eigenen Geschichte auch preisgeben zum Vergleich.
Dafür kann man wirklich nur dankbar sein.
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09.09.2011, 17:51Inaktiver User
AW: neue sichtweise
da hast Du Recht Brighid,

Leiden zu müssen ist nur eine von vielen Optionen - ich und auch andere hier müssen einfach lernen nicht zu leiden - oder sich wirklich fragen, woran will ich leiden - was bringt das mir zu leiden???
Es macht mein Leben nur traurig und wenn ich wegen etwas unabänderlichem leiden will, dann sollte ich schon genau wissen, wie lange will ich leiden bis es genug ist.
Gibt es nicht in dem Moment des Leiden-Empfindens auch nocht etwas zum Freuen? In unserem Fall ja - ganz viel.
Ich kann selbst darüber bestimmen, ob ich eine Liebe verloren habe oder nicht - ohne mich fest zu beissen.
Das könnte ich selbst bestimmen - unglaublicher Gedanke, neuer Gedanke für mich seit ein paar Tagen - genau das sind meine Gedanken - ich kann über mein Leiden selbst bestimmen.
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09.09.2011, 17:55Inaktiver User
AW: neue sichtweise
glaube mir ich kann mich in meinem "leid" suhlen wie ein schweinchen im morast und für die seelenhygiene ist es auch von zeit zu zeit (unangemeldet und unpasend- nach meinem empfinden: wenn ich schon am boden liege, dann überfällts mich von hinten) nötig und unumgänglich.
und dann sitzt hier ein heulendes plärrendes bündel elend auf zwei beinen und ist es halt so und dann ist auch wieder gut. ich habe für mich gelernt- wenn ich diesen "attacken" nachgebe und nicht versuche sie zu unterdrücken- dann sind sie weniger heftig und weniger schmerzhaft.
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09.09.2011, 17:59Inaktiver User


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