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    AW: Melancholie als Teilcharakter....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Liebe Beauleigh,
    danke für deinen wunderbar treffenden Beitrag
    Nein, ich habe auch keine Lust mehr mich (ua.) deshalb als defizitäres Wesen zu begreifen, nur
    weil vermeintlich "alle anderen anders" gestrickt sind....

    irgendjemand hat hier erwähnt, dass man sich dann in manchen situationen wie auf einem anderen planeten vorkommt. das finde ich treffend.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und Lord Byron hätte ich auch gerne mal kennengelernt........

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nicht jeder der so rundum lebensbejahend und daueroptimistisch wirkt, ist das auch, viele tragen nur
    eine Maske.
    diese maske kann auch befremdlich wirken, bzw. wird`s mir mit "dauergutgelaunten" unheimlich .
    Musik ist mein Seelenfutter!

    "Get out. I need to go to my mind palace." (Sherlock)

    „Je größer der Dachschaden, desto besser der Blick auf die Sterne!“

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    AW: Melancholie als Teilcharakter....

    Die Melancholie is eine der vier Temperamente, und ich würde mich an meiner Persönlichkeit vergehen, wollte ich mir das Temperament, mit dem ich geboren wurde, abgewöhnen.
    Die Melancholie ist so etwas wie Trauer an der Wirklichkeit, was ja nicht unbedingt in eine Depression münden muss, sondern auch Kraft zur Veränderung geben kann.

    Es ist nicht immer einfach unter der schwarzen Sonne zu leben. Alles Beständige macht Angst, dem Glück misstraut man, die ganze Welt ist in Unruhe, aber die Anderen scheinen es nicht zu merken.

  3. Inaktiver User

    AW: Melancholie als Teilcharakter....

    Deine Fragen sind überhaupt nicht einfach zu beantworten.

    Ich denke ja, dass das auch mit der nicht so dollen Kindheit zu tun hat, wobei das eine sehr allgemeine Umschreibung ist, die im Prinzip fast gar nichts aussagt. Es kommt drauf an, was da genau war. Wurdest Du abwertend behandelt oder nicht beachtet oder beides oder was auch immer oder von einer depressiven Person erzogen, die ihre Krankheit als normale Weltsicht an Euch Kinder verkauft hat? Dann ist das mit eine Ursache. Leistung fordern von den Kindern und sie immer nur tadeln, kann auch später ausbremsen z.B..

    Wie von einer anderen Welt fühlen, hm, ggf. war eine Person in Deinem Umfeld als Kind früher psychisch krank und hatte trotzdem sozusagen Erziehungsgewalt oder hat Erziehung eben rein gar nicht wahrgenommen und ihr musstet Euch als Kinder hauptsächlich allein durchschlagen z.B..

    Kannst ja mal erzählen was da los war. Es muss aber auch derzeit dann Phasen geben, wo Du richtig ins Leben eingespannt bist und das kannst Du ja immer wieder so für Dich organisieren z.B..

  4. Inaktiver User

    AW: Melancholie als Teilcharakter....

    Liebe naturepure,
    es gab mit Sicherheit noch viel schlimmere Kindheiten als unsere.
    Bei uns (meinem Bruder und mir) spielte mit rein, dass unser Vater trank, über viele Jahre (ist mittlerweile lange trocken), da hatte er sich nicht in der Gewalt. Unsere Mutter hielt so gut wie nie zu uns, immer zu ihm usw.
    Schläge und dieser ganze Mist- das alles ist lange her.Die Abwertungen waren schlimmer, er stellte uns als "dämlich und nichtsnutzig" hin- so ganz doof waren wir am Ende doch nicht, mein Bruder ist auf seinem Gebiet ein recht bekannter Wissenschaftler.Unsere Eltern waren nie ein einziges mal "stolz" auf uns,egal wie sehr wir uns anstrengten ....irgendwann verinnerlicht man dieses Gefühl "fehl am Platze" zu sein.
    ABER: auch unter optimalen Bedingungen wäre "ich ich", davon bin ich überzeugt.Es bringt nichts, immer die "böse Kindheit" vorzuschieben.Diesen Charakteranteil integrieren und versuchen mit der Melancholie zu leben, nicht gegen sie, erleichtert es enorm.Ich habe 2 sehr geliebte Partner verloren, wie viele andere halt auch, aber wenn man eh ein melancholischer Mensch ist zehrt das unglaublich an einem- und man kriecht nur schwer aus diesen Trümmerhaufen raus.Aber es ist zu schaffen,auch als "solche" Person.
    Ich bin auch unglaublich dankbar für ganz wunderbare Menschen, die ich begleiten durfte, sie mich, für meine Kinder und vieles mehr.Da ist ganz viel an "Reichtümern", die man nicht einfach so als "normal" betrachten sollte.Auch die gehören zum Gesamtbild des Lebens, nicht nur das Leiden daran....

  5. Inaktiver User

    AW: Melancholie als Teilcharakter....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Liebe naturepure,
    es gab mit Sicherheit noch viel schlimmere Kindheiten als unsere.
    Bei uns (meinem Bruder und mir) spielte mit rein, dass unser Vater trank, über viele Jahre (ist mittlerweile lange trocken), da hatte er sich nicht in der Gewalt. Unsere Mutter hielt so gut wie nie zu uns, immer zu ihm usw.
    Schläge und dieser ganze Mist- das alles ist lange her.Die Abwertungen waren schlimmer, er stellte uns als "dämlich und nichtsnutzig" hin- so ganz doof waren wir am Ende doch nicht, mein Bruder ist auf seinem Gebiet ein recht bekannter Wissenschaftler.Unsere Eltern waren nie ein einziges mal "stolz" auf uns,egal wie sehr wir uns anstrengten ....irgendwann verinnerlicht man dieses Gefühl "fehl am Platze" zu sein.
    ABER: auch unter optimalen Bedingungen wäre "ich ich", davon bin ich überzeugt.Es bringt nichts, immer die "böse Kindheit" vorzuschieben.Diesen Charakteranteil integrieren und versuchen mit der Melancholie zu leben, nicht gegen sie, erleichtert es enorm.Ich habe 2 sehr geliebte Partner verloren, wie viele andere halt auch, aber wenn man eh ein melancholischer Mensch ist zehrt das unglaublich an einem- und man kriecht nur schwer aus diesen Trümmerhaufen raus.Aber es ist zu schaffen,auch als "solche" Person.
    Ich bin auch unglaublich dankbar für ganz wunderbare Menschen, die ich begleiten durfte, sie mich, für meine Kinder und vieles mehr.Da ist ganz viel an "Reichtümern", die man nicht einfach so als "normal" betrachten sollte.Auch die gehören zum Gesamtbild des Lebens, nicht nur das Leiden daran....
    Es gibt immer etwas, was schlimmer ist. In unserer Welt scheint viele steigerungsfähig, aber hier gehts doch um Dich und Deinen Strang und ganz so unwichtig ist das nun auch wieder nicht, auch wenn Du vielleicht sogar in Deiner Kindheit von Deinen Eltern mit viel zu großen eigenen Problemen als unwichtig angesehen wurdest.
    Dieses Grundgefühl fehl am Platze oder anders zu sein, hast Du ja heute noch. In Deiner Familie musst Du ja auch anders gewesen sein und auch sonst spielen da eben eigene Erfahrungen, die nun mal anders als in anderen Familien waren mit rein. Schade, dass Du mit solch einem Grundgefühl aufgewachsen bist, aber Du kannst es Dir ansehen und vielleicht ein wenig entscheiden, ob das so für dich noch richtig ist und damit umgehen.

    Weiter vorn hast Du etwas von Gedichten geschrieben, einer künstlerischen Ader, vielleicht kannst Du damit Deinen Gefühlen hinter Melancholie eine Stimme und ein Ventil geben, was ja früher in der Kindheit wohl eher nicht so erwünscht war unter diesen Umständen. Jetzt kannst Du selbst für Dich gut sorgen und darüber schreiben, malen und was Du eben sonst so magst und Dir gut tut.

    Geliebte Menschen zu verlieren, ist immer schwer und braucht seine Zeit es zu verarbeiten. Wir sind nicht unsterblich und nicht ewig da. Ich kenne Menschen, die mussten täglich sich mit dem Tod konfrontieren, auch sie haben manchmal diese Melancholie aber auch mehr Sicht auf die Bedeutung der Lebens jenseits der unsterblichen Oberflächlichkeit.
    Geändert von Inaktiver User (10.08.2011 um 19:05 Uhr)

  6. 22.11.2016, 22:06

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