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  1. Inaktiver User

    AW: Melancholie als Teilcharakter....

    Früher war die Melancholie der Antriebsmotor für meine kreative Seite.

    Melancholie hat auch nichts Negatives an sich, sie gehört im Grunde zum Menschen dazu, manche empfinden sie stärker, manche schwächer. Melancholie ist für mich...träumen...intensives Fühlen.

  2. Inaktiver User

    AW: Melancholie als Teilcharakter....

    Ich glaube auch, dass jeder Mensch eine gewisse Melancholie in sich hat und je nach Lebenslage und Charakter ist sie schwach oder stark ausgeprägt.

    Menschen die immer lustig sind und in action sind für mich unwirklich, ich vermute da meistens schauspielerei, oder ein vor sich selbst davonlaufen. Kann mich natürlich auch täuschen.

    Melancholie ist für mich eine Art innehalten und träumen.

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    AW: Melancholie als Teilcharakter....

    Ich glaube, dass es sinn-sucht gar nicht so sehr ums "Träumen" geht, sondern darum, sich oft (!) fehl am Platze oder nicht wirklich als "man selbst" zu fühlen.
    Früher (zu Goethes Zeiten, da war das auch "in") nannte man das Gefühl "Weltschmerz".
    Life's just a game I believe - the longer you play it, the harder it gets.
    (Skyclad, Building a Ruin)

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    AW: Melancholie als Teilcharakter....

    Zitat Zitat von Amphib Beitrag anzeigen
    Früher (zu Goethes Zeiten, da war das auch "in") nannte man das Gefühl "Weltschmerz".
    genau das war auch mein gedanke von anfang an!


  5. Inaktiver User

    AW: Melancholie als Teilcharakter....

    "Melancholie ist nichts Negatives, es ist ein positives Gefühl. Es geht dabei nicht um Depressionen, sondern um ein Gefühl von Sehnsucht." (Ville Valo)
    (Sänger der Rockgruppe HIM)

    Sehnsucht kann ein sehr kräftiger Antrieb sein. Nur ist diese Sehnsucht allzuoft unbestimmbar und damit nicht stillbar.

  6. Inaktiver User

    AW: Melancholie als Teilcharakter....

    Meine melancholie gehört zu mir, sie ist Teil von mir.

    Sie beherrscht mich nicht, aber sie macht sich deutlich bemerkbar, gibt mir Tiefe, macht mich sensibel.
    Es hat nichts mit Depression zu tun obwohl dies in einer Gesellschaft, in der man Powerfrau zu sein hat mit Dauergrinsen im Gesicht, gerne angenommen wird.
    Sie ist der Gegensatz zu der fröhichen, feiernden, tanzenden Ruby, die es (zum Gück) auch gibt.
    SEitdem ich die Melancholie als Teil meiner selbst akzeptiert habe, und nicht mehr dagegen ankämpfe, geht es mir besser.
    Kommt mal wieder so eine Phase, schiebe ich sie nicht weg, sondern weiß - das geht wieder vorbei, es macht mich irgendwie reicher, kreativer, ist wie eine Pause vom aktiven, lauten fröhlichen Leben, sondern mich manchmal sogar mit einer Art Galgenhumor versorgt.. Diese Phase geht so sicher vorbei, wie die fröhlichen.

    Vielleicht bin ich auch einfach nur bipolar :-/
    WEnn ja, dann bin ich es gerne und werde mich hüten, deswegen eine Therapie zu beginnen...

  7. Inaktiver User

    AW: Melancholie als Teilcharakter....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Früher war die Melancholie der Antriebsmotor für meine kreative Seite.

    Melancholie hat auch nichts Negatives an sich, sie gehört im Grunde zum Menschen dazu, manche empfinden sie stärker, manche schwächer. Melancholie ist für mich...träumen...intensives Fühlen.
    Ja, das hat auch ein "kreatives Potential"-manchmal schreibe ich kleine "Gedichte" zB. wenn der Druck,
    dieses "fremd sein -fbzw. sich fühlen" mal wieder überhand nimmt....das ist dann eine Art Ventil.

  8. Inaktiver User

    AW: Melancholie als Teilcharakter....

    Zitat Zitat von Lizzie64 Beitrag anzeigen
    genau das war auch mein gedanke von anfang an!
    Ja, Weltschmerz ist ein gutes Wort,auch wenn es heute etwas seltsam klingen mag,leiden an "allem"-
    aber eben nicht immer, da würde man kaputt dran gehen.

    ZB. gab es einen russischen Dichter und Sänger, dessen Gedichte und Lieder mag ich
    von Jugend an sehr: Wladimir Wyssozki, er ist schon lange tot.
    Mein Mann und ich haben mal Ende der 80er in Moskau sein Grab besucht,das berührte mich sehr-
    keine Ahnung warum. Über ihn gab es mal eine Doku, da wurde ua. eine Freundin gefragt, woran er
    denn (relativ jung noch ) gestorben sei. Ihre Antwort lautete: "an allem"....womit natürlich auch die
    politischen Verhältnisse damals gemeint waren-aber nicht nur.Ich wusste genau wie es gemeint war, diese
    Millionen Gründe....
    Oder : hier sucht eine Familie seit Wochen ganz verzweifelt, per Annoncen,sogar Radio-Aufruf usw ihren
    kleinen Kater, der spurlos verschwand .Das geht mir so nahe, ich spüre intuitiv- weiss es eigentlich sogar,dass der KLEINE NICHT MEHR LEBT, dass ist so schlimm, das man da nicht den Mut aufbringt mit den Leuten zu reden, was würde das auch bringen ?!
    Tut weh diese vergebliche Hoffnung zu spüren....auch wenn es sich "nur" um ein Tier handelt; ganz egal.
    Von den grossen Dramen jetzt mal ohnehin abgesehen. Dieses sich so intensiv "einfühlen" ist es.Schwer
    auszuhalten manchmal.Und abschalten kann man es auch nicht......

  9. Inaktiver User

    AW: Melancholie als Teilcharakter....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (Sänger der Rockgruppe HIM)

    Sehnsucht kann ein sehr kräftiger Antrieb sein. Nur ist diese Sehnsucht allzuoft unbestimmbar und damit nicht stillbar.
    Ja, Sehnsucht und Melancholie sind Geschwister.Ich habe immer Sehnsucht, oft wirklich unbestimmbar,
    oft ganz konkret.Oder "Seelenheimweh" nach Menschen, geliebten die nicht mehr leben zB.
    Mancher denkt, wenn man jemanden verliert den man sehr liebt, dann ist es spätestens wieder "gut"
    wenn man in der Lage ist sich für eine neue Liebe zu öffnen.Oder im Umkehrschluss: wenn man sich
    trotz "neuer Liebe" auch nach der verstorbenen Liebe sehnt, ist es halt nicht richtig mit der "neuen"-
    aber das stimmt so einfach nicht.Das eine empfinden heisst nicht,dass man das andere schwächer
    fühlen muss, oder das sich das "Neue" falsch anfühlt.Der, den es betrifft versteht es.Was andere darüber denken, ist mir nicht wichtig- dazu ist das Thema zu persönlich und "unteilbar".....

  10. Inaktiver User

    AW: Melancholie als Teilcharakter....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meine melancholie gehört zu mir, sie ist Teil von mir.

    Sie beherrscht mich nicht, aber sie macht sich deutlich bemerkbar, gibt mir Tiefe, macht mich sensibel.
    Es hat nichts mit Depression zu tun obwohl dies in einer Gesellschaft, in der man Powerfrau zu sein hat mit Dauergrinsen im Gesicht, gerne angenommen wird.
    Sie ist der Gegensatz zu der fröhichen, feiernden, tanzenden Ruby, die es (zum Gück) auch gibt.
    SEitdem ich die Melancholie als Teil meiner selbst akzeptiert habe, und nicht mehr dagegen ankämpfe, geht es mir besser.
    Kommt mal wieder so eine Phase, schiebe ich sie nicht weg, sondern weiß - das geht wieder vorbei, es macht mich irgendwie reicher, kreativer, ist wie eine Pause vom aktiven, lauten fröhlichen Leben, sondern mich manchmal sogar mit einer Art Galgenhumor versorgt.. Diese Phase geht so sicher vorbei, wie die fröhlichen.

    Vielleicht bin ich auch einfach nur bipolar :-/
    WEnn ja, dann bin ich es gerne und werde mich hüten, deswegen eine Therapie zu beginnen...
    Liebe Ruby, du schreibst mir aus dem Herzen
    Auch wenn man jede Menge "Power" braucht um zu überleben, so darf man auch das Kleine, Schwache,
    Traurige in sich annehmen-das macht uns nicht weniger wertvoll.Ich habe immer nur ganz kurz versucht
    mich diesen "Vorgaben" anzupassen-um ganz schnell zu merken das ich es nicht hin kriege...

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