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  1. Inaktiver User

    AW: Wenn man bös verletzt wurde...

    Zitat Zitat von Hexl Beitrag anzeigen
    Ich finde Schadenfreude ganz normal, menschlich und ein stückweit auch gesund, vor allem, wenn man von der Person selbst verletzt wurde.
    Man muss das Gefühl nicht pflegen und ausbauen, das wäre dann sehr unsympathisch und unschön.
    Aber ein Anflug von Schadenfreude und die Erkenntnis, dass alles zurück kommt im Leben, das Gute und das Schlechte... mej.
    Das heißt ja nicht, dass du grinsend an ihm vorbeilaufen würdest, während er vor dir auf der Erde liegt und verletzt um Hilfe ruft.
    Aber man hat eben nicht nur gute und gütige Gefühle in sich.
    Viele Menschen haben ja auch mal die ein oder andere Rachefantasie - und üben dennoch keine Rache.
    Solange das mal ein Moment oder eine überschaubare Phase ist, kann das sogar mal ganz befreiend sein.
    Trotz oder obwohl das Gefühle sind, die unsere Gesellschaft missbilligt.

    LG
    Hexl
    Liebe Hexl-

    auch wenn dies nicht mein thread ist:
    Ich habe mit dem Begriff "etwas / an sich sich selbst annehmen" nie allzuviel anfangen können.
    Das war für mich meistens eine abstrakte theoretische Floskel mit vielen ???? ; - wie geht das genau?

    Deine Zeilen haben in mir bewirkt, dass ich im Inneren erlebe, was das eigentlich bedeutet.
    Vielen Dank!
    Geändert von Inaktiver User (27.07.2011 um 22:21 Uhr)

  2. User Info Menu

    AW: Wenn man bös verletzt wurde...

    Ich glaube, das was du derzeit empfindest kennt man allgemein unter dem Sprichwort: "Man sieht sich immer zweimal im Leben."

    Allein die Tatsache, dass es für diesen Umstand ein Sprichwort gibt zeigt, dass alle Menschen hier gleich ticken. Und ja, deine Gefühle sind legitim, menschlich und normal.

    Also gesteh dir deine derzeitigen Gefühle zu. Aber bleibe nicht an ihnen hängen. Es gibt Wichtigeres in deinem Leben als den "Absturz" deines Ex.
    Man wandelt nur das, was man annimmt.

    C.G. Jung


    Nein ist ein ganzer Satz.


    Keine Ahnung von wem

  3. Inaktiver User

    AW: Wenn man bös verletzt wurde...

    Hab dieses schadenfreudige Gefühl auch schon an mir erlebt. Und umgekehrt auch den Anflug von Ärger und Nicht-Gönnen-Können, wenn ich sehe, dass es Menschen, die mich sehr verletzt haben, so richtig gut geht. Je größer der zeitliche Abstand, desto gleichgültiger wird man, und irgendwann ist beides völlig egal geworden.

    Aber in dem Moment, in dem ich diese Gefühle empfinde, habe ich mir angewöhnt, in mich rein zu schauen: Was gefällt mir am Unglück eines anderen? Offenbar ist dieser Mensch ja noch wichtig für mich, sonst würde ich nicht so empfinden. Möchte ich diesem Menschen noch Einfluss auf meine Gefühle, ob gut oder schlecht, lassen? Das hilft mir: Den Blick abwenden vom anderen und hin zu mir selbst. Es beschleunigt den Ablöseprozess, und es ist gut für die Psychohygiene.

    Menschlich und verständlich ist es trotzdem, also nichts, was man verdammen oder wofür man sich schämen sollte. Nur wenn echte "Rachegedanken" da sind, wenn man sich das Unglück des anderen ausmalt oder wenn man tatsächlich das Gefühl hat, man würde an dem anderen hämisch vorbeifahren, wenn er verletzt im Graben liegt - dann sollte man wirklich dagegen vorgehen und sich ggf Hilfe suchen. Denn dann hat der andere einen unangemessen wichtigen Platz im eigenen Leben.

    Grüße, Cariad

  4. Inaktiver User

    AW: Wenn man bös verletzt wurde...

    Schadenfreude ist menschlich und leider normal, so sind "wir eben.
    Schlimmer finde ich dieses dämliche "Fremdschämen", über Leute die einen nichts angehen....
    Nur es sollte einem das Gefühl für Mitmenschlichkeit nicht abhanden kommen, nicht das man vor
    lauter Wut oder Rachegedanken nur noch diesen "Tunnelblick" auf das einem geschehene Ungemach hat.
    Davon geht es einem selber ja auch nicht besser.Kurzfristig sauer,wütend oder auch schadenfroh sein, ist völlig normal. Und was du mit dem "Vater" deines Kindes erlebt hast ...da ist so ein bisschen
    gedankliches "Nachtreten" nachvollziehbar, würde mir sicher auch so gehen.Zumal du für die derzeitigen Probleme sicherlich rein gar nichts kannst, nach mehreren Jahren.
    Bei mir gibt es nur einen Menschen,abgesehen von meiner nicht ganz so tollen Kindheit-die ich bewältigt habe,
    der mir wirklich übel mitgespielt hat.Meinen erster Freund, da war ich 16 bis knapp19, er behandelte mich wie, ach egal, ist lange her.....
    Nach all den Jahren versucht er über Dritte immer mal wieder,an meine Adresse zu kommen ( ist gesperrt),
    textet meinen Sohn, sie sind beide beruflich bei der BW, mit mails voll- total merkbefreit.....
    Als ich vor einiger Zeit erfuhr,dass eben dieser Mann seine 3. (!) Ehe in den Sand gesetzt haben soll, konnte
    ich mir eine gewisse innere Genugtuung doch nicht verkneifen.....
    Aber klar,es wird an den Frauen gelegen haben........

  5. User Info Menu

    AW: Wenn man bös verletzt wurde...

    Du hast unter diesem Mann so gelitten und er hat sich alles andere als anständig verhalten, gerade auch was euren Sohn anbelangt.
    Es wäre als vermutllich schon fast ein Wunder, wenn du keine Schadenfreude empfinden würdest. Oder du wärst eine Heilige.
    Ich denke, kaum jemand ist davon frei (ich jedenfalls auch nicht), es ist einfach menschlich und so lange man das nicht benutzt, um nachzukarren im Sinne von "hähä, schaut mal den an ..." un dnoch eins drauzusetzten versucht, so lange würde ich mir da auch keine Geanken machen, dass es etwas Negatives /b Schelchtes sei.
    Ich kann mir gut denken, dass es genau das ist, was hier schon viele angesprochen habe, eine Chance jetzt tatsächlich endgültig abschließen zu können, denn nun ist eine gewisse Gerechtigkeit wieder hergestellt und das tut deiner Seele gut - und macht seine Situation ja nicht dadurch schlechter, dass du es als eine Art gerechten Ausgleich siehst!

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