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    AW: Ich will Liebe....

    Die Welt ist voll von Menschen, die auf andere starren, weil sie bei denen das Glück und die Liebe vermuten und merken dabei gar nicht, dass ganz viele dieser Menschen auf sie selbst starren, weil sie beides dort vermuten.
    Dabei wäre es so viel einfacher, wenn jeder gleich selber auf sich schauen würde, denn da sind sie wirklich ...

    Ich bin die Summe aller meiner Erfahrungen, der guten wie den schlechten. Deshalb kann mich jede Erfahrung, die ich mache, nur reicher machen, die Summe dessen was ich bin, steigt stetig an ...
    Die guten Erfahrungen helfen mir fröhlich zu sein, die schlechten, andere Menschen besser zu verstehen, vielleicht sogar anderen zu helfen.

    Ich dachte lange, ich sei nicht ganz, sei "beschädigt", sei wertlos ... ich war stumm, apathisch, habe schließlich Schlaftabletten gesammelt, wollte nicht ich sein ... wollte mich selbst loswerden ...

    Ich habe - aber auch nur mit Hilfe - gelernt, mich selbst in den Arm zu nehmen. Meine "Beschädigungen", sogenannte "Traumatisierungen" (ich mag das Wort nicht) als Bereicherung zu nehmen, das, was mir passiert ist, nicht nur als nicht-zu-ändern zu akzeptieren, nein, es hat aus mir das gemacht, was ich heute bin, und deshalb sage ich zwar nicht ja zu denen, die mir das angetan haben, aber ja zu den schönen UND schrecklichen Erlebnsissen, denn sie bilden meine ganz individuelle Summe, machen in ihrer Gesamtheit den Menschen aus, der ich heute bin und das ist etwas Gutes, etwas Ganzes, etwas Liebenswertes. Ich möchte nicht anders sein!

    Und deshalb kann ich mich auch selbst in den Arm nehmen und seitdem ich das tue, werde ich von ganz vielen Menschen in den Arm genommen. Es potenziert sich.
    Es ist was dran, dass, wer sich selbst liebt, auch andere lieben kann und ganz viel zurückgeliebt wird. Es ist was dran, dass das Glück und die Liebe eigentlich da sind, wo man nicht hinschaut, in einem selbst und nicht in anderen.

    Ich kann dir keine Hilfe und keine Antwort geben, nur an meinem Beispiel vielleicht die Gewissheit, dass du diese Liebe finden kannst und es ist wäre so einfach, weil du sie bei dir selbst finden kannst, du brauchst vermutlich nur ein wenig Hilfe, damit du den Weg zu dir findest und vor allem auch glaubst, dass du sie dort findest.

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    AW: Ich will Liebe....

    Zitat Zitat von beklamo Beitrag anzeigen
    Mir fiel auch direkt deine Fußnote auf. Man wählt ja unbewusst hierfür etwas, was den derzeitigen Kern oder Gedankengang eines selbst ausmacht.

    Wichtig ist sicher die Fragestellung, wieweit der Heilungsprozess bzgl. des Verlustest deines Partners vorangegangen ist. Und ich fürchte, noch nicht allzu weit?
    Ich finde es sehr schwierig diese Frage zu beantworten - wer kann schon genau sagen, wieweit der Heilungsprozess ist...es gibt viele momente, die einen zurückwerfen...wenn man angenommen hat, dass man schon sehr weit ist...es gibt aber auch viele momente, in denen man den verlust nicht mehr nur als schmerz begreift - in denen man mit einem lächeln zurück blickt und den schmerz nicht mehr spürt, sondern die wärme, die verbindung, die es gab und gibt...in denen man einfach nur spürt, dass es etwas besonderes war und man die dankbarkeit begreift und nicht den schmerz...

    aus diesem grund kann ich darauf keine direkte Antwort geben...
    Du bist da
    Ich sehe Dich nicht.
    Dein Körper wurde mit Erde zugedeckt.
    Ich höre Dich nicht,
    Deine Stimme rückt ferner von Tag zu Tag. Meine Hände fassen nach Dir
    Und greifen ins Leere.
    Aus Deinen Kleidern verfliegt mir der letzte Duft. Und doch Bist DU da - in mir.

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    AW: Ich will Liebe....

    Zitat Zitat von Seifreundlich Beitrag anzeigen
    Die Welt ist voll von Menschen, die auf andere starren, weil sie bei denen das Glück und die Liebe vermuten und merken dabei gar nicht, dass ganz viele dieser Menschen auf sie selbst starren, weil sie beides dort vermuten.
    Dabei wäre es so viel einfacher, wenn jeder gleich selber auf sich schauen würde, denn da sind sie wirklich ...
    hm...ich glaube nicht, dass ich mich allzu sehr mit anderen vergleiche und daraus diese gefühle entstehen...ich weiß, dass ich liebe bekomme...in den letzten tagen habe ich immer wieder ein enormes hochgefühl gehabt, dass ich lange nicht mehr gespürt hatte...ich war mit menschen, die mir wichtig sind zusammen und als ich ging, wurde mir bewusst, dass ich geliebt werde...dass ich gemocht werde, genau so wie ich bin...ich war fröhlich..machte späße wie früher und man hat zusammen gelacht...das hat mir unwarscheinlich gut getan...ich weiß, dass ich gerade auch von meinem partner ein übermaß an liebe bekomme...er tut so viel dafür, dass ich mich wohl fühle,...das spüre ich und ich dumme gans will immer mehr und immer mehr..

    Zitat Zitat von Seifreundlich Beitrag anzeigen
    Ich bin die Summe aller meiner Erfahrungen, der guten wie den schlechten. Deshalb kann mich jede Erfahrung, die ich mache, nur reicher machen, die Summe dessen was ich bin, steigt stetig an ...
    Die guten Erfahrungen helfen mir fröhlich zu sein, die schlechten, andere Menschen besser zu verstehen, vielleicht sogar anderen zu helfen.

    Ich dachte lange, ich sei nicht ganz, sei "beschädigt", sei wertlos ... ich war stumm, apathisch, habe schließlich Schlaftabletten gesammelt, wollte nicht ich sein ... wollte mich selbst loswerden ...

    Ich habe - aber auch nur mit Hilfe - gelernt, mich selbst in den Arm zu nehmen. Meine "Beschädigungen", sogenannte "Traumatisierungen" (ich mag das Wort nicht) als Bereicherung zu nehmen, das, was mir passiert ist, nicht nur als nicht-zu-ändern zu akzeptieren, nein, es hat aus mir das gemacht, was ich heute bin, und deshalb sage ich zwar nicht ja zu denen, die mir das angetan haben, aber ja zu den schönen UND schrecklichen Erlebnsissen, denn sie bilden meine ganz individuelle Summe, machen in ihrer Gesamtheit den Menschen aus, der ich heute bin und das ist etwas Gutes, etwas Ganzes, etwas Liebenswertes. Ich möchte nicht anders sein!

    Und deshalb kann ich mich auch selbst in den Arm nehmen und seitdem ich das tue, werde ich von ganz vielen Menschen in den Arm genommen. Es potenziert sich.
    Es ist was dran, dass, wer sich selbst liebt, auch andere lieben kann und ganz viel zurückgeliebt wird. Es ist was dran, dass das Glück und die Liebe eigentlich da sind, wo man nicht hinschaut, in einem selbst und nicht in anderen.

    Ich kann dir keine Hilfe und keine Antwort geben, nur an meinem Beispiel vielleicht die Gewissheit, dass du diese Liebe finden kannst und es ist wäre so einfach, weil du sie bei dir selbst finden kannst, du brauchst vermutlich nur ein wenig Hilfe, damit du den Weg zu dir findest und vor allem auch glaubst, dass du sie dort findest.
    Du hast so recht mit dem was du schreibst...der verstand weiß das auch sehr genau..ich weiß deinen hintergrund nicht; sehr warscheinlich würden viel zu mir sagen, mein gott, du hattest eigentlich eine schöne kindheit und jetzt ja..ist dir halt was passiert, damit musst du klar kommen..das muss ich auch..tu ich auch...es gibt einfach nur verletzungen in der kindheit, die nicht auf gewalt oder ähnlichem beruhen, sondern einfach nur die zeit und gefühle meiner eltern...sie haben alles getan, was für sie damals möglich war..deswegen kann ich auch keinen vorwurf machen..aber es war für mich als kind zu wenig...ich war so oft allein..ich habe mich darüber nicht oft beklagt..es war einfach so...aber daraus entsteht wohl einfach der wunsch nach liebe, zeit ...aber das kann ich nicht "aufholen"...
    ich weiß nur nicht, wie man da verstand und gefühl in einklang bringen kann, um auch gerade meinen partner, der das jetzt alles wohl irgendwie kompensieren soll, nicht zu überfordern...

    Ich bin dabei mir gerade die momente der letzten tage, in denen ich mich so angenommen gefühlt habe, in mir aufzusaugen und zu begreifen, dass ich richtig bin, so wie ich bin ... Dass ich vielleicht oft anders bin, als andere in meinem alter...Ich hoffe, ich werde irgendwie einen Weg für mich finden, um die löcher zu schließen, die so klaffend in mir sind und manchmal so schmerzen...
    Du bist da
    Ich sehe Dich nicht.
    Dein Körper wurde mit Erde zugedeckt.
    Ich höre Dich nicht,
    Deine Stimme rückt ferner von Tag zu Tag. Meine Hände fassen nach Dir
    Und greifen ins Leere.
    Aus Deinen Kleidern verfliegt mir der letzte Duft. Und doch Bist DU da - in mir.

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    AW: Ich will Liebe....

    Zitat Zitat von Tutsi Beitrag anzeigen
    sehr warscheinlich würden viel zu mir sagen, mein gott, du hattest eigentlich eine schöne kindheit und jetzt ja..ist dir halt was passiert, damit musst du klar kommen..das muss ich auch..tu ich auch...es gibt einfach nur verletzungen in der kindheit, die nicht auf gewalt oder ähnlichem beruhen, sondern einfach nur die zeit und gefühle meiner eltern...sie haben alles getan, was für sie damals möglich war..deswegen kann ich auch keinen vorwurf machen..aber es war für mich als kind zu wenig...ich war so oft allein..ich habe mich darüber nicht oft beklagt..es war einfach so...aber daraus entsteht wohl einfach der wunsch nach liebe, zeit ...aber das kann ich nicht "aufholen"...
    ich weiß nur nicht, wie man da verstand und gefühl in einklang bringen kann, um auch gerade meinen partner, der das jetzt alles wohl irgendwie kompensieren soll, nicht zu überfordern...
    Vielleicht musst du hier ansetzten.
    Also mir kommt es so vor als sei der Widerspruch, du hattest es so gut, du kannst dich nicht beklagen, deinen Eltern ist kein Vorwurf zu machen ...
    Aber dem Kind war es zuwenig.
    Das hört sich so an, als gäbest du dem Kind die Schuld! Mal so krass formuliert. Als gäbest du dir nicht das recht, so zu fühlen.
    Das wäre dann der Haken, der dich danach schreien lässt, von anderen etwas zu bekommen und wo ich meine, man kann es sich selbst geben.
    Du musst deinen Eltern gar keinen Vorwurf machen, sie sind ja auch nur Menschen, aber offensichtlich HATTEST Du zu wenig als Kind bekommen.
    Und wenn du heute als Erwachsene in dich hineinlauscht und dieses Kind suchst und findest, dann drafst du ihm recht geben und kannst es umarmen. Dann kannst du diesem Kind nachträglich die Liebe geben, weil du das als das nimmst, was es ist, es war zu wenig. Für dich und für dieses Kind und du hast ein Recht darauf, dass so zu fühlen.
    Dieses du hast es doch gut ist nur oberflächlic richtig, denn so lange du da mi tdir nicht im reinen bist und diesen Teil von dir ablehnst, geht es dir nicht gut.
    Das kann dir ein anderer nur partiell geben.
    Du musst dich in diesem Punkt lieben und annehmen. Deine Gefühle sind doch nicht verkehrt. Da fehlt etwas, weil da ein Defizit war, aber du brauchst heute keine anderen mehr, um das Loch zu stopfen, du kannst das tun, in du das liebenswerte Kind siehst, die liebenswerte Frau siehst und beiden das gibst, was deine Eltern nicht geben konnten.
    Ja, sorry, ich kann es nicht besser ausdrücken und naürlich geht es nicht so leicht wie ich das hier aufschreibe.
    Und natürlich bin ich keine Psychologin, aber für mich klingt es so, als wäre das so ein wichtiges Thema.

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    AW: Ich will Liebe....

    Tutsi, du musst auch mir keine Antwort darauf geben. Nur dir selber .

    Ich schätze, deine Hand ist noch nicht wirklich frei, um sie einem anderen ernsthaft zu reichen.
    Man wandelt nur das, was man annimmt.

    C.G. Jung


    Nein ist ein ganzer Satz.


    Keine Ahnung von wem

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    AW: Ich will Liebe....

    beklamo

    ich denke das bin ich - vielleicht hört es sich doof an, aber es gab viele momente, "zeichen", die ich im zwiegespräch am friedhof von meinem verstorbenen freund bekommen habe, was mir gezeigt hat, dass ich diese neue Liebe bei mir einziehen lassen darf, dass er sich das auch gewünscht hat, dass ich nicht aus scham oder ähnlichem diese liebe nicht zulasse...

    Ich danke ihm täglich dafür, denn ich habe das gefühl, dass er mir diesen menschen geschickt hat. Es ist schön, wieder derart fühlen zu dürfen!
    Du bist da
    Ich sehe Dich nicht.
    Dein Körper wurde mit Erde zugedeckt.
    Ich höre Dich nicht,
    Deine Stimme rückt ferner von Tag zu Tag. Meine Hände fassen nach Dir
    Und greifen ins Leere.
    Aus Deinen Kleidern verfliegt mir der letzte Duft. Und doch Bist DU da - in mir.

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