ich bin auch ein moralapostelund das oben geschriebene finde ich treffend, nur dass ich mich von menschen distanziere die eben nicht meine moral oder meinen gerechtigkeitssinn haben, das nehme ich mir je älter ich werde heraus und fahre gut damit.
ich muss keinen von meiner denke überzeugen aber ich kann diesen menschen gut ziehen lassen und gehe meinen weg ohne ihn weiter.
lara
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Thema: Ich bin ein Moralapostel
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22.07.2011, 16:46
AW: Ich bin ein Moralapostel
"Die Hoffnung ist das Übelste aller Übel, weil sie die Qual der Menschen verlängert"
Friedrich Nietzsche
"Wer nach allen Seiten hin offen ist, kann nicht ganz dicht sein"!
"Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt"!
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22.07.2011, 21:38Inaktiver User
AW: Ich bin ein Moralapostel
So, bin erst jetzt wieder in der Lage, ins Netz zu gehen. Danke für Eure Antworten!
Ich kann es Dir nicht genau sagen, habe eine Weile darüber nachgedacht. Ich arbeite im sozialen Bereich, d.h. derjenige, der die Leistung erhält, ist nicht zwangsläufig derjenige, der das Geld gibt. Dadurch sind viele "Schrägheiten" im Spiel, die alles andere als gerecht sind. Und gleichzeitig bin ich natürlich auch mehr mit den Fragen beschäftigt, wie sozial Benachteiligte mehr Gerechtigkeit erfahren können. Die Präsenz dieses Thema ist stärker als beispielsweise in einem Bäckerbetrieb.
Hallo Kenzia!

Ich möchte mir morgens im Spiegel in die Augen schauen können. Dass ich keine Heilige bin, ist mir schon klar, aber ich versuche, einige Dinge umzusetzen: Fair zu sein, ein wenig auf Nachhaltigkeit zu achten (ÖNVP nutzen statt Auto, öfter mal Bioprodukte einkaufen). Nichts fänd ich schräger als Wertvorstellungen, die bei mir anders sind als bei anderen!
Nun ja, siehe oben. Ich denke, es gibt eine Menge zu verbessern und das ist nicht zu erreichen, wenn man die Hände in den Schoß legt und den Weg des geringsten Widerstands geht. Ich habe mich mal mit einem Dozenten älteren Semesters unterhalten, der meinte, dass die heute heranwachsenen Menschen teilweise gar nicht realisieren würden, wie viele Menschen hart gekämpft haben, um Werte wie Demokratie, Gleichberechtigung der Frau, Freiheit u.a. durchzusetzen. Und dass es eigentlich gilt, weiter zu kämpfen. Und ja - auf meiner ganz persönlichen Situation gemünzt frage ich mich, wie viel meiner Kompetenzen ich einbringe, um "etwas beizutragen". Meine Spuren zu hinterlassen. Und seien sie noch so gering.
Ja, es war ironisch gemeint. Ich finde meine Maßstäbe schon ziemlich gut
, aber mir ist natürlich klar, dass andere Maßstäbe ihre Berechtigung haben und für andere wichtiger und wertvoller sein können.
Um ein Beispiel zu nennen: In einem Gespräch hat sich eine Dame furchtbar aufgeregt, dass sie angeblich als Lügnerin hingestellt wurde. Eine Gesprächsteilnehmerin äußerte eine ganz sachliche Bemerkung ("Das und das geht nicht") und besagte Dame unterstellte ihr wenige Minuten später, dass sie sich freuen würde, dass das und das nicht geht - sie hat also im Grunde ihren eigenen Vorwurf an andere angewandt. Ich habe ihr das auch so gesagt.
Ich weiß nicht, wer die besseren Menschen wären. Ja, ich verstehe Deinen Einwand, Cariad - was würde es verändern, wenn ich es benenne? Aber würde nicht allein das Benennen ein wenig Sand ins Getriebe werfen, ein solches Verhalten ein bißchen weniger "normal" wirken lassen, weil es einfach mal in Frage gestellt wird? Diese Formulierung "Ich persönlich meine xyz..." verwende ich oft auch. Und denke manchmal: Warum diese Zurückhaltung? Warum nicht direkt benennen: Das ist Betrug? Mögen die Hintergründe sein wie sie sind...



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