Hallo zusammen,
ich brauche mal ein paar Anregungen bzw. Meinungen zum Thema Träume. Bevor ich jetzt gleich zu einem Psychologen renne...
Und zwar träume ich in letzter Zeit öfter vom Weltuntergang. Es ist nicht häufig, eher gelegentlich - vielleicht alle paar Wochen, auch mal ein paar Monate garnichts. Dann geht´s wieder los. Meistens geht es um eine gewaltige Naturkatastrophe oder eine nicht weiter definierte Bedrohung von außen. Langsam wird klar, dass alles zuende geht. Eine Gruppe von Leuten aus meinem Umfeld und ich versuchen noch ein paar Sachen zu packen, bevor wir alle umkommen. Es ist immer ähnlich, aber immer hochdramatisch, intensiv und plastisch, wie im Film. Teilweise furchterregend, aber keine echten Albträume, aus denen man schweißgebadet hochschreckt.
Ich habe schon immer (phasenweise!) intensiv geträumt, aber langsam mache ich mir doch Gedanken.Jemand eine Idee, was das zu bedeuten hat??
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 13
Thema: Träume vom Weltuntergang
-
14.07.2011, 11:38Inaktiver User
Träume vom Weltuntergang
-
14.07.2011, 11:47
AW: Träume vom Weltuntergang
Also, zum Psychologen würde ich jetzt nicht direkt rennen.
Mir fallen da spontan mehrere Möglichkeiten ein:
1. Du hast besondere Fähigkeiten und der Weltuntergang findet wirklich statt. Da hab ich mich eh schon angemeldet bei FB. Ist am 21.12.11 mit anschließender Aftershow-Party.
2. Du hast zu viele Nachrichten gesehen oder generell zu viel ferngesehen in letzter Zeit.

3. Die Weltuntergangsszenarien stehen für eine bestimmte Lebenssituation bei dir.
Ist irgendwas los?
Geht irgendwas zuende, fängt irgendwas neu an?
Hast du große Angst in den Träumen oder wie gehst du im Traum mit dem Weltuntergang um?
Bist du dort ein Macher und ein Helfer oder einer von den hektischen Kreischern?
"Bedroht" dich irgendwas in deinem Leben? Gärt irgendwas in dir?
Sollte irgendwas ganz anders sein als es ist?
LG
HexlThe difference between try and triumph is just a little "umph"
-
14.07.2011, 11:50
AW: Träume vom Weltuntergang
ich bin kein Psychologe:
aber ich denke, dass all unsere Medien sehr katasprohengeil sind. Vor allem kann sich niemand den beeindruckenden Bildern und Texten einer Nachrichtensendung im Fernsehen entziehen. Versuche diese Sendungen zu meiden, es wird Dir besser gehen. Es reicht, wenn Du Nachrichten im Rundfunk hörst, Du wirst entdecken, dass Dich das nicht mehr so berührt, dass Du in Deine Träume nehmen musst.
Das andere, worüber Du nachdenken musst, in wie weit Dein persönliches Umfeld oder Du selbst zu absoluten Negativismus neigst. Vertreibe solche Gedanken und solche Gespräche.
Suche jeden Tag das Positive, was Dir an dem Tag gelungen ist: die Fenster sind sauber, das Essen war gut, das Buch, das ich lese finde ich gut. Wenn Du gläubig bist, hilft es es, wenn Du für die kleinsten positive Ereignisse Deinem Gott dankst.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
-
14.07.2011, 12:17Inaktiver User
AW: Träume vom Weltuntergang
Träume sind, in meinen Augen, eine Art, wie das Gehirn oder die Seele (ich persönlich halte die Seele für eine Funktion des Gehirns aber andere sehen das anders) etas ausdrücken kann, das da ist. Auf andere Weise ausdrücken als im Wachzustand. Das Gehirn arbeitet im Schlaf anders (es benutzt eine andere Frequenz, sozusagen). Dieses "etwas" können Eindrücke sein aus dem Alltag, Gefühle (Besorgnis, Angst, Freude, Trauer ...), etwas "Halbgewusstes" (also etwas, das man eigentlich ahnt aber noch nicht rational irgendwie einordnen kann) ...
Diese "Ausdrücke" kleidet das Gehirn in Sinneseindrücke aus dem Alltag, die entweder gerade sehr präsent sind oder aus der Vergangenheit stammen aber tiefen Eindruck hinterlassen haben.
Deshalb stecken in Träumen für mich immer zwei Komponenten: die "Ausdrücke" und die Art und Weise, wie sie daher kommen.
Wenn in den Medien (Natur)katastrophenbilder gerade sehr präsent sind, man vielleicht auch selber mal ein gefährliches Unwetter oder so etwas erlebt hat, kann es sein, dass das Gehirn diese Bilder bevorzugt als Gefäss oder "Kleid" benutzt. Weil sie sehr präsent sind und/oder sehr eindrücklich sind.
Dazu können auch diffuse Ängste und Eindrücke eine Rolle spielen. Fukushima war sehr präsent und erweckt Ängste im Zusammenhang mit der ganzen Nuklearenergiedebatte. Die Klimaveränderung ist auch Dauerthema. Die Tsunami-Bilder von 2006 sind zwar nicht mehr so aktuell aber haben sich vermutlich jedem von uns stark eingeprägt.
Kann es sein, dass du dir Sorgen um die Zukunft machst? Ganz allgemein, nicht nur um den Zustand unseres Planeten und der Natur, also Sorgen, was dein persönliches Leben - in einer Zeit des Umbruchs? - bringen wird und ob du damit fertig wirst? Oder enger Familienmitglieder?
-
14.07.2011, 15:14Inaktiver User
AW: Träume vom Weltuntergang
Ui, danke für die schnellen Antworten.

Also, 1. und 2. schließe ich mal aus. Wobei die Aftershow-Party reizvoll klingt.
Vielleicht eher 3.? Ich habe Angst in den Träumen oder eher ein Gefühl von Ausweglosigkeit und Kontrollverlust, so als ob mir der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Einmal fand der Traum auch in einem riesigen Haus statt, das nach und nach, Zimmer für Zimmer, in sich zusammenstürzte. Vielleicht gärt wirklich irgendwas in mir, aber was?
Horus, Opelius: ich schaue garkein Fernsehen, außer eine einzige belanglose Arztserie. Ich höre auch kaum Radio, guck eher mal online nach Nachrichten. Dieses katastrophengeile "auf den Zug springen" finde ich abstoßend. Mehr als die großen durch die Medien gehypten Katastrophen hat mich z.B. das starke Erdbeben in Chile getroffen, da dort Verwandte von mir leben. Es war unglaublich, da ist heute noch fast Ausnahmezustand, aber hier wurde nach einer gefühlten Woche schon nicht mehr berichtet.
Außerdem komme ich selbst aus einer verwandten Branche und weiß, wie man durch Filmschnitte, Musik, Bildauswahl etc. Geschichten erzählen und Spannung steuern kann. Ich halte mich da für nicht so manipulierbar.
Über den "Negativismus" bin ich gestolpert. Das ist wirklich manchmal ein Problem bei mir. Ich bin überkritisch und streng, auch mit mir selbst und es gibt immer einen Grund, unzufrieden zu sein. Es ist nie "genug", auch ich selbst "genüge nicht". Das ist mir bewusst und nervt mich selbst, weil es auch sehr meine Lebensqualität beeinträchtigt, aber wie ändert man das?
Also, das mit der Debatte nach Fukushima habe ich ja bis heute nicht verstanden. Das war mir alles schon nach Tschernobyl klar, aber na gut. Ich habe weder Angst vor dem Atom noch vor der Erderwärmung, das ist so abstrakt. Der Tsunami war übrigens nicht 2006 sondern schon 2004. 2006 war ich nämlich zufällig auf Hochzeitsreise in der Gegend, da war schon wieder vieles aufgebaut.
Mache ich mir Sorgen um mein persönliches Leben? Schwer zu beantworten. Es sind so einige Themen offen, es gibt Spannungen in der Familie und in mir selbst, besonders letzteren muss ich unbedingt auf die Spur kommen. Ich bin sehr verkrampft und kann irgendwie den Kopf nicht abschalten. Das geht schon länger, war mir aber bisher nicht so bewusst.
Jetzt muss ich los und schick erstmal ab.
-
14.07.2011, 16:34Inaktiver User
AW: Träume vom Weltuntergang
@Hermeline,
ich habe gelegentlich auch solche Träume und bei mir heißen sie stets, daß ich mich entweder in einer Umbruchsituation befinde oder dringend etwas Wichtiges ändern sollte - Mann verlassen, neuen Job suchen etc
Wie Horus schon sagte:
Was das genaue Motiv der Untergangsträume ist, ist z.T. von den Medien abhängig bzw. was ich gerade geguckt habe .... Einbrechende Häuser sind ein häufiges Motiv oder auch Wassermassen.
Und wenn ich zuviele Zombie-Filme geguckt habe, bedient sich mein Unterbewußtsein gerne auch da ...
-
14.07.2011, 16:58
AW: Träume vom Weltuntergang
Angst vor Veränderung?
Du siehst dann Bilder davon, wie du kämpfen kannst - obwohl du sonst nicht direkt dazu neigst? Also - Wünsche an dich selbst?
*grübel*
Wenn man normal am Alltag teilnimmt, kann einen diese Angst vor dem Weltuntergang schon beschleichen, und man nimmt das dann gar nicht richtig wahr, nur unbewußt...und verarbeitet es dann im Traum (wozu ein Traum ja auch da ist)?The original Karla
est. 2006











-
14.07.2011, 17:20Inaktiver User
AW: Träume vom Weltuntergang
Die Traumdeutung sagt dazu: Trennung von einem nahestehenden Menschen oder Änderung der bisherigen Lebenssituation....
Wenn das alles nicht auf dich zutrifft, geht es dir vielleicht wie mir: es ist Vollmond, und Tage davor träume ich auch ziemlich plastisch!
-
14.07.2011, 21:14Inaktiver User
AW: Träume vom Weltuntergang
Ach Mist, richtig, jetzt ist ja auch noch Vollmond. Da schlafe ich gern mal schlecht, sprich unruhig.
Angst vor Veränderung könnte auch ein Auslöser sein. Ich war eigentlich immer sehr beweglich und veränderungswillig. Aber seit ein paar Jahren habe ich mein Leben eingerichtet, sprich einige größere Entscheidungen getroffen, die nicht so leicht zu ändern sind. Wie z.B. einen (anspruchsvollen, anhänglichen) Mann angeschafft, dann ein (lebhaftes Klein-)Kind und dann ein (renovierungsbedürftiges Alt-)Haus. Vielleicht hadere ich da mit etwas oder habe das Gefühl, da nicht mehr rauszukommen...?? Jetzt habt Ihr mich aber richtig in´s Grübeln gebracht! Ich bin mal gespannt, was die kommende Nacht bringt - die für mich bald beginnt, da ich seit heute morgen um 5 wach bin.
-
16.07.2011, 00:12
AW: Träume vom Weltuntergang
Hallo Hermeline,
Ich glaube, daß man Träume am besten deutet, wenn man sich fragt, "was bedeutet das *für mich*, wie fühlt sich das an, was in meinem Leben fühlt sich genauso an. Und ich glaube auch, daß nicht alle Träume etwas bedeuten. Ein paar Gedanken:
Wie fühlst du dich dabei? Traurig, wütend, ängstlich, hilflos? Befreit, abenteuerlich? Wie steht es derzeit mit deiner Welt? Beengt sie dich, oder fürchstest du eine Veränderung, die du nicht beeinflussen kannst? Was bedeutet "Weltuntergang" emotional für dich? Findest du eine Entsprechung in deinem Leben? Eine Furcht oder Hoffnung die so allumfassend oder intensiv ist, daß daß es zu angemessener metaphorischer Bewältigung eine Apokalypse erfordert? Wenn ja, kannst du etwas daran tun? Oder die Situation anders bewerten/ihr eine andere emotionale Rolle zuweisen?
2. Woher stammen deine apokalyptischen Bilder? Hast du vielleicht einfach eine Bildverstopfung im Gehirn, die in deine Träume überläuft wie eine kaputte Waschmaschine? Wenn du entsprechende Bilder oder Lektüre überdosiert hast, würde ich einfach warten, daß es von selber weggeht.
3. Wenn du keine Ursache findest aber trotzdem willst, daß es aufhört, kannst du versuchen, das Aufhören durch bewußtes Träumen zu unterstützen: Wenn du in wachem Zustand den Traum rekapitulierst, siehst du eine Stelle wo du, in der Rolle eines Autors, eingreifen und ihn zum Besseren wenden könntest? Wie würde das dann aussehen? Stell es dir vor. Schreib die Geschichte neu, in einem anderen Genre. Abenteuer, oder Science Fiction, oder, wenn du willst, Komödie. Irgendwann lernen deine Träume die neuen Geschichten.
Ich hatte jahrzehntelang extrem grausige Träume. Das liegt in der Familie, sagt meine Mutter, genau wie Migräne. Möglicherweise ist es der gleiche Schalter im Kopf...


Jemand eine Idee, was das zu bedeuten hat??
Zitieren

