Es klingt für viele vielleicht blöd, aber das frage ich mich schön öfter.
Eigentlich kann ich zufrieden sein.
netter Freund, schöne Wohung, Eltern nicht weit weg, fester Arbeitsplatz, es könnte sein, daß wir heiraten, es ist jedenfalls nicht ausgeschlossen, ein Kind ist wohl auch mehr oder weniger vorgesehen (wie Männer halt so sind, hat noch zeit, auch wenn, man schon über 30 ist, aber er sagt dann auch, wichtig ist, daß man sich liebt und aufeinander verlassen kann und dafür braucht man nicht unbedingt die Ehe, aber das ist nicht das Thema, ist auch nicht so wichtig).AAAlso,
jetzt das große ABER: ich mochte den Schwebezustand, als wir noch nicht zusammenwohnten. Ich habe lange im Haus meiner Eltern gewohnt, da genug Platz war und ich mich dort sehr wohlfühlte und war die Hälfte der Woche daheim, die andere Hälfte bei ihm. Ich mochte es, immer wieder in "mein Refugium" zurückkommen zu können. Ich hatte und habe auch immer noch eigene Freunde und ich bin gern allein und kann mich auch gut allein beschäftigen.
Aber war das dann alles?
Wenn i8ch daran denke, daß ich wohl auch mit 50 noch in diesem neuen Bett schlafen, am selben Tisch sitzen werde, wird mir ganz anders.
Ich weiß nicht, ob ich für das Zusammenleben geschaffen bin. Ich bin auch gern mal unordentlich und lasse 2-3 Tage alles rumliegen, um dann richtig klarschiff zu machen. Aber wenn ein partner mit in dier Wohnung lebt, ist mir das unangenehm. Ihn stört das nicht, aber mich. Denn nichts ist mehr so richtig meins.
Ich habe Träume, die ich auch aufschreibe und in zeiten, in denen ich mit einer anderen Beziehung steckte, in der ich unglücklich war und auch, als ich danach wieder allein war, habe ich das alles aufgeschrieben und das ist alles ganz anders, als es jetzt ist. Ich meine, so, wie in Träumen kann das Leben nie sein. Wahrscheinlich versteht mich hier niemnd, weil das alles sehr konfus ist.
Aber ich mochte diesen Zustand zwischen allem, wenn man nicht weiß was kommt, aber den kann man ja nicht immer leben und in Träumen schon gar nicht und irgendwann ist man zu alt und hat wegen Träumereien das Leben verpaßt...
Wie kommt man davon weg und macht den Traum zum Leben?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 208
-
07.07.2011, 19:49Inaktiver User
War das alles-kommt noch was?
-
07.07.2011, 21:09Inaktiver User
AW: War das alles-kommt noch was?
Hallo TiffanyWeh,
wenn du kein Risiko eingehen möchtest, dann bleibt wohl alles so wie es ist. In gelenkten Bahnen ohne Höhen und hoffentlich auch ohne Tiefen. Alles hat seinen Preis. Wenn dir das reicht, warum nicht ? Ist absolut legitim.
LG FS
-
07.07.2011, 22:58
AW: War das alles-kommt noch was?
Geht es wirklich um keine Höhen und Tiefen? ich habe TiffanyWeh eher andersherum verstanden -zuviel Geradeaus, zuwenig Unbekanntes.
Wobei: eine lebendige Beziehung zu sich und anderen kann viele Wendungen beinhalten.
Ich z.B. habe seit 16 Jahren das gleiche Bett, es steht jetzt in einem Land, das ich mir seinerzeit nie vorgestellt hätte, es lagen mehrere Babies drin, die ich damals auch noch nicht kannte, es hat Tränen und Glück und noch Anderes gesehen...und ich bin getrost, daß auch wenn ich in 16 Jahren noch drin liege, mir noch nicht langweilig geworden ist.that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
-
07.07.2011, 23:26
AW: War das alles-kommt noch was?
Ich versteh dich zu gut. Ich bin jetzt Mitte 30, habe eine über 10jährige Beziehung mit fast ebenso langer Zusamenwohnphase hinter mir. Ich habe mich selbst nicht mehr gespürt... Nun trau ich mich nicht mehr. Nach jetzt 2 Jährigen Beziehung bin ich irgendwie desillusioniert und spaßgetriebener. Der Glaube an die Ehe wurde mir wohl in meiner ganzen Lebenserfahrung gründlich ausgetrieben.
Ich will gleichzeitig gerne, aber doch niemals nicht jetzt schwanger werden, hab Angst vor der unendlichen Verantwortung für ein Baby, wäre gerne ewig jung und kann mir dennoch nicht vorstellen, keine Familie zu gründen.
Einmal alt zu sein, und kein Kind zu haben. Ein Alptraum
-
08.07.2011, 01:21
AW: War das alles-kommt noch was?
Ich kenn das Gefühl, daß es immer mehr Spaß macht zu Reisen, als anzukommen, und auch den Schrecken, wenn man weiß, daß jede Tür die man öffnet, tausend andere schließt. Aber jeder Weg führt in eine Richtung, und keine Tür zu öffnen ist eine Illusion von Optionen: Wenn du nichts tust und nichts entscheidest, stehst du still (oder treibst mit dem Strom).
Wenn du nicht stillstehen willst, oder dich treiben lassen, mußt du was dafür tun, aber auch *sein*. Eine Idee haben, nicht nur, was du gerne hättest sondern auch, wie du den Weg dorthin beschreitest. Bereit sein, loszulassen, Risiken einzugehen. Nicht aufhören, Neues zu suchen und kennenzulernen. Nicht jedes Abenteuer muß nach draußen führen, aber jedes Abenteuer beinhaltet Umstellungen, Unbequemlichkeit, das Aufgeben von Vertrautem.
Mein Tip wäre als erstes, umgib dich nicht mit Trums, die für Dauerhaftigkeit stehen. Das Äußere sickert nach innen. Und der größte Feind der Veränderung ist Angst. Sei vielseitig und selbständig, so daß du deiner eigenen Kraft vertrauen kannst.
Es war nicht alles, es ist nicht alles. Es ist nie alles gewesen, bis die dicke Dame singt. Die Frage ist nur, schwimmt man, oder läßt man sich treiben, und läuft man auf etwas zu oder vor etwas weg?
-
08.07.2011, 07:47
AW: War das alles-kommt noch was?
In den Träumen, die Du hattest, kam das Zusammenziehen darin vor?
Hast Du jetzt keine Träume mehr?Moderatorin in
*Gesundheit* und *Frauengesundheit*
*Fasten* und *Welchen Nutzen haben Diäten?*
*Haushalt - Tipps und Tricks*
-
08.07.2011, 07:49Inaktiver User
AW: War das alles-kommt noch was?
Das ist ja irgendwie das Problem.
Kontinuität ist ja nichts schlimmes, aber irgendwie ist es gerade nicht die richtige.
Ich weiß auch nicht, ob es an den äußeren Umständen liegt oder an mir. Kann ich mir von innen heraus alles so einrichten, daß ich genau das habe, was ich möchte? Liegt das an der inneren Einstellung oder stecke ich in einem "falschen Leben"?
-
08.07.2011, 07:50Inaktiver User
-
08.07.2011, 09:04
AW: War das alles-kommt noch was?
Hm, ist das ein Teil des Problems? Beantworte Dir doch im Stillen mal die Frage, ob das mit Deiner Unzufriedenheit zu tun hat. Ich formulier es ganz hart: Lieber so als gar keinen Mann?
Noch was Praktisches: wäre es möglich, einen Raum für Dich herzurichten, einen Rückzugsort?
Mir fällt es noch schwer, das mit den Träumen zu verstehen, deshalb die vielen Fragen.
Du hast also noch Träume, kannst Du Dir vorstellen, sie mit Deinem Freund zu verwirklichen?
Und, ich geh jetzt mal bewusst von dem Wort "Traum" weg, gibt es Planungen das weitere gemeinsame Leben betreffend?
Ich höre aus Deinem ersten Post heraus, dass Dein Freund eher unverbindlich bleibt, was die Zukunft betrifft.
Ist es vielleicht das, was Euch trennt? Auch wenn Du es im Moment etwas lax abtust.Moderatorin in
*Gesundheit* und *Frauengesundheit*
*Fasten* und *Welchen Nutzen haben Diäten?*
*Haushalt - Tipps und Tricks*
-
08.07.2011, 12:14Inaktiver User
AW: War das alles-kommt noch was?
Das Gefühl kenne ich (leider sehr gut). Aktuell leben mein Mann und ich jobbedingt wieder getrennt (nach Jahren des Zusammenlebens) - und ich finde es total gut.
Aber er leidet darunter, auf Dauer wäre das nichts für ihn.
Für mich war u.a. diese Situation (es gab da noch ein paar andere Faktoren) aber auch ein Anlass, mal einige Dinge anzugehen, die ich habe schleifen lassen und besser zu gucken, was ich eigentlich will.
Neben einigen emotionalen Themen (Abgrenzung zum Partner, ehrlicher Meinungsaustausch etc.) gibt es auch so ein paar ganz praktische Dinge, die ich umsetzen möchte.
Zum Beispiel haben wir vereinbart, dass ich ein eigenes Zimmer kriege, wenn wir wieder zusammenziehen. Außerdem haben wir uns vorgenommen, mehr zu unternehmen, einfach mal das zu machen, worauf wir Lust habe (was wir bis jetzt auch umsetzen). Solche Dinge können die Dynamik in einer Beziehung positiv beeinflussen.
Ein Leben, wie es z.B. meine Großeltern geführt haben, wo man sich quasi wenn die Kinder aus dem Gröbsten raus sind schon auf den Altenteil zurück zieht und die nächsten Jahrzehnte in der immer gleichen Routine verbringt finde ich auch abschreckend. Aber da kann man ja aktiv gegensteuern.


Zitieren

