@ TiffanyWeh - Nein, ich habe zu diesem Thread nichts Produktives beizutragen. Trotzdem wollte ich nur mal eben sagen, dass es noch mehr Menschen, Frauen gibt wie dich. Die von dir formulierten Gedanken und Bedürfnisse könnten auch aus meiner Feder stammen ...
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09.07.2011, 18:48
AW: War das alles-kommt noch was?
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09.07.2011, 18:56
AW: War das alles-kommt noch was?
und was ist, wenn du es dir, bis ihr ein kind habt noch mal so einrichtest, dass du ein paar tage jeweils im haus der eltern verbringst?
ich finde das nicht schlimm, wenn du dich wohler fühlst damit, dann wird sich wahrscheinlich auch die beziehung wohler fühlen damit.
ich könnte mir auch vorstellen, dass man füreinander interessanter bleibt, wenn man nicht ständig zusammenpickt, freiraum für sich hat, so wie du es beschreibst (ein, zwei tage mal einfach so für sich haben).
und ein eigenes zimmer wäre für mich z.b. sowieso die grundvoraussetzung, ohne die ich niemals zusammenziehen würde.
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09.07.2011, 19:00
AW: War das alles-kommt noch was?
ja, ich denke auch, für männer anfang 30 ist diese einstellung noch absolut das Gängige. hatte jetzt mal mit jemandem in einer sb geschrieben. anfang/ mitte 30, der meinte: ja, er könne sich schon irgendwann mal vorstellen in stadt xy zu ziehen, aber vorher wolle er sich noch austoben. das fand ich super cool, dass man auch mit mitte 30 noch nicht total eingerostet leben muss.
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09.07.2011, 19:18
AW: War das alles-kommt noch was?
Und ich habe den Eindruck, dass sich bei manchem Menschen die Pubertät bis in die 30iger hinein zieht.
Wenn ich das schon höre: Vorher noch austoben!
Ich finde es auch supercool, dass Menschen mit Mitte 30 so ein Bild vom Leben haben und sich mit Entscheidungen so schwertun.
Tabea57,
zwar schon beträchtlich über Mitte 30, aber nicht eingerostet - trotz getroffener EntscheidungenGeändert von Tabea57 (09.07.2011 um 19:30 Uhr)
Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
Aber macht!
ausgeborgt von Uli_F-2009
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09.07.2011, 19:21Inaktiver User
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09.07.2011, 19:32
AW: War das alles-kommt noch was?
Warum? Jeder hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit. Und wenn es damit einhergeht, sich bis ins Rentenalter auszutoben, was dies auch immer heißen mag. Dies ist eine Entscheidung!
Zum Erwachsensein gehört auch, die Lebensentwürfe anderer Menschen zu respektieren, auch wenn man sie für sich selbst nicht nachvollziehen kann. Muss man ja aber auch nicht
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09.07.2011, 19:48
AW: War das alles-kommt noch was?
Ich will hier keine Lebensentwürfe abwerten, aber ich sehe auch keine. Nicht in dem Posting, auf das ich mich beziehe
Was ich sehe, ist ein Problem mit Entscheidungen.
Und was soll dieses "Sich-austoben" denn bedeuten? M.E. dient es hier als Synonym für Unverbindlichkeit.
Eine der Herausforderungen, vor der das Leben uns stellt, ist es - glaube ich - sein Leben lebendig und spannend zu halten, und das ist eine andere Dimension als das Sich-Austoben. Das bedeutet doch zu oft einfach nur Ablenkung und Zerstreuung. Dafür ist mir mein Leben zu schade.Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
Aber macht!
ausgeborgt von Uli_F-2009
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09.07.2011, 20:01
AW: War das alles-kommt noch was?
Vielleicht sollte man den Mann erst einmal befragen, was er mit sich austoben überhaupt meinte

Unter Austoben verstehe ich keineswegs Ablenkung und Zerstreuung, sondern vielmehr Abwechslung, Lebendigkeit und Spannung. Sich im Leben austoben finde ich begrüßenwert, in jedem Alter. Man kann sich auch innerhalb der Familie austoben oder innerhalb des langjährigen Arbeitgebers. Sich austoben hat für mich daher nichts mit Unverbindlichkeit zu tun.
Auch wenn mit Austoben gemeint ist, wechselnde Geschlechtspartner zu haben, was ich auch völlig ok finde, wenn derjenige glücklich damit ist.
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09.07.2011, 20:03Inaktiver User
AW: War das alles-kommt noch was?
Eine sehr liebe Freundin hat sich exakt für diesen Trott entschieden - aus einem Single-Leben heraus, in dem sie eine Führungsposition bei einer grossen Bank hat. Sie findet dieses Leben, das Du als "Trott" bezeichnest, erheblich sinnvoller. Sie wertet es aber auch nicht gedanklich ab, und sie beschränkt es und sich selbst nicht darauf, fortan nur noch "Haushalt" machen zu müssen - sie kann die Freiheiten sehen, die in diesem Entwurf AUCH stecken können, wenn es denn der Entwurf ist, der zu einem selbst gerade passt.
Das ist eine furchtbar eingeschränkte Sichtweise. Sie spricht davon, dass Verbindlichkeit, Festlegung, Verantwortung offenbar grosse Ängste in Dir auslösen.Das ist nicht unverbindlich. Eine Persönlichkeit besteht doch aus verschiedenen Facetten und warum sollte man nur die eine in den Vordergrund stellen und alle anderen unterdrücken?
Wer sich festlegt, ist doch zum Stillstand verdammt, es geht nicht weiter.
Auch eine Hausfrau und Mutter hat, selbst wenn das ihr Hauptberuf ist, jede Menge Möglichkeiten, unterschiedliche Facetten ihrer Persönlichkeit zu leben. Sie kann kreativ sein, schreiben, malen, musizieren, sich auf jedwede Weise engagieren, sie kann sich sportlich ausleben, jedes Hobby betreiben, nach dem ihr der Sinn steht - wo bitte wäre diese Frau eingeschränkter als die mittlere Führungskraft, die eine 60 Stunden Woche in der Bank abarbeitet, und danach vielleicht viel zu k.o. ist, um noch ins Yoga zu gehen, oder auf ein Bier mit Freunden? Beides kann ermüden, oder beflügeln - entscheidend ist, welche bewusste Entscheidung dahinter steckt, und ob für diese Entscheidung Verantwortung übernommen wird, inklusive aller Konsequenzen. Im übrigen auch immer mit der Möglichkeit, Kurskorrekturen vorzunehmen, wenn man sich verändert, und der alte Lebensentwurf nicht mehr passt.
Stillstand sehe ich weit stärker darin, in einer Art postpubertärem "ach, ich weiss nicht so recht, was ich machen soll, also bleib ich mal bei den Eltern wohnen, und bin ein paar Tage beim Freund, wenn mir der Sinn danach steht" Schwebezustand zu verharren, um sich nur ja alles offen zu halten. Das endet oft in einer Situation, in der viele Möglichkeiten sich verschliessen, indem sie schlicht nicht mehr existieren. Andere Menschen haben Chancen ergriffen und Entscheidungen getroffen, und damit automatisch die Anzahl der eigenen Wahlmöglichkeiten begrenzt. Stichwort wäre hier beispielsweise Partnerwahl - ab einem bestimmten Alter kann es verdammt schwierig werden, schlicht weil die meisten Menschen sich entschieden haben.
Das ist dann dumm gelaufen.
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09.07.2011, 20:09
AW: War das alles-kommt noch was?
Weder wechselnde (Geschlechts-)Partner noch Spannung und Lebendigkeit finde ich schecht.
Was ich meine, ist Folgendes:
Ich beobachte bei einigen Menschen in der Zeit nach der Ausbildung - also in den 20er bis 30 Jahren) und lese es auch hier im Strang: es gibt eine gewisse Lähmung, ein Überfordertsein von den Möglichkeiten des Lebens. Und weil man Angst hat, etwas zu verpassen und auch, sich auf etwas wirklich einzulassen, wird vorsorglich vermieden, sich festzulegen - egal wobei.
Wildwusel, seewespe und seifreundlich haben da viel Wahres zu geschrieben.Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
Aber macht!
ausgeborgt von Uli_F-2009


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