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  1. Moderation

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    AW: War das alles-kommt noch was?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber auch das kann ein Lebensentwurf sein und ich sehe keine Freiheit darin, mich festzulegen, denn gerade dann habe ich ja keine Freiheiten mehr.
    Da steckt ein ganz häufig auftretender Knackpunkt hinter. Jede Entscheidung, die du triffst, nimmt dir Möglichekeiten. Aber keine Entscheidung zu treffen, nimmt dir auch Möglichkeiten, und verringert deinen Einfluß auf dein eigenes Leben.

    Ich habe ein bißchen den Eindruck, du weißt wirklich nicht, was du willst (oder deine Träume sind so abgefahren, daß du sie hier nicht ausbreiten willst? Kann ja auch sein), oder wovon du träumst, oder was du sein willst, oder nicht. Du fühlst dich mit der aktuellen Situation unbehaglich, weißt nicht, ob das dahingeht, wo du hin willst (wie auch, wenn du nicht weißt, wo du hin willst?), und würdest lieber noch ein bißchen experimentieren.

    Wenn das zutrifft, wäre mein Rat: Tu das! Probier' Sachen aus, die dich nicht lange binden, behalte immer den Ausgang im Blick, erkunde Neues, denke groß. Du wirst wahrscheinlich nie etwas finden, was hundert Prozent richtig ist für dich (das findet höchtens einer unter Millionen), aber entweder findest du irgendwann etwas, was gut genug ist, oder die Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen, läßt nach, oder du bleibst einfach dabei und hast auch Spaß.

    Als von Natur aus vorsichtiger Character würde ich allerdings empfehlen, sich nicht Finanzen, Gesundheit und Berufaussichten gleichzeitig zu ruinieren. Damit hat man später nichts als Ärger.

  2. Inaktiver User

    AW: War das alles-kommt noch was?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du verwechselst Freiheit mit Unverbindlichkeit. Freiheit bedeutet meines Erachtens gerade, sich festlegen zu können - sich die Freiheit für Entscheidungen zu nehmen, und sich diese zuzutrauen. Eine Wahl treffen zu können, ohne dabei konstant auf das schielen zu müssen, was dann eben nicht auch noch geht.

    Der Machbarkeitswahn, der heute überall propagiert wird, ist keine Freiheit, sondern steht dieser diametral entgegen. Er führt in Unverbindlichkeit und Wahllosigkeit, in die Unfähigkeit, Lebensentscheidungen treffen zu können, und sich darin einzurichten, in Kontur- und Grenzenlosigkeit. Wer sich alles offen lassen muss, um sich wohl fühlen zu können, kann sich nicht einlassen, auf nichts und niemanden, nicht einmal auf sich selbst. Er ist nirgends zuhause, weil er es letztendlich nicht schafft, nicht den Mut aufbringt, sich selbst als Zuhause zu erobern, und mit diesem Zuhause Farbe zu bekennen, mit allen Konsequenzen, die das hat.

    Jede Entscheidung birgt schöne und weniger schöne Aspekte, Vor- und Nachteile. Wer sich alles offenlässt, versucht die Nachteile zu umgehen, übersieht dabei aber, dass das immer auch auf Kosten der Vorteile geht.
    Das sehe ich ganz anders. Bitte sage mir, wo die Freiheit ist, wenn ich mit jemandem zusammenlebe, alles teile, ein Kind bekomme, mich darum kümmere, arbeiten gehe, den Haushalt mache. Das ist ein Trott, aus dem es keinen Ausweg mehr gibt, man ist nur noch für andere da und wo bleibe dann ich selbst?
    Das ist nicht unverbindlich. Eine Persönlichkeit besteht doch aus verschiedenen Facetten und warum sollte man nur die eine in den Vordergrund stellen und alle anderen unterdrücken?
    Wer sich festlegt, ist doch zum Stillstand verdammt, es geht nicht weiter.

  3. Inaktiver User

    AW: War das alles-kommt noch was?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Da steckt ein ganz häufig auftretender Knackpunkt hinter. Jede Entscheidung, die du triffst, nimmt dir Möglichekeiten. Aber keine Entscheidung zu treffen, nimmt dir auch Möglichkeiten, und verringert deinen Einfluß auf dein eigenes Leben.

    Ich habe ein bißchen den Eindruck, du weißt wirklich nicht, was du willst (oder deine Träume sind so abgefahren, daß du sie hier nicht ausbreiten willst? Kann ja auch sein), oder wovon du träumst, oder was du sein willst, oder nicht. Du fühlst dich mit der aktuellen Situation unbehaglich, weißt nicht, ob das dahingeht, wo du hin willst (wie auch, wenn du nicht weißt, wo du hin willst?), und würdest lieber noch ein bißchen experimentieren.

    Wenn das zutrifft, wäre mein Rat: Tu das! Probier' Sachen aus, die dich nicht lange binden, behalte immer den Ausgang im Blick, erkunde Neues, denke groß. Du wirst wahrscheinlich nie etwas finden, was hundert Prozent richtig ist für dich (das findet höchtens einer unter Millionen), aber entweder findest du irgendwann etwas, was gut genug ist, oder die Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen, läßt nach, oder du bleibst einfach dabei und hast auch Spaß.

    Als von Natur aus vorsichtiger Character würde ich allerdings empfehlen, sich nicht Finanzen, Gesundheit und Berufaussichten gleichzeitig zu ruinieren. Damit hat man später nichts als Ärger.
    So abgefahren sind die Träume gar nicht.
    In gewisser Weisse habe, was ich immer gern haben wollte, aber es ist nicht so und fühlt sich anders an, als in meinen Vorstellungen.
    Ein ganz banales, profanes Beispiel.
    Ich wollte immer gern eine Wohnung oder ein Haus mit mehreren Eingängen und das das habe ich tatsächlich bekommen, aber es ist anders, als ich es mir vorgestellt habe.

    Die Vorstellung, ein Kind zu bekommen, mich nur noch mit Erziehung und Hauhalt zu beschäftigen, erschreckt mich, so möchte ich nicht werden und wenn erst einmal ein Kind da ist, man verheiratet ist, besteht eben nicht mehr die Freiheit.
    Ich denke, man verliert sich selbst.

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    AW: War das alles-kommt noch was?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es klingt für viele vielleicht blöd, aber das frage ich mich schön öfter.
    Eigentlich kann ich zufrieden sein.
    netter Freund, schöne Wohung, Eltern nicht weit weg, fester Arbeitsplatz, es könnte sein, daß wir heiraten, es ist jedenfalls nicht ausgeschlossen, ein Kind ist wohl auch mehr oder weniger vorgesehen
    Du siehst dein Leben in einer vorgefertigten Schablone vor dir liegen. Du bist mit deinem Freund zusammengezogen, bald wird geheiratet, dann kommt das erste Kind. Tja, das wars. Und was kommt dann? Der Arbeitsplatz ist auch gesichert, das wird auch so bleiben. Tja, das wars. Und was kommt dann?

    Solche Gedanken habe ich mir auch schon öfters gemacht. Und wenn ich dann ganz tief in mir drinnen horche, habe ich sie mir immer dann gemacht, wenn ich unzufrieden mit meiner derzeitigen Lebenssituation war.

    Du schreibst, dass du dich wohler gefühlt hast, als dein Leben noch in einem Schwebezustand war. Das bist du! So fühlst du und das macht dich zufrieden. Hast du dir mal Gedanken darüber gemacht, wie du das Gefühl dieses Schwebezustand wieder für dich erreichen kannst?

  5. Inaktiver User

    AW: War das alles-kommt noch was?

    Zitat Zitat von Verwunderte Beitrag anzeigen
    Du siehst dein Leben in einer vorgefertigten Schablone vor dir liegen. Du bist mit deinem Freund zusammengezogen, bald wird geheiratet, dann kommt das erste Kind. Tja, das wars. Und was kommt dann? Der Arbeitsplatz ist auch gesichert, das wird auch so bleiben. Tja, das wars. Und was kommt dann?

    Solche Gedanken habe ich mir auch schon öfters gemacht. Und wenn ich dann ganz tief in mir drinnen horche, habe ich sie mir immer dann gemacht, wenn ich unzufrieden mit meiner derzeitigen Lebenssituation war.

    Du schreibst, dass du dich wohler gefühlt hast, als dein Leben noch in einem Schwebezustand war. Das bist du! So fühlst du und das macht dich zufrieden. Hast du dir mal Gedanken darüber gemacht, wie du das Gefühl dieses Schwebezustand wieder für dich erreichen kannst?
    Das tue ich oft.
    Vielleicht hätte ich nicht mit ihm zusammenziehen sollen, sondern in eine eigene kleine Wohnung, aber das hätte er nicht verstanden.
    Ich mag es, meinen eigenen Rückszugsort zu haben, weil mir das eben ein gefühlt von Freiheit gibt.
    Aber wenn ich jetzt damit ankomme, wird es, denke ich, die Beziehung aufs Spiel setzen und ddas möchte ich nicht.
    Kurz bevor wir zusammenkamen, war ich soweit, berufliche Veränderungen und auch einen Ortswechsel in Angriff zu nehmen, aber dann kam alles anders.

  6. User Info Menu

    AW: War das alles-kommt noch was?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das tue ich oft.
    Vielleicht hätte ich nicht mit ihm zusammenziehen sollen, sondern in eine eigene kleine Wohnung, aber das hätte er nicht verstanden.
    Ich mag es, meinen eigenen Rückszugsort zu haben, weil mir das eben ein gefühlt von Freiheit gibt.
    Aber wenn ich jetzt damit ankomme, wird es, denke ich, die Beziehung aufs Spiel setzen und ddas möchte ich nicht.
    Kurz bevor wir zusammenkamen, war ich soweit, berufliche Veränderungen und auch einen Ortswechsel in Angriff zu nehmen, aber dann kam alles anders.
    Mir scheint, du lebst das Leben deines Freundes. Warum gibst du dich so auf? Du hast ebenso Wünsche und Bedürfnisse. Eine Beziehung basiert doch auf Geben und Nehmen. Warum denkst du, dass du die Beziehung aufs Spiel setzt, wenn du deine Bedürfnisse äußerst? So, wie ich raushöre, ist ein Bedürfnis eine eigene Wohnung. Wenn es finanziell bei euch möglich ist, dann nimm dir doch diesen Rückszugsort, so als kleine Oase aus dem Alltag, für dich.

  7. Inaktiver User

    AW: War das alles-kommt noch was?

    Zitat Zitat von Verwunderte Beitrag anzeigen
    Mir scheint, du lebst das Leben deines Freundes. Warum gibst du dich so auf? Du hast ebenso Wünsche und Bedürfnisse. Eine Beziehung basiert doch auf Geben und Nehmen. Warum denkst du, dass du die Beziehung aufs Spiel setzt, wenn du deine Bedürfnisse äußerst?
    Dann käme, denke ich, das Argument, wer getrennt wohnt, kann sich gleich trennen.
    Als ich einmal den Vorschlag machte, getrennte Schlafzimmmer einzurichten, da mich sein Schnrachen bisweilen wahnsinnig macht, reagierte er entsprechend: dann kann man gleich getrennt wohnen.
    Ich kann ja auch eigentlich größtenteils machen, was ich möchte, aber er erwartet z.B. daß ich immer zu Familienfeiern, Geburtstagen von Bekannten und so weiter mitkomm und ddas war anfangs ein großer Kampf, denn ich bin nun einmal der Typ Eindiedlerkrebs und füjl mich in größerer Runde nicht so wohl

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    AW: War das alles-kommt noch was?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dann käme, denke ich, das Argument, wer getrennt wohnt, kann sich gleich trennen.
    Als ich einmal den Vorschlag machte, getrennte Schlafzimmmer einzurichten, da mich sein Schnrachen bisweilen wahnsinnig macht, reagierte er entsprechend: dann kann man gleich getrennt wohnen.
    Ich kann ja auch eigentlich größtenteils machen, was ich möchte, aber er erwartet z.B. daß ich immer zu Familienfeiern, Geburtstagen von Bekannten und so weiter mitkomm und ddas war anfangs ein großer Kampf, denn ich bin nun einmal der Typ Eindiedlerkrebs und füjl mich in größerer Runde nicht so wohl
    Schon mal überlegt, dass dein Freund nicht der Richtige für dich ist? Einfach schon alleine aus dem Grund, weil ihr unterschiedliche Lebensvorstellungen habt?

  9. Inaktiver User

    AW: War das alles-kommt noch was?

    Zitat Zitat von Verwunderte Beitrag anzeigen
    Schon mal überlegt, dass dein Freund nicht der Richtige für dich ist? Einfach schon alleine aus dem Grund, weil ihr unterschiedliche Lebensvorstellungen habt?
    Darüber habe ich durchaus schon nachgedacht, aber ich mache es ihm auch nicht einfach.
    Ich bin sehr engstirnig und egozentrisch und werde auch schonmal gemein, wenn etwas nicht so läuft, wie ich es gern hätte.
    Aber wo gibt es denn einen Mann, der mich "abgöttisch" liebt, wie ich bin, kein Problem damit hat, wenn ich eher selten mit ihm rausgehe und am liebsten allein wohne und auch mal gut 2-3
    Tage ohne ihn auskomme?

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    AW: War das alles-kommt noch was?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Darüber habe ich durchaus schon nachgedacht, aber ich mache es ihm auch nicht einfach.
    Ich bin sehr engstirnig und egozentrisch und werde auch schonmal gemein, wenn etwas nicht so läuft, wie ich es gern hätte.
    Aber wo gibt es denn einen Mann, der mich "abgöttisch" liebt, wie ich bin, kein Problem damit hat, wenn ich eher selten mit ihm rausgehe und am liebsten allein wohne und auch mal gut 2-3
    Tage ohne ihn auskomme?
    Da gibt es weitaus mehr Männer, als du denkst, die so drauf sind. Meistens sind sie ja eher diejenigen, die einen großen Freiheitsdrang haben. Für diese Männer wärst du mit deiner Sichtweise der absolute Traum

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