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  1. Moderation

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    AW: War das alles-kommt noch was?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist ja irgendwie das Problem.
    Kontinuität ist ja nichts schlimmes, aber irgendwie ist es gerade nicht die richtige.
    Ich weiß auch nicht, ob es an den äußeren Umständen liegt oder an mir. Kann ich mir von innen heraus alles so einrichten, daß ich genau das habe, was ich möchte? Liegt das an der inneren Einstellung oder stecke ich in einem "falschen Leben"?
    Ein paar Sachen, über die sich vielleicht nachzudenken lohnt:
    Weißt du denn, *was* du möchtest? Fühlst du dich unbehaglich, was die Zukunft angeht, oder was die Gegenwart angeht? Welche deiner Träume denkst du, vernachlässigst du oder gräbst ihnen das Wasser ab? Was sind jetzt, in diesem Moment, deine Alternativen und warum sind sie nicht so gut wie das, was du jetzt tust? Oder sind sie so gut, oder besser?

    Kannst du z.B. deinem Freund sagen, "Du, sorry, aber ich merke gerade, ich fühl' mich noch nicht bereit für's zusammenziehen?"

    Es kann auch eine Sache der inneren Einstellung sein, aber das erkennt man oft daran, daß man sich mit anderen vergleicht: Annimmt, alle anderen seien genau da, wo sie hinwollten, hätten genau ihre Nische gefunden, täten genau das, was sie glücklich macht, hätten alle die Gebrauchsanleitung bekommen, und nur man selber sei irgendwie anders und habe sein "richtiges" Leben noch nicht gefunden. Wenn du dich dabei erwischst, so zu denken, ist dein Problem ein ganz anderes, nämlich ein nicht zutreffendes Modell der Welt. Das kann dich in Schwierigkeiten bringen. Aber von deinem Originalposting habe ich nicht den Eindruck, daß es da hängt?

  2. Inaktiver User

    AW: War das alles-kommt noch was?

    Zitat Zitat von Utetiki Beitrag anzeigen
    Hm, ist das ein Teil des Problems? Beantworte Dir doch im Stillen mal die Frage, ob das mit Deiner Unzufriedenheit zu tun hat. Ich formulier es ganz hart: Lieber so als gar keinen Mann?


    Noch was Praktisches: wäre es möglich, einen Raum für Dich herzurichten, einen Rückzugsort?


    Mir fällt es noch schwer, das mit den Träumen zu verstehen, deshalb die vielen Fragen.
    Du hast also noch Träume, kannst Du Dir vorstellen, sie mit Deinem Freund zu verwirklichen?

    Und, ich geh jetzt mal bewusst von dem Wort "Traum" weg, gibt es Planungen das weitere gemeinsame Leben betreffend?
    Ich höre aus Deinem ersten Post heraus, dass Dein Freund eher unverbindlich bleibt, was die Zukunft betrifft.

    Ist es vielleicht das, was Euch trennt? Auch wenn Du es im Moment etwas lax abtust.
    Er ist schon sehr konkret, z.B. 8vielleicht ein etwas makaberes) hat er mich direkt in seine Lebensversicherung eintragen lassen, als ich über sowas noch gar nicht nachegdacht habe.
    Er möchte auch ein Kind und heiraten, aber eben nicht sofort, was auch nicht so schlimm ist. Er hat von Anfang an gesagt, ich gehöre zur famile und es ist ihm wichtig, daß ich bei allem dabei bin.

    Die Träume sind so einfach nicht zu beschreiben. DInge, wie ich sie aufschreibe, gibt es gar nicht. Sowas kann es eigentlich gar nicht geben. Vielleicht ist es auch ein Rückzugsort für mich.
    Es gibt in unserer Wohnung ein Kinderzimmer, das wir beide nutzen, aber wenn mal ein Kind kommt, gibt es diesen Ort nicht mehr und ich weiß nicht, ob ich damit so klarkomme. Ich bin EInzelkind und das teilen fällt mir schon recht schwer.

  3. Inaktiver User

    AW: War das alles-kommt noch was?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ein paar Sachen, über die sich vielleicht nachzudenken lohnt:
    Weißt du denn, *was* du möchtest? Fühlst du dich unbehaglich, was die Zukunft angeht, oder was die Gegenwart angeht? Welche deiner Träume denkst du, vernachlässigst du oder gräbst ihnen das Wasser ab? Was sind jetzt, in diesem Moment, deine Alternativen und warum sind sie nicht so gut wie das, was du jetzt tust? Oder sind sie so gut, oder besser?

    Kannst du z.B. deinem Freund sagen, "Du, sorry, aber ich merke gerade, ich fühl' mich noch nicht bereit für's zusammenziehen?"

    Es kann auch eine Sache der inneren Einstellung sein, aber das erkennt man oft daran, daß man sich mit anderen vergleicht: Annimmt, alle anderen seien genau da, wo sie hinwollten, hätten genau ihre Nische gefunden, täten genau das, was sie glücklich macht, hätten alle die Gebrauchsanleitung bekommen, und nur man selber sei irgendwie anders und habe sein "richtiges" Leben noch nicht gefunden. Wenn du dich dabei erwischst, so zu denken, ist dein Problem ein ganz anderes, nämlich ein nicht zutreffendes Modell der Welt. Das kann dich in Schwierigkeiten bringen. Aber von deinem Originalposting habe ich nicht den Eindruck, daß es da hängt?
    Manchmal denke ich schon, daß Andere in meinem Alter, die schon Kinder und ein Haus haben, alles richtig gemacht haben. Aber dann wieder denke ich, nein, ich habe soviel Freiheit in jüngeren JAhren genießen dürfen, die man Kind so nicht hätte haben können.
    Anfangs habe ich mich hier sehr eingeengt und geradezu eingesperrt gefühlt. Ich möchte nicht wie alle anderen sein und manchmal denke ich, mir fehlt die Freiheit. Ich liebe meinen Freund, gar keine Frage, aber manchmal denke ich auch, es wäre nicht schlimm, auch mal ein bis zwei Tage ohne ihn zu sein, denn ich bin gern allein und kann mich gut mit mir selbst beschäftigen.

    Manchmal allerdings denke ich auch, ich habe ein verkehrtes Weltbild, habe vielleicht zuviel gelesen, mich in anderen Geschichten verkrochen und nun komme ich nicht mit der Realität zurecht. Aber das sind nur Momente.

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    AW: War das alles-kommt noch was?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es gibt in unserer Wohnung ein Kinderzimmer, das wir beide nutzen, aber wenn mal ein Kind kommt, gibt es diesen Ort nicht mehr und ich weiß nicht, ob ich damit so klarkomme..
    Dann zieht ihr eben um. Wie Mary schreibt, das Bett ist vielleicht dasselbe, aber der Raum in dem es steht, der Ort, das Land, ja der Kontinent nicht unbedingt.

    Ansonsten: Kein eigenes Zimmer zu haben wäre für eine absolute Notlösung.

  5. Inaktiver User

    AW: War das alles-kommt noch was?

    Zitat Zitat von Laufrad Beitrag anzeigen
    Dann zieht ihr eben um. Wie Mary schreibt, das Bett ist vielleicht dasselbe, aber der Raum in dem es steht, der Ort, das Land, ja der Kontinent nicht unbedingt.

    Ansonsten: Kein eigenes Zimmer zu haben wäre für eine absolute Notlösung.
    Wir sind gerada erst vor einem Jahr hier eingezogen und die Wohnung ist ja auch sehr schön. Da man sich ja auch mal auf anderes einlassen muß, wollte ich es versuchen und es hat ja glaube ich der Großteil der Paare keine eigenen Zimmer

  6. Inaktiver User

    AW: War das alles-kommt noch was?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wir sind gerada erst vor einem Jahr hier eingezogen und die Wohnung ist ja auch sehr schön. Da man sich ja auch mal auf anderes einlassen muß, wollte ich es versuchen und es hat ja glaube ich der Großteil der Paare keine eigenen Zimmer
    Ja- und? Lebst Du Dein Leben, oder das der anderen Paare?

    Mir fällt auf, dass Du wenig Verantwortung übernimmst. Du beziehst Dich sehr stark auf die Zeit, in der Du noch pendeln konntest zwischen verschiedenen Lebensentwürfen, für die Du aber nicht direkt verantwortlich warst - Leben im Haus der Eltern, und in der Wohnung des Freundes, ganz nach Gusto kommen und gehen, wie es Dir beliebt.

    Entscheidungen zu treffen scheint ein wunder Punkt zu sein, denn dann musst Du Farbe bekennen, Absagen erteilen, Dich klar positionieren. Damit hast Du offenbar Probleme, denn damit musst Du Dich fest legen, zeigen, und eben Verantwortung übernehmen, auch für die Aspekte, denen Du bei Deiner Wahl eine Absage erteiltest, und die dann vielleicht nicht mehr zur Verfügung stehen.

    Freiheit heisst nicht, dass alles offen ist, und man keine Verantwortung übernehmen muss. Freiheit bedeutet, Entscheidungen zu treffen, und diese mit Leben zu füllen, inklusive aller Risiken und Nebenwirkungen, inklusive aller Einschränkungen, die das eben auch mit sich bringt. Freiheit heisst, sich klar zu machen, dass es Sicherheiten darin nicht gibt, wohl aber jede Menge Konsequenzen, die geschultert werden wollen.

    Mir scheint, es ist gerade NICHT die Freiheit, die Du suchst, sondern die Unverbindlichkeit, und die Bequemlichkeit, von einem Lebenskonzept ins andere schlüpfen zu können, wie es Dir beliebt.

  7. gesperrt

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    AW: War das alles-kommt noch was?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Freiheit heisst nicht, dass alles offen ist, und man keine Verantwortung übernehmen muss. Freiheit bedeutet, Entscheidungen zu treffen, und diese mit Leben zu füllen, inklusive aller Risiken und Nebenwirkungen, inklusive aller Einschränkungen, die das eben auch mit sich bringt. Freiheit heisst, sich klar zu machen, dass es Sicherheiten darin nicht gibt, wohl aber jede Menge Konsequenzen, die geschultert werden wollen.
    das ist sehr schön gesagt :-)

    Und wenn du das Glück hast, dich in einer Beziehung gut und gemütlich und mit Routine einrichten zu können, so suche die Herausforderungen anderswo - zum Beispiel beruflich. Offenheit, Schwebezustände und Risiken gibt es mehr als genug.

    grüsse, barbara

  8. Inaktiver User

    AW: War das alles-kommt noch was?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    J

    Mir scheint, es ist gerade NICHT die Freiheit, die Du suchst, sondern die Unverbindlichkeit, und die Bequemlichkeit, von einem Lebenskonzept ins andere schlüpfen zu können, wie es Dir beliebt.
    Aber auch das kann ein Lebensentwurf sein und ich sehe keine Freiheit darin, mich festzulegen, denn gerade dann habe ich ja keine Freiheiten mehr.

  9. Inaktiver User

    AW: War das alles-kommt noch was?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber auch das kann ein Lebensentwurf sein und ich sehe keine Freiheit darin, mich festzulegen, denn gerade dann habe ich ja keine Freiheiten mehr.
    Du verwechselst Freiheit mit Unverbindlichkeit. Freiheit bedeutet meines Erachtens gerade, sich festlegen zu können - sich die Freiheit für Entscheidungen zu nehmen, und sich diese zuzutrauen. Eine Wahl treffen zu können, ohne dabei konstant auf das schielen zu müssen, was dann eben nicht auch noch geht.

    Der Machbarkeitswahn, der heute überall propagiert wird, ist keine Freiheit, sondern steht dieser diametral entgegen. Er führt in Unverbindlichkeit und Wahllosigkeit, in die Unfähigkeit, Lebensentscheidungen treffen zu können, und sich darin einzurichten, in Kontur- und Grenzenlosigkeit. Wer sich alles offen lassen muss, um sich wohl fühlen zu können, kann sich nicht einlassen, auf nichts und niemanden, nicht einmal auf sich selbst. Er ist nirgends zuhause, weil er es letztendlich nicht schafft, nicht den Mut aufbringt, sich selbst als Zuhause zu erobern, und mit diesem Zuhause Farbe zu bekennen, mit allen Konsequenzen, die das hat.

    Jede Entscheidung birgt schöne und weniger schöne Aspekte, Vor- und Nachteile. Wer sich alles offenlässt, versucht die Nachteile zu umgehen, übersieht dabei aber, dass das immer auch auf Kosten der Vorteile geht.

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    AW: War das alles-kommt noch was?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du verwechselst Freiheit mit Unverbindlichkeit. Freiheit bedeutet meines Erachtens gerade, sich festlegen zu können - sich die Freiheit für Entscheidungen zu nehmen, und sich diese zuzutrauen. Eine Wahl treffen zu können, ohne dabei konstant auf das schielen zu müssen, was dann eben nicht auch noch geht.

    Der Machbarkeitswahn, der heute überall propagiert wird, ist keine Freiheit, sondern steht dieser diametral entgegen. Er führt in Unverbindlichkeit und Wahllosigkeit, in die Unfähigkeit, Lebensentscheidungen treffen zu können, und sich darin einzurichten, in Kontur- und Grenzenlosigkeit. Wer sich alles offen lassen muss, um sich wohl fühlen zu können, kann sich nicht einlassen, auf nichts und niemanden, nicht einmal auf sich selbst. Er ist nirgends zuhause, weil er es letztendlich nicht schafft, nicht den Mut aufbringt, sich selbst als Zuhause zu erobern, und mit diesem Zuhause Farbe zu bekennen, mit allen Konsequenzen, die das hat.

    Jede Entscheidung birgt schöne und weniger schöne Aspekte, Vor- und Nachteile. Wer sich alles offenlässt, versucht die Nachteile zu umgehen, übersieht dabei aber, dass das immer auch auf Kosten der Vorteile geht.
    Kann ich nur ganz dick unterstreichen!

    Und möchte noch was anfügen: Auch wenn du dich festlegst, hast du immer die Freiheit, das wieder zu ändern.
    Wenn du dich festlegst entstehen ausßerdem neue Freiheiten, denn der Weg, den du nimmst, ist keine Geradeausweg, sondern einer, der sich weiterhin vielfältig gabelt und verzweigt. Optionen, die du jetzt gar nicht siehst, weil du nur lauter dunkle Tunnel vor dir siehst und nicht deren Möglichkeiten, nach Festlegung.
    Und das Leben ist sowieso Veränderung und deine vielen Optionen werden dir sowieso nicht erhalten bleiben, weil dein Leben selbst dir verschiedene Türen zuschlägt, auch wenn du keine Richtung einschlägst.
    Und wenn du dich nicht entscheidest, wird dir diese Entscheidung eventuell einmal sehr schmerzhalft von außen aufgedrückt, wenn nämlich nur noch eine Tür offen bleibt und du merkst, dass du zwar 1000 Optionen von außen kennen gelernt aber keine gelebt hast.
    Mein Leben ist heute bunter als mit 30, meine Freiheit größer, meine Optionen vielfältiger.
    Warum?
    Ich habe zielstrebig mein Berufsziel verwirklicht, habe geheiratet, ein Kind bekommen ...
    Beruflich habe ic mich später noch zweimal verändert, habe aus meiner Ausbildung heraus neue Wege beschritten, die ich früher so gqar nicht gesehen habe, heute bin ich da angekommen, wo ich eigentlich sein möchte, aber noch lange nciht am Ende der Fahnenstange der vielen Möglichkeiten, die sich mir durch meine Selbstständigkeit eröffnet haben. Ich bin voller Elan und Pläne und merke, wie viel von dem, was ich mal vertieft habe durhc Festlefung, sich heute zu etwas Neuem verbinden lässt.
    Ich bin seit 10 Jahren von meinem Mann getrennt, habe eine sehr großen Freundeskreis, lerne immer wieder neue Menschen kennen, bin gerade auch offen, für eine neue Partnerschaft.
    Mein Sohn hat gerade sein Abitur geschafft, wird in absehbarer Zeit das Haus verlassen, was mich mit gemischten Gefühlen versorgt, da es eine weitere gravierende Veränderung in meinem Leben bedeutet. Mal wieder. Die letzte war der Tod meines Vater, davor die Trennung von meinem Mann.
    Ich bin Mitte 50 und sehe mich am Anfang von vielem Neuen. Selbst sportlich habe ich vor einigen Jahren neue Weichen gestellt und neuen Ehrgeiz entwickelt.
    Und so sehe würde ich heute sagen, nur durch Festlegung von Richtungen, ergeben sich überhaupt erst die Möglichkeiten und Freiheiten, sich in etwas zu vertiefen, sich dabei lebendig zu fühlen und neue Wege zu entdecken.
    Mein Mann hat mich in die Gegend getragen, in der ich jetzt lebe, mich wohlfühle, da wäre ich sonst nie gelandet.
    Mein Beruf hat mir diese Möglichkeit der Freiberuflichkeit erschlossen.
    Mein Sohn hat mich letztlich zu meinem Lieblingssport gebracht.
    Und zunächst Kind und dann die Trennung von meinem Mann haben mir (indirekt) diese tolle Freunde beschert (weil sie mich zwangen, mich umzuschauen, nach Hilfe und Kontakte zu suchen) ... dabei hätte immer wieder jedesmal auch jede Menge andere Optionen gehabt.
    Und ich habe beileibe kein einfaches Leben, hätte mich mit 30 vielleicht erschreckt, mich in so einer "spannenden" Situation zu sehen, alleinerziehend, freiberuflich, nicht rundum abgesichert und dann auch noch "sooo alt".
    Aber ich bin auch ganz bestimmt immer noch nicht in einer Einbahnstraße ...

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