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  1. Inaktiver User

    AW: Verpasstes aushalten

    Zitat Zitat von Elmgaard Beitrag anzeigen
    Hattet Ihr auch schon mal mit dem Thema zu tun dass aufgrund bestimmter Umstände erst spät die Einsicht oder zumindest die Energie für bestimmte Lebenspläne vorhanden ist - und zwar zu spät?

    Wie seid Ihr mit solchen verpassten, unausgelebten wichtigen Anteilen Eurer selbst umgegangen?
    Resümee mit diesem Rückblick stellt alles eher in Frage als dir eine Antwort zu geben, was du mit deiner Lebensart ermöglichen konntest um zufrieden und gelassen weitergehen zu können.
    maskuliner Teilnehmer?

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    AW: Verpasstes aushalten

    @Blueserin: Solche Dinge finde ich schon, insbesondere die Reifung und Befreiung, um überhaupt in diesen Bahnen zu denken und mir etwas zuzutrauen.

    Allerdings war ich auch aussergewöhnlich zusammengestaucht in dem fraglichen Alter, so dass ich schon fast wieder denke: gut und schön, aber ein so weiter Weg wäre nicht nötig gewesen wenn ich mich einfach hätte entwickeln können. (Fussnote: zu dem ganzen Thema gehört auch eine nicht sehr erbauliche Familienkulisse, Überforderung usw.). Es haben bestimmte Dinge eine Rolle gespielt die ich nicht als notwendige und wertvolle Erfahrung ansehe, auch wenn das Überwinden derselben natürlich als etwas positives gelten kann.

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    AW: Verpasstes aushalten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    maskuliner Teilnehmer?
    Mitnichten.


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    AW: Verpasstes aushalten

    Naja, rückblickend muss ich sagen, dass ich in Sachen Beziehung und Beruf auch eine beachtliche Kette von Fehlentscheidungen getroffen habe.

    Manchmal finde ich das schade, manchmal ärgere ich mich darüber, meistens denke ich mit einem Augenzwinkern darüber nach.

    Warum?
    Weil ich damals Gründe hatte, so zu handeln wie ich gehandelt habe.
    Ich habe es für richtig gehalten.
    Es war das, wozu ich vernunftmäßig und emotional und psychisch in der Lage war (leider war ich damals zu nicht sehr viel in der Lage. Das hatte familiäre Gründe. Gut, haben andere nicht, was hilfts. Man muss da durch, kann man nicht ändern.)
    Es war das, was ich mich getraut habe.

    Andere Dinge habe ich mir nicht zugetraut.
    Andere Dinge hielt ich damals für zu riskant, für den falschen Weg, für zu schön, um wahr zu sein, weiß der Geier.

    Mit dem heutigen Stand sehe ich natürlich einiges anders.
    Heute bin ich erwachsener, erfahrener, selbstsicherer, bin mehr bei mir selbst und weiß ein bisschen mehr, was ich kann, was ich nicht kann. Heute würde ich mir auch etwas unsichereres und riskanteres oder einfach etwas ANDERES, abseits der großen Wege mehr zutrauen - also, mutiger sein, weil ich mit Niederlagen ein bisschen besser umgehen kann.

    Damit will ich sagen, dass man sich nicht wegen Entscheidungen in der Vergangenheit zerfressen und grämen muss. Jeder hatte seine ureigensten Gründe so zu entscheiden.
    Mit etwas Abstand sieht man sehr vieles sehr anders im Leben.

    Es ist aber nun mal gelaufen manchmal.
    Manche Chancen kommen nur einmal und dann nie wieder.
    So läuft es halt.

    Das ist wohl schade, ja.

    Aber dem ganzen Reuen über den vergangenen getroffenen Entscheidungen oder NICHT getroffenen Entscheidungen liegt ja auch meistens die Annahme zugrunde, dass das Leben besser gelaufen wäre, dass man glücklicher wäre, wenn man es anders gemacht hätte.
    Und genau das weiß man eben NICHT.

    Vielleicht wäre auch alles viel beschissener gelaufen.
    Man wäre zu ganz andern Zeiten an ganz anderen Orten gewesen. Es wären einem ganz andere Menschen begegnet, man hätte eine ganz andere persönliche Entwicklung genommen.

    Kann sein, dass das alles besser gewesen wäre. Kann auch nicht sein.

    Kann sein, du auf dem Weg zu der Ausbildung, die dir viel besser gelegen hätte, von einem LKW zermatscht worden wärst.
    Stattdessen bist du vielleicht ins langweilige Büro gefahren. Eine andere Uhrzeit, eine andere Strecke.
    Kann sein, dass dir ganz viele tolle freigeistige Menschen begegnet wären.
    Oder der eine, der dich vernichtet. Psychisch.

    Nichts weiß man.

    Ich weiß, das klingt jetzt etwas konstruiert, vielleicht auch etwas eso. Ich hoffe, du verstehst, was ich damit meine.

    Wenn es anders gelaufen wäre, dann wäre es einfach nur anders gewesen.
    Ob besser oder schlechter, das ist völlig unklar.

    Da muss man manchmal auch sich, die Vergangenheit und teilweise das Alt-ich umarmen und Frieden schließn, alles andere bringt ja nichts, die Vergangenheit ist vorbei, da kann man nichts mehr ändern.

    Zum Glück gibts ja auch noch eine Zukunft.
    Da kann man zwar auch nicht die Vergangenheit "korrigieren", aber man hat doch noch etliche Möglichkeiten und Ansätze, Dinge im eigenen Sinne anzupacken.
    Sicherlich, nicht im Einzelfall. Was zum Beispiel Ausbildungen und manches betrifft. Für Manche Sachen ist es zu spät. Aber es gibt andere Dinge, die man machen kann. Für die man vielleicht früher zu jung war. Die man nur manchen kann mit seinem HEUTIGEN Ich, für die man damals denkbar ungeeignet war.
    Vielleicht man kann dennoch irgendwas in diesem Bereich machen, wegen dem es einem jetzt reut. Ehrenamtlich. Wie auch immer.

    Ich finde es nicht falsch, manchmal zurückzublicken und zu schauen, wie das alles so gelaufen ist, ob ein Schuh draus geworden ist, der passt. Wie man mit dem, was jetzt da ist, weiter verfahren möchte.
    Nur, sich selbst damit runterziehen und sich über alte Entscheidungen ärgern, das bringt im Grunde nichts. Man zieht sich damit runter. Mehr passiert nicht. Es ist eine komplette Null-Leistung.

    Man weiß nicht, was gewesen wäre, wenn es anders gewesen wäre.

    "Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine neue. Die Tragik liegt darin, dass wir nach der geschlossen Tür schauen, nicht zu der geöffneten."

    LG
    Hexl
    The difference between try and triumph is just a little "umph"

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    AW: Verpasstes aushalten

    Zitat Zitat von Hexl Beitrag anzeigen
    Naja, rückblickend muss ich sagen, dass ich in Sachen Beziehung und Beruf auch eine beachtliche Kette von Fehlentscheidungen getroffen habe.

    Manchmal finde ich das schade, manchmal ärgere ich mich darüber, meistens denke ich mit einem Augenzwinkern darüber nach.

    Warum?
    Weil ich damals Gründe hatte, so zu handeln wie ich gehandelt habe.
    Ich habe es für richtig gehalten.
    Es war das, wozu ich vernunftmäßig und emotional und psychisch in der Lage war (leider war ich damals zu nicht sehr viel in der Lage. Das hatte familiäre Gründe. Gut, haben andere nicht, was hilfts. Man muss da durch, kann man nicht ändern.)
    Es war das, was ich mich getraut habe.

    Andere Dinge habe ich mir nicht zugetraut.
    Andere Dinge hielt ich damals für zu riskant, für den falschen Weg, für zu schön, um wahr zu sein, weiß der Geier.

    Mit dem heutigen Stand sehe ich natürlich einiges anders.
    Heute bin ich erwachsener, erfahrener, selbstsicherer, bin mehr bei mir selbst und weiß ein bisschen mehr, was ich kann, was ich nicht kann. Heute würde ich mir auch etwas unsichereres und riskanteres oder einfach etwas ANDERES, abseits der großen Wege mehr zutrauen - also, mutiger sein, weil ich mit Niederlagen ein bisschen besser umgehen kann.

    Damit will ich sagen, dass man sich nicht wegen Entscheidungen in der Vergangenheit zerfressen und grämen muss. Jeder hatte seine ureigensten Gründe so zu entscheiden.
    Mit etwas Abstand sieht man sehr vieles sehr anders im Leben.

    Es ist aber nun mal gelaufen manchmal.
    Manche Chancen kommen nur einmal und dann nie wieder.
    So läuft es halt.

    Das ist wohl schade, ja.

    Aber dem ganzen Reuen über den vergangenen getroffenen Entscheidungen oder NICHT getroffenen Entscheidungen liegt ja auch meistens die Annahme zugrunde, dass das Leben besser gelaufen wäre, dass man glücklicher wäre, wenn man es anders gemacht hätte.
    Und genau das weiß man eben NICHT.

    Vielleicht wäre auch alles viel beschissener gelaufen.
    Man wäre zu ganz andern Zeiten an ganz anderen Orten gewesen. Es wären einem ganz andere Menschen begegnet, man hätte eine ganz andere persönliche Entwicklung genommen.

    Kann sein, dass das alles besser gewesen wäre. Kann auch nicht sein.

    Kann sein, du auf dem Weg zu der Ausbildung, die dir viel besser gelegen hätte, von einem LKW zermatscht worden wärst.
    Stattdessen bist du vielleicht ins langweilige Büro gefahren. Eine andere Uhrzeit, eine andere Strecke.
    Kann sein, dass dir ganz viele tolle freigeistige Menschen begegnet wären.
    Oder der eine, der dich vernichtet. Psychisch.

    Nichts weiß man.

    Ich weiß, das klingt jetzt etwas konstruiert, vielleicht auch etwas eso. Ich hoffe, du verstehst, was ich damit meine.

    Wenn es anders gelaufen wäre, dann wäre es einfach nur anders gewesen.
    Ob besser oder schlechter, das ist völlig unklar.

    Da muss man manchmal auch sich, die Vergangenheit und teilweise das Alt-ich umarmen und Frieden schließn, alles andere bringt ja nichts, die Vergangenheit ist vorbei, da kann man nichts mehr ändern.

    Zum Glück gibts ja auch noch eine Zukunft.
    Da kann man zwar auch nicht die Vergangenheit "korrigieren", aber man hat doch noch etliche Möglichkeiten und Ansätze, Dinge im eigenen Sinne anzupacken.
    Sicherlich, nicht im Einzelfall. Was zum Beispiel Ausbildungen und manches betrifft. Für Manche Sachen ist es zu spät. Aber es gibt andere Dinge, die man machen kann. Für die man vielleicht früher zu jung war. Die man nur manchen kann mit seinem HEUTIGEN Ich, für die man damals denkbar ungeeignet war.
    Vielleicht man kann dennoch irgendwas in diesem Bereich machen, wegen dem es einem jetzt reut. Ehrenamtlich. Wie auch immer.

    Ich finde es nicht falsch, manchmal zurückzublicken und zu schauen, wie das alles so gelaufen ist, ob ein Schuh draus geworden ist, der passt. Wie man mit dem, was jetzt da ist, weiter verfahren möchte.
    Nur, sich selbst damit runterziehen und sich über alte Entscheidungen ärgern, das bringt im Grunde nichts. Man zieht sich damit runter. Mehr passiert nicht. Es ist eine komplette Null-Leistung.

    Man weiß nicht, was gewesen wäre, wenn es anders gewesen wäre.

    "Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine neue. Die Tragik liegt darin, dass wir nach der geschlossen Tür schauen, nicht zu der geöffneten."

    LG
    Hexl
    Wow Hexl - was für ein schöner Beitrag

    Ich habe oftmals das Gefühl (so kenne ich es von mir), dass die "Gesamt-Gemütsstimmung" einen erheblichen Einfluss auf das "was-wäre-gewesen-wenn" hat.

    Also, dass ein Mensch, der (zieht er zwischenzeitlich immer einmal wieder Bilanz) sein Leben für sich in Ordnung findet, in sich ruht und unter dem Strich zufrieden ist, mit den "Rückblicken" weniger hadert, als Jemand, dessen Bilanz nicht so toll ausfällt.

    Und man sich davor hüten muss zu sagen: insgesamt wäre mein Leben zufriedener, glücklicher etc. wenn dieses oder jenes Ereignis nicht eingetreten wäre / ich mich anders entschieden hätte usw.
    **************************

    "Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen wir uns in zehn Jahren zurücksehnen."
    (Peter Ustinov)


  6. Inaktiver User

    AW: Verpasstes aushalten

    @Hexl: tolles Post

    Es war das, wozu ich vernunftmäßig und emotional und psychisch in der Lage war.
    Es war das, was ich mich getraut habe.
    Das ist etwas ganz wichtiges anzuerkennen und ich gebe zu, dass ich auch mit manch verpassten Gelegenheiten gehadert habe, gezweifelt, warum nicht schneller warum nicht konsequenter.

    Aber wir wissen nicht was in uns ausgearbeitet wird, wir können manchmal nicht erkennen warum wir so und so handeln, warum wir eine Entscheidung treffen oder nicht bzw. das eine gegen das andere entscheiden.

    Auch Nichtentscheidungen sind Entscheidungen.

    Und Elmgard, wenn man in einer Umgebung aufwächst, die ein wachsen nicht zugelassen hat oder erschwert hat, wen wundert es dann, dass man vielfach zaudert, dass man sich den Mut mühsam erkämpfen muss?

    Es gibt ja den tollen Spruch: Nimm es als Herausforderung

    Das gilt für Menschen, die Herausforderungen als positiv erlebt haben, denen gezeigt wurde wie man mit Frust umgehen kann, die nicht überfordert wurden und wenn es nicht geklappt hat dann auch noch zusammengeschissen wurden weil sie angeblich versagt hätten.
    Oder denen alles madig gemacht wurde weil die Angst der Eltren auf sie übertragen wurde.
    Mach dies nicht oder jenes nicht, flieg nicht in den Urlaub, kommst stressiger heim als du weggeflogen bist, das Flugzeug könnte abstürzen, wenn das nicht passiert dann wird man entführt und ausgeraubt, das Hotel ist nicht gut, man landet im Krankenhaus, dort sind wieder Keime usw.

    Wer in einem Überforderungsumfeld aufgewachsen ist wird entweder ausbrechen oder gebrochen werden was sich auch auf das spätere Leben und die zu bewältigenden Aufgaben auswirken kann.

    Der Weg damit umzugehen ist wirklich zu schauen wo man gerade steht, die Vergangenheit können wir nicht ändern aber mit jeder Entscheidung in der Gegenwart formen wir unsere Zukunft.
    Wir müssen versuchen die Kontrolle loszulassen, wir haben unser Leben nur bedingt in der Hand, viele Schicksalsschläge können unser Leben in einer Sekunde auf den Kopf stellen und dann müssen wir vielleicht unsere Prioritäten ganz woanders setzen.

    Es ist nicht leicht etwas was man gewöhnt war loszulassen, das dauert seine Zeit bis man es für sich akzeptieren kann.

    Der Weg den man unbedingt gehen muss um dem ganzen zu entrinnen ist die Selbstliebe und Selbstakzeptanz und das muss man trainieren.

    Ich wünsche Dir auf Deinem Weg alles erdenklich Gute!

    Jede Seele hat ihren eigenen Rhythmus!

  7. Inaktiver User

    AW: Verpasstes aushalten

    Zitat Zitat von Elmgaard Beitrag anzeigen
    (...)
    Wie seid Ihr mit solchen verpassten, unausgelebten wichtigen Anteilen Eurer selbst umgegangen?
    Ich habe mir bewusst gesagt, dass zu dem Zeitpunkt, als ich diese Entscheidung traf, es die richtige zu sein schien.
    Jede Entscheidung für etwas ist eine Entscheidung gegen etwas.
    Irrtümer gehören zum Leben und eine gesunde Einstellung dazu ebenfalls. Man sollte es nicht verdrängen und damit zu leben lernen.
    Denn ich bin sicher, dass kein Mensch nicht eine Entscheidung bereut, hinterfragt oä.

    Elmgaard, da du fragst (und entschuldige bitte, ich habe den Strang noch nicht durch, vielleicht steht es da, dann lese ich es gleich )
    Ist es oft passiert bei dir? Du sprichst den Job an - ok, da muss man dann einfach das Beste aus dem jetzigen machen und sich von alten Träumen verabschieden. Ich habe auch etwas (jobmäßig), was ich (etwas) bereue, aber - mein Gott - ich bin auch so zufrieden.

    suzie

  8. Inaktiver User

    AW: Verpasstes aushalten

    Zitat Zitat von Karla48 Beitrag anzeigen
    Den Blick zurück halte ich für fatal. "Hätte, könnte..." "was wäre, wenn..." das sind alles Gedanken, die unglücklich machen.

    Man muss sich für das Heute und das Morgen interessieren! Volle Pulle! Du musst etwas Neues finden in der Zukunft, was dich brennen läßt. Doch, das gibt es. Du hast es nur noch nicht gefunden.

    LG Karla
    Karla, das ist ein echt schöner Satz!

  9. Inaktiver User

    AW: Verpasstes aushalten

    Mir hat am meisten bei solchem inneren Gehadere dieser Satz geholfen:

    " Ich habe zu jedem Zeitpunkt die mir bestmögliche Entscheidung getroffen."

    Besser ging es nicht. Und bestmöglich ist immer (!) gut genug.


    @Elmgaard

    Zitat Zitat von Elmgaard Beitrag anzeigen
    Allerdings war ich auch aussergewöhnlich zusammengestaucht in dem fraglichen Alter, so dass ich schon fast wieder denke: gut und schön, aber ein so weiter Weg wäre nicht nötig gewesen wenn ich mich einfach hätte entwickeln können. (Fussnote: zu dem ganzen Thema gehört auch eine nicht sehr erbauliche Familienkulisse, Überforderung usw.).
    Das klingt mir schwer nach Verbitterung und Frustration. Gibst Du noch irgendwem die Schuld daran?

    Nimm Deine Vergangenheit an, dann fällt Dir die Gegenwart leichter.

    Und erst recht das Zukunftsträumen und -verwirklichen.

  10. Inaktiver User

    AW: Verpasstes aushalten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe mir bewusst gesagt, dass zu dem Zeitpunkt, als ich diese Entscheidung traf, es die richtige zu sein schien.
    Jede Entscheidung für etwas ist eine Entscheidung gegen etwas.
    Und es ist immer eine Entscheidung im Rahmen des Möglichen, das wurde bereits angesprochen.

    Wenn es um berufliche Ambitionen geht, die nicht verwirklicht werden konnten, ist das Ganze oft auch ein wenig spekulativ. Man sieht seinen Traumberuf nur von außen. Wie es wäre, ihn jeden Tag auszuüben, kann man nicht wirklich beurteilen.

    Wie ein Mensch geworden ist und was er verwirklicht hat, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Und jede Entscheidung hat ihren Preis. Vielleicht wollte man zum Entscheidungszeitpunkt kein Risiko eingehen, nicht weg ziehen, nichts aufgeben? Es gibt viele Gründe für verpasste Chancen. Hin zu sehen, warum man sie verpasst hat, ist ein Stück Selbsterkenntnis.
    Ansonsten sehe ich es auch so, dass man verschütteter Milch nicht hinterher weinen soll.

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