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    Positives Denken lernen?

    Hallo zusammen,


    ich habe ein Problem mit meiner Einstellung. Ich kann schlicht nicht positiv denken, besonders in puncto Beziehungen. In den letzten drei Jahren hatte ich nur Pech mit Männern: Misslungene Beziehungsversuche, Bekanntschaften, die sich in Luft aufgelöst haben oder unerfülle Verliebtheit. Das alles führte dazu, dass ich anfing, mir einzureden, dass ich nicht für Beziehungen gemacht wurde und das Schicksal habe, der Quoten-Single zu bleiben. Welchen Grund könnte es sonst haben?

    Nun habe ich einen netten Mann kennengelernt, mit dem sich die Sache langsam entwickelt. Das heißt, dass wir seit einigen Wochen eine lockere Sache haben mit Option auf mehr - um das festzustellen, wollen wir uns einfach näher kennenlernen. Jetzt bin ich an dem Punkt an dem die Sache beginnt, mit etwas zu bedeuten, und schon tauchen wieder diese negativen Gedanken auf a la "Es wird eh nix", "Lass es lieber gleich, er sucht sich eh ne andere, etc...".

    Diese Gedanken kommen immer wieder und ich weiß nicht, wie ich sie verscheuchen soll. Schlimm ist, dass ich langsam merke, dass ich nicht mehr so locker mit ihm umgehen kann. Ich denke z.B. dass seine SMS, Anruf oder Treffen garantiert eh das letzte sind - und wenn er z.B. ein weiteres Treffen vorschlägt, rutscht mir ein blöder Spruch nach dem anderen raus, zum Beispiel sowas wie "Du meldest dich doch eh nie wieder" oder aber: "Wenn du bis dahin keine andere hast, dann können wir uns gerne treffen". Ich möchte nciht, dass ich nach dem Prinzip der selbsterfüllenden Prophezeihung mir selbst schade. Aber die Frage ist: Wie werde ich dieses Denkmuster los, damit ich endlich ihm gegenüber so sein kann, wie ich bin. Wie kann ich lernen, ihm zu vertrauen (das ist übrigens das 2. Mal, dass ich an so einem Punkt bin. Mit dem leztzen habe ich wegen dieser Einstellung Schluss gemacht - bevor er es tut)...


    Danke für zahlreiche Ratschläge

  2. Inaktiver User

    AW: Positives Denken lernen?

    Durch was hat sich bei Dir so ein Denkmuster eingeprägt?

    Wie siehts bei Dir in der Familie aus, gabs da nen Vorfall? Wie wurde über Männer gesprochen wer hat Dir was darüber gesagt?

    Zu Deinen Gedanken kann ich Dir im Moment nur raten "STOP" zu sagen und in einen inneren Dialog zu gehen. Das bedeutet konkret:

    Wenn Du so Sätze raushaust wie:

    "Ja wir können uns gern treffen ,wenn Du in der Zwischenzeit keine andere hast"

    dann hau den Satz nicht raus sondern rede mit Dir selbst und hinterfrage das und gib Dir die Erlaubnis dazu ihn zu treffen egal ob da jemand anderer ist oder nicht.

    Positives Denken lernen setzt erstmal voraus, dass Du Dich selbst annimmst so wie Du bist.
    Dir jetzt mantraartig was vorzugaukeln würde noch mehr Widerstand in Dir hervorrufen und Dich unweigerlich einholen. Positives Denken bedeutet auch nicht mit geschlossenen Augen über die Autobahn zu gehen.
    Positives Denken beinhaltet auch, dass man präsent bei sich ist auch in dem Wissen, dass eine Partnerschaft zu ende gehen könnte aber sich auf die postiven Dinge in der Partnerschaft konzentriert.

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    AW: Positives Denken lernen?

    Hallo Berlin79,

    mir geht es ähnlich wie dir, deswegen kann ich nicht wirklich einen persönlichen Ratschlag geben.

    Wenn man dann noch die Stränge hier in der Community liest, fragt man sich doch immer mehr ob es auch noch treue Männer gibt.

    Ich kann dir nur raten, sei vorsichtig, lass dich nicht auf Männer ein, von denen du von vorneherein weißt, dass sie verheiratet/vergeben sind (meine Freundin ist eine Spezialistin für solche Männer) und versuch ein bisschen zu vertrauen. Leichter gesagt, als getan. Weiß ich selbst .

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    AW: Positives Denken lernen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Durch was hat sich bei Dir so ein Denkmuster eingeprägt?

    Wie siehts bei Dir in der Familie aus, gabs da nen Vorfall? Wie wurde über Männer gesprochen wer hat Dir was darüber gesagt?
    Hallo Stecher,

    Familiäre Muster können es nicht sein, in meiner Familie gibt es ausschließlich lange verheiratete Paare. Ob sie glücklich sind oder nicht, kann ich nicht bei allen sagen. Aber meine Eltern sind es. Mein Vater ist eig. ein positives Bild eines Mannes, bis auf seine Macken, aber die hat ja jeder. Die Voraussetzungen für positives Denken sind also generell da. Ich bin mir sicher, dass das nur aus meinen Erfahrungen heraus resultiert.

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    AW: Positives Denken lernen?

    Zitat Zitat von Mandarinegirl Beitrag anzeigen
    Hallo Berlin79,

    mir geht es ähnlich wie dir, deswegen kann ich nicht wirklich einen persönlichen Ratschlag geben.

    Wenn man dann noch die Stränge hier in der Community liest, fragt man sich doch immer mehr ob es auch noch treue Männer gibt.

    Ich kann dir nur raten, sei vorsichtig, lass dich nicht auf Männer ein, von denen du von vorneherein weißt, dass sie verheiratet/vergeben sind (meine Freundin ist eine Spezialistin für solche Männer) und versuch ein bisschen zu vertrauen. Leichter gesagt, als getan. Weiß ich selbst .
    Hi,


    ich halte mich von solchen Männern generell fern. Ich suche mir ausschließlich Männer aus, die an sich "gut" sind, allerdings auch immer beruflich erfolgreich, so dass ich nie an erster Stelle stand. Verlassen wurde ich z.B. wegen Jobwechsels in eine andere Stadt, etc... Nie waren andere Frauen im Spiel, sondern das Ego des Mannes, welches zu Trennungen, Schwierigkeiten führte.

  6. Inaktiver User

    AW: Positives Denken lernen?

    Hi,
    ich schließe mich Dir an
    Mir gehts auch nicht anders.
    Nun habe ich die letzten Jahre in einer ähm...etwas ungewöhnlichen Form von Beziehung gelebt, die mich doch sehr geprägt hat.

    Aber ich habe einen Weg gefunden, damit zurecht zu kommen: Wie Stecher schon anmerkte, ist es sinnvoll, sich auf die posititven Ereignisse zu konzentrieren, also etwa "ich weiß nicht, ob das mit uns auf lange Sicht klappt, aber die letzten drei Treffen haben mir viel bedeutet, ich habe mich in der Gegenwart dieses Mannes/ dieser Frau sehr wohl gefühlt, wir hatten Spaß oder tollen, aufregenden Sex " oder was auch immer.

    Wenn ich das Gefühl hatte, auf eine sms derart zu antworten, wie Du es beschreibst, hab ich es anfangs getan, aber natürlich nichts Gutes damit heraufbeschworen. Inzwischen hab ich mir angewöhnt, dann erstmal nicht zu antworten, bis der Impuls nachließ und ich innere Klarheit hatte, was ich will: Mich treffen und einen schönen Abend verbringen oder zuhause bleiben und über diesen verlogenen Mistkerl, der neben mir noch x weitere Frauen beglückt, brüten.

    Wir werden nie wirklich in einen Menschen hineinschauen können, wir können auch nicht ausschließen, dass wir verletzt, belogen, betrogen, verlassen werden, aber wir können es immer wieder versuchen und aus der Sache das beste für uns herausholen. Natürlich wird man immer mißtrauischer, je öfter man auf die Nase gefallen ist, aber dadurch wächst ja auch die Menschenkenntnis und ein Absprung "vom falschen Pferd" wird erleichtert.

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    AW: Positives Denken lernen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn ich das Gefühl hatte, auf eine sms derart zu antworten, wie Du es beschreibst, hab ich es anfangs getan, aber natürlich nichts Gutes damit heraufbeschworen. Inzwischen hab ich mir angewöhnt, dann erstmal nicht zu antworten, bis der Impuls nachließ und ich innere Klarheit hatte, was ich will: Mich treffen und einen schönen Abend verbringen oder zuhause bleiben und über diesen verlogenen Mistkerl, der neben mir noch x weitere Frauen beglückt, brüten.
    Ja, das kenne ich nur zu gut. Und ich merke, dass ich mittlerweile auch anfange, diese Impulse zu kontrollieren, d.h. ich antworte nicht sofort oder lese die Mail noch mehrmals, bevor ich sie abschicke. Nach Außen hin bessert sich das im Vergleich zum letzten Mann. Aber in meinem KOPF ist alles beim Alten. Und daran zu arbeiten, ist verdammt schwer.

  8. Inaktiver User

    AW: Positives Denken lernen?

    Zitat Zitat von Berlin79 Beitrag anzeigen
    Hallo Stecher,

    Familiäre Muster können es nicht sein, in meiner Familie gibt es ausschließlich lange verheiratete Paare. Ob sie glücklich sind oder nicht, kann ich nicht bei allen sagen. Aber meine Eltern sind es. Mein Vater ist eig. ein positives Bild eines Mannes, bis auf seine Macken, aber die hat ja jeder. Die Voraussetzungen für positives Denken sind also generell da. Ich bin mir sicher, dass das nur aus meinen Erfahrungen heraus resultiert.
    Oh- das, was Du schreibst, heißt erstmal noch überhaupt gar nichts!
    Man kann die allerbesten Vorbilder haben (in dem Fall lauter stabile langwährende Beziehungen)-
    wenn Dir, womöglich ganz subtil, die Erwartungshaltung vermittelt wurde, genau das auch "leisten zu sollen", um ein "vollwertiger Mensch" zu sein, kann das genauso verheerend wirken auf das eigene Beziehungsverhalten, wie eine zerrüttete Familiensituation. Womöglich sogar noch stärker, weil man die Schuld erst recht bei sich selber sucht.

    Was stecher36 geschrieben hat mit diesem immer gleichen "nimm Dich selbst an wie Du bist"... ja, das klingt immer so schön, aber wenn es einem nicht gelingt, kommt es einem (also mir) wie Hohn vor, und es ist, als würde einem jemand ein z.B. Instrument in die Hand drücken und sagen: "los, spiel ! "- und man weiß nicht, wie man es anfassen soll.

    Insofern kann ich Dir leider auch keine Lösung vorschlagen, sondern bloß schreiben: ich verstehe Dich auch.

  9. Inaktiver User

    AW: Positives Denken lernen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was stecher36 geschrieben hat mit diesem immer gleichen "nimm Dich selbst an wie Du bist"... ja
    Nein, das habe ich nicht so geschrieben!

    Ausgehend von der Titelfrage von berlin79 habe ich geschrieben:
    Positives Denken lernen setzt erstmal voraus, dass Du Dich selbst annimmst so wie Du bist.
    Und das behinhaltet nämlich auch, dass man so ist wie man ist auch mit den negativen Gedanken und dem was berlin so von sich schreibt, auch das ist sie.
    Und positives Denken kann man nur lernen wenn man weiss wie man negativ denkt.


    das klingt immer so schön, aber wenn es einem nicht gelingt, kommt es einem (also mir) wie Hohn vor, und es ist, als würde einem jemand ein z.B. Instrument in die Hand drücken und sagen: "los, spiel ! "- und man weiß nicht, wie man es anfassen soll.
    Es ist nunmal die Grundlage dessen, damit man zu sich selbst in Beziehung steht und zu anderen.
    Ich habe auch nicht behauptet oder geschrieben, dass das jetzt sofort und gleich passiert oder das man da fertig wird damit. Selbst Menschen, die scheinbar perfekt sind sagen einem, dass sie sich immer auch selbst in Achtstamkeit üben sich selbst anzunehmen.

    Ich könnte auch schreiben: Kauf Dir alle Bücher über positives Denken oder Wünsche ans Universum, selbst da wirst Du versteckt drin finden, dass der Schlüssel darin liegt zu sich selbst erstmal zu finden ansonsten kannst Dich totmeditieren oder affirmieren oder was weiss ich noch alles, das trägt aber nicht weil das Fundament nicht passt.

    @berlin

    Wer Karriere macht der muss flexibel bleiben und wenn sich Gelegenheiten bieten vorwärts zu kommen dann muss man die ergreifen.
    Es ist doch genauso Ego wenn Du nicht mitziehst mit ihm.

  10. Inaktiver User

    AW: Positives Denken lernen?

    Zitat Zitat von Berlin79 Beitrag anzeigen
    Ja, das kenne ich nur zu gut. Und ich merke, dass ich mittlerweile auch anfange, diese Impulse zu kontrollieren, d.h. ich antworte nicht sofort oder lese die Mail noch mehrmals, bevor ich sie abschicke. Nach Außen hin bessert sich das im Vergleich zum letzten Mann. Aber in meinem KOPF ist alles beim Alten. Und daran zu arbeiten, ist verdammt schwer.
    Zustimm!! Nach Erfolgen kommen auch immer wieder harte Rückschläge, wo ich mich frage: "War diese dumme Bemerkung von mir nun wirklich nötig? Hab ich damit alles kaputt gemacht?"

    Aber so laangsam bin ich auf dem richtigen Kurs. Es fühlt sich zwar an, als müßte ich einen riesigen Tanker in einem engen Hafenbecken wenden, aber es geht voran. Immer wieder Rücksprache mit sich selbst halten, ist das Wichtigste. Und vor allem, immer wieder hinterfragen: Was will ICH? Womit kann ICH leben und womit überhaupt nicht?

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