Ich weiß nicht, ob es hier wirklich hinpaßt, sollte ich hier falsch sein, könnte mich ja ein Moderator vielleicht an einen passenderen ort verschieben
Also, kennt Ihr auch diese Angst vor dem Alter?
Ich meine nicht, davor, daß man Falten kriegt, die Figur nicht mehr so schön ist, man für den eigenen Mann vielleicht nicht mehr attraktiv genug ist (wobei das bestimmt auch irgendwann kommt...), sondern davor, nicht mehr so zu können, wie man möchte. Das leben wird immer mehr eingeschränkt, man muß sich evtl. um die Eltern kümmern, man wird selbst anhängig und eigentlich ist das Leben doch ein ständiger Prozeß des Verfalls, der Abwertung.
Der Anblick Rollatir schiebender älterer Herrschaften löst bei mir unangenehme Gefühle aus.
ich möchte kein alter, verbitterter mensch werden, den man aus Pflichtgefühl besucht, der sich über alles beschwert.
Die Kluft zwischen jungen und alten Menschen wird doch immer größer und auch die gegenseitige Ablehnung wächst. War das früher anders, als die "Alten" einfach in der Familie mitgezogen wurden und halt da waren, während der Sarg schon auf dem Dachboden wartete?
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Thema: Angst vor dem Alter/n...
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19.06.2011, 12:56Inaktiver User
Angst vor dem Alter/n...
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19.06.2011, 18:10Inaktiver User
AW: Angst vor dem Alter/n...
Ach weisst du, irgendwo hängt immer ein stabiler Strick rum,einen Dachboden findet
man notfalls auch dazu.....ggf. tut's auch ein Baum
Entschuldige meine Ironie, habe auch keine Ahnung wie "alt oder jung" du bist, aber
wenn du solche Angst hat, musst du ja evtl. gar nicht erst so alt werden......
Das Leben ist ein Prozess stetiger Veränderung.Wenn man nicht jung stirbt, wird man
nach und nach älter und alt, so ist das eben. Alternativen, ausser s. o. gibt es keine,
der "ewige Jugend-Brunnen" ist noch nicht erfunden....
Ich bin beruflich "vom Fach" (mittlerweile auch schon 45 Jahre alt
), es gibt so viele
Arten zu altern wie es Menschen gibt, vieles bedingen die Gene, vieles kann man auch
selber beeinflussen. Irgendwie glaube ich, sehe ich, dass auch die meisten "Alten" noch
auf die eine oder andere Art Freude am Leben haben, nicht alle älteren Menschen sind
verbitterte Nörgler, dein Bild dahingehend ist etwas verschoben...
Und was Rollatoren angeht: immer noch besser mit Rollo auf den Füssen als gar nicht,
die Dinger bewirken ein wenig Mobilität und Sicherheit.Ich würde, im Fall der Fälle,
darauf nicht verzichten mögen
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19.06.2011, 18:20
AW: Angst vor dem Alter/n...
Angst vor Bewegungseinschränkungen und/oder chronischen Schmerzen habe ich schon. Dass ich das nicht mehr kann, was mir jetzt viel gibt: Radfahren, Wandern, mobil sein. Oder dass ich den ganzen Tag Schmerzen habe und weiß, die gehen nicht mehr weg.
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19.06.2011, 18:37Inaktiver User
AW: Angst vor dem Alter/n...
hallo Sparschwein,
ich möchte gerne Sinn-Suchts Frage aufgreifen; von welchem Alter sprechen wir denn bei dir?
Also ich bin 42 und auch ich bekomme ein komisches Gefühl in der Magengrube, wenn ich eine alte, gebrechliche Omi sehe, die ihr Wägelchen hinter sich herzieht und ich mich frage, ob sie jemanden hat, der mal nach ihr guckt und sich um sie kümmert ...
Aber man kann immer nach oben oder nach unten gucken.
Ich sehe auch viele sehr fit wirkende Mitt-Endsiebziger (und älter). Meine Mutter (68 und sehr fit) hat eine Freundin, Anf. 80.
Diese Freundin lebt immer noch in ihrer Wohnung, sie backt und kocht hervorragend, ist in einem Freundinnenkreis, mit dem sie wegfährt, essen geht etc
Jedes Mal wenn ich sehe, denke ich mir
Alter heißt doch nicht gleichzeitig Einsamkeit, Gebrechlichkeit ...
Und wenn man einen Rollator hat - die Dinger sind doch nützlich, in der Bahn bieten sie direkt einen Sitzplatz.
Sich Sorgen um das kommende Alter machen, bringt nichts. Sich gut halten, vorsorgen, der Rest kommt von alleine und man muss damit umgehen.
suzie
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19.06.2011, 18:41
AW: Angst vor dem Alter/n...
Ich kenne ein Mädchen, die wünschte sich mit ihren 8 Jahren zu Weihnachten einen Rollator.

Ohne Witz, als Hauptgeschenk.
Sie fand das cool.
Hast du keine Kinder?
Keine Hobbies?
Sonst auch keinen Spaß im Leben?
Nicht zu verbittern, okay, das ist eine Entscheidung, die man JETZT fällt.
Also triff sie.
Ich wünsch dir ein glückliches Händchen dabei.
Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.
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19.06.2011, 18:50Inaktiver User
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19.06.2011, 18:52Inaktiver User
AW: Angst vor dem Alter/n...
Mit 45 hätte ich die Angst vor dem Alter auch anders gesehen, als heute. Ich kann die Frage
der TE verstehen, denn ich habe sehr oft die Frage im Kopf: Bleibe ich gesund und beweglich und
was ist, wenn nicht, wie soll es dann weiter gehen.
Noch geht es mir sehr gut, aber bleibt es so?
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19.06.2011, 19:10Inaktiver User
AW: Angst vor dem Alter/n...
@Suzie Wongalte, gebrechliche Omi sehe, die ihr Wägelchen hinter sich herzieht und ich mich frage, ob sie jemanden hat
Mich gruselt es, wenn jemand eine Frau, die nicht die Großmutter ist, "Omi" nennt.
Meine Großmutter sagte einmal, als ein Mann sie fragte:"Geht's, Oma?":"Ich bin nicht Ihre Oma und möchte sie auch gar nicht sein."
Ich glaube, abgesehen von den gesundheitlichen Einschränkungen, meint Sparschwein auch dies: mangelnden Respekt und mangelnde Distanz alten Menschen gegenüber, als wären sie zu kindischen Neutren mutiert, denen man/frau höchstens noch eine normale Sprache zutraut (aber sogar die wird alten Menschen gegenüber nicht immer so gebraucht, als würde mit einem/einer Gleichberechtigten umgegangen)
@Sparschwein
Es ist nach meiner Auffassung ganz natürlich, dass frau sich manchmal fürchtet, speziell dann, wenn sie überzeugt ist, dass Alter mit Siechtum einhergehen muss.
Muss es aber nicht. Meine schon oben angeführte Großmutter wurde bei bester Gesundheit sehr alt und starb nach kurzer Krankheit nicht nur im Kreis ihrer Familie sondern von dieser auch lange betrauert.
So kann es ebenfalls gehen.
Ich bin da durchaus optimistisch.
Im fortgeschrittenen Alter gibt es nicht nur "noch ein paar Dinge", die das Leben lebenswert machen, sondern sehr viele.
Und wenn wir jetzt schon vorsorgen und den Wert des Lebens an sich schätzen und alte Menschen mit der ihnen wie jedem anderen auch gebührenden Achtung behandeln, so zimmern wir für uns an einer guten Zukunft.
Liebe Grüße
ColonnaGeändert von Inaktiver User (19.06.2011 um 19:21 Uhr)
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19.06.2011, 19:12
AW: Angst vor dem Alter/n...
Das ist Deine Einschätzung, die aber als Altersrentner nicht bejahen kann. Ich fühle mich nicht verachtet und bin nicht sauer, dass meine Rentenerhöhungen außerordentlich sparsam sind. Ich weiß, dass meine Einkünfte von denen geleistet werden, die voll im Arbeitsleben stehen und mein Einkommen mitverdienen müssen. Gut ich habe immerhin 45 Jahre in das System eingezahlt und auch ein paar Rentner damals miternährt. Finde ich in Ordnung das System.
Natürlich habe ich heute mehr Zipperlein als früher, damit muss ich leben. Aber ich bin jedem Morgen meinem Herrgott dankbar, dass ich noch am Leben bin.
Wenn ich mich zurückerinnere, so hatte ich in jungen Jahren oft Angst vor dem Altwerden wie Du. Insbesondere weil ich in zwei Berufen gescheitert bin. Ich wurde als Bergwerkselektriker nach der Lehre entlassen, weil die Gruben dichtgemacht wurden. Ich wurde als Decksoffizier bei der Handelsmarine entlassen, weil die Reeder ihre Schiffe ausgeflaggten und damit billigere Arbeitskräfte aus Pakistan und den Philippinen anheuerten. Jedesmal war ich verzweifelt. Ich habe einen dritten Beruf gelernt und damit meine familie über Wasser gehalten, ein bißchen stolz bin darauf.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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19.06.2011, 19:47
AW: Angst vor dem Alter/n...
Nimm´s mir nicht übel, aber Du hörst Dich jetzt schon nach einem verbittertem Menschen an.
Ich glaube auch nicht, dass man !klonk! mit 70 plötzlich zu einem nihilistischem Griesgram wird. Deine jetzige Lebenshaltung nimmst Du mit Dir.
Also, wehre den Anfängen! Ich bin sicher, da geht noch was.


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