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  1. User Info Menu

    AW: Angst vor dem Alter/n...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde ja, die fiktiven Ängste sind die unsinnigsten überhaupt. Und dann auch noch die, die unendliche Schreckensräume bieten. Wenn man sich darauf einläßt. Wir wissen doch alle nicht, wie sehr wir dann mal tatsächlich eingeschränkt sein werden.

    Ja, stimmt! Auch das "Carpe Diem" stimmt!

    Und zumindest wissen wir in der heutigen Zeit zumindest eines: Wir haben im Unterschied zu ALLEN Generationen vor uns und vielen Menschen in ärmeren Ländern eine viel grössere Chance, das Alter wirklich angenehm zu gestalten und ÜBERHAUPT älter zu werden.

    Ich male mir gelegentlich aus, wie die Menschen früher gelebt haben - die Hälfte tot vor dem 10. Lebensjahr, die anderen chronische Schmerzen (allein die Zähne...) ab - sagen wir mal - 20, geschweige denn von den vielen anderen Krankheiten, gegen die wir heute etwas tun können, Hungern, Kälte usw. noch dazu im Schlepptau.

    Dagegen erscheint mir Altern heute doch als etwas sehr Positives, mit dem aber zunehmend falsch, nämlich nicht in realistisch positiver Weise, umgegangen wird. Klar, weil heute mehr noch als jemals zuvor, der Jugendwahn regiert...

    Hm...ich muss nochmal darüber nachdenken...

    Denn es erscheint mir widersinnig, dass wir heute nooooooch mehr Angst haben als früher und Panik schieben vor Pflegenotstand usw., obwohl wir in einer reichen Gesellschaft leben - wie kann das sein?
    Geändert von Elwyn (21.06.2011 um 15:07 Uhr)
    Man sollte nie die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist groß genug.

    Bertrand Arthur William Russell

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    AW: Angst vor dem Alter/n...

    Schon als kleines Mädchen, Pubertierende usw... hab ich immer - zur Verwunderung meiner Family - gesagt: "ich freu mich mehr auf die reiferen Jahre als auf die Jugend...";
    daran hat sich bisher nix geändert;
    Ich hab noch immer das "jetzt geht`s erst richtig los"-feeling; bin jetzt 37; und für mich sind Aussagen von Demographen u. Zukunftsforschern à la "heutzutage ist man mit 50 noch keineswegs alt" (aus Live-Vorträgen) absolut ins tägliche Denken übergegangen - wahrscheinlich auch, weil ich eine der aktivsten u. jung-gebliebensten MÜtter aller Zeiten habe..
    Vor ein bis zwei Jahren hab ich ein Interview mit Elfriede Ott gehört; Ihre Aussage dass sie es ablehnt ab einem gewissen Alter nur mehr auf Vergangenes zu schauen u. diese "ach, weisst Du noch wie schön das damals war..." - Denkweise vermeidet ist bei mir hängengeblieben.

    PS: und einen Vorteil hat es allemal ... das Altern...man hat in der Regel mehr Geld zur Verfügung!

    PPS: wenn man so wie ich fix an Reinkarnation glaubt kriegt man auch nicht so leicht dieses belastende: die Chancen sind verstrichen - GEfühl

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    AW: Angst vor dem Alter/n...

    Hallo zusammen,

    ich denke, das Alter hat ganz verschiedene Aspekte. Manche davon lassen, sich beeinflussen, andere nicht.

    Ich finde es schon sinnvoll, sich beizeiten Gedanken zu machen, wie man im Alter leben möchte. Eine altersgerechte Wohnform, um nicht irgendwann Gefangener seiner vier Wände zu sein. Ein altersgerechtes soziales Umfeld, nicht nur Menschen, die nur mit dem Auto erreichbar sind, sondern auch ein tragfähiges soziales Netz in unmittelbarer Umgebung. Auszug der Kinder und Ende des Arbeitslebens sind meist einschneidende Ereignisse, die absehbar sind und auf die man reagieren kann, indem man sein Leben rechtzeitig in neue Bahnen lenkt. Wer auf Veränderungen immer wieder positiv reagiert und sich in neuen Lebenssituationen schnell zurecht gefunden hat, wird das m.E. auch im Alter noch können.
    D.h. man kann zumindest die Rahmenbedingungen für das eigene Altern durchaus selbst bestimmen.

    Nur zu einem Teil selbst bestimmen, kann man den körperlichen Zustand des Alters. Man kann sich noch so fit halten und gesund leben und hat doch keine Garantie, dass man bis ins hohe Alter verhältnismäßig gesund bleibt. Aber ich versuche, Dinge, die ich nicht beeinflussen kann, auch nicht zu Sorgen von heute zu machen. Und wenn ich doch solche Tendenzen an mir bemerke, aktiviere ich halt mein Grundvertrauen, dass die Dinge schon so kommen werden, wie sie gut und richtig für mich sind.

    Und ich vertraue auch darauf, dass ich, wenn es Zeit ist für mich, diese Welt zu verlassen, auch die nötige Lebenssattheit habe. Dass ich voll Dankbarkeit auf das Gewesene zurückschauen und gelassen das Kommende erwarten kann.Und an dieser inneren Haltung arbeite ich schon heute, damit ich sie im Fall des Falles aktivieren kann. Schließlich gibt mir niemand eine Garantie, dass ich noch 40 Jahre zu leben habe.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: Angst vor dem Alter/n...

    Zitat Zitat von schloss_die-zweite Beitrag anzeigen
    Vor ein bis zwei Jahren hab ich ein Interview mit Elfriede Ott gehört; Ihre Aussage dass sie es ablehnt ab einem gewissen Alter nur mehr auf Vergangenes zu schauen u. diese "ach, weisst Du noch wie schön das damals war..." - Denkweise vermeidet ist bei mir hängengeblieben.
    Das ist auch eine Sichtweise, die ich teile bzw. zunehmend teile.

    Ich finde es eher schade und bedenklich, wenn man diesen Satz "Ach, weisst du noch wie schön das damals war...!" zu oft sagen muss, denn bedingt das nicht irgendwie, dass früher alles besser war? Und wenn, dann wäre jetzt in der gelebten Gegenwart oder gar in der Zukunft alles schlechter?

    Ich "wehre" mich gegen dieses Gefühl, dass manchmal eine Art von Müdigkeit aufkommt, vielleicht auch der Effekt der Lebenserfahrung, dass man vieles bereits gesehen, erlebt hat und damit leicht dessen überdrüssig wird. Ich glaube, DAS ist wichtig, um den Moment, die Gegenwart, immer noch als neu und spannend zu erleben, etwas, was normalerweise Kinder auszeichnet und im Alter oft verloren geht.

    Damit meine ich auch nicht die Jagd nach immer Neuem oder ein hedonistisches Ausleben. Eher die Fähigkeit, in kleinen und weniger spektakulären Dingen und Erlebnissen, in Ritualen oder Highlights, Freude zu finden und sie keinesweges als selbstverständlich oder "gelebt" zu sehen.

    Ich glaube aber, dass man diese innere Haltung immer wieder bewusst üben muss!
    Man sollte nie die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist groß genug.

    Bertrand Arthur William Russell

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    AW: Angst vor dem Alter/n...

    Malina und Elwyn

    (schöne Beiträge)

  6. Inaktiver User

    AW: Angst vor dem Alter/n...

    Zitat Zitat von Elwyn Beitrag anzeigen
    Ich "wehre" mich gegen dieses Gefühl, dass manchmal eine Art von Müdigkeit aufkommt, vielleicht auch der Effekt der Lebenserfahrung, dass man vieles bereits gesehen, erlebt hat und damit leicht dessen überdrüssig wird. Ich glaube, DAS ist wichtig, um den Moment, die Gegenwart, immer noch als neu und spannend zu erleben, etwas, was normalerweise Kinder auszeichnet und im Alter oft verloren geht.

    Damit meine ich auch nicht die Jagd nach immer Neuem oder ein hedonistisches Ausleben. Eher die Fähigkeit, in kleinen und weniger spektakulären Dingen und Erlebnissen, in Ritualen oder Highlights, Freude zu finden und sie keinesweges als selbstverständlich oder "gelebt" zu sehen.

    Ich glaube aber, dass man diese innere Haltung immer wieder bewusst üben muss!
    Etwas bereits gesehen oder erlebt zu haben, muss nicht zwangsläufig Überdruss auslösen. Für mich ist es entspannend, Altes, das als neu hingestellt wird mit den Augen der Lebenserfahrung neu anzuschauen. Ich verstehe mein Ich aus der Vergangenheit so immer besser. Als vorteilhaft empfinde ich, dass der unmittelbare Reiz nicht mehr so intensiv ist.

    Gerade im Alltäglichen, den kleinen Ritualen wie meiner Tasse Espresso auf dem Balkon im Sonnenschein (!) bevor ich wieder an die Arbeit gehe, finde ich immer wieder Genuss. Üben musste ich das nicht, aber mir bewusst machen, wie gut es mir in diesen Momenten geht.

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    AW: Angst vor dem Alter/n...

    Zitat Zitat von Elwyn Beitrag anzeigen
    Ich "wehre" mich gegen dieses Gefühl, dass manchmal eine Art von Müdigkeit aufkommt, vielleicht auch der Effekt der Lebenserfahrung, dass man vieles bereits gesehen, erlebt hat und damit leicht dessen überdrüssig wird. Ich glaube, DAS ist wichtig, um den Moment, die Gegenwart, immer noch als neu und spannend zu erleben, etwas, was normalerweise Kinder auszeichnet und im Alter oft verloren geht.


    !
    und wie wehrst du dich?? ich komm damit nicht zurecht, ich habe schon soviel erlebt, dass mich wirklich nur noch wenig wirklich fest begeistert

    lara
    "Die Hoffnung ist das Übelste aller Übel, weil sie die Qual der Menschen verlängert"

    Friedrich Nietzsche

    "Wer nach allen Seiten hin offen ist, kann nicht ganz dicht sein"!

    "Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt"!

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    AW: Angst vor dem Alter/n...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gerade im Alltäglichen, den kleinen Ritualen wie meiner Tasse Espresso auf dem Balkon im Sonnenschein (!) bevor ich wieder an die Arbeit gehe, finde ich immer wieder Genuss.
    Icg denke, genau das macht das Leben ja auch aus. Die Achtsamkeit für die alltäglichen Dinge, die Sonne auf dem Gesicht, der Duft des Expresso, der Geschmack, Vogelgezwitscher.....und dann ist das Leben so unendlich reich.....
    "Wenn du hervorbringst, was in dir ist, wird das, was du hervorbringst, dich retten. Wenn du nicht hervorbringst, was in dir ist, wird das, was in dir ist, dich zerstören"

    Mit einem Brunnenfrosch kann man nicht über den Ozean sprechen. Chuang Tzu

    Aber du weißt, wie ich im Anschauen lebe, es sind mir tausend Lichter aufgegangen. Goethe

  9. Inaktiver User

    AW: Angst vor dem Alter/n...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde ja, die fiktiven Ängste sind die unsinnigsten überhaupt. Und dann auch noch die, die unendliche Schreckensräume bieten. Wenn man sich darauf einläßt. Wir wissen doch alle nicht, wie sehr wir dann mal tatsächlich eingeschränkt sein werden.

    Dass das Leben endlich ist, hat - finde ich- auch einen großen Vorteil. Man kann sich mal bezeiten Gedanken machen, was will ich denn alles verwirklichen. Der Tod, oder die eingeschränkte Zeit davor ist für mich der Kontrapunkt zum Leben. Er mahnt mich, heute zu leben. Ich versuche heute meine Wünsche und Vorstellungen zu leben und möglichst wenig auf irgendwann zu verschieben. Denn ich werde nicht wissen, ob ich dann noch dazu in der Lage sein werde. Alles hat seine Zeit. Nutze sie. Und dann gibt es auch kein Bedauern. Ich finde, heute dem Leben Fülle geben ist eine sehr gute Vorbereitung auf das Alter.

    Wenn man das aber übertreibt, kann das auch Stress machen. Also alles in Maßen.

    Unsinnig - also ohne Sinn - finde ich diese Ängste nicht.
    Jedes Gefühl hat eine Berechtigung - auch die Angst vor dem Alter.
    Bei mir hat diese Angst zur Folge, dass ich ganz feste im hier und jetzt lebe, geniessen kann, mir sehr genau überlege, ob ich mich aufrege oder es lasse.
    Viele Dinge, die mich belasten würden, tu' ich mir heute nicht mehr an.
    Es reicht mir zB zu wissen, dass im Krieg Menschen sterben - Bilder davon muss ich nicht sehen.
    DAfür suche ich Dinge, die mir gut tun, mich bereichern - und finde sie :-)

    Wer nichts mehr verschiebt, hat kein Vertrauen in den Fluss des Lebens. Ich muss nicht - nur weil ich alt bin - jetzt alles auf einmal tun, darf ruhig mal sagen "nö - heute nicht!!" und mir - Schönes und Unschönes - für den nächsten TAg, den nächsten Monat aufheben. Seine Zeit nutzen ja - ohne Druck, dass ich es bald nicht mehr kann - so versuche ich das zumindest.

    Doch, Bedauern lass ich zu - die guten Zeiten hinter sich zu lassen, körperlich und geistig unbeweglich zu werden ect.
    Auch die Angst davor lasse ich zu - sie gehört zu meinem Leben, wie andere Gefühle auch. Das Leben ist nicht nur schön - solange man sich von den negativen Dingen nicht überrollen lässt und trotzdem geniessen kann, ist es okay.

    Wie endlich das Leben ist, wissen wir nicht.
    Es ist klar, das unser Leben, so wie es jetzt ist, irgendwann vorbei sein wird.
    Da ich gerne lebe, wünschte ich mir, es könnte eeeewig so weitergehen und sehe im Tod eine Bedrohung.
    Aber auch das wird sich wahrscheinlich mit zunehmendem Alter ändern - viele ganz alte Menschen haben zum Tod eine eher entspannte Beziehung. Hoffe, dass mir das auch mal gelingt.

    Die beste Vorbereitung für den Tod ist...zu leben!!

  10. Inaktiver User

    AW: Angst vor dem Alter/n...

    Warum soll ich vor etwas Angst haben, was ich nicht abwenden kann, worin ich mich üben kann und von dem die Menschheit einen ganz großen Erfahrungsschatz hat, den sie weitergeben kann?

    Dem Wissen um das Altern braucht man nicht mit Angst begegnen. Gelassenheit ist auch eine Möglichkeit. Ich finde, das ist eine Willenssache.

    Nicht alles, was existent ist, ist alleine daraus sinnvoll und von Nutzen. Das muss man unterscheiden lernen ...

    Angst vor dem Tod, das kann ich verstehen. Da ist noch niemand zurück gekommen und hat erzählt, wie es war. Aber Alt werden, das habe ich vor Augen, kenne alte Menschen, spreche mit ihnen und ich fände es um jeden Tag schade, den ich mir durch Angst vermiesen lassen würde. Nee, gegen diese Angst, tauche sie denn auf, kann man was tun. Das ist nicht nötig.

    Ich gehöre aber auch zu der Sorte, die Ängste früh angehen, falls sie versuchen mein Leben zu beeinträchtigen. Ursachenforschung und ran an die Sache.

    Angst davor, mit einem Fallschirm ausm Flugzeug zu springen, lasse ich zu. Diese Angst finde ich ganz gesund. Angst vor dem Altern begegne ich, wenn es aufkommen sollte. Aber ich denke, durch die Lebensführung betreibe ich Prävention. Das gehört für mich zur Psychohygiene.
    Geändert von Inaktiver User (22.06.2011 um 11:11 Uhr)

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