ja, das kann ich völlig nachvollziehen und diese gedanken streifen mich auch immer mal wieder. ich hasse abhängigkeiten und jetzt wo mein kind den weg ins erwachsenenleben macht, ich in den nächsten 3 jahren vermutlich ohne haustiere bin, freue ich mich auf meine unabhängigkeit aber manchmal beschleicht mich so ein gefühl, dass das nicht klappen könnte und irgendwas mir einen strich durch die rechnung macht
lara
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Thema: Angst vor dem Alter/n...
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20.06.2011, 18:13
AW: Angst vor dem Alter/n...
"Die Hoffnung ist das Übelste aller Übel, weil sie die Qual der Menschen verlängert"
Friedrich Nietzsche
"Wer nach allen Seiten hin offen ist, kann nicht ganz dicht sein"!
"Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt"!
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20.06.2011, 20:17Inaktiver User
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20.06.2011, 20:18Inaktiver User
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20.06.2011, 20:25Inaktiver User
AW: Angst vor dem Alter/n...
Eine Antwort wäre nett gewesen, aber die erübrigt sich mit der Aktion wohl.
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20.06.2011, 21:00
AW: Angst vor dem Alter/n...
Wie nett!

Dann bitte meine nachfolgende Antwort unter dem Hinblick lesen, dass bei mir bereits der Verfall eingesetzt hat und dass nur noch nicht klar ist, ob es sich dabei um Alzheimer, Parkinson oder sogar einer Mischung aus beidem handelt
:
Ich denke jedenfalls, dass jede Lebensphase ihre Glücksmomente und Einschränkungen hat.
Denn mal ehrlich, wer hat sich während seiner Jugendzeit einfach darüber gefreut, dass er jung ist?
Wie war das mit den finaziellen Einschränkungen? Jobsuche? Vielleicht auch Angst um den Arbeitsplatz? Die Beziehungsprobleme, die Einschränkung durch kleine Kinder, die Sorgen des Alltags?
Und was ist mit der besagten Midlifecrisis, der Frage, ob es das jetzt schon war, ob das alles war, was das Leben einem zu bieten hat, dem Abschied von den vielen Träumen, die man nicht mehr verwirklichen kann, dem Abschied vielleicht von wichtigen Personen, dem Auszug der Kinder, dem Gefühl etwas verpasst zu haben, oder auch im Alltagstrott zertreten zu werden?
Und wie schlimm erst, wenn man zu all dem dann auch noch diese Lebensangst vor dem Alter mit sich schleppt, die ja ebenfalls eine Einschränkung des momentanen Glücksgefühls ist.
Aber wie gesagt, ich bin ja bereits jenseits der 50 und bemerke vermutlich gar nicht, wie schlecht es mir geht.
Wohl dem, der auf alzheimerischen Glückswolken schwebt.
Und da ich schon mal schwebe, habe ich den Plan auf diese Weise wenigstens 100 zu werden, denn irgendwie habe ich neben Parkinson noch eine ganze Menge anderer Dinge vor und freu mich deshalb darüber nach Plan noch so viel Leben vor mir zu haben.
Wer es anders mag, kann ja einiges dafür tun, jung zu sterben.
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20.06.2011, 21:54
AW: Angst vor dem Alter/n...
Ich finde den Gedanken, alt zu werden, manchmal unerträglich und kaum auszuhalten, so unglaublich traurig. Gar nicht mal direkt auf mich bezogen, sondern überhaupt.
Dass man überhaupt alt wird, dass irgendwann alles vorbei ist, dass es so unaufhörlich dem Ende zugeht, dass die Zeit so unerbittlich abläuft. (Wie einmal in einem Brigitteartikel stand :“Ich habe vielleicht nur noch 16 Sommer“ - meine Mutter ist Anfang 80, und vielleicht hat sie nur noch 2, 3 Sommer , vielleicht auch mehr, aber vielleicht auch gar keinen mehr….)
Ich liiiiebe die Sendung "Kulturzeit" , und dort werden sehr oft Rückblicke auf das Leben von Musikern, Theaterleuten, Schriftstellern usw. gezeigt - oft Leute, die soooo intensiv gelebt haben, so viel gemacht, ausprobiert haben und ich finde es manchmal so unglaublich hart, dass das alles vorbeigeht. Die Bilder der Menschen zu sehen, die Bilder von Menschen als Kind, mit 20, 30 Jahren , so kraftstrotzend, so im Leben stehend, und dann, wie sie im Alter aussehen, die Blüte hinter sich, vielleicht noch ein paar Jahre habend.... Das Leben geht so schnell vorbei.....
Und das Alter kann schon sehr, sehr hart sein, gesundheitlich, finanziell….
Und ich finde es persönlich zur Zeit auch blöd, älter zu werden. Ich finde, mein Leben wird -noch -in der Wahrnehmung immer interessanter, immer intensiver, immer bunter - je älter ich werde - ich habe das Gefühl, ich werde innerlich immer jünger und merke, das der Körper immer älter wird- die Schulter schmerzt, das häßliche Wort "Abnutzungserscheinungen" taucht in Verbindung mit den Halswirbeln auf ...., Augen, Zähne….
Es gibt dieses schöne Zitat von Mark Twain: „ In jedem alten Mann steckt ein kleiner Junge, der sich verwundert fragt, was mit ihm passiert ist“. Das trifft´s genau.
Und ich finde das Video „Hurt“ von Cash so ungeheuer ergreifend, das fasst eigentlich alles zusammen. YouTube - ‪Johnny Cash - 'Hurt"‬‏
- Ich hatte es ca. eine Minute in Kulturzeit gesehen, es ist kurz vor seinem Tod entstanden, und es hatte sich wirklich in mich eingebrannt. Für mich ist es sowohl vom Text als auch von den Bildern her eines der bewegendsten Videos überhaupt. (Nachdem ich endlich auch kein Modem mehr und damit youtube hatte, war es das erste video überhaupt , dass ich aufgerufen hatte! Leider ist es mal wieder gesperrt, aber anscheinend hats einer geschickt umgangen, die Qualität ist nicht ganz so gut.)
Aber ich bin mir der Sterblichkeit auch sehr bewusst, schon immer, auch als Kind, und das ist auch gut so.
Und schon als Kind habe ich dieses irgendwo gelesen..und behalten: „Es gibt zwei verschlossene Kästchen, auf dem einem steht „Tod“ und auf dem anderen „Leben“. Und in jedem ist der Schlüssel zum anderen.“Geändert von Suki (20.06.2011 um 22:00 Uhr)
"Wenn du hervorbringst, was in dir ist, wird das, was du hervorbringst, dich retten. Wenn du nicht hervorbringst, was in dir ist, wird das, was in dir ist, dich zerstören"
Mit einem Brunnenfrosch kann man nicht über den Ozean sprechen. Chuang Tzu
Aber du weißt, wie ich im Anschauen lebe, es sind mir tausend Lichter aufgegangen. Goethe
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21.06.2011, 09:57Inaktiver User
AW: Angst vor dem Alter/n...
Kann ich bestens verstehen.
Mir wirds auch manchmal flau, wenn ich ans Altwerden denke.
Und...ich bin auch nicht diejenige, die Falten, Altersspeck (oder dürr werden), graue Haare und Implantate mit Begeisterung begrüßt, ganz im Gegenteil. Es macht mich sauer - es macht mir Angst - und dazu stehe ich.
Da ich ein aktiver agiler Mensch bin, wäre es eine fürchterliche Strafe für mich, irgendwann unbeweglich auf einem Stuhl zu hocken oder höchstens mit einem Rollator durch die Gegend zu tappern. Käme dann noch geistiger Verfall hin, fände ich das ganz ganz gräßlich.
So weit - so schlecht - ich glaube auch nicht, dass man durch gesunde Lebensweise, positive Einstellung ect alles verhindern kann (auch wenn beides hilfreich ist).
Ich habe für mich entschieden, dass manche Ängste einfach zum Leben dazugehören - ich kann sie nicht ausschalten oder ignorieren - aber ich räume ihnen sehr wenig Platz in meinem Leben ein. Man kann nicht alle Angst ausräumen, klären, abarbeiten - mit manchen Ängsten muss Mensch leben.
Es gibt nicht für alles eine Lösung.
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In einem bin ich aber nicht deiner Meinung, nämlich das Alte unbeliebt sein sollten.
Das liegt an den Alten selbst! Bist du ein netter Alter, dann mögen die Menschen dich. Dann kommen nicht nur andere Alte, um dich zu besuchen. Du wirst als Bereicherung empfunden - so wie es meiner mittlerweilen fast 83jährigen Schwiegermutter geht.
Aber: Bist du bitter, verbiestert, intolerant, verknöchert, musst du dich nicht wundern, wenn dich keiner will.
Ist ja schon in jungen Jahren so: wer mag schon einen negativen Dauerjammerer, der alles und jeden schlecht findet?
Niemand.
Also: Kopf hoch. Alt wird du (hoffentlich). Aber beliebt kannst du immer noch sein :-)
Und geniess das Leben JETZT, jeden Tag, solange du kannst.
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21.06.2011, 11:41Inaktiver User
AW: Angst vor dem Alter/n...
@RubyIch habe für mich entschieden, dass manche Ängste einfach zum Leben dazugehören - ich kann sie nicht ausschalten oder ignorieren - aber ich räume ihnen sehr wenig Platz in meinem Leben ein. Man kann nicht alle Angst ausräumen, klären, abarbeiten - mit manchen Ängsten muss Mensch leben.
Es gibt nicht für alles eine Lösung.
So ist es.
Davon bin ich nicht ganz überzeugt.In einem bin ich aber nicht deiner Meinung, nämlich das Alte unbeliebt sein sollten.
Das liegt an den Alten selbst! Bist du ein netter Alter, dann mögen die Menschen dich. Dann kommen nicht nur andere Alte, um dich zu besuchen. Du wirst als Bereicherung empfunden - so wie es meiner mittlerweilen fast 83jährigen Schwiegermutter geht.
Es werden schon manchmal Eigenschaften, die bei jüngeren Menschen einfach gar nicht sonderlich auffallen, bei alten zum Negativum gemacht:
Beharrungsvermögen = Sturheit
Nachdenklichkeit = Begriffsstutzigkeit
Furcht vor Verarmung und entsprechende
Zurückhaltung bei Ausgaben = Geiz.
Außerdem finde ich, dass frau/man als alter Mensch nicht unbedingt nett sein muss, wenn er es vorher auch nicht war.
Dann ist er eben unbeliebt, wird ja früher auch nicht anders gewesen sein, aber nicht aufgrund des Alters, sondern weil er eben nicht nett ist.
Wichtig für das Alter, aber das habe ich schon geschrieben, ist, dass alte Menschen miteinander kommunizieren, sich gegenseitig mit Rat und - wenn möglich - Tat beistehen.
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21.06.2011, 13:58
AW: Angst vor dem Alter/n...
Ich bin auch ein agiler Mensch und für mich wäre es ebenfalls schlimm, eines Tages immobil zu sein, im Rollstuhl zu sitzen. Das allerschlimmste für mich wäre es aber glaube ich, blind zu sein.
Und natürlich hat vermutlich jeder immer wieder mal solche Sorgen und Ängste, macht sich darüber Gedanken ...
Trotzdem: Diese Gebrechen sind nicht notwendigerweise mit dem Alter verbunden.
Mittlerweile haben wir viele junge chronisch Kranke, der jüngste mit Altersdiabetes ist 4 Jahre, und das hat fast aussschließlich mit der Lebensweise zu tun.
Auch Rückenbeschwerden und Bandscheibenprobleme tauchen oft schon in jüngeren Jahren auf.
Ja, man kann vielem vorbeugen, und kann dann doch nicht den Unfall oder die Krankheit verhindern, die einen aber in jedem Alter treffen können.
Andererseits sind die mobilen Alten und Rentner nicht die großen Ausnahmen oder ein Klischee. Die Chance, das Alter relativ gesund zu erleben, ist groß, erst recht, wenn man ein wenig dafür tut.
Und stimmt, man muss nicht freundlich sein im Alter, wenn man das nicht will, und auch zuvor nicht wahr. Aber so ein Mensch darf dann gewisse Einsamkeitsgefühle auch nicht auf das Alter verdammen und darum ging es hier ja auch.
Und deshalb ist eben doch was Wahres dran: Wenn jemand mit seinem Alter hadert, ständig über seine Gebrechen klagt und die Jugend beneidet, und das alles womöglich noch unfreundlich als Ungerechtigkeit transportiert, dann macht er sich keine großen Freunde, schon gar nicht unter jüngeren, die ja bekanntlich ihr eigenes Päcklein zu tragen haben.
Es gibt ein schönes Sprichwort: Das größte Problem ist immer dasjenige, mit dem man sich aktuell herumschlagen muss. Und deshalb fühlen sich dann auch jüngere nicht verstanden, von einem älteren, der meint, die Jugend allein brächte schon Glückseligkeit.Geändert von Seifreundlich (21.06.2011 um 14:01 Uhr)
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21.06.2011, 14:49Inaktiver User
AW: Angst vor dem Alter/n...
Ich finde ja, die fiktiven Ängste sind die unsinnigsten überhaupt. Und dann auch noch die, die unendliche Schreckensräume bieten. Wenn man sich darauf einläßt. Wir wissen doch alle nicht, wie sehr wir dann mal tatsächlich eingeschränkt sein werden.
Dass das Leben endlich ist, hat - finde ich- auch einen großen Vorteil. Man kann sich mal bezeiten Gedanken machen, was will ich denn alles verwirklichen. Der Tod, oder die eingeschränkte Zeit davor ist für mich der Kontrapunkt zum Leben. Er mahnt mich, heute zu leben. Ich versuche heute meine Wünsche und Vorstellungen zu leben und möglichst wenig auf irgendwann zu verschieben. Denn ich werde nicht wissen, ob ich dann noch dazu in der Lage sein werde. Alles hat seine Zeit. Nutze sie. Und dann gibt es auch kein Bedauern. Ich finde, heute dem Leben Fülle geben ist eine sehr gute Vorbereitung auf das Alter.
Wenn man das aber übertreibt, kann das auch Stress machen. Also alles in Maßen.




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