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  1. Inaktiver User

    AW: Angst vor dem Alter/n...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @Suzie Wong
    Mich gruselt es, wenn jemand eine Frau, die nicht die Großmutter ist, "Omi" nennt.
    Meine Großmutter sagte einmal, als ein Mann sie fragte:"Geht's, Oma?":"Ich bin nicht Ihre Oma und möchte sie auch gar nicht sein."
    Ich glaube, abgesehen von den gesundheitlichen Einschränkungen, meint Sparschwein auch dies: mangelnden Respekt und mangelnde Distanz alten Menschen gegenüber, als wären sie zu kindischen Neutren mutiert, denen man/frau höchstens noch eine normale Sprache zutraut (aber sogar die wird alten Menschen gegenüber nicht immer so gebraucht, als würde mit einem/einer Gleichberechtigten umgegangen)
    Colonna, das Argument kann ich nachvollziehen, wobei zwische meinem Omi und
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    als ein Mann sie fragte:"Geht's, Oma?":"Ich bin nicht Ihre Oma und möchte sie auch gar nicht sein."
    bitte ein Unterschied zu sehen ist. Also da man ihn nicht gelesen hat, möchte ich es erklären.
    Hier, im Schreiben über eine anonyme alte Dame spreche ich von Omi und es ist absolut nett gemeint. Ich würde nie eine ältere Dame mit "Oma" ansprechen!

    Sparschwein, du hast es nicht gesagt, aber ich denke, du bist doch älter, vielleicht in den 50ern, wo das Alter näher ist.
    Ich finde trotzdem, man sollte es nicht über einen Kamm scheren, denn viele ältere Menschen leben ein erfülltes Leben, werden mit Respekt behandelt. Klar, gibt es auch andere Beispiele, aber ich denke, darüber 20 Jahre früher nachzudenken, bringt nichts.
    Aber - vielleicht bin ich mit meinen 42 zu jung, um in den Dimensionen zu denken, das lasse ich mir durchaus sagen.

    suzie

  2. Inaktiver User

    AW: Angst vor dem Alter/n...

    Ich finde, dass das Bild "des" alten Menschen immer individueller wird,wie Lebens-
    läufe u. Möglichkeiten,Ausbildungswege, Familienverhältnisse eben auch.....
    DIE Alten gibt es nicht, gab es sicherlich so auch nie.
    Angst vor Krankheiten, hilfebedürftig werden usw- wer hat das nicht, über den
    körperlichen Abbau kann ich mich nicht freuen,auch wenn ich noch nicht alt
    bin, so strengt mich das Leben mehr an als noch vor einigen Jahren, man lernt
    es aber,ökonomischer mit seinen Reserven umzugehen.
    Ich gönne den heutigen Rentnern ihre meist auskömmlichen Renten,viele hatten
    kriegs u.-nachkriegsbedingt keine schöne Jugend und nicht den Bruchteil "unserer"
    Möglichkeiten, diese Generation hat i.d.R. den Generationenvertrag eingehalten,
    diese billige Aufrechnerei "wir armen Jungen, ihr reichen Alten" ist albern.
    Die gesamte Rentenstruktur gehört von Grund auf erneuert, in anderen Ländern
    klappt das, hier fassen es die Politiker/innen nicht wirklich ernsthaft an und schieben
    es immer weiter vor sich her, das geht dann wirklich auf Kosten der kommenden
    Generationen!Mir ist klar,dass ich in 20 Jahren nicht mehr diese Form der Altersrente
    erhalten werde wie heute üblich.Wer daran "glaubt" ist naiv.....
    Manchmal denke ich, viele Sorgen die manche sich machen, sind überflüssig wie
    ein Kropf. Es ist ein Irrglaube das jeder alt wird, theoretisch kann es morgen
    vorbei sein und weshalb sollte man sich sein Leben lang mit Dingen belasten, die einen
    uU. gar nicht betreffen (werden).... ?!
    Wenn wir wirklich mal "alt" sein werden, wer weiss, vielleicht hat das Leben dann
    andere Qualitäten, die wir uns heute noch gar nicht richtig vorstellen können ?!

  3. Inaktiver User

    AW: Angst vor dem Alter/n...

    @Suzi Wong
    Alles klar


    Das Strangthema beschäftigt mich. Z.B. habe ich mir die Frage gestellt, weshalb frau/man das Alter von der Jugend aus denkt, es sozusagen als Gegenteil zur Jugend empfindet.
    Alter, so könnte es auch gesehen werden, ist einfach eine andere Periode des Lebens.
    Weshalb sollte frau/man sich Forderungen unterwerfen ( eine Tätigkeit auszuüben), die zu einem bestimmten Lebensabschnitt nicht dazugehören.
    Niemand würde einer 10jährigen auftragen, einen LKW zu fahren.
    Genauso soll ein 80jähriger Mensch sich nicht damit auseinandersetzen müssen, wie er einen Baum umsägt oder ein schweres Möbelstück schleppt. Die Arbeiten sind einfach nicht altersgemäß.


    @sinn-sucht
    Ich glaube, dieses Alt versus Jung wird von den Medien gepusht, und von ein paar Menschen, die nicht viel im Kopf haben, mitgetragen.
    Kaum jemand nimmt an, dass die Alten von ihrer Rente toll leben können.

    Die alten Menschen sollten sich viel mehr vernetzen und in der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen, besonders, wenn es darum geht, was sie "den Staat kosten"!
    Alte Menschen, die krank werden, verursachen nicht nur Kosten (wenn sie nicht ohnehin einen Großteil der Behandlungen selbst bezahlen), sie bringen Beschäftigung, und zwar Hundertausenden, die in Krankenhäusern, der Pharmaindustrie, Altersheimen, als HauskrankenpflegerInnen, usw. arbeiten.
    Ganz zu schweigen davon, was alte Menschen an Geld für ein gepflegtes Aussehen ausgeben. Und nicht zuletzt zu nennen sind jene, die Lust und Mittel haben, sich schöne Reisen zu leisten, Sport zu betreiben, ihr Heim zu gestalten....
    Der Zukunft als Alte müssen wir die Furcht vor der Vereinzelung nehmen, ich denke, dann werden sich mehr Menschen mit dem Gedanken anfreunden, das Alter wirklich "leben" zu können.

  4. User Info Menu

    AW: Angst vor dem Alter/n...

    Ich habe vor einiger Zeit eine Studie gelesen und da waren interessanterweise die älteren Leute die zufriedeneren mit ihrem Leben.
    Also die Sichtweise schient sich zumindest zu ändern und ich denke, man kann ja selbst auch eine Menge dazu tun, um sein eigenes Alter lebenswert zu machen.
    Und da meine ich nicht nur, eine gewisse gesunde Lebensweise (Ernährung, Bewegung), welche das vorzeitige Krankheitsrisiko und Gebrechlichkeitsrisiko mindert. Dazu gehört mE auch, nicht passiv und mit Grauen dem einsamen Altern entgegenzusehen, sondern sich im hier und jetzt um seine Interessen zu kümmern, soziale Netze zu knüpfen, und das entsprechend anzupassen, dann fällt man nicht plötzlich in ein Loch.
    Für mich wäre immer wichtig, nicht allein zu sein, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, aber im Alter anfangen solche Netzwerke aufzubauen, ist schwer. Das sollte man sicher rechtzeitg mit anfangen: Freundschaften pflegen, Interessensgruppen, Vereine, Ehrenämter, es gibt so vieles, wo man sich engagieren kann und Geselligkeit pflegen, in der Alt und Jung beisammen ist und wo nichts von "Feindschaft" zu spüren ist. Bei mir im Sportverein sind Jugendliche und Erwachsene zum Teil getrennt aber immer wieder auch zusammen. Bei den Erwachsenen trainierern 16jährige mit und 80jährige. Und dazwischen gibt es alle Alterstufen und man ist einfach eine Gemeinschaft. Auch in dem kulturellen Forum, in dem ich aktiv bin, sind jüngere ab Ende 20 Anfang 30 und der älteste sit über 90. Auch da gibt es keine Feinseligkeiten. Und dieser 90jährige ist nicht mehr so fit wie die anderen, aber voller Lebenslust, ich mag ihn sehr
    Und wenn man immer wieder mit diesen engagierten Alten umgeht und im Gespräch bleibt, dann nimmt das auch ein Stück die Angst vor dem Alter.
    Ja, ich glaube auch, es wird manches politisch und in den Medien hochgepuscht.
    Ich möchte nicht verkennen, dass es diese einsamen Alten gibt, die zu Hause sitzen und keiner besucht sie.
    Und letztlich weiß niemand, wie er mal altert, aber allein das Älterwerden nicht passiv zu erleiden, sondern altiv zu gestalten ist denke ich, ein guter Weg, sich selbst beizeiten die Angst zu nehmen und außerdem vorzusorgen, dass es ein positives Altern werden kann.

  5. Inaktiver User

    AW: Angst vor dem Alter/n...

    Und letztlich weiß niemand, wie er mal altert, aber allein das Älterwerden nicht passiv zu erleiden, sondern altiv zu gestalten ist denke ich, ein guter Weg, sich selbst beizeiten die Angst zu nehmen und außerdem vorzusorgen, dass es ein positives Altern werden kann.
    @Seifreundlich
    Du sagst es.
    Seit schon immer fand und finde ich das "in sich Hineinhören" ein wenig seltsam, aber tatsächlich ist frau aufgerufen, den eigenen Bedürfnisse profund nachzuspüren und das eine oder andere zu pflegen und es, in langsamen Schritten vielleicht, zu befriedigen.
    Dazu gehört die Sehnsucht nach sozialen Kontakten.
    Die haben nämlich mehr Menschen, als frau gewöhnlich annimmt.

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    AW: Angst vor dem Alter/n...

    Ich kann die Gedanken von der TE schon etwas nachvollziehen. Wenn ich meinen Großvater sehe, seit Jahren krank, früher ein sehr lebenslustiger und reisefreudiger Mensch, heute an den Rollstuhl "gefesselt" im Kopf noch recht fit, aber dank Gebissproblemen und Sprachschwierigkeiten kaum in der Lage sich sofort mitzuteilen. Das finde ich grausam - müsste ich alles 5x wiederholen bis mich jemand versteht würde ich wahrscheinlich auch kaum noch an Gesprächen teilnehmen.

    Die Sorge dafür dass der Geist noch jung ist der Körper aber alt und gebrechlich und mich daher einschränkt kenne ich auch.

    Andererseits, liebe TE ließ mal Bücher von Ingrid Noll - einige beschreiben so humoristisch das Leben von älteren Damen, da kann man herzlich lachen und das "Altsein" kommt einem nicht schlimm vor Ansonsten gebe ich den anderen Recht: Altsein hat auch mit der Einstellung und der Denkweise zu tun.
    Die Bricom bildet mich immer noch - formerly known as marimekko


    _clementine_
    fruchtig süß & kernarm

  7. Inaktiver User

    AW: Angst vor dem Alter/n...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, ob es hier wirklich hinpaßt, sollte ich hier falsch sein, könnte mich ja ein Moderator vielleicht an einen passenderen ort verschieben

    Also, kennt Ihr auch diese Angst vor dem Alter?
    Ich meine nicht, davor, daß man Falten kriegt, die Figur nicht mehr so schön ist, man für den eigenen Mann vielleicht nicht mehr attraktiv genug ist (wobei das bestimmt auch irgendwann kommt...), sondern davor, nicht mehr so zu können, wie man möchte. Das leben wird immer mehr eingeschränkt, man muß sich evtl. um die Eltern kümmern, man wird selbst anhängig und eigentlich ist das Leben doch ein ständiger Prozeß des Verfalls, der Abwertung.
    Der Anblick Rollatir schiebender älterer Herrschaften löst bei mir unangenehme Gefühle aus.
    ich möchte kein alter, verbitterter mensch werden, den man aus Pflichtgefühl besucht, der sich über alles beschwert.
    Die Kluft zwischen jungen und alten Menschen wird doch immer größer und auch die gegenseitige Ablehnung wächst. War das früher anders, als die "Alten" einfach in der Familie mitgezogen wurden und halt da waren, während der Sarg schon auf dem Dachboden wartete?
    Da es sich hier um einen schleichenden Prozess handelt, gewöhnt man sich daran!

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    AW: Angst vor dem Alter/n...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da es sich hier um einen schleichenden Prozess handelt, gewöhnt man sich daran!
    OH ja, das ist richtig. Niemand wird nach der Adoleszenz schlagartig ein Greis.
    Es gibt Vorwarnungen ohne Ende. Mein Beispiel: als Kind waren für mich alle Ärzte alte Männer. So um die 40 war die Vertretung meines Hausarztes plötzlich eine deutlich jüngere Frau. Zum ersten Mal war mir bewußt: Kerl; Du wirst alt.
    Später sind dann "plötzlich" die Vorgesetzten jünger als man selbst. Und in der Tat, man gewöhnt sich daran. Selbst das in Rente gehen ist dann ziemlich plötzlich passiert, obwohl es mir seit Jahrzehnten bekannt war, wann ich zu gehen habe.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Angst vor dem Alter/n...

    Ich kann die Gedanken von der TE schon etwas nachvollziehen. Wenn ich meinen Großvater sehe, seit Jahren krank, früher ein sehr lebenslustiger und reisefreudiger Mensch, heute an den Rollstuhl "gefesselt" im Kopf noch recht fit, aber dank Gebissproblemen und Sprachschwierigkeiten kaum in der Lage sich sofort mitzuteilen. Das finde ich grausam - müsste ich alles 5x wiederholen bis mich jemand versteht würde ich wahrscheinlich auch kaum noch an Gesprächen teilnehmen.
    @_clementine_
    Junge Leute haben meistens keine Gebissprobleme und Sprachschwierigkeiten, aber andere Sorgen en masse. Ich will von Arbeitsplatzproblemen absehen und nenne Freundschaftsprobleme, Probleme mit Partnern, Schwierigkeiten mit der Abnabelung von den Eltern, Geldprobleme, Probleme mit dem Aussehen, Zukunftsängste, Probleme mit Konkurrenz in allen Richtungen, pp.
    Ich nähere mich dem 70. Lebensjahr und sehe dem Alter gelassen entgegen.
    Begründet ist meine Ruhe selbstverständlich auch in Gesundheit und Wohlstand.
    Wäre ich arm, ginge es mir nicht so gut. Ich würde trotzdem mit Humor das Beste aus meiner Situation herausholen.
    Ich will allein darauf hinweisen, dass man nicht immer nach den hochhängenden angeblich nicht sauren Trauben schielen soll.
    LG
    Veronica

  10. Inaktiver User

    AW: Angst vor dem Alter/n...

    Zitat Zitat von Utetiki Beitrag anzeigen
    Nimm´s mir nicht übel, aber Du hörst Dich jetzt schon nach einem verbittertem Menschen an.

    Ich glaube auch nicht, dass man !klonk! mit 70 plötzlich zu einem nihilistischem Griesgram wird. Deine jetzige Lebenshaltung nimmst Du mit Dir.

    Also, wehre den Anfängen! Ich bin sicher, da geht noch was.
    Ween man sich die heutige gesellschaft ansieht, wird doch Ablehnung gebenüber edm Alter vorausgesetzt. Ich habe jeden tag mit vielen menschen aller Altersklassen zu tun und da kommen z.B. auch Äußerungen wie "Sie können mir gar nicht helfen, sie sind viel zu jung, ich brauche jemanden, der Ahnung hat".
    Das Alter erwartet respekt, aber wo ist Respekt gegenüber der Jugend?

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