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  1. Inaktiver User

    AW: Ambivalente Persönlichkeit - wie vorwärtskommen?

    Hallo Krolli,

    Ich bin auch ein langsamschalter.... :)
    früher auch gerne ambivalent genannt. Inzwischen weiß ich im Nachhinein ganz gut, dass viele Dinge in denen ich langsam bis gar nicht geschaltet habe auch einen Grund hatten. Der ist oft sehr interessant.


    Zitat Zitat von Krolli Beitrag anzeigen
    Bis mein Partner sich trennte.
    Da würde ich von außen sagen: naja, schon mal darüber nachgedacht, dass du ihn wahrscheinlich echt gemocht hast? Oder gar geliebt? Warum solltest du dann Schluss machen? Trotz der kleinen Mängel.

    Jetzt treffe ich neuen Mann. Wieder das gleiche Problem, aber auch ganz anders. Hier fühle ich mich eher auf der sinnlichen, emotionalen Ebene angesprochen. Zweifel sind auf der anderen Seite bei den gemeinsamen Werte, Grundmodellen, Intellekt etc.
    Finde es ganz schön fies, den neuen mit dem alten zu vergleichen

    Ausserdem bin ich über die alte Beziehung überhaupt nicht hinweg, und mein Ex-Partner wohl auch nicht. Wir haben beide wohl noch das Gefühl, zusammenzugehören, haben es aber irgendwie nicht hingekriegt. Das Gefühl verschwindet nicht, obwohl die Trennung schon eine Weile her ist.
    Eine halbe Beziehung und eine halbe Trennung....hum!

    In mir ist immer noch etwas, das unbedingt diese alte Beziehung lösen will, weil wir uns immer noch so verbunden fühlen. Als ich aber in der Beziehung war, gab es diese ganze Ambivalenz von sich nicht richtig entscheiden können. Ich habe das Gefühl, wenn ich mich völlig für meinen Ex-Partner entscheiden könnte, dann würde die Beziehung besser funktionieren. Was hält mich ab? Irgendetwas in mir kann sich nicht entscheiden, weil gewisse Teile fehlen. Was ist los mit mir???
    Kann es sein, dass du an einen Teil deiner Gefühle nicht rankommst?


    Dann zieht es mich aber immer wieder weg, weil ich gerne mal alleine wohnen würde, da ich das nie hatte in meinem Leben, auf mich alleine gestellt sein möchte.
    Warum willst du alleine leben? Ich hatte mal damals eine Freundin, die ist aus unserer riesen WG weggezogen, weil sie meinte mit 30 muss man das machen...

    Ich hoffe, bei dir hat es andere Gründe, wenn ja welche sind das?

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    AW: Ambivalente Persönlichkeit - wie vorwärtskommen?

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Ambivalenz

    Ist es die Angst Entscheidungen zu treffen und dann revidieren zu müssen?
    Ist es die Unfähigkeit, auch mal was "aushalten" zu müssen?
    Angst vor dem Erfolg?
    Angst, festgezurrt zu sein und nie wieder raus zu kommen?

    Zum Teil kenne ich diese Probleme auch, aber ich habe für mich festgestellt, das ich nicht darauf warten möchte, das jemand anderer MEINE Entscheidungen trifft. Auch wenn ich manchmal noch lieber "weglaufe" vor den Entscheidungen, weiß ich dennoch "Lieber eine falsche Entscheidung, als gar keine" Denn das macht mich auf Dauer extrem unglücklich ( und meine Umwelt noch dazu )

    Ich möchte weder anderen weh tun mit meiner Entscheidungslosigkeit, noch möchte ich "fremdbestimmt" leben.

    Es hat gedauert, bis ich die Balance zwischen "Ich halt das aus, weil es letztendlich gar nicht schlimm ist" und "Nun geht es nicht mehr" gefunden habe.
    Das war ein langer Prozess und ich kann leider keine Ratschläge geben, wie es funktioniert.
    Ich möchte nur sagen, das es geht. Also nur Mut
    Auch wenn nicht an mich direkt gerichtet (ich gehöre auch zu diesen Ambivalenz-Menschen): Bei mir ist es sehr fest die Angst, festgezurrt zu werden und nie wieder raus zu kommen. Habe das Gefühl, wenn ich eine Entscheidung treffe, ist alles endgültig, unumkehrbar - dazu kommt die Angst, einen grossen Fehler zu machen, wenn man so oder so entscheidet. Und vor allem das Festgezurrtsein ist das Hauptproblem.
    Würde gerne wie Du die Balance finden! Danke für das Mutmachen und wenn Dir doch noch Tipps einfallen, was einem hilft beim Entscheidungen treffen oder gegen das Gefühl, fest gezurrt zu sein, danke!

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    AW: Ambivalente Persönlichkeit - wie vorwärtskommen?

    Hallo nunu

    ich versuche es mal zu erklären. Ich habe erstmal lernen müssen, das ich nicht soooo wichtig bin. Das heißt, die Welt geht für niemanden unter, wenn ich Entscheidungen treffe.

    Natürlich treffe ich täglich falsche, einige lassen sich revidieren, andere nicht. Wenn sie nicht zu revidieren sind, muss ich neue Wege suchen, um trotzdem glücklich oder zumindest zufrieden zu werden. Und manchmal sind die falschen Entscheidungen im Nachhinein die richtigen.
    Kann man aber VORHER nicht wissen.

    Keine Entscheidung zu treffen heißt, ewig stehen zu bleiben und nie, weder im Hier und Jetzt noch in der Zukunft glücklich zu sein.

    Wer zurrt dich fest? KEINER zwingt dich, in Situationen AUSZUHARREN, bis es nicht mehr geht. Nur DU selber bestimmst das.
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

  4. Inaktiver User

    AW: Ambivalente Persönlichkeit - wie vorwärtskommen?

    Hallo Krolli,

    ja, ich kenne das sehr gut. Ich hab auch zwei völlig unterschiedliche Persönlichkeiten in mir. An einem Tag ist die eine im Vordergrund, am nächsten die andere... Für das eigene Umfeld ist das schwierig. Ich weiß auch, wieso das so ist bei mir. Hast du denn eine Ahnung woran es bei dir liegt? Zu deiner Frage: Ja, ich hab es akzeptiert, weil es Ausdruck dessen ist, wie mein Leben verlaufen ist.

    Ich schreib die Tage nochmal was.

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    AW: Ambivalente Persönlichkeit - wie vorwärtskommen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo Krolli,

    ja, ich kenne das sehr gut. Ich hab auch zwei völlig unterschiedliche Persönlichkeiten in mir. An einem Tag ist die eine im Vordergrund, am nächsten die andere... Für das eigene Umfeld ist das schwierig. Ich weiß auch, wieso das so ist bei mir. Hast du denn eine Ahnung woran es bei dir liegt? Zu deiner Frage: Ja, ich hab es akzeptiert, weil es Ausdruck dessen ist, wie mein Leben verlaufen ist.

    Ich schreib die Tage nochmal was.
    Das würde mich auch interessieren! Wie genau hast Du gelernt, es zu akzeptieren? Wie geht Dein Umfeld damit um? Lebst Du in einer Beziehung?

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